• Hier mal ein Themenstrang, der dem antiken Rom gewidmet ist.

    Die KI ermöglicht zunehmend die Erschaffung von Bildwelten, die die Straßenperspektiven antiker Städten in beeindruckender Weise nachbilden.

    Mein Gedanke beim Ansehen dieser Straßenbilder: eigentlich war es schön, egal wo man hinsieht. Zweckmäßig, solide, manchmal repräsentativ und prächtig, aber doch immer schön. Warum bekommen wir so etwas heute kaum noch hin?

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    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir

  • Das ist schon faszinierend, was nun möglich ist.

    eigentlich war es schön, egal wo man hinsieht. Zweckmäßig, solide, manchmal repräsentativ und prächtig, aber doch immer schön.

    Das alte Rom war an vielen Stellen auch ein übler, überbevölkerter, dreckiger und stinkender Moloch. Die Straßen voll von Fäkalien und Dreck. Die Bevölkerung von über einer Million in den damals engen Stadtgrenzen war schwer fassbar. Viele normale Wohnhäuser dürften kaum ansehnlich gewesen sein, sondern ziemlich simple Buden.

  • Das alte Rom war an vielen Stellen auch ein übler, überbevölkerter, dreckiger und stinkender Moloch

    Das mag sein, betrifft aber ja nicht die Architektur. Ich meinte auch eher die zentralen Bereiche der Stadt, die in den Videos dargestellt werden.

    Viele normale Wohnhäuser dürften kaum ansehnlich gewesen sein, sondern ziemlich simple Buden.

    Sicherlich trotzdem nicht so hässlich und dysproportioniert wie das, was uns heutzutage so vorgesetzt wird. (Beispiel für eine römische Insula für die mittlere und ärmere Bevölkerung):

    Enfiteusis-antigua-Roma.jpg

    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir

  • Hier mal ein Themenstrang, der dem antiken Rom gewidmet ist.

    Was für ein schönes Thema! Ich dachte dabei gleich an eine Galerie, denn vom antiken Rom ist ja noch viel vorhanden.

    Hier das Kolosseum in diesem Juli.

    Rom-Kolosseum-28.07.2025-Dorota-Buzkova-CaV---1.jpg
    Rom, Kolosseum (Foto: Dorota Bužková, 28. Juli 2025, Člověk a Víra, CC-BY-NC)

    Die folgenden Abendaufnahmen entstanden vor 14 Tagen.

    Rom-Colosseo-Matice-velehradska-08.11.2025-Frantisek-Ingr-CaV---1.jpg
    Eine tschechische Pilgergruppe vor dem Kolosseum (Foto: František Ingr, 8. November 2025, Člověk a Víra, CC-BY-NC)

    Rom-Via-dei-Fori-Imperiali-Colosseo-08.11.2025-Frantisek-Ingr-CaV---2.jpg
    Via dei Fori Imperiali mit Blick zum Kolosseum (Foto: František Ingr, 8. November 2025, Člověk a Víra, CC-BY-NC)

    Rom-Foro-Romano-08.11.2025-Frantisek-Ingr-CaV---3.jpg
    Forum Romanum (Foto: František Ingr, 8. November 2025, Člověk a Víra, CC-BY-NC)

    Rom-Trajansmarkte-08.11.2025-Frantisek-Ingr-CaV---4.jpg
    Die schön erleuchteten Trajansmärkte (Foto: František Ingr, 8. November 2025, Člověk a Víra, CC-BY-NC)

    Rom-Foro-Romano-Trajanssaule-08.11.2025-Frantisek-Ingr-CaV---6.jpg
    Forum Romanum, links die Trajanssäule, rechts die Trajansmärkte (Foto: František Ingr, 8. November 2025, Člověk a Víra, CC-BY-NC)

    Rom-Foro-Romano-Curia-Iulia-08.11.2025-Frantisek-Ingr-CaV---5.jpg
    Forum Romanum mit der ins rechte Licht gesetzten Curia Iulia (Foto: František Ingr, 8. November 2025, Člověk a Víra, CC-BY-NC)

    Rom-Foro-Romano-Arco-di-Settimio-Severo-08.11.2025-Frantisek-Ingr-CaV---7.jpg
    Schön angestrahlt auch der Triumphbogen des Septimius Severus, dahinter die Curia Iulia
    (Foto: František Ingr, 8. November 2025, Člověk a Víra, CC-BY-NC)

    Rom-Foro-Romano-Arco-di-Settimio-Severo-BlickzuArcodiTito-08.11.2025-Frantisek-Ingr-CaV---8.jpg
    Blick durch den kleinen rechten Bogen des Triumphbogens des Septimius Severus zum Titusbogen
    (Foto: František Ingr, 8. November 2025, Člověk a Víra, CC-BY-NC)

    Neben dem Kolosseum ist sicherlich das Pantheon das bekannteste antike Bauwerk im heutigen Rom.

    Rom-Pantheon-09.11.2025-Frantisek-Ingr-CaV---9.jpg
    Pantheon (Foto: František Ingr, 9. November 2025, Člověk a Víra, CC-BY-NC)

  • Das alte Rom war an vielen Stellen auch ein übler, überbevölkerter, dreckiger und stinkender Moloch. Die Straßen voll von Fäkalien und Dreck. Die Bevölkerung von über einer Million in den damals engen Stadtgrenzen war schwer fassbar. Viele normale Wohnhäuser dürften kaum ansehnlich gewesen sein, sondern ziemlich simple Buden.

    Na ja, als Sumpfgermane, dessen Vorfahren zur damaligen Zeit noch auf den Bäumen gehockt sind, sollte man vielleicht etwas vorsichtig sein mit Kritik an den Zuständen im alten Rom ;)

    "Napoleon ist tot - aber Beethoven lebt."

    Bruno Walter

  • Sicher gesünder als im Moloch zu leben. Außerdem weißt du gar nix über meine Vorfahren. ;)
    Ich finde das antike Rom ja hochspannend. Aber es gibt aktuell schon eine ziemlich starke Tendenz zur Verklärung.
    Gerade heute war ich in einem Ort, den sich reiche Römer gebaut haben, um dem Dreck und Gestank der Stadt zu entfliehen.

    Ein sehenswertes Video zum Thema:

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  • Freilich wird der Hype um das prächtige antike Rom gerade auch medial stark befeuert durch die ganzen KI-Videos und u.a. auch das neue Videospiel Anno 117:

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  • Wenn ich mir so die Bilder des alten Roms so anschaue, kommt mir nur ein Gedanke: Rom ist das New York der Antike! Mit riesigen Protzbauten am Forum Romanum sowie den anderen Foren und verwahrlosten übervölkerten Vierteln des Plebs. des Pöbels und der Ärmeren. Gewiss waren dieses auch "No Go"-Areas wie heute in der Bronx oder Harlem oder anderen verwahrlosten Gebieten im "Big Apple". Vielleicht sogar noch schlimmer. Hätten die Römer den Stahlbau gekannt, Hätten sie auch Wolkenkratzer gebaut. Nur mal angemerkt: das Regierungssystem der USA basiert auf römischen Vorbildern!

  • Ein sehr interessantes Video über das Kolosseum, seine einzigartige Architektur und seine Rolle im römischen Reich um einen großen Teil des einfachen Volkes „zu unterhalten“, damit diese von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen nicht auf sonstige dummen Gedanken kommen:


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  • um einen großen Teil des einfachen Volkes „zu unterhalten“

    "Brot und Spiele" funktioniert doch bis heute ganz gut. Oder was glaubst du, was ohne Fußball, Dschungelcamp, Tiktok und andere Massenbespaßung hier und anderswo los wäre biggrin:). Vielleicht würden die Leute dann auch wieder mehr auf Hausfassaden achten, statt aufs Handy zu starren.

  • Ja Fußball ist deutlich verwandt mit diesen Gladiatorenkämpfen. Große ovale Stadien, Massenunterhaltung, Staatsführer werden auch gerne eingeladen... Aber die römischen Spiele waren kostenlos und es sind viele Menschen getötet worden...

  • Aber die römischen Spiele waren kostenlos und es sind viele Menschen absichtlich gestorben ...

    Das ist jetzt vielleicht Korinthenpickerei, aber Ich würde sagen, die Gladiatoren haben ihren Tod billigend in Kauf genommen, in Aussicht auf Freiheit (Entlassung aus der Sklaverei, sogar die Erlangung der Bürgerrechte war möglich) und auch für Ruhm und Reichtum. Doch kaum einer wird in suizidaler Absicht in den Ring gestiegen sein ("absichtlich sterben"). Absichtlich sterben lassen passt natürlich trotzdem. Heute haben wir immer noch recht brutale MMA-Kämpfe, bei denen zwar nicht täglich gestorben wird, aber schwere Gesundheitsschäden durchaus in Kauf genommen werden. Und jemand, der heute freiwillig (wichtig!) zB. als Söldner oder Soldat in einen Krieg zieht (meistens halt auch eher aus finanziellen denn aus heroischen Gründen) macht das auch mit der realistischen Chance, nicht mehr lebend wiederzukommen, auch wenn man hier immer noch einen "höheren Zweck" (für wen auch immer) unterstellen kann, als bei Gladiatorenkämpfen.

    Das mit dem "kostenlos" lässt sich etwas relativieren: Die unteren Bevölkerungsschichten hatten damals viel, viel weniger als heute, die Mittelschicht war ebenfalls kleiner (wenn man überhaupt davon sprechen kann, die heutigen Klassen lassen sich nicht einfach so auf das alte Rom übertragen). Heute kann selbst ein Sozialhilfeempfänger ab und an die 10-15 Euro zusammenkratzen, die ein Fußballspiel je nach Liga auf den billigsten Plätzen kostet, wenn er denn unbedingt hinmöchte. Und wer sich das immer noch nicht leisten kann, kann alternativ auf ein Public Viewing und hat es da dann wirklich kostenslos, Eventstimmung mit begeisterten Massen inklusive; oder man schaut es sich halt im Fernsehen oder Internet an. Und für die Mittelschicht sind diese 10-15 Euro zwar immer noch nicht gratis, laufen aber dann doch unter "ferner liefen", wenn man jetzt nicht gleich ne Jahreskarte holt oder jedes Wochenende hingeht. Jeder Besuch im Spaßbad oder im Freizeitpark ist teuerer, von (nichtsubventionierten) Konzerttickets brauchen wir gar nicht erst anzufangen.

  • Leider ist unser heutiges Bild vom alten Rom stark von Hollywood geprägt. Die Römer haben sicher Herausragendes geleistet. Das ändert aber nichts daran, dass es eine Sklavenhaltergesellschaft war, deren Reichtum - ähnlich wie im British Empire - auf Ausbeutung beruhte. Ich kann die Verachtung der "freien" Germanen für diese Lebensform gut verstehen.

    Was die Architektur betrifft, ist doch bemerkenswert, wie der von Snork zitierte Haustypus

    Enfiteusis-antigua-Roma.jpg

    bis heute das Bild vor allem italienischer Städte prägt, wie dieses Beispiel aus Mailand zeigt.

  • Was die Architektur betrifft, ist doch bemerkenswert, wie der von Snork zitierte Haustypus

    bis heute das Bild vor allem italienischer Städte prägt, wie dieses Beispiel aus Mailand zeigt.

    Sehr gute Beobachtung. Was mir auch auf Grund Deines Hinweises auffiel ist, dass die typischen Pariser Haussmann-Stadthäuser fast exakt diese römisch-antike Fassadenrhythmik wiederaufnehmen: von unten nach oben das Erdgeschoss, dann ein flacheres Zwischengeschoss, dann eine Etage mit durchgehendem Balkon, dann 1-2 Obergeschosse, dann erneut ein durchgehender schmaler Balkon oder ein Gesims vor einem weiteren, einzelnen Obergeschoss, und darüber der flache Dachabschluss:

    Pariser Straßenhaus

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  • Interessantes KI-Video über das Leben in Rom und den Zustand der Stadt nach dem Ende des Weströmischen Reiches im Jahre 476. Vieles wurde weiter genutzt, während andere Bauten ungenutzt waren oder als Steinbruch dienten.

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