Satzung in der Fassung vom 28. September 2008

§1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

(1) Der Verein führt den Namen „Stadtbild Deutschland e.V.“.

(2) Er hat seinen Sitz in Berlin und ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Berlin- Charlottenburg eingetragen.

(3) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§2 Zweck und Aufgaben

(1) Sachziel: Der Verein „Stadtbild Deutschland“ tritt für die Wiedergewinnung im 20. Jahrhundert verlorengegangener bedeutender historischer Stadtbilder und Stadtstrukturen Deutschlands, insbesondere des durch Kriegseinwirkungen und Fehlentscheidungen in der Nachkriegszeit zerstörten baulichen Erbes der Altstädte ein. Er tritt außerdem für die Pflege von erhaltenswerten denkmalgeschützten historischen Bauten und baulichen Strukturen ein; er spricht sich aus für die Wiedergewinnung urbaner Lebensqualität und regionaler städtebaulicher Identität durch Rekonstruktion oder moderne Weiterentwicklung beziehungsweise Neuinterpretation traditioneller Gestaltungsprinzipien. „Stadtbild Deutschland“ will zur Volksbildung beitragen und ist insbesondere dem Kulturerbe verpflichtet. Der Verein ist parteipolitisch unabhängig, positioniert sich gegen jede Form von politischem Extremismus und möchte mit seiner Tätigkeit auch die Weiterentwicklung einer lebendigen, demokratischen Zivilgesellschaft befördern.

(2) Arbeitsziele von „Stadtbild Deutschland“ sind:

– ein Bewußtsein für den Verlust vieler historischer Stadtbilder Deutschlands zu schaffen, für das Ausmaß des Verlustes zu sensibilisieren und die Öffentlichkeit darüber zu informieren, daß es sich bei der Abwesenheit historischer Stadtbilder in deutschen Städten nicht um den „Normalfall“, sondern um eine Ausnahmesituation in Europa handelt;

– den Gedanken der Rekonstruktion bedeutender historischer Bauwerke und Ensembles im öffentlichen Bewußtsein zu stärken;

– den Gedanken eines an historischen und regionalen Traditionen orientierten Bauens im öffentlichen Bewußtsein zu stärken;

– ein Bewußtsein für erhaltenswerte denkmalgeschützte Bauten und bauliche Strukturen zu schaffen;

– lokalen Initiativen für die Rekonstruktion bedeutender historischer Bauwerke und/oder&xnbsp; Ensembles theoretisches und praktisches Wissen zur Verfügung zu stellen, das für sie in der Durchführung ihrer Projekte von Nutzen ist.

 

(3) Mittel zur Realisierung der unter § 2, Abs. (1) und (2) genannten Ziele sind insbesondere

–          die Einwerbung von Spendengeldern zur Finanzierung der in §2 Abs. (2) genannten Ziele

–          Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere in Form von Publikationen, Symposien und Vorträgen

 

§3 Gemeinnützigkeit

 

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 51 ff. der Abgabenordnung („Steuerbegünstigte Zwecke“).

(2) Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Ziele. Es wird kein Gewinn angestrebt.

(3) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.

(4) Eingeworbene Spendengelder gemäß dürfen nur für steuerbegünstigte Zwecke verwendet bzw. nur an steuerbegünstigte Körperschaften weitergeleitet werden.

(5) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§4 Mitgliedschaft

 

(1) Mitglied kann jede natürliche Person und juristische Person werden.

(2) Die Aufnahme in den Verein erfolgt durch den Vorstand mit schriftlicher Aufnahmebestätigung.

(3) Auf Vorschlag des Vorstandes kann die Mitgliederversammlung Ehrenmitglieder auf Lebenszeit ernennen.

 

§5 Beendigung der Mitgliedschaft

 

(1) Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder Ausschluß.

(2) Ein Austritt ist dem Vorstand durch schriftliche Austrittserklärung bekannt zu geben.

(3) Ein Mitglied kann vom Vorstand aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es gegen die Interessen des Vereins und seiner Satzung verstößt. In einem Ausschlussverfahren ist dem betroffenen Mitglied mindestens zwei Monate vor Beschlußfassung die Möglichkeit zur Stellungnahme zu geben.

(4) Mit Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Ansprüche aus dem Mitgliedschaftsverhältnis. Eine Rückerstattung von Sacheinlagen oder Spenden ist ausgeschlossen.

 

§ 6 Mitgliedsbeiträge und Finanzen

 

(1) Für die Mitgliedschaft wird kein Beitrag erhoben. Der Verein erwartet jedoch eine jährliche freiwillige Zuwendung in beliebiger Höhe oder ein anderes Zeichen der Anteilnahme an der Vereinsarbeit.

(2) Der Verein eröffnet ein Spendenkonto. Die dort eingehenden Beträge sind zweckgebunden für die Aufgaben des Vereins zu verwenden.

(3) Der Schatzmeister verwaltet die Kasse und das Vereins- bzw. das Spendenkonto. Er führt das Kassenbuch mit den erforderlichen Belegen.

(4) Zusammen mit dem Vorstand werden zwei Rechnungsprüfer gewählt, die das Recht haben, jederzeit Einblick in die Kontenführung des Schatzmeisters zu nehmen und die Pflicht, dies mindestens einmal jährlich zu tun und der Mitgliederversammlung darüber zu berichten. Die Rechnungsprüfer dürfen nicht Mitglied des Vorstandes sein; sie unterliegen keiner Weisung oder Beaufsichtigung durch den Vorstand.

(5) Die Vertretungsbefugnis des Vorstandes wird mit Wirkung gegen Dritte gemäß § 26 Abs. 2 BGB in der Weise beschränkt, daß zum Abschluß von Rechtsgeschäften mit einem Geschäftswert von 1.500 Euro die vorherige Zustimmung des Schatzmeisters und zu einem Rechtsgeschäft über 3.000.- Euro die vorherige Zustimmung der Mitgliederversammlung benötigt wird.

 

§7 Organe des Vereins

 

Die Organe des Vereins sind

a) die Mitgliederversammlung

b) der Vorstand

 

§8 Vorstand

 

(1) Der Vorstand besteht aus mindestens 5 Mitgliedern, nämlich

i. dem Vorsitzenden,

ii. dem 1. stellvertretenden Vorsitzenden,

iii. dem 2. stellvertretenden Vorsitzenden,

iv. dem Schatzmeister und

v. dem Schriftführer.

(2) Die Mitgliederversammlung kann den Vorstand um höchstens 4 Personen erweitern.

(3) Der Vorstand gemäß § 26 BGB besteht aus dem Vorsitzenden und dem 1.und 2. stellvertretenden Vorsitzenden. Der Verein wird durch den Vorsitzenden in Gemeinschaft mit dem 1. oder 2. stellvertretenden Vorsitzenden vertreten.

(4) Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht der Mitgliederversammlung übertragen sind.

(5) Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben, in der u.a. den Mitgliedern des Vorstandes einzelne Aufgaben zugeordnet werden.

(6) Der Vorstand wird von den Vereinsmitgliedern auf der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren, gerechnet von der Wahl an, gewählt. Nach Ablauf der Amtszeit führt er die Amtsgeschäfte bis zur Wahl eines neuen Vorstandes weiter. Eine vorzeitige Abberufung und Neuwahl des gewählten Vorstandes durch die Mitgliederversammlung ist nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes möglich.

(7) Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zu wählen. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet auch das Amt eines Vorstandsmitglieds.

(8) Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, so kann der Vorstand bis zum Ende der Amtsperiode ein Mitglied als Nachfolger hinzu wählen.

(9) Der Vorstand kann zur Führung der Geschäfte einen Geschäftsführer bestellen.

(10) Der Vorstand kann ständige und nicht ständige Arbeitsgruppen bilden. In diesen Arbeitsgruppen können auch Personen mitwirken, die nicht Mitglieder des Vereins sind.

(11) Zur Beratung des Vorstandes kann dieser einen Beirat berufen.

(12) Der Vorstand beschließt in Sitzungen, die vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung von einem seiner Stellvertreter einberufen werden. Eine Einberufungsfrist von einer Woche soll eingehalten werden.

(13) Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn mindestens 3 seiner Mitglieder anwesend sind. Bei der Beschlußfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, bei dessen Abwesenheit die desjenigen seiner Stellvertreter, der den Vorsitz führt.

(14) Der Vereinsvorstand ist verpflichtet, alle Mitglieder über wichtige Entwicklungen und Vereinsaktivitäten schriftlich oder per E-Mail zu informieren.

 

§9 Die Mitgliederversammlung

 

(1) Mindestens einmal jährlich soll eine ordentliche Mitgliederversammlung als Jahreshauptversammlung stattfinden. Sie wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen schriftlich, telefonisch oder per Email einberufen. In der Einladung ist die vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung anzugeben. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung beschließt die Mitgliederversammlung.

(2) Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben:

a) Wahl des Vorstands und der Rechnungsprüfer.

b) Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstands und Entlastung des Vorstands.

c) Beschlußfassungen zu Fragen der Vereinsarbeit, zu Änderungen der Satzung sowie über die Auflösung des Vereins.

d) Beschlußfassung über den Ausschluß von Mitgliedern.

e) Ernennung von Ehrenmitgliedern.

 

§10 Beschlußfassung in der Mitgliederversammlung

 

(1) &xnbsp;Beschlußfähig ist jede ordnungsgemäß, d.h. gemäß § 9 Absatz 1, einberufene Mitgliederversammlung.

(2) Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung von einem seiner Stellvertreter oder einem anderen Vorstandsmitglied geleitet.

(3) In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme. Die Mitglieder-Versammlung faßt Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen, soweit die Satzung nichts anderes regelt. Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Versammlungsleiters.

(4) Wahlen und Abstimmungen erfolgen grundsätzlich per Akklamation, es sei denn mindestens ein Mitglied beantragt geheime Abstimmung.

(5) Bei Wahlen ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Hat niemand mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten, so findet zwischen den beiden Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten haben, eine Stichwahl statt.

(6) Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlußfähig.

(7) Ein Beschluß zur Änderung der Satzung bedarf einer Mehrheit von 2/3 der abgegebenen gültigen Stimmen.

(8) Ein Beschluß zur Auflösung des Vereins bedarf einer Mehrheit von 4/5 der abgegebenen gültigen Stimmen.

(9) Die von der Mitgliederversammlung gefaßten Beschlüsse sind zu protokollieren, das Protokoll ist vom jeweiligen Vorstandsvorsitzenden und vom jeweiligen Schriftführer zu unterzeichnen.

 

§11 Auflösung des Vereins

 

(1) Wird der Verein gemäß § 10 Abs. 8 aufgelöst, sind, sofern die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, der Vorsitzende und sein l. Stellvertreter gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren.

(2) Bei Auflösung des Vereins fällt das nach der Liquidation vorhandene Vermögen an einen oder mehrere Vereine oder eine oder mehrere Institutionen, die eine der Zielsetzung des Vereins vergleichbare Zielsetzung haben. Diese werden von der Mitgliederversammlung im Auflösungsbeschluss bestimmt.

(3) Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend, wenn der Verein aus einem anderen Grunde aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.

 

§ 12 Schlußbestimmung

 

Die Satzung tritt mit Eintragung des Vereins ins Vereinsregister in Kraft. Die vorliegende Fassung der Satzung wurde von der Mitgliederversammlung erstmals am 06.04. 2006 beschlossen, mit Änderungen am 28. September 2008.

 

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