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Wir haben uns nach intensiver Rücksprache mit unseren Mitgliedern dazu entschieden, das Museum Barberini in Potsdam zum „Gebäude des Jahres 2016“ zu wählen. Es ist eine vorbildliche Rekonstruktion des 1945 zerstörten und später abgerissenen „Palais Barberini“. Wir wollen damit zugleich das Engagement Hasso Plattners für die Rekonstruktion des Potsdamer Stadtschlosses ehren.

Am 23. Januar eröffnet das Barberini seine Pforten. Der Vorstand wünscht dem neuen Museum Barberini an dieser Stelle einen erfolgreichen Start!

Pressemitteilung

„Stadtbild Deutschland“ ist ein bundesweiter Verein von Architekten, Künstlern und engagierten Bürgern, die sich für Schönheit und historisch verankerte Identität deutscher Stadtbilder einsetzen. Wir arbeiten mit zahlreichen Bürgerinitiativen bundesweit zusammen und wollen dadurch mithelfen, dass bei künftigen Bauprojekten mehr Sorgfalt auf gestalterischen Anspruch gelegt wird. Uns geht es darum, der Beliebigkeit und Monotonie zahlreicher Neubauten in deutschen Städten etwas
Anspruchsvolles entgegenzusetzen. Deshalb setzen wir uns auch für die Rückkehr traditioneller Gestaltungsformen in den Städtebau und wenn möglich für qualitätvolle Rekonstruktionen ein.

In einer Mitgliederumfrage hat der Verein darüber abgestimmt, welches neue Gebäude in der Bundesrepublik mit dem Titel „Gebäude des Jahres 2016“ ausgezeichnet werden solle. Die Mitglieder haben sich mehrheitlich für das Museum Barberini des Architekten Thomas Albrecht aus dem Büro Hilmer&Sattler und Albrecht entschieden, das im Januar 2017 am Alten Markt als Kunstmuseum eröffnen wird.

Begründung: Mit diesem Bau wurde ein wesentlicher Beitrag zur Stadtreparatur Potsdams geleistet. Es handelt sich beim Museum Barberini um eine sorgfältige und qualitativ besonders hochwertige Rekonstruktion des Vorkriegsbaues Palais Barberini. Die wiederherzustellenden Fassaden wurden unter Einsatz traditioneller Handwerkstechniken gefertigt. Auch bei der Innenraumgestaltung wurde versucht, alte Handwerkstechniken zu verwenden, z.B. bei den Säulen und Decken in der Eingangshalle, die mit Rabitzputz gefertigt wurden. Dennoch wurde hier nicht einfach nur der Vorkriegsbau 1:1 nachgebaut, sondern das Innere wurde ganz selbstverständlich heutigen Nutzungsansprüchen als Museumsgebäude angepasst. Dies ist, obwohl von Rekonstruktionsgegnern gerne als Einwand vorgebracht, eine völlig akzeptable Maßnahme, schließlich wurden auch erhaltene historische Gebäude im Laufe ihrer Nutzungszeit immer wieder aktuellen Erfordernissen angepasst. Wir hoffen, dass dieses Gebäude seinen Beitrag dazu leisten wird, Rekonstruktionen sowie Bauen im klassischtraditionellen Stil noch stärker städtebaulich zu etablieren.

Die Auszeichnung gilt neben dem Architekten auch dem Berliner Unternehmer Abris Lelbach, der mit der Hasso-Plattner-Förderstiftung als Partnerin dieses Projekt zu verwirklichen begann, sowie natürlich dem Bauherrn, der Museum Barberini GmbH.

Der Verein will damit insbesondere das persönliche und finanzielle Engagement Hasso Plattners würdigen, ohne das diese Rekonstruktion wie auch die Wiederherstellung des Potsdamer Stadtschlosses in historischer Außengestalt wohl nicht möglich gewesen wäre. „Stadtbild Deutschland e.V.“ wünscht dem neuen Kunstmuseum im Namen aller Rekonstruktionsinitiativen der Bundesrepublik einen erfolgreichen Start!

 

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