das fast unzerstörte Halle (Saale),
Da hat aber mindestens ein Drittel der Innenstadt die DDR nicht überstanden.
das fast unzerstörte Halle (Saale),
Da hat aber mindestens ein Drittel der Innenstadt die DDR nicht überstanden.
Idstein
Display MoreTourismus-Ranking laut Stuttgarter Zeitung:
Platz 1: Berlin; 12,72 Millionen Gäste
Platz 2: München; 9,23 Millionen Gäste
Platz 3: Hamburg; 7,48 Millionen Gäste
Platz 4: Frankfurt am Main; 6,34 Millionen Gäste
Platz 5: Köln; 4,12 Millionen Gäste
Platz 6: Düsseldorf; 3,32 Millionen Gäste
Platz 7: Stuttgart; 2,32 Millionen Gäste
Platz 8: Dresden; 2,23 Millionen Gäste
Platz 9: Nürnberg; 2,10 Millionen Gäste
Platz 10: Leipzig; 2,00 Millionen GästeBerlin besuche ich gern, da brauche ich auch keine historische Altstadt, da ist es einfach die Großstadtatmosphäre, gleiches gilt sicherlich für Hamburg. Frankfurt wäre jetzt umgekehrt trotz der rekonstruierten Mini-Altstadt keines meiner bevorzugten Reiseziele.
Da liegt die Stuttgarter Zeitung nicht ganz richtig - auf Bremen bezogen. 2024 gab es in Bremen schon 2.488.746 Übernachtungen, das wäre noch vor Stuttgart. 2025 stiegen die Tourismuszahlen auf den bisher höchsten Wert. Hinzu kommen noch etliche Tagestouristen.
Sind das auf wirklich eigentliche "Tourismus"-Zahlen? Es werden doch viel Geschäftsreisende dabei sein, gerade in Messestädten wie Düsseldorf. Ich weiß, dass das mittlerweile mitunter zum "Tourismus" gezählt wird, aber gerade für unseren Anschauungsgegenstand , dh die rein ästhetische Betrachtung von Städten, wäre das unbrauchbar.
das fast unzerstörte Halle (Saale),
Da hat aber mindestens ein Drittel der Innenstadt die DDR nicht überstanden.
Ich stimme zu, dass die Zerstörungen in den späten Jahren der DDR in Halle einen bitteren Beigeschmack haben.
Seit gut einem halben Jahr lebe ich nun hier, und in meiner Gesamtwahrnehmung der Innenstadt fällt das aber erstaunlich wenig ins Gewicht – wobei das selbstverständlich nur meine persönliche Perspektive ist.
Natürlich stoße auch ich mich an den Plattenbauten. Gleichzeitig habe ich aber den Eindruck, dass sie sich im innerstädtischen Bereich oft erstaunlich gut "verstecken" oder zumindest den historischen Straßenverläufen folgen. Gerade Große und Kleine Ulrichstraße, Leipziger Straße, Rathausstraße und Große Steinstraße empfinde ich als bemerkenswert geschlossen.
Auch außerhalb der Innenstadt sind die gründerzeitlichen Stadterweiterungen in ihrer Geschlossenheit überraschend gut erhalten. Das muss sich hinter Städten wie Leipzig oder Wiesbaden keineswegs verstecken. Im Vergleich zu Wiesbaden fällt mir sogar auf, dass in Halle dem Straßenraum eine größere gestalterische Aufmerksamkeit zukommt – etwa durch die noch vielfach vorhandenen Granitplatten und Natursteinpflaster, die in Wiesbaden weitgehend Asphalt oder Betonpflaster gewichen sind. Aber das beobachtet man in fast allen ostdeutschen Städten. Offenbar hat man den historischen Zustand der Straßen über den Verfall hinaus in die Zeit der großen Sanierungswellen überführen können, da sie keinen autogerechten Maßnahmen zum Opfer gefallen sind wie in Westdeutschland.
Ich erwähne das bewusst, weil ich Architektur nicht isoliert vom Boden oder vom öffentlichen Raum betrachten kann. Die Gestaltung des Stadtraums als Ganzes prägt entscheidend, wie wir Städte wahrnehmen und bewerten.
Display MoreTourismus-Ranking laut Stuttgarter Zeitung:
Platz 1: Berlin; 12,72 Millionen Gäste
Platz 2: München; 9,23 Millionen Gäste
Platz 3: Hamburg; 7,48 Millionen Gäste
Platz 4: Frankfurt am Main; 6,34 Millionen Gäste
Platz 5: Köln; 4,12 Millionen Gäste
Platz 6: Düsseldorf; 3,32 Millionen Gäste
Platz 7: Stuttgart; 2,32 Millionen Gäste
Platz 8: Dresden; 2,23 Millionen Gäste
Platz 9: Nürnberg; 2,10 Millionen Gäste
Platz 10: Leipzig; 2,00 Millionen Gäste
Interessant. Alles Großstädte, daher quantitativ vllt. weniger verwunderlich. Keine dieser Städte würde ich gegenwärtig als besonders malerisch umschreiben. Dennoch verwundert mich die Liste kaum, Reisen ist eben bei jedem unterschiedlich motiviert. Zudem bedingt die schiere Größe dieser Städte ganz andere Kapazitäten. In Miltenberg können das ganze Jahr über wahrscheinlich keine 2 Millionen Gäste beherbergt werden. D.h. wenn ich da nichts finde, quartiere ich mich im Nachbarsdorf ein.
Bei Bremen könnte man also hinterfragen, was die Motivation der Gäste ist. Ich war da wegen der Weserrenaissance und dem Schnoor- Altstadtgedöns eben. Ich reise oft Fotografie-motiviert also auch sehr oft wegen der Altstädte. Asien interessiert mich zum Beispiel 0. New York ebenso wenig. Bremen wirbt jedoch mit seinem kulturellem Erbe, da erscheint es nur logisch dieses zu erhalten und nicht weiter zu zersetzen. Ringsrum kann man doch dann all den anderen Murks hinsetzen. Es macht m.E. gar keinen Sinn, die Geschlossenheit aufs Spiel zu setzen.
findorffer Bei den Statisktiken nicht die Gästezahl mit der Zahl der Übernachtungen verwechseln.
dh die rein ästhetische Betrachtung von Städten, wäre das unbrauchbar.
Korrekt.
Schaut euch Rio, Kapstadt oder Bangkok an: Da sucht niemand das „alte Europa“, sondern die Energie, das Gewusel, den „Kulturschock“, die Topographie und die klassischen Sehenswürdigkeit. Als ob man nur wegen Altstädten reist.
Das kannst du nicht sagen weil du das nicht wissen kannst. Wegen dem alten Europa wird da keiner hinfahren weils da kein- oder nur bedingt- ein altes Europa gibt (denke da an die Kolonialisierung in der Karibik und den damit verbundenen Import/Export der Baugepflogenheiten).
Tourismus-Ranking laut Stuttgarter Zeitung
Daraus hervorgehend, und auf Basis der These einer direkten Korrelation zwischen Bevölkerungsgröße und Zahl der Besucher, wären München, Frankfurt & Düsseldorf überdurchschnittlich leistungsstark. Leipzig in diesem Verhältnis relativ schwach. Nürnberg ist theoretisch auch schwach, wenn man Fürth miteinbezieht als eine Metropolregion. Jedenfalls leicht unterdurchschnittlich, so wie Berlin.
Was auch immer man daraus für Schlüsse ziehen mag ![]()
Schaut euch Rio, Kapstadt oder Bangkok an: Da sucht niemand das „alte Europa“, sondern die Energie, das Gewusel, den „Kulturschock“, die Topographie und die klassischen Sehenswürdigkeit. Als ob man nur wegen Altstädten reist.
Das kannst du nicht sagen weil du das nicht wissen kannst. Wegen dem alten Europa wird da keiner hinfahren weils da kein- oder nur bedingt- ein altes Europa gibt (denke da an die Kolonialisierung in der Karibik und den damit verbundenen Import/Export der Baugepflogenheiten).
Deine theoretische Herleitung in allen Ehren, aber die Realität vor Ort sieht anders aus – und ich spreche hier aus eigener Erfahrung in Rio, Kapstadt und Bangkok. Man sucht dort eben nicht das „alte Europa“, sondern die spezifische architektonische Antwort auf die jeweilige Topographie und das Klima.
Wer diese Weltstädte nur als koloniale Kopien abstempelt, verkennt die Leistung dieser Orte komplett. Besonders bei Bangkok liegst du mit deiner „Import“-Theorie völlig daneben. Thailand war nie eine Kolonie! Die Altstadt mit ihren Tempeln wie Wat Phra Kaeo hat eine komplett eigene, thailändische Formensprache – das hat absolut null mit europäischem Barock oder Klassizismus zu tun. Alles, was in Bangkok europäisch aussieht, haben die Thais freiwillig und selektiv übernommen, um modern zu wirken – das ist ein riesiger Unterschied zu Kolonialstädten.
Die beeindruckende Silhouette von Bautzen, der sehr große Altstadtkern von Erfurt, das Gesamtkunstwerk Bamberg oder die enorme Denkmaldichte in Fürth zeigen doch, wie viel Qualität wir haben. Auch Schwerin, Lüneburg, Lübeck, Augsburg, Baden-Baden oder das topographisch geniale Schwäbisch Hall sind Städtebau auf Weltniveau. Wir haben eine unfassbar vielschichtige Baukultur.
Hier fehlt eindeutig Dresden mit seiner barocken Altstadt an der Elbe.
Amroth2 du hast mich falsch verstanden. Außerhalb Europas gibt es keine europäische "Altstadt-Architektur" (Kolonialisieung hat erst im SPätmittelalter begonnen, also ist auch nur dort (in den Kolonialgebieten) etwas europäisch Anmutendes- und nur in begrenztem Ausmaß späterer Bau-Epochen zu finden. Im Umkehrschluss ist es auch nur logisch, das niemand nach Bangkok reist, um eine Feudale Burganlage Mitteleuropas zu besichtigen. Niemand hat Bangkok oder andere Orte als Kopie bezeichnet, wo nimmst du das her.
Hier sieht man holländische Einflüsse in Kapstadt, welche auf JAn von Riebeck aus Culemborg zurückgeht:
oder:
usw.
Barocke und Klassizistische Einflüsse konnten bereits viel einfacher Transportiert werden, da schon etliche Gebiete durch die Seefahrernationen beeinflusst worden sind. Thailand (Siam) z.Bsp. wurde m.E. zuerst durch die VOC "kolonialisiert" aber Giebelhäuser wie in Hoorn wirds da auch nicht geben.
Amroth2 Ja, du hast da schon recht, viele Länder haben ja kaum Altbausubstanz - siehe Korea, Japan, USA, Australien oder Kanada. Diese Leute kommen sicher oft (aber eben auch nicht NUR wegen der Altbausubstanz nach Deutschland bzw. wegen den dicht bebauten Altstädten.
Ich denke, unter den Architekturtouristen ist Deutschland das Land der spitzgiebeligen Fachwerkstädte, gleichwohl sie sowas in den großen Metropolen wie München ja gar nicht finden werden. Aber Rothenburg ist ein klarer Indikator, dass sie das schon suchen.
Und ja, Deutschland hat immer noch - auch nach Modernisierung, Krieg(en) und Nachkriegszeit einen schier endlosen Haufen an Altbausubstanz.
Wir hatten so viel, dass selbst all diese Schicksale uns immer noch 6 Städte, die vollständig oder nahezu vollständig Teil des UNESCO Weltkulturerbe sind. Das ist recht viel für ein Land in der Größe. Viele weitere Städte hätten diese Auszeichnung auch verdient und man muss ja auch fairerweise sagen, dass selbst vom Krieg getroffene Städte wie Augsburg, München oder Freiburg vielerorts noch eine recht hohe Geschlossenheit und viele sehr wertvolle Gebäude vorzuweisen haben.
Aber tatsächlich gibt es in Deutschland auch viele Leute, die zu Volksfesten oder in die Berge fahren. Deutschland hat halt auch eine interessante Kultur und Landschaft. Das Oktoberfest wird ja selbst in manchen Ländern schon nachgeahmt heute ![]()
Und klar, viele kommen auch wegen z.B. Automuseen. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft die Leute mit staunenden Augen mich nach den Autos und anderen Firmen, die Maschinen herstellen wie Bosch, im Ausland gefragt haben, wenn sie mich als Deutschen erkannt haben. Deutschlands Ruf ist viel besser in der Welt als er realistisch eigentlich gerade sein dürfte ![]()
Ich weiß gar nicht mehr, wie oft die Leute mit staunenden Augen mich nach den Autos und anderen Firmen, die Maschinen herstellen wie Bosch, im Ausland gefragt haben, wenn sie mich als Deutschen erkannt haben. Deutschlands Ruf ist viel besser in der Welt als er realistisch eigentlich gerade sein dürfte
Ob das in Zukunft auch noch so sein wird darf aber bezweifelt werden. Der Ruf von "Made in Germany" wird gerade regelrecht zugrunde gerichtet.
Königsbau Ja, leider wohl nicht. Aber es wird noch dauern, in Lateinamerika (wo das meistens vorkam), bekommen die Leute nicht so viel aus Deutschland mit. Ganz am Anfang, als wir in Costa Rica waren, meinte ein Taxifahrer mal, dass Costa Rica auch mal einen Anführer bräuchte - so wie wir, wir hätten doch den Hitler
Alles kommt dort immer nur dann an, wenn es international Schlagzeilen macht und oft können sie es dann nicht richtig einordnen. Ich glaube nicht, dass der ein Fan von Massenvernichtung war, aber er hat halt sicher von seinen Eltern gehört, dass der dort Arbeitsstellen schafft und das Negative kam gar nicht erst an.
viele Länder haben ja kaum Altbausubstanz - siehe Korea, Japan, USA, Australien oder Kanada.
Die Aussage, viele Länder hätten „kaum Altbausubstanz“, ist mir ehrlich gesagt zu pauschal. Bevor man so etwas behauptet, sollte man zunächst klären, was unter „Altbau“ überhaupt verstanden wird.
Wenn damit schlicht vor dem Zweiten Weltkrieg errichtete Wohn- und Geschäftsbauten gemeint sind, dann lohnt sich ein Blick über den deutschen Tellerrand. Allein in New York – etwa in großen Teilen Manhattans oder Brooklyns – reiht sich Altbau an Altbau. Aber wer an Gebäuden der Gründerzeit grundsätzlich keine Freude findet, wird vermutlich auch mit der Architektur des Gilded Age wenig anfangen können – die formalen und ästhetischen Parallelen sind schließlich kaum zu übersehen.
Es mag eine steile These sein, aber mein Eindruck ist, dass dort in bestimmten Quartieren die historische Wohnbausubstanz flächenmäßig größer ist als in Deutschland. Ein kurzer Blick auf Karten- oder Luftbilder genügt, um sich ein besseres Bild zu verschaffen.
Anhalter Ja, gebe dir recht, das war schlecht ausgedrückt. Natürlich gibt es auch dort noch viel historische Substanz, nur halt keine mittelalterliche/ früh neuzeitliche wie in Europa häufig.
Washington wurde ja nach dem Vorbild von u.a. Karlsruhe entworfen und wird im 19. Jahrhundert sicher einen Haufen schöne Architektur gehabt haben - und ja, hat sie auch heute sicher an vielen Stellen noch.
Man darf aber natürlich nicht vergessen, dass es auch in den USA in großen Städten sehr große Abrissmaßnahmen immer wieder gab.
Es hat sicher schon einen Grund, warum sehr viele Amis hier Städte wie Heidelberg, München oder Rothenburg in Scharen besuchen.
Eine junge Französin aus Straßburg war die erste, von der ich eine negative Meinung zu Nürnberg gehört habe. Als ich nachfragte wieso es ihr nicht gefallen hat, meinte sie, dass sie doch aus Straßburg komme und da einfach mehr gewohnt sei. Es kommt eben auch immer ein bisschen auf den Blickwinkel an und was man sonst so kennt.
Display MoreAmroth2 Ja, du hast da schon recht, viele Länder haben ja kaum Altbausubstanz - siehe Korea, Japan, USA, Australien oder Kanada. Diese Leute kommen sicher oft (aber eben auch nicht NUR wegen der Altbausubstanz nach Deutschland bzw. wegen den dicht bebauten Altstädten.
Ich denke, unter den Architekturtouristen ist Deutschland das Land der spitzgiebeligen Fachwerkstädte, gleichwohl sie sowas in den großen Metropolen wie München ja gar nicht finden werden. Aber Rothenburg ist ein klarer Indikator, dass sie das schon suchen.
Und ja, Deutschland hat immer noch - auch nach Modernisierung, Krieg(en) und Nachkriegszeit einen schier endlosen Haufen an Altbausubstanz.
Wir hatten so viel, dass selbst all diese Schicksale uns immer noch 6 Städte, die vollständig oder nahezu vollständig Teil des UNESCO Weltkulturerbe sind. Das ist recht viel für ein Land in der Größe. Viele weitere Städte hätten diese Auszeichnung auch verdient und man muss ja auch fairerweise sagen, dass selbst vom Krieg getroffene Städte wie Augsburg, München oder Freiburg vielerorts noch eine recht hohe Geschlossenheit und viele sehr wertvolle Gebäude vorzuweisen haben.
Aber tatsächlich gibt es in Deutschland auch viele Leute, die zu Volksfesten oder in die Berge fahren. Deutschland hat halt auch eine interessante Kultur und Landschaft. Das Oktoberfest wird ja selbst in manchen Ländern schon nachgeahmt heuteUnd klar, viele kommen auch wegen z.B. Automuseen. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft die Leute mit staunenden Augen mich nach den Autos und anderen Firmen, die Maschinen herstellen wie Bosch, im Ausland gefragt haben, wenn sie mich als Deutschen erkannt haben. Deutschlands Ruf ist viel besser in der Welt als er realistisch eigentlich gerade sein dürfte
Ich will ja keine Diskussion neu starten, aber die kanadische und amerikanische Ostküste verfügen doch über einen beachtlichen Altstadtbestand. Die Altstadt von Québec ist zum Beispiel UNESCO-Welterbe, und auch Städte wie Montréal, Boston, Philadelphia oder die historischen Viertel von Georgetown und Alexandria sind gut erhalten. Gleiches gilt für Charleston, Savannah und New Orleans.
Und dabei sprechen wir noch gar nicht von kleineren Orten wie Portsmouth, Providence, Nantucket, Edgartown, Salem oder Marblehead.
johan v2 Okay, sorry, ich hab das vorwiegend auf die USA bezogen, ist ja toll, wenn Kanada seine Städte besser in Schuss gehalten hat. Das hat sicher seine eigene Qualität - von wann stammen die Altstädte dort ?
Trotzdem denke ich, dass viele Nordamerikaner, inklusive Kanadiern, in Deutschland und ganz Europa nach Städten mit Architektur vor und bis zur Renaissance suchen. Da spielt das ja keine Rolle, dass sie selbst tolle Altstädte haben. Es ist anders und nur wenige Länder außerhalb Europas haben so viele oftmals recht gut erhaltene Altstädte.
Es ist natürlich klar, dass die USA und Kanada keine mittelalterlichen Altstädte besitzen. Das bauliche Erbe reicht dort in der Regel vom späten 18. Jahrhundert an bis ins 19. Jahrhundert hinein. Gleichzeitig muss man aber auch sagen, dass eine Großstadt wie Boston über ein bemerkenswert gut erhaltenes Ensemble an Straßenzügen aus dem 18. und 19. Jahrhundert verfügt – etwas, das man selbst in Deutschland in dieser Dichte und Größe vergleichsweise selten findet.
Die Gebäude in den historischen Vierteln sind zudem oft erstaunlich alt:
In Beacon Hill stammen viele Häuser aus der Zeit zwischen etwa 1790 und 1860, mit einem Schwerpunkt in den frühen Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts (Federal und Greek Revival).
In Charlestown finden sich zahlreiche Wohnhäuser aus der Phase nach dem großen Brand von 1775, also vor allem aus ca. 1780 bis 1840, daneben auch späteres 19.-Jahrhundert-Bauland.
Der North End ist teilweise noch älter; einige Gebäude gehen auf die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück, viele stammen aus 1720 bis 1850.
Insgesamt bedeutet das, dass große Teile dieser Viertel heute über 180 bis 300 Jahre alt sind – ein für nordamerikanische Großstädte sehr beachtliches Alter.
Beacon Hil
Charlestown
North end
amerikanische Ostküste verfügen doch über einen beachtlichen Altstadtbestand
Colonial Williamsburg ist eine der ältesten Städte der USA und hat auch noch viel bauliches Erbe aus dem 18 Jahrhundert zu bieten, was aber teils erstaunlich gut rekonstruiert wurde wie u. a. das erste Capitol, der Gouverneurspalast, etc…
Es ist aber ein Art Freilichtmuseum und nur gegen Eintritt zu besuchen.