Ich kann nur den Anfang des unter Bezahlschranke liegenden "Welt"-Artikels lesen. Aber ich nehme mal dieses Zitat:
QuoteAuf der anderen Seite will die „Bundesstiftung Bauakademie“ als Bauherrin einen völlig neuartigen klimapositiven Musterbau errichten. Gestalterische und städtebauliche Gesichtspunkte ordnet sie ihren ökologischen Zielen unter.
Es ist doch sehr fraglich, ob das wirklich die Motivation ist. Denn einen klimapositiven Musterbau mit ökologischem Anspruch können diese Leute doch überall in der Stadt zu realisieren versuchen. Es böte sich z.B. der geplante Anbau des Bundeskanzleramtes an. Oder das Besucherzentrum des Bundesrats. Dass nun ausgerechnet an dieser Stelle, wo eine der wenigen Rekonstruktionen in Berlins Mitte seit Jahrzehnten in der Diskussion steht, dieser Quatsch in Erwägung gezogen wird, zeugt für mich "tiefenpsychologisch" eher davon, dass es um Verhinderung geht. Auch hier geht es also um Ideologie. Es soll die Wiederaneignung von Geschichte, der positive Bezug auf das 19. Jahrhundert und auf das Stadtbild jener Zeit blockiert werden. Alle anderen Argumente wirken einfach gesucht. (siehe oben)
Und die Taktik, um das zu erreichen, könnte in der Verzögerung und Verunsicherung liegen. Die rechtliche Lage mag ja klar sein, aber wir sehen ja am Beispiel der Garnisonkirche Potsdam, wie Verschleppung und Steine in den Weg legen funktioniert. Und die Hoffnung auf Leute wie den Potsdamer OB, die die einstige Beschlusslage irgendwann in Frage stellen und zum Kippen bringen wollen.
Ich habe auch kein Rezept, den Bau zu forcieren, aber die Wiederaufbau-Befürworter vor Ort müssen auf jeden Fall mehr Druck aufbauen, damit die Sache endlich angegangen wird.