Genau darum geht es auch hier: um eine sensible, denkmalgerechte und menschenfreundliche Umgestaltung des Gendarmenmarktes.
Genau das wurde doch realisiert. Informationen dazu findest du in einigen Beiträgen hier. Übrigens unterstellst du mit deiner Formulierung, dass die Platzgestaltung von 1984 "menschenfeindlich" sei. So vergiftest du die Diskussion selbst.
Du lobst den Leipziger Augustusplatz. Der war spätestens in der Zwischenkriegszeit auch nicht grüner als der Gendarmenmarkt heute. Der Augustusplatz ist ja sehr groß. Die Platzfläche wird mit vier Hektar angegeben. Der Gendarmenmarkt ist deutlich kleiner: 1,9 Hektar. Davon hat Grün Berlin nun 1,4 Hektar saniert. Soviel ist das gar nicht. Man hat bewusst davon abgesehen, die zentrale Platzfläche zu begrünen, weil sie für Veranstaltungen gebraucht wird. Eine nachvollziehbare Entscheidung.
Wer sich von einem gestalterisch durchdachten und maßvoll grünen Konzept persönlich angegriffen fühlt, der hat – mit Verlaub – nicht verstanden, worum es hier eigentlich geht.
Wer sagt denn, dass sich andere persönlich angegriffen fühlen? Sie vertreten einfach eine andere Meinung als du. Der Gendarmenmarkt zeichnet sich bereits durch ein "maßvoll grünes Konzept" aus.
Warum wird hier also stellenweise so getan, als wäre jede Form von Begrünung ein Tabubruch oder ein Rückfall in romantische Naivität? Die Geschichte zeigt etwas anderes – nämlich, dass gut gestaltetes Grün nicht schwächt, sondern verstärkt, was ein städtischer Raum sein kann: würdevoll, funktional und menschlich.
Es ist auffällig, wie gut du Marketingsprech beherrschst. "Würdevoll, funktional und menschlich" - ist doch ein bisschen dick aufgetragen.
























