• Auch hier gilt offenbar wieder die Lübecker Lektion, daß etwas "leichter veracht, als gemacht" ist (Albert Benninck). Der Schutz, die Sicherheit, die Unantastbarkeit, die Heiligkeit eines Menschenlebens hat weder im APH, noch sonstwo diskutiert zu werden; sie hat undiskutiert zu bleiben und zu bestehen. Was das gestrige Ereignis betrifft, kann man dem Renomeé der Stadt zumindest beitragen, ihm keine (parteipolitischen) Absichtlichkeiten zuschreiben zu wollen, sondern den Blick auf die Fragen der Zukunft richten zu wollen. Die "Berechtigung" mit ausgestrecktem Finger auf die Repräsentanten einer anderen parteipolitischen Fraktion deuten zu "dürfen", hat sich hier nicht zu stellen; für die Zukunftsfähigkeit unseres Forums sind solche öffentlich vorgebrachten Ansätze der falsche Ort.

  • Ich denke, Weingeist bringt es wieder auf den Punkt. Brillant formuliert, absolut verständlich geschrieben.

    Speziell bei "kann man dem Renomeé der Stadt zumindest beitragen, ihm keine (parteipolitischen) Absichtlichkeiten zuschreiben zu wollen, sondern den Blick auf die Fragen der Zukunft richten zu wollen" gehe ich absolut d'accord.

  • Wo Linksgrün bzw. ergrünte Ex-Konservative regieren hat die Erhaltung der Infrastruktur nun mal keine Priorität. "Klimaneutral" werden und andere Zeitgeist-Themen haben da absoluten Vorrang.

    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/olaf-…ke-stuerzt-ein/

    https://www.nius.de/news/statt-die…09-890f862e08d5

    Wo Linksgrün bzw. ergrünte Ex-Konservative regieren hat die Erhaltung der Infrastruktur nun mal keine Priorität. "Klimaneutral" werden und andere Zeitgeist-Themen haben da absoluten Vorrang.

    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/olaf-…ke-stuerzt-ein/

    https://www.nius.de/news/statt-die…09-890f862e08d5

    Dafür haben wir jetzt Radwege in Peru und fake Klimaprojekte in China finanziert ;)

  • Speziell bei "kann man dem Renomeé der Stadt zumindest beitragen, ihm keine (parteipolitischen) Absichtlichkeiten zuschreiben zu wollen, sondern den Blick auf die Fragen der Zukunft richten zu wollen

    Na ja. Erstens, wer will von "parteipolitischen Absichtlichkeiten" sprechen? Wer soll so etwas wollen? Irgendein obskurer anarchistischer Untergrund der Regierungsparteien, dem der Untergang nicht schnell genug geht, und der sozusagen am eigenen Stuhl sägen will? Sozusagen als "Metaverschwörung"? Es würde genügen, beim Eigentlichen zu bleiben, nämlich beim Vorwurf der groben Fahrlässigkeit, dafür dürfte es genug Ansatzpunkte geben. Einstürzende Brücken sind schließlich keine Selbstverständlichkeit, die man so hinnehmen muss. Und zweitens kann man von Renommee (das schreibt man mit Doppel m, und der Akzent steht, wenn man ihn beibehalten will, an vorletzter Stelle, also renommée) der Stadt in diesem Zusammenhang wirklich nicht mehr sprechen. Man muss sich damit abfinden, dass das zum neuen Bild von Deutschland gehört. Ich hätte drauf nicht Bezug genommen. Aber hier von Renommee zu sprechen geht einfach wirklich nicht. Das muss so gesagt sein.

  • Sehr wahrscheinlich wird man die Brücke rekonstruieren. "Dov' era e com'era".

    Schließlich wurde sie unlängst vom LfD unter Denkmalschutz gestellt.

    Der Denkmalschutz verbietet aber Rekonstruktionen. Der Bruch muss sichtbar bleiben, als sichtbare Zeitschicht. Wichtige Forderung!

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    7.57 Uhr: Beschädigter Teil der Carolabrücke wird komplett abgerissen

    An der schwer beschädigten Carolabrücke reißen die Einsatzkräfte derzeit einen Brückenstrang komplett ab. Es handelt sich um den Teil, von dem in der Nacht zum Mittwoch ein rund 100 Meter langer Abschnitt in die Elbe gestürzt war. Die einzelnen Brückenelemente seien voneinander getrennt und gesteuert zum Einsturz gebracht worden, sagte Feuerwehrsprecher Michael Klahre am Freitagmorgen der dpa. Die herabgestürzten Trümmer werden demnach zerkleinert und so schnell wie möglich abtransportiert. Die beiden noch stehenden Stränge der Brücke bleiben weiterhin gesperrt.

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    7.19 Uhr: Sachsen fehlt zum Wiederaufbau der Carolabrücke das Geld

    Die Stadt Dresden geht davon aus, dass die Carolabrücke komplett neu errichtet werden muss. Die Frage der Finanzierung eines Wiederaufbaus ist jedoch völlig offen. Aktuell zeichnet sich ab, dass zurzeit weder die sächsischen Kommunen noch der Freistaat über die notwendigen Finanzmittel verfügen, um alle Problemprojekte zügig abzuarbeiten.

    So stehen den mehr als 400 Städten und Gemeinden in Sachsen insgesamt pro Jahr lediglich 175 Millionen Euro zur Verfügung, um damit Straßen und Brücken instandzusetzen, zu erneuern oder neu zu bauen.


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    Carolabrücke in Dresden: Überwachungskameras filmen den Einsturz
    In Dresden ist in der Nacht zu Mittwoch ein Teilstück der Carolabrücke eingestürzt. Nun sind neue Aufnahmen aufgetaucht. Auch der Dresdner Oberbürgermeister…
    www.saechsische.de


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    Der miese Bauzustand der Carolabrücke (TAG24 berichtet über das Unglück im Liveticker) war seit vielen Jahren bekannt. Prüfungen bescheinigten bereits seit 2013 den Zustand "nicht ausreichend". Dennoch wurde nach der letzten Instandsetzung im Jahr 1996 die fällige Sanierung nicht begonnen - wie kann das sein?

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    "Angesichts der lange bekannten erheblichen Mängel der Carolabrücke stellt sich die Frage, warum mit der Sanierung nicht deutlich früher begonnen wurde", so Schollbach.

    Ab November 2019 startete endlich die Sanierung. Allerdings nicht mit dem Brückenzug "C", sondern mit den anderen Teilen, die bei der letzten TÜV-Brückenprüfung vor drei Jahren jeweils bessere Noten erhielten als der nun eingestürzte Zug C, der erneut die Note 3 erhielt.

    2021 listete die Verwaltung Schäden auf: "Korrosionsschutz schadhaft", "Durchfeuchtungen", "Risse", "Wassereintritt", plante den Sanierungsstart in 2024.


    Quote

    Baubürgermeister Stephan Kühn (45, Grüne) versandte im Januar ein "Dringlichkeitsschreiben" an OB Dirk Hilbert (52, FDP). "Die Baudurchführung der Brückeninstandsetzung soll vor dem Winter 2024/25 beginnen, um eine Schadenszunahme an den Spanngliedern durch eindringendes Wasser und Frost zu vermeiden", mahnte er.


    Zustand der Carolabrücke war "nicht ausreichend": Wieso hat uns niemand gewarnt?
    Der miese Bauzustand der Carolabrücke war seit vielen Jahren bekannt. | TAG24
    www.tag24.de


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  • Es würde genügen, beim Eigentlichen zu bleiben, nämlich beim Vorwurf der groben Fahrlässigkeit, dafür dürfte es genug Ansatzpunkte geben. Einstürzende Brücken sind schließlich keine Selbstverständlichkeit, die man so hinnehmen muss.

    Das ist der Punkt, niemand wird den Verantwortlichen Absicht unterstellen.

    Und das wird auch in Dresden diskutiert.

    Seit September 2023 fordern die Freien Wähler eine umfassende Zustandsanalyse aller Dresdner Brücken. Das ist in diesem Sommer erst vertagt, dann abgelehnt worden. War das ein Fehler?

    "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)

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  • Jetzt wird der auf der Uferseite eingestürzte Teil abgerissen, statt sich mindestens auch gleichzeitig um den im Wasser liegenden Brückenabschnitt zu kümmern. Das Wasser der Elbe steigt bereits beträchtlich. Der Brückenteil im Wasser ist schon fast überflutet. Wie sollen da dann Trossen , Stahlseile etc. angebracht werden, wenn in Bälde alles unter Wasser liegt? Hinzu kommt dann starke Strömung!

  • Der Wasserstand der Elbe ist gestiegen, weil Tschechien derzeit versucht, sämtliche Stauräume der Elbe so weit wie möglich zu leeren. Das eigentliche Hochwasserereignis hat noch nicht begonnen.

  • Auch vollkommen neue Denkansätze sind möglich. Es wird bei einer Beschädigung der Pfeiler ohnehin zu einem Ersatzneubau kommen. Eine Standortverlagerung, auch sie scheint nicht ganz undenkbar. Und auch für das direkt benachbarte Venezianische Haus nebst Quartier würden sich ganz neue Perspektiven bieten.

  • Die Carolabrücke war mir schon immer ein Dorn im Auge. Das bei den wie ein Wunder so vielen erhaltenen historischen Brücken ausgerechnet diese mit der Augustusbrücke die Altstadt einrahmte war extrem schade. Ich habe immer geträumt, die alte Carolabrücke würde noch existieren oder würde rekonstruiert. Letzteres ist natürlich unmöglich. Das können sich alle getrost aus dem Kopf schlagen, die das fordern.
    Allerdings besteht nun die Hoffnung, dass man vielleicht eine schönere, elegantere Carolabrücke als die DDR-Carolabrücke bauen wird. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass es noch schlimmer wird, siehe Waldschlösschenbrücke. Man muss jetzt also den Atem anhalten. Oder vielleicht besser noch nicht, denn ich glaube man kippt bewusstlos über, so lange wie man den Atem anhalten muss, bis man bei der heutigen Wirtschafts- und Baulage eine neue Brücke auf die Reihe bekommt.

  • Vielleicht ist es ja für die GHND und Herrn Hummel möglich eine mögliche neue Brücke virtuell zu erstellen, welche so auch gebaut werden kann.

    Jetzt sollte mal die Politik beweisen, dass auch Geld für Inländer da ist.

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    Für einen schnellen Neubau habe die Bundesregierung schon viele Möglichkeiten gesetzgeberisch geschaffen, so Habeck und Lemke. «Ersatzneubauten sollten und können sehr schnell genehmigt werden. Und wenn es noch irgendwo hakt, dann sehen wir zu, dass man das gelöst bekommt.»

    Das gelte nicht nur für die Brücke in Dresden, sondern für alle 4.000 Brücken, die repariert und ersetzt werden müssten. «Wir dürfen nicht zulassen, dass unser Land zerbröselt. Die Infrastruktur ist über Jahrzehnte vernachlässigt worden. Das können wir nicht hinnehmen. Das ist eine Frage der Sicherheit.»

    Habeck und Lemke zu Brücke: Land darf nicht zerbröseln
    Ein Teil der eingestürzten Dresdner Elbbrücke soll wegen Hochwassergefahr schnell entfernt werden. Zwei Bundespolitiker sagen Rückendeckung für den späteren…
    www.radio912.de

    Am Geld wird es vermutlich nicht scheitern. Da geht es ums Prestige so direkt vor der Staatskanzlei. Eventuell ist auch eine Spendenaktion wie z.B. Berliner Stadtschloss zusätzlich mit drin, um eine gescheite Brücke zu bauen und keinen reinen Funktionalbau.

  • Ich habe sowohl die GHND als auch unseren Vorstand angeschrieben und um Unterstützung für die vollständige Rekonstruktion der alten Brücke gebeten.

    Des Weiteren habe ich sämtliche lokalen Medien angeschrieben und auf die Rekonstruktionsidee bzw. die Petition verwiesen.

    Und ich habe die CDU und AFD um eine Stellungnahme gebeten. Tatsächlich hat mir bisher nur die AFD geantwortet.