Initiativen

Nicht nur Mitglieder von STADTBILD DEUTSCHLAND, nicht nur Vertreter anderer Initiativen, sondern auch Teilnehmer des APH-Forums, die nicht als S.D.-Mitglieder eingeschrieben sind, sind herzlich eingeladen zu dem Treffen von Rekonstruktions- und Stadtbildinitiativen am 15. Juni 2013 in Frankfurt/M.

Zeit: Samstag, 15. 6. 2013, ca. 11 – 17 Uhr

Ort: Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen St. Paulsgemeinde, Römerberg 9

Das Treffen soll hauptsächlich dem gegenseitigen Kennenlernen, dem Erfahrungsaustausch und dem gemeinsamen Ringen um Handlungskonzepte dienen. Auch ein Rundgang durch die Frankfurter Altstadt ist vorgesehen.

Es ist nicht auszudenken, was unsere Städte weiterhin an stadtbauästhetischen Havarien erleiden müssten, hätten nicht längst Bürger mit geschultem Blick und bauhistorischem Verstand die Wächteraufgabe übernommen, zu der der gemeine Architekt mangels baugeschichtlichen Wissens und gestaltschöpferischer Genialität nicht mehr in der Lage ist; ist doch dieser Berufsstand z. Zt. auf dem Wege, sein Berufsverständnis zusammenzustauchen zu dem eines Schachtel-Dekorateurs.

In Frankfurt soll nun doch das Stadthaus errichtet werden, ohne das die vorgesehene Altstadt-Rekonstruktion keinen befriedigenden Abschluss fände. Aber sogleich droht neues Unheil, worauf eine Pressemeldung des wachsamen Altstadtforms hinweist. Dass auch das Stadthaus wieder als Schachtel, diesmal mit Spitzdach, daherkommt –  geschenkt! Dass es wieder die unvermeidliche Strichcode-Fassade erhält –  geschenkt! Warum aber dieses Spitzdach übermächtig aufragen und in seiner grobschlächtigen Monströsität die daneben zu rekonstruierende “Goldene Waage” überragen muss, das ist niemandem zu vermitteln.

Sogar das Denkmalamt soll vorsichtig Einspruch erhoben haben, natürlich nicht wegen der “Goldenen Waage”, sondern wegen des benachbarten Doms. Ein dickes Lob aber und jede Menge Unterstützung gebührt der tüchtigen Truppe vom Altstadtforum!

PM: Stadthaus verletzt Denkmalschutz

(Philoik.)

Rathaus Wesel

Frau Dagmar Ewert-Kruse, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Historisches Rathaus Wesel und Koordinatorin der Bürgerinitiative teilt uns mit, dass die von den Bürgern Wesels erkämpfte Rekonstruktion der spätgotisch-flämischen Rathausfassade aus dem Jahr 1455 und des barocken Turms von 1698 ihrer Fertigstellung entgegen geht. Z.Zt. wird noch die Markttreppe wiederaufgebaut.

Am 18. September um 12 Uhr erfolgt die Einweihung und Übergabe des umgestalteten Rathauses. Wir beglückwünschen die Bürgerstiftung und die Bürgerinitiative zu diesem grandiosen Abschluss ihres Kampfes und geben gleichzeitig unserer Hoffnung Ausdruck, dass diese Rekonstruktion als ein Fanal wirken wird, das an dem gesamten Platzensemble die gestalterische Aufwertung und Einfügung in die Stadtgeschichte einleitet. Es muss erlebbar werden, dass Wesel keine  Stadt der 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts ist. (mehr: www.historisches-rathaus-wesel.de)

(Philoik.)

Zwar ist die Rekonstruktion von Burgen nicht das zentrale Anliegen unseres Vereins; außerdem hat die heutige Gesellschaft, im Gegensatz zu dem Zeitalter des Historismus, mit den zahlreichen jahrhundertealten Ruinen auf Bergeshöhen ihren Frieden gemacht und sieht nur in Ausnahmefällen Veranlassung, für einen bestimmten Verwendungszweck eine ruinös erhaltene Burg zu rekonstruieren. Aber es gibt natürlich Überschneidungsfälle, in denen unser Anliegen, deutschen Städten etwas von ihrer historischen Gestalt zurückzugeben, eine stadtnahe Burg mit einbeziehen kann, vor allem wenn die Zerstörung eine Folge des Zweiten Weltkriegs ist.

Herr Eberhard Schmah (Schmah.gbr@t-online.de) hat uns folgende Mitteilung geschickt:      

Hallo,

ich bin Mitglied im Förderverein Heldenburg Salzderhelden e.V.,
Bereits seit 20 Jahren befasse ich mich mit 3d Computer Animationen und nun habe ich nach aufwendiger Kleinarbeit
die Ruine der Heldenburg mit Stand 17. Jahrhundert rekonstruiert.
Es ist, soweit ich weiß, der erste so umgesetzte und auf DVD erhältliche 30 Minuten Film bundesweit ?!
Heimatgeschichte zum Anfassen die schon bei der Präsentation im Februar vor rund 500 Menschen einen großen
Anklang fand !

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich diese für viele Burgvereine bezahlbare Möglichkeit der Burgenrekonstruktion
auf meiner Homepage    www.burgen-rekonstruktion.de    anschauen und weiter emfehlen würden !

Auf eine Antwort freut sich………Eberhard Schmah

Ich finde, jedes derartige Unternehmen, den Originalzustand demolierter oder gänzlich verlorengegangener Bauwerke wieder anschaubar zu machen, verdient unsere Anerkennung. Es bedeutet einen Schritt voran auf dem Wege, in unserem Volk das Bewusstsein für den baukünstlerischen Reichtum von einst und den Wunsch nach Wiedergewinnung von möglichst Vielem zu stärken.

(Philoik.)

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