Verein

Bitte beachtet unsere Abstimmung zum “Bauwerk des Jahres 2015” in unserem Forum:

Bauwerk des Jahres 2015

Die Abstimmung läuft noch den ganzen Montag, und wir würden uns über rege Beteiligung freuen (Registrierung im Forum erforderlich).

(webmaster)

 

Unser Verein befindet sich in raschem Wachstum und wird zunehmend als ernstzunehmende Stimme in den Auseinandersetzungen um die bauliche Entwicklung unserer Städte wahrgenommen. Nachdem der Verein die ersten zehn Jahre seines Bestehens vor allem seiner Etablierung im Interessengeflecht der deutschen Gegenwartsgesellschaft gewidmet hat, ist es nun an der Zeit, seine Strukturen den neu sich bietenden Möglichkeiten der Einflussnahme anzupassen und neue Arbeitsmethoden zu ersinnen. Dazu werden sicher auch Aufgabenfelder anders als bisher abgesteckt werden müssen.

Wer immer sich mit Ideen und Einsatzbereitschaft einbringen möchte, ist eingeladen, an unserer diesjährigen

Jahreshauptversammlung

teilzunehmen. Sie wird am

Samstag,  dem 10. Oktober, im Architekturatelier von Jacob Siemonsen, Hamburg-Ottensen,  Donnerstraße 5

stattfinden, und zwar voraussichtlich in der Zeit von

10 bis 16 Uhr

Es ist vorgesehen, im Anschluss an die eigentliche Versammlung eine Ausstellung über die historische Mitte von Hamburg-Altona zu besuchen, einen Rundgang durch Eimsbüttel mit richtungsweisenden Neubauten vorzunehmen und die Zusammenkunft mit einem gemeinsamen Essen zu beschließen.

 

(Philoik.)

Seitdem vor etwa zwei Monaten unser Mitglied Lars Stephan Klein die Facebook-Präsentation von STADTBILD DEUTSCHLAND in die Hand genommen hat, ist es, als wäre ein Staudamm gebrochen. Unsere Vereinigung hat in diesen zwei Monaten 30 Mitglieder hinzugewonnen (rechnet man diejenigen dazu, die uns bislang ihre Anschrift vorenthalten, wären es 40 Neumitglieder!). Immer wieder lassen uns die Aspiranten auf Mitgliedschaft wissen, dass es das trostlose Erscheinungsbild ihrer Heimatstadt ist, das sie motiviert hat, sich unserer Bewegung anzuschließen.

Die Jahre der selbstgenügsamen Nabelschau der deutschen Wiederaufbaugeneration sind ja längst vorbei. Reisefreudigkeit, Weltkenntnis und Urteilsfähigkeit in Sachen Architektur und Städtebau sind seit Jahrzehnten stetig am Wachsen. Dennoch ist die Gewohnheit das allerzäheste Hindernis gegen Neuentwicklungen. Der Deutsche hat sich damit arrangiert, dass er zuhause ausufernde Banalität und Tristesse tapfer zu ertragen hat, um dann auf diversen Urlaubsreisen und Städtetrips ins Ausland umso begieriger Schönheit aufsaugen zu können.

Aber es scheint nun eine Generation heranzuwachsen, die sich dieser stillschweigenden Abmachung entzieht, der es einfach nicht in den Kopf will, warum das Bauen in Deutschland den Stadtbürgern fortwährend Selbstkasteiung und Entsagung auferlegt, warum es eine geradezu calvinistische Abneigung gegen Augenlust und Daseinsfreude praktiziert, ein unbegreifliches ästhetisches Züchtigungsprogramm, so als solle durch den Entzug von Schönheit und Fülle ein besseres, reiferes Menschentum herangezüchtet werden. Junge, welterfahrene Deutsche rebellieren gegen diesen Wahn, und es werden immer mehr. Wie lange wird sich die Architektenschaft diesem neuen Trend entgegenstemmen können?

Zum dritten Mal lädt STADTBILD DEUTSCHLAND zu einem Treffen der deutschen Rekonstruktions- und Stadtbildinitiativen ein, und zwar an dem Ort, an dem sich schon vor zwei Jahren Vertreter von etwa zehn Initiativen versammelt haben:

Am Samstag, dem 16. Mai, im Gemeindesaal der St. Paulsgemeinde in Frankfurt/M., Römerberg 9, unmittelbar neben dem Römer. Die Veranstaltung soll von 11 bis 17 Uhr dauern.

Durch Arbeitsberichte, durch Weitergabe und Austausch erfolgreicher Strategien soll der uns verbindende Gedanke gestärkt werden, dass deutsche Städte sich im europäischen Zusammenhang nur behaupten können, wenn sie ein den Erwartungen ihrer Bürger und Besucher entsprechendes identitätsstiftendes, ästhetisch anspruchsvolles und durch historische Elemente aufgewertetes Erscheinungsbild zurückgewinnen.

Zur Veranschaulichung dieses Gedankens werden wir den Fortgang des Dom-Römerberg-Projekts in Augenschein nehmen und uns davon ein Bild machen, wieweit es in Frankfurt gelingt, ein Stück der einst berühmten spätmittelalterlichen Fachwerk-Altstadt neu erstehen zu lassen.

Die Veranstaltung steht jedem offen, unabhängig von einer Mitgliedschaft bei S.D. oder einer anderen Initiative. Eine Kaffeepause und ein gemeinsames Essen nach 17 Uhr sollen dazu dienen, Kontakte zu fördern. Der Vorstand von S.D. würde sich freuen, bei dieser Gelegenheit viele Gleichgesinnte, auch aus den Reihen der Diskutanten unseres Architekturforums, auch von uns unbekannten Initiativen kennen zu lernen.

(Philoik.)

… und kann bestellt werden:

Titel „Neue Stadtbaukultur“, Herausgeber: Harald Streck,  ISBN 978-3-7347-4760-1, 100 Seiten, Ladenpreis 29,99 €, E-Book-Ladenpreis 11,99 €, Aktionspreis (gültig 8 Wochen) 8,99 €.

Das Jahrbuch enthält einen ausführlichen Artikel über die Wiederaufbaugeschichte des Dresdner Schlosses, einen Bericht über eine von S.D. organisierte Studienfahrt in die Niederlande, eine Fotogalerie über innerstädtische Neubauten in München, einen Aufsatz mit dem Titel „Die Architekturmoderne und das Ausdrucksstreben“ und zwei Artikel, die sich dem in Hamburg entstandenen „ersten Passivhaus-Neubau im Stil der Gründerzeit“ widmen, mit bahnbrechend formulierten Vorgaben des Bauherrn.

Mitglieder von S.D., die den Verein jährlich mit wenigstens 50 € unterstützen, bekommen die Jahrbücher kostenlos zugeschickt.

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