Einleitung

Einleitung – Wuppertal

Der Wuppertaler Ortsverband von Stadtbild Deutschland stellt „seine“ Stadt näher vor. Wie jede andere Stadt gibt es schöne und schlechtere Seiten. Hier werden die „Top 6“ – Ansichten von Wuppertal den „Flop 6“ – Problemzonen der Stadt gegenübergestellt.

Interessierte Wuppertaler oder Hinzugezogene sind herzlich eingeladen, dem Ortsverband von Stadtbild Deutschland beizutreten.

Text und Bilder: Tobias Vitten, Ortsverband Wuppertal

Top 6

Die Top 6 von Wuppertal

Rathaus Elberfeld mit Neptunbrunnen

Das Rathaus Elberfeld und der Jubiläumsbrunnen auf dem Neumarkt im Zentrum der Stadt. Das stattliche Verwaltungsgebäude wurde von 1895 bis 1900 durch die Architekten Heinrich Reinhardt und Georg Süßenguth errichtet, es symbolisiert den Aufstieg des damals reichen Elberfelds zur Großstadt. Der Jubiläumsbrunnen entstand um 1901 nach Plänen des Düsseldorfer Bildhauers Leo Müsch und stellt eine Kopie des Neptunbrunnens von Trient in Oberitalien dar.

Wuppertal Stadthalle

Die Stadthalle auf dem Johannisberg, welche ebenfalls um 1900 im historisierenden Stil der italienischen Hochrenaissance errichtet wurde. Das Gebäude ist weitestgehend komplett im Originalzustand erhalten geblieben respektive wiederhergestellt worden und gilt als eines der schönsten Konzerthäuser Europas.

Wuppertal Marienstraße

Die gründerzeitliche Architektur der Elberfelder Nordstadt im topographischen Auf- und Ab der Marienstraße und der Schreinerstraße.

Wuppertal Arrenberg´sche Höfe

Zwischen 2006 und 2011 entstanden aus den ehemaligen Klinkgebäuden des um 1913 errichteten Ferdinand-Sauerbruch-Krankenhauses die Arrenberg´schen Höfe, hier der Blick auf eines der Gebäude von der Simonsstraße. Mit einer kleinen Parkanlage im Innenhof ausgestattet bieten die mustergültig sanierten Gebäude ein angenehmes Refugium zum Wohnen und Arbeiten in innenstadtnaher Lage.

Wuppertal Villa in der Sadowastraße

Das Briller Viertel ist mit seinen zahlreichen Villen und vornehmen Wohnhäusern das größte zusammenhängende Villenviertel Deutschlands. Das Foto zeigt eine neobarocke Villa an der Straßenkreuzung Moltkestraße / Sadowastraße aus der Zeit um 1890. Es soll einen kleinen Eindruck von diesem schönen Stadtquartier vermitteln, dessen komplette Vorstellung ganze Bildbände füllen könnte.

Flop 6

Die Flop 6 von Wuppertal

Wuppertal Brausenwerth Bundesallee

Der Brausenwerther Platz  zeigt eine typisch westdeutsche Innenstadtlage, die Ost-West-Achse wird hier von einer Nord-Süd-Verbindung gekreuzt. Bis zum 2. Weltkrieg stand man an dieser Stelle auf einem gründerzeitlichen Schmuckplatz mit einem Theaterbau der Neorenaissance und sehr stattlichen Gründerzeitbauten. Heute muss man sich mit absoluter Banalität und reiner Funktionalität zufrieden geben.

Wuppertal Poststraße

In der Poststraße, einer der Fußgängerzonen der Stadt, befinden sich zahlreiche entstuckte gründerzeitliche Wohn- und Geschäftshäuser. Eines der Ziele des Wuppertaler Ortsverbandes ist es für die Wiederherstellung der historischen Fassaden zu werben.

Wuppertal Kleine Klotzbahn

An der Kleinen Klotzbahn wird deutlich, wie sehr das Stadtbild Wuppertals bis heute unter den Zerstörungen des 2. Weltkrieges zu leiden hat und wie phantasielos oftmals mit innerstädtischer Fläche umgegangen wird: Hier kreierte man einen Parkplatz mit Billig-Textil-Discounter in der einstigen deutschen Textilhochburg.

Wuppertal Moritzstraße

Zur Nivellierung des Stadtbildes trugen ab den 1960er-Jahren unter anderem Eternit-Platten, Aluminiumfenster und Glastüren an gründerzeitlichen Bauwerken bei, wie hier an einem leer stehenden Gründerzeithaus in der Moritzstraße. Wer möchte dort schon wohnen!?

Wuppertal Friedrich-Engels-Allee

Damit der freie Bürger freie Fahrt hatte, sollten Straßenzüge mehrspurig ausgebaut werden, um möglichst viel Platz für den Individualverkehr zu bieten. So wurde kurzerhand die Bebauungslinie für Neubauten um einige Meter nach hinten verlegt. Wir erkennen hier an dem hübschen bergischen Schieferbau die ursprüngliche Breite der Friedrich-Engels-Allee, die gesichtslosen Neubauten hingegen stehen heute etwas deplatziert im Hintergrund. Das Auto hatte in der Wirtschaftswunderzeit einen höheren Stellenwert als der Bürger, ihm ordnete man auch das Bild der Stadt unter.

Wuppertal Stieglitzstraße

Die Wuppertaler Quartiere leiden teilweise unter dem fehlenden Angebot von Geschäften für den täglichen Bedarf. Alteingesessene Geschäfte wie Bäckereien, Metzgereien, Obst- und Gemüsehändler, etc. sind kaum noch anzutreffen. So stirbt dadurch nicht nur die Nachbarschaftlichkeit aus, sondern es fehlen auch die Sozialkontrolle und klarerweise die Einkaufsmöglichkeiten. Dieses Bild macht uns diese schmerzliche Tatsache am Beispiel einer ehemaligen Bäckerei in der Stieglitzstraße in Sedansberg deutlich.