Potsdam - Garnisonkirche

  • Zumal es vor 1,5 Jahren noch 30 Millionen waren, vor 3 Jahren 30-40 Millionen und vor 3,5 Jahren gar 50 Millionen. Entgegen dem allgemeinen Trend scheint eine Sanierung des RZ von Jahr zu Jahr günstiger zu werden. :biggrin: Aber im Ernst, ohne genaue Planung weiß niemand, was es kosten würde. Egal wie viel, mit dem Geld kann man sicher effektiver wirtschaften. Und das RZ bleibt ein städtebaulicher Missstand und die unsanierte Weiternutzung ein "Klima-Killer", egal wie man es dreht und wendet.

    Die genannten Nutzergruppen des RZ würde ich aber, ohne sie zu kennen, nicht unbedingt alle in einen Topf werfen. Auch Kleinunternehmer sind wichtiger Teil der Wirtschaftsstruktur. Viele beuten sich selbst aus und erzielen durchaus gesellschaftliche Werte, auch ohne Gewebesteuer zu zahlen. (Für gemeinnützige Vereine gilt das erst recht.) Und wer es sich heute leisten kann, ins KQ umzuziehen, hat auch mal als Kleinunternehmer angefangen. Viele Städte stellen ganz gezielt Räume für solche Nutzergruppen zur Verfügung. Mag ja sein, dass in Potsdam bisher die Gießkanne angewendet wird, dann bräuchte es mal ein strategisches Gesamtkonzept statt eine Förderung hier und eine da.

    Politisch gesehen ist es meiner Meinung nach klug, auch berechtigte Interessen der Gegenseite würdigen zu können, selbst wenn man am längeren Hebel sitzt.

  • MAZ zufolge kann sich die Stiftung sogar eine Duldung über 2034 hinaus vorstellen, also quasi open end. Ich warte aber erstmal die nächste SSV ab. Notfalls muss die Kommunalaufsicht einschreiten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es bei der klammen Stadtkasse den Grundsätzen wirtschaftlicher Haushaltsführung entsprechen soll, nochmal 30 Mio. € in diese Bruchbude zu investieren.

  • Ich kann mir kaum vorstellen, dass es bei der klammen Stadtkasse den Grundsätzen wirtschaftlicher Haushaltsführung entsprechen soll, nochmal 30 Mio. € in diese Bruchbude zu investieren.

    Die wie immer allesbesserwissenden Linksgrünen ,Die Andere und SPD Linken Stadtverordneten, werden trotz klammer Haushaltlage schon die erforderlichen Millionen irgendwoher auftreiben, um diese "Rote Flora" RZ irgendwie dauerhaft zu retten.

    Die werden ihre politischen Gesinnungsgenossen im RZ wo immer es geht Tatkräftig unterstützen. Natürlich auch immer mit Blick auf das für sie so verhasstes GK Projekt.

    ln 2 Wochen wird der erste Bauabschnitt des neuen KQ (Langer Stall) eröffnet. Dann ist es mal endlich ein positives Ereignis zum Thema Kreative.

  • Es ist alles etwas komplizierter. Wer sich gern mit baurechtlichen Themen beschäftigt mag aus meinem Brief an die Oberbürgermeisterin klüger werden. Was eine Baugenehmigung für sieben Jahre für Auflagen mit sich bringt ist noch völlig unklar. Nach meiner Einschätzung werden die Gesamtkosten sicher irgendwo zwischen 10 und 15 Millionen Euro liegen, und da sind die Ausgleichszahlungen an die Stiftung noch gar nicht einrechnet.

    Die vier Linksparteien SPD, Grüne, Andere und Linkspartei haben in der SVV die Mehrheit um das zu beschliessen, allerdings müssen alle vier Fraktionen zustimmen. Das Geld müsste sich die Stadt mit Kassenkrediten leihen, die Rücklagen sind aufgebraucht.

    Da der Vorschlag der Oberbürgermeisterin eine finanzielle Ausgleichszahlung an die Stiftung und die Festlegung auf ein Abrissdatum mit einer grundbuchlichen Sicherung enthält kann ich mir nur schwer vorstellen, dass alle linken Stadtverordneten zustimmen. Die Nutzer des Rechenzentrums hingegen haben Kreide gefressen und wollen natürlich die sieben Jahre nehmen, um den Abriss hernach wieder zu hintertreiben.



    RZ 260509 Aubel-komprimiert.pdf

  • Umso mehr sollte man ggf mal die Nachteile für diese Rz-nutzer in den Fokus und die Öffentlichkeit rücken...wenn das eben tatsächlich auch als Gemeinschaftstreff für Kinder, Jugendliche und Familien gewertet und gedacht ist, sind wohl, die von mir bereits angemerkten Risiken durch Asbest- und sonstiger Schadstoffbelastung, sowie sonstiger Materialermüdung von typischerweise in Ddr-Bauten genutzten Baustoffen, nicht zu vernachlässigen...Ähnliche Bedenken hätte ich auch mit dem Dresdner Robotron... dahingehend befürworte ich definitiv Abriss und Neubau, ehe für unabschätzbare Kosten Flick -Schustersanierungen durchgeführt und ggf nicht alle tatsächlichen Altlasten korrekt und ohne abschätzbare gesundheitliche Belastung für die Nutzer beseitigt werden.

  • Ich glaube das nicht, " zu klein " , "zu teuer", alles herbeigeredet. Außerdem stellt sich die Frage ,ob die Künstler überhaupt etwas Relevantes erwirtschaften, wenn sie nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind. Die Schutzwürdigkeit der Künstler bröselt dann mit Schmackes gegen null, es verbleibt nach meinem Eindruck ein Hobbyclub.

    Der Erhalt des RZ wird dann unverhältnismaßig, insbesondere im Hinblick auf die zu erwartenden Kosten. Die Baugenehmigung kann auf keinen Fall erteilt werden.

    Mit fehlt auch das Statement der Stiftung das Kirchenschiff bauen zu wollen !

  • Für die Kritiker der Garnisonkirche bzw. die, die den Wiederaufbau verhindern wollen, geht es doch nur darum das das Rechenzentrum erhalten wird.

    Auf der einen Seite weil "Künstler/innen" eine wesentlich günstigere Miete zahlen und noch sehr zentral in der "Neuen Mitte" ihren Platz haben. Auf der anderen Seite wird ein Weiterbau der Garnisonkirche und des Stadtkanal verhindert, denn für beide Projekte steht das Rechenzentrum im Weg.

    "Ein Stachel" in der Mitte Potsdams"

    Und nachdem der Staudenhof und die Fachhochschule abgerissen sind, ist es das letzte Gebäude was es gilt zu verteidigen. Egal was es kostet. Denn wenn das Rechenzentrum abgerissen ist, für was sollen "die Anderen", "die Linke", der "BSW Ableger" und die linken Grünen noch kämpfen?!

    Da zählen auch keinen sachlichen Argumente, da geht es nur darum Forderungen zu stellen, die nur mit viel Geld zu erfüllen sind. Wenn auch keiner weiß wo das Geld herkommen soll. Und mit jeder "Duldung" die über mehrere Jahre geht, hat man Zeit sich Gedanken zu machen wie es weitergehen soll mit dem Gebäude.

    Wird das Gebäude abgerissen, ist der Spuk vorbei. Da können sich noch so viele Leute an das Gebäude ketten oder Zettel an die Scheiben kleben.

  • Der Stadtkanal ist durch einen Bestand des Bürogebäudes des Rechenzentrums nicht berührt. Mittel für einen Weiterbau sind auch nicht abzusehen, aber der B-Plan, der den Kanal vor Überbauung schützt ist und bleibt in jedem Fall in Kraft.

    Der "BSW-Ableger spielt mit drei von 56 Mandaten in der SVV kaum eine Rolle. Es gibt eine klare Mandatsmehrheit von links mit SPD, Grünen, Linkspartei und Anderen - allerdings müssen alle vier zusammenarbeiten, sind nur drei Linksparteien einig reicht die Mehrheit nicht.

    Die beiden zentralen inhaltlichen Argumente sind sicher der "Verhinderungsstachel" und die Klientelbedienung. Diese inhaltlichen Fragen sind allerdings im Mai/Juni 2026 völlig in den Hintergrund getreten. Man kann das alles zum erneut debattieren, aber das Ergebnis einer solchen Debatte dreht sich zwischen den beiden Positionen im Kreis. Hier lässt sich keine Seite von neuen Argumenten überzeugen und es tauchen auch keine neuen Aspekte auf. Insofern ist die inhaltliche Debatte, die auch hier wie auch auf der linken Seite, z.B. beim Linksaussen-Portal "Stadt für Alle".

    Angesichts der Fristen fokussiert sich deshalb jetzt die Debatte auf nur noch zwei Aspekte: was geht überhaupt baurechtlich, nachdem man zehn Jahre lang mit einer ständigen Bestätigung eines Abrisstermins gearbeitet hat und woher soll das Geld für einen weiteren Bestand des Hauses, wie lange auch immer, eigentlich kommen?

    Hier sind wir nunmal an einem Endpunkt der Debatte angekommen, aus der man auch schwer herauskommt, wenn sich eine Zweidrittel-Mehrheit für den Bestand des RZ aussprechen würde. Denn in jedem Fall müsste bei einer erneuten Nutzungsverlängerung eine Sanierung erfolgen, weil die Argumentation mit dem Ersatzbau der Fertigstellung des Kund- und Kreativquartier nicht mehr anwendbar ist - das KKQ im langen Stall eröffnet nächste Woche.

    Jetzt kann man sich streiten was in einem RZ nun saniert werden müsste und mit einer erneuten Bestätigung des Abrisses des RZ nochmal versuchen mildernde Umstände bei einer unstrittigen Baugenehmigung rauszuschlagen: teuer wird es aber so oder so. Wenn es nicht die 30 Millionen Euro einer Vollsanierung sind so bleiben doch mindesten 10-15 Mios übrig, die Stadt selbst spricht schon von mindestens 6 Millionen Euro. Hinzu kommt, dass die Nutzer ja nicht den Weiterbetrieb der bisherigen Nutzung als Kreativhaus anstreben, sondern ein "soziokreatives Zentrum" mit lauter Vereinen aus dem Sozialbereich vorhaben.

    Das bedeutet, dass jeder Weiterbetrieb mit einer Baugenehmigung für eine Umnutzung genehmigt werden muss, diese bedarf vorher noch der Änderung des B-Planes.

    Hier ist die Linke in der Sackgasse, weil angesichts der Haushaltslage weder 6 noch 10 noch 15 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sondern die gerade gerade in die Kassenkredite rutscht.

    Zudem wäre der erforderliche Beschluß in der SVV mit einer erneuten Bestätigung des Abrisses des RZ verbunden (sonst wird's noch teurer) und mit einer Entschädigungszahlung an die Stiftung verbunden. Beides machen Linkspartei und andere nicht mit.

    Die Anderen wollen deshalb ein neues Bürgerbegehren initiieren. Da wünsche ich viel Spaß.

  • …Die Anderen wollen deshalb ein neues Bürgerbegehren initiieren. Da wünsche ich viel Spaß.

    Sollen sie mal machen. Dann merken die in ihrer RZ-Blase vielleicht mal, dass es die „Stadtgesellschaft“ doch nicht so geil findet, dass sich Potsdam für den Erhalt heruntergekommenen Bürogebäudes verschulden soll.

  • Mit der Einstellung ,,Auf Teufel komm raus" das RZ erhalten zu wollen, handeln die Linken Stadtverordneten langsam schon Verantwortungslos.

    Es muss jetzt aufgepasst und notfalls eingeschritten werden, das nicht noch von diesen linken Stadtverdneten etwas eingerührt wird ,von dem die Stadt dann einen Nachteil hat.

    Wenn ich das alles mit dem RZ zur Zeit so beobachte bezweifle ich, ob diese linken Stadverordneten überhaupt die nötige Kompetenz besitzen um die Geschicke der Stadt zu lenken und vorausschauend zu denken.

  • Ich möchte die Mitforisten hier einmal daran erinnern, dass wir uns in einem öffentlichen Austausch befinden. Diese Form der Herablassung gegenüber anderen politischen Lagern und die Wortwahl mancher Beiträge sind der Sache insgesamt sicher nicht dienlich und des Vereins nicht würdig. Man könnte sich mal in den Witzestrang begeben und kritisch hinterfragen, ob ein Verhalten auf dem dort gerade abgebildeten Niveau an den entscheidenden Stellen der Realität – dort, wo politische Mehrheiten gewonnen werden müssen – tatsächlich der Sache dient!?

  • blueketz, ja du hast recht,meine Wortwahl und Herablassung in meinem Beitrag gegenüber politisch andersdenkenden Menschen ist unserer Sache hier im Forum nicht dienlich.

  • Riegel dann pack doch gleich die Links zur Garnisonskirche und zum Kreativzentrum auch hierher...ich hatte den allgemeinen Veranstaltungslink auch hier im Strang 'Sonstige Meldungen aus Brandenburg' hinterlegt👋🏼

  • Nein, blueketz , wir sind hier im Garnisonkirchenstrang und nicht im Strang mit dem Kreativzentrum. Zur Garnisonkirche hat es schon genug Führungen gegeben, deshalb ganz bewusst nur der Link zur Führung im Rechenzentrum.

    Wer gewieft ist, sieht oben im Menübalken den Reiter 'Führungen' und kann sich dort über weitere Führungen und Anlässe informieren.

  • 🙂Gut, dass wir das bzgl. Strang ähnlich sehen.

    Bezüglich der Veranstaltungen..wer sich ein eigenes Bild machen möchte was hier diskutiert wird - an dem Tag ist theoretisch ein Besuch aller drei Objekte möglich.