Hannover - KI-Visualisierungen

  • Ansichten aus dem unzerstörten Hannover. Zuerst eine der grössten Verluste, die Leineinsel auch bekannt als "Klein-Venedig"




    Klickmühle, Vorgänger der Flusswasserkunst, 1895 abgerissen


    Rademacherstr.


    Brückmühle, trotz nur leichter Schäden ohne Not abgerissen


    Friederikenschlösschen, 1966 abgerissen für einen Neubau der nie realisiert wurde

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.


  • Loccumer Hof


    Garnisonkirche


    Ulanenkaserne


    Altes Palais


    Schwesternhaus in der Meterstr.


    Villa Bella Vista

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Ich füge noch hinzu:

    Eine Ansicht der Flusswasserkunst:

    Das Leibnizhaus:

    Dessen heutiger Standort:

    Und noch zwei Ansichten der Leineinsel:

  • Schade, dass das alles Geschichte ist. Leider ist heute alles gröber wieder aufgebaut worden. Gebäude direkt am Wasser gibt es wohl nicht mehr, stattdessen sind dort überall Straßentrassen oder höchst ugemütliche öffentliche Grünflächen hingekommen. Ach, gäbe es doch einen milliardenschweren Mäzen, der diese historischen Gebiete wenigstens annähernd rekonstruiert, anstatt sich eine Luxusjacht mit vergoldeten Wasserhähnen bauen zu lassen!

  • Militärlehrschmiede


    Tränenburg, 1971 abgerissen


    Markthalle


    Marienkirche


    Schauburg


    Höhere Töchterschule


    Hildesheimer Str.


    Neue Synagoge


    Centralbahnhof, Vorgänger des heutigen Bahnhofs


    Ernst-August-Platz

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Was für ein Verlust – die alte Markthalle war ein echtes Juwel. Unfassbar 🤩 KI-Visualisierungen wie diese machen nicht nur Geschichte lebendig, sondern könnten auch der Schlüssel sein für künftige Rekonstruktionsprojekte

  • KI-Visualisierungen wie diese machen auch depressiv. Nach den vielen KI-Galerien und der Flut an phantastischen Ansichten, wird einem wieder sehr bewusst, welchen unermesslichen Schatz an Stadtbildern Deutschland verloren hat. - Diese Bilder sollten alle Mitbürger zu Gesicht bekommen. Ganz sicher gäbe es dann noch viel mehr Mitstreiter für das Thema Rekonstruktion.

  • Ich muss sagen je mehr Ansichten des alten Hannover sehe umso begeisterter bin ich von dieser Stadt. Hannover war so etwas wie ein deutsches London (was natürlich geschichtlich auf der Hand liegt). Die Kombination aus grosszügigen Plätzen, einem mittelalterlichen Kern (Leineinsel), eleganten Parks und Villen sowie spektakulären Einzelbauten wie Flusswasserkunst, Neue Synagoge, Tränenburg oder Markthalle waren eine einzigartige Symbiose. Es ist unglaublich was man der Stadt in der Nachkriegszeit angetan hat.

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Hannover-24.png

    Neue Synagoge

    KI-Visualisierungen sind ja eine schöne Sache. Die Realitätsnähe der Darstellungen lässt sich hingegen häufig nur noch schwer überprüfen. Die Neue Synagoge in Hannover besaß jedenfalls keine Fassade aus rotem Backstein. Die Fassade war gelb.

  • Bei den KI Visualisierungen in diesem Strang geht es ja auch nicht um möglichst Originalgetreue Darstellung der Objekte sondern nur darum darzustellen wie die jeweilige Situation heute aussehen könnte wenn das alles noch existent wäre. Es ist halt ein kleines Vergnügen an dem sich offensichtlich viele User hier erfreuen. Nicht nur ich bin ob dieser ganzen Darstellungen höchst erfreut und es macht richtig Spaß sich das alles anzuschauen.

  • Bei den KI Visualisierungen in diesem Strang geht es ja auch nicht um möglichst Originalgetreue Darstellung der Objekte sondern nur darum darzustellen wie die jeweilige Situation heute aussehen könnte wenn das alles noch existent wäre

    Die Synagoge war aus gelbem Backstein. Würde sie heute noch existieren, dann wäre sie immer noch aus gelbem Backstein, und sie sähe demzufolge auch heute noch wie ein gelber Backsteinbau aus. Die Synagoge könnte in keinem Falle so aussehen wie auf der KI-Visu.

    Hannover-Neue-Synagoge-Postkarte-gelaufen-10.05.1908-pd.jpg
    Hannover, Neue Synagoge (Postkarte, gelaufen 10. Mai 1908)

    Dies ist die Fotovorlage für das KI-Bild. Das menschliche Auge erkennt, dass das Gebäude aus gelben Ziegeln besteht. Auf Wikimedia Commons könnt ihr die Originaldatei aufrufen und eine stark vergrößerte Version anwählen. Es ist so eine tolle Fotografie! Warum ist sie euch nicht mehr gut genug? Wie würde die Szenerie auf dem Foto wohl aussehen, wenn alle Gebäude noch stünden? Richtig! So, wie auf dem alten Foto. Nur in den natürlichen Farben. Menschen haben an und für sich ein Gehirm und können sich sowas vorstellen. Vielleicht wäre der Freiraum heute anders gestaltet. Vielleicht stünden irgendwo ein oder mehrere Autos. Vielleicht hätten einige der Häuser heute eine andere Farbe, vielleicht auch andere Fenster als zum Zeitpunkt der Aufnahme.

    Man könnte auch vermuten, dass die Synagoge ohne NS-Zeit und Kriegszerstörung heute noch da wäre, nicht aber alle Häuser, die sie auf dem Foto umgeben.

    Phänomenal gut und stark zu vergrößern ist auch dieses historische Foto.

  • Nix zumal. Auch immer Falle einer einigermaßen sinnvollen Neubebauung bleibt das eine Riesensauerei. So was gehört unter strengen Denkmalschutz und mit einem Sternderl auf alle touristischen Stadtpläne.

  • Der Abbruch der Villa Willmer erfolgte 1970 und wurde durch ein Immobilienentwicklungsunternehmen veranlasst, die Familie Willmer konnte das für sie völlig überdimensionierte Anwesen wirtschaftlich nicht mehr halten und musste verkaufen... Für 1 Mio. DM hätte es die Stadt Hannover übernehmen und nach erforderlichen Sanierungsarbeiten z. B. ein Kulturzentrum einrichten können, Musikschule o. ä. . .... wurde aber abgelehnt, u. a. da der tatsächliche Aufwand der erforderlichen Sanierung von verschiedenen Seiten sehr unterschiedlich bewertet wurde. Ein weiterer Grund mag die ablehnende Haltung gegenüber jeder Historismus-Architektur seitens des damaligen Stadtbaurats Hillebrecht (einem Protagonisten der "autogerechten Stadt"...) gewesen sein.

    Es gab kurz vor dem Abbruch Demonstrationen und eine öffentliche Protestliste, die sogar von fast allen damals in Hannover namhaften Architekten unterschrieben wurde. Auch eine Besetzung durch Studenten war bereits geplant. Die Abbruchgenehmigung wurde seitens der Stadt an einem Freitagmittag erteilt, am folgenden Montagmorgen standen seltsamerweise schon die Abbruchgeräte arbeitsbereit da...

    Das Niedersächsische Denkmalgesetz wurde leider erst 1975 verschärft und infolgedessen nach intensiven Neuinventarisierungen die Liste der unter Denkmaschutz zu stellenden Objekte - insbesondere Bauten aus dem 19. und 20. Jahrhundert - erheblich verlängert. Die allgemeine, aber besonders die behördliche Erkenntnis des Wertes der Villa Willmer als ein besonders herausragendes Beispiel der "Hannoverschen Schule" kam daher zu spät.

    Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...

  • Kommt das so eher hin?

    Ich vermute mal. Leider habe ich die Neue Synagoge dank eines gewissen perversen Österreichers nie selbst sehen können. Hinder der Bornplatz-Synagoge musste sich der Bau gewiss nicht verstecken.