• Ok. Wir wissen alle, dass solche Visualisierungen in den allermeisten Fällen völlig geschönt sind. Hier wird wieder mit Lichteffekteb gearbeitet. Wird also wieder ein stinknormaler Kasten. Langweilig.

  • Als ob da immer so die Sonne drauf schiene und diesen HolzoptikGlasknast mit seiner PublicViewing-ecke immer im schönsten Licht erstrahlen ließe..Und permanent von innen heraus leuchten lassen!? Wieviel die Unterhaltung da wohl, selbst mit modernsten Sparled's und Solarzellen auf Dauer kosten mag!? Wenn diese 'Beleuchtung' wegfällt, ist dieses Ding, denke ich nur Stimmung drückend und erschlagend, wie jeder andere graue oder mit Malereien wenigstens teilweise aufgewertete Park- und Kaufhausblock.

    Solange die Medienturm-Berieselung läuft, gibt es wenigstens etwas, dass das Auge von diesem überdimensionierten Insektengrill ablenkt.

    Fällt diesen Profis denn wirklich nichts Besseres mehr ein wofür sie sich gut bezahlen lassen!?

    Dann sollten sie vielleicht unvoreingenommene Studenten anderer Länder dran lassen. Vielleicht gäbe es dann mal etwas 'Schönes'.🤔

  • Wir haben ja zum Glück heute selbst die Mittel in der Hand, um das gegenzuprüfen. Ich hab es mal in einen KI Bildgenerator geworfen mit der Anweisung die manipulativen Effekte herauszunehmen. Es sieht m.E. auch so ordentlich aus. Leider Dank Urheberrecht hier nicht zeigbar, aber ihr könnt es ja auch selbst probieren.

  • The Box. Nomen est omen.

    Es passiert genau das, wovor einige hier Sorge hatten.


    Die Kaufhof- und Karstadt-Klötze werden abgerissen (vom Verlust der Arbeitsplätze und den horrenden Kosten für den Steuerzahler wollen wir erst gar nicht sprechen) und der derzeit gültigen allgemeinen Prämisse von Architekten und Stadtplanern filgend werden hässliche 60er und 70er-Jahre Klötze durch neue abstoßende Abscheulichkeiten ersetzt.

    Das Traurige ist, diese werden erneut für das kommende halbe Jahrhundert die Innenstädte verschandeln. Vielleicht wäre in zehn Jahren der bessere Zeitpunkt gewesen die frei werdenden Flächen zu bebauen. Wer fälschlicherweise auf ein zweites Dom-Römer-Wunder gehofft hatte wird bitter enttäuscht werden.

  • Also, ehrlich gesagt finde ich den Entwurf nicht schlecht.

    Es handelt sich ja scheinbar auch um keine Abriss, sondern um einen Umbau des Kaufhofs. Es sind die gleichen Formen, aber mit einer offen gestalteten Fassade. Das wirkt auf mich deutlich einladender als ein "Horten-Kachel-Bunker".

    Markt hannover
    maps.app.goo.gl


    Den Bezug zum Hannoverschen Backstein finde ich - zumindest vom Entwurf her - passend; es scheint ein warmer Farbton zu sein, wie man Ihn auch sonst am Markt findet.

  • Sehe das ganz ähnlich. Das ist nicht schlecht für eine Renovierung eines solchen Gebäudes. Ich mag genauso den warmen Backstein und halte das für relativ gelungen. Klar hätte man sich in so unmittelbarer Nähe zur "Traditionsinsel" der Altstadt mit Marktkirche etc. auch etwas Kleinteiligeres wünschen können, aber dahinter kommt eben ohnehin ein von "Shoppingarchitektur" der Nachkriegszeit geprägter Bereich, in dem Anknüpfungspunkte für so etwas fehlen.

    Bin trotzdem froh, dass in Bremen der Galeria wegkommt, der allerdings auch nochmal eine Etage mehr hat und noch weniger menschlich in seinen Proportionen wirkt.

  • "Insiderwissen" kann hier jeder haben, der bereit ist, sich die vorangehenden Beiträge anzusehen. Relevant ist hier in erster Linie, der Beitrag von Spitzweg mit dem Verweis auf die

    Projektpräsentation von Herzog & de Meuron.

    Dort am Anfang auf "Deutsch" umschalten und dann nach dem ersten Absatz das Plus-Zeichen anklicken. Und schon habt ihr einen ausführlichen, informativen Text.

    Ihr könnt auch unten die kleinen Bilder anklicken und so vergrößern, um den Vorzustand und Kontext zu erkunden. Bei einem zweiten Klick aufs Bild wird es noch größer.

    Es geht um den Umbau des vorhandenen Kaufhof-Gebäudes. Die Kubatur bleibt erhalten. Auf mich macht das Projekt einen guten Eindruck.

  • Ich wohne in der Nähe und bin ganz froh über den geplanten Umbau, so wird eine mindestens fünf Jahre dauernde Großbaustelle vermieden und es werden Ressourcen geschont. Der Entwuf gefällt mir, mehr kann man aus dem Bestand meiner Meinung nach nicht herausholen. In der unmittelbaren Nachbarschaft wurden übrigens zwei schlichte Putzbauten (ein in den 1930er Jahren stark vereinfachter Gründerzeitler sowie ein Neubau aus den 1950er Jahren) größtenteils verklinkert, was nun eine gute Korrespondenz zur Marktkirche, zum alten Rathaus und auch dem mit Klinkern belegten Pflasterungen ergibt.

    Der Blockteil, den das ehemalige Horten-/ Kaufhofgebäude einnimmt, bestand vor der Kriegszerstörung überwiegend aus durchschnittlichen Fassaden des frühen 19. Jahrhunderts bis hin zum Jugendstil, allein das von Spörckensche Haus an der Schmiedestraße wäre vielleicht aus gestalterischen und geschichtlichen Gründen ein Reko-Kandidat gewesen, vielleicht noch das Kaufhaus Sältzer - aber mit welcher Nutzung?

    Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...