• Parkbeton-Monster

    Ich habe überlegt, was man sich denn unter "Parkbeton" vorzustellen hat. Stahlbeton, Flüssigbeton, Parkbeton?

    Ah, im Zusammenhang mit einem Parkhaus sollte vermutlich von einem "Park-Betonmonster" die Rede sein.

  • "Parkbeton" könnte auch bedeuten, dass Naturrudimente mittels übermäßigen Betongebrauchs in eine Art "Park" gezwungen werden. Das was du meinst Zeno würd ich eher als Parkhaus-Betonmonster umschreiben.

    Auf den im Netz verfügbaren Bildern ist eigentlich nix Schlimmes zu sehen:

    Triberger Wasserfälle und Prisenbach – Wikipedia
    Hauptfall der Triberger Wasserfälle

    Es ist halt immer das gleiche Problem, dass sich Schluchten und Wasserfälle ohne mehr oder weniger optisch störenden Eingriffen nicht erschließen lassen.

    Hier die Ragga-Schlucht in Kärnten, ein großes Kindheitserlebnis:

    undefined

    Von Niki.L - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=138328980

    Im oö Nationalpark Kalkalpen gibt es die wildesten und engsten Schluchten, die man sich denken kann. Allerdings bleibt es beim "sich denken", weil sie kein normaler Wanderer betreten kann.

    Das Gegenbeispiel ist eine Skurrilität wie die Myrafälle in den nö Kalkalpen, wo es wirklich die ganze Strecke über so aussieht:

    Die Myrafälle: Herrliches Ausflugsziel mit Hund. - Reiseblog  Wiederunterwegs.com

    Was ist richtig, was ist falsch, überhaupt bei so begrenzten Mittelgebirgsattraktionen?

  • Ah, jetzt verstehe ich! Wahrscheinlich ist tatsächlich das gemeint! Das trifft es. Der Umstand, dass man "Park" und "Beton" in einem Wort nicht auf Anhieb versteht, zeugt ganz deutlich davon, dass beides normalerweise nicht zusammengehört und eben auch in Triberg und insbesondere im Bereich des Wasserfalls nicht. Einen unnatürlichen Zustand in ein Wort gegossen. Danke, Ursus! Deine Erklärung hat mir zu verstehen geholfen.

  • Nein. Das wirklich traurige ist, dass hier mit viel Beton diese Wasserfälle unrettbar verschandelt worden sind. Auch meine Frau meinte sofort "wo ist denn hier noch ursprüngliche Natur? Alles von Menschenhand zubetoniert." Anstatt natürliche schmale Pfade anzulegen, hat man hier für gehbehinderte Menschenmassen gebaut. Breite Betonwege, riesige Geländer [...]

    Interessant, am Blautopf bei Ulm wird soweit ich weiß auch gerade Barrierefreiheit hergestellt. Da hatte ich auch schon die Befürchtung, dass es verbaut am Ende aussehen könnte. Zumindest ist dieser während den Bauarbeiten zugänglich jetzt wieder.