Naja, das wahre Highlight, der Balkon, ist ja noch verdeckt. ![]()
Was mich, wie bereits angesprochen, aber sehr stört, und ich frage mich wirklich, was die Verantwortlichen da geritten hat: Warum gibt man versenkten Fallrohren einer rekonstruierten Palais-Fassade Vorrang?!
Wir hatten ja schon an anderen Fassaden gesehen, dass man Gesimse unterbrochen hat, um Fallrohre durch zu leiten, aber komplett dafür etwas von der Fassade abzuknapsen ist noch eine weitere Eskalationsstufe. ![]()
Dresden, Neumarkt - Quartier III/2
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Ja, das mit den Fallrohren ist uns leider durch die Lappen gegangen. Sorry. Soll aber später noch im Fassadenfarbton angestrichen werden um die negative Wirkung zu mildern.
Dafür gibts viel schönes Neues aus dem Inneren:
Die wunderbaren Portalskulpturen sind (wie es sich gehört!) gestrichen. Wenn man genau hinsieht, erkennt man die Originalteile. Die Patina wirds richten...

Im Hof wird der sehr schöne, geborgene (!) Stuck Christian Hempels von 1977 wieder eingebaut.

Im hinteren Vestibül kommen die Rabitzarbeiten voran. Ich habe nun so etwas auch zum ersten Mal gesehen und war tief beeindruckt. Hier könnt ihr mal sehen, wie das gemacht wird:


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Die Fassadenfarbe ist finde ich viel zu hell... Und die Fenster sind viel zu oft unterteilt.
Baroque has left the chat
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Die Nörgelei in diesem Forum trägt schon neurotische Züge, aber es sind ja nur wenige, die sich damit immer wieder hervortun.
Das Palais kommt in etlichem schöner zurück als es sich vor 1945 dargestellt hat, aber die versenkten Fallrohre sind natürlich das wichtigste Thema... Die Idee mit dem angleichenden Anstrich kam mir auch und ich denke, das ist dann eine gute Lösung. Die ungelenke Versenkung des Rohres lässt sich mit geringem Aufwand korrigieren, sobald mal eine Sanierung ansteht und es dann noch immer jemanden stört.
Der Auftritt des Hoym kommt gerade zur rechten Zeit. Einmal, weil Weihnachtszeit ist und dann, weil sich mit dem Neustädter Markt wichtige Entscheidungen am Horizont abzeichnen. Man kann nur hoffen, dass etliche Stadträte zum Hoym spazieren und dort Appetit auf mehr bekommen. Am Regenrohr werden sich unsere Stadträte gewiss nicht stören.
Gerade die zurückhaltende Noblesse, die sich auch am Hoym zeigt, macht den Dresdner Barock aus.
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Die Nörgelei in diesem Forum trägt schon neurotische Züge, aber es sind ja nur wenige, die sich damit immer wieder hervortun. Das Palais kommt in etlichem schöner zurück als es sich vor 1945 dargestellt hat, aber die versenkten Fallrohre sind natürlich das wichtigste Thema...
Danke, du sprichst mir aus dem Herzen.
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Das Dach wirkt völlig zugeparkt mit Mansarden !
Das sind zwar keine Mansarden, sondern Gauben, aber ich gebe Ihnen recht. Das ist leider oft am Neumarkt passiert - zu viele und zu große Gauben.
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Das Dach wirkt völlig zugeparkt mit Mansarden !
^ Tut mir leid, aber ich find es sieht aus wie ein Fremdkörper.
Aber so sah das Hoym nunmal aus. Man kann keine Reko fordern und die dann unschön finden.
Wirds ein angepasster Neubau von Nöfer, meckern einige. Wirds eine Reko, meckern manche auch. -
Aber so sah das Hoym nunmal aus. Man kann keine Reko fordern und die dann unschön finden.
Wirds ein angepasster Neubau von Nöfer, meckern einige. Wirds eine Reko, meckern manche auch.die Gauben waren definitiv kleiner. Der Klassiker, durch extensive Dachnutzung und Dämmungsanforderungen werden die Gauben größer. Die klassischer Architekturlehre achtet darauf, dass Gauben kleiner und schmaler sind als die darunterliegenden Fenster. Stichwort "Hierarchie der "Bauglieder". Aber ok. Irgendwie muss es sich finanzieren und es gibt weit schlimmere Beispiele am Neumarkt.
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Leude, immer ruhig mit die jungen Pferde! 😅
Ich will das Hoym doch nicht abreißen. Es entspricht einfach nicht meinen Erwartungen, welche ich an das Gebäude hatte.
Ich schau es mir morgen bei Licht an und wenn es mir dann farblich immernoch nicht gefällt, dann is es eben so.
Nahezu alles andere finde ich wunderschön und ich freue mich, daß das Hoym wieder da ist und das Stadtbild aufwertet

Und vllt. gewöhn ich mich ja auch noch an die Fenster.
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Das Dach ist nicht "zugeparkt" mit Dachgauben, sondern es sind haargenau wieder so viele drauf, wie sie im Barock waren.
© SLUB/DFD
Die Farbfassung ist m. E. äußerst edel. Kein Schönbrunner Quietschegelb sondern ein helles, mildes Geld, abgenommen vom (original erhaltenen!) Schloss Nischwitz.
Aber einen anerkennenden Kommentar zu unseren schönen Wölbungen im Inneren hätte ich mir gewüscht. Es hätte dort auch bei den nackten Betondecken bleiben können.......
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Im hinteren Vestibül kommen die Rabitzarbeiten voran. Ich habe nun so etwas auch zum ersten Mal gesehen und war tief beeindruckt. Hier könnt ihr mal sehen, wie das gemacht wird:


Wenn ich mir die Reaktionen unter deinem Post anschaue, scheinen es viele sehr schön zu finden, was du uns vom Hoym zeigst, dass bezieht sich sicher auch auf die Rabitzarbeiten. Bei mir ist es zumindest so. Ich finde es sehr schön, dass nicht nur das Äußere rekonstruiert wird, sondern auch die wichtigsten Räume in ihrer Kubatur.
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Ich wollte nur sagen, dass das alles keine Selbstverständlichkeiten sind.
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Schönbrunner Quietschegelb
Das geht nun wirklich nicht an, Preuße!
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Ich bin alles andere als ein Preuße. Zwar leider in Preußen geboren, aber aufgewachsen im Königreich Bayern und seit 30 Jahren in Sachsen beheimatet.
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Königreich Bayern? Ok, Respekt zu deinen über 120 Jahren! Das findet man selten. Was ist dein Geheimrezept?
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Aber die pejorative Umschreibung der alleredelsten Farbe Altösterreichs entlarvt dich!
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Schönbrunner Quietschegelb
Das mit dem Schönbrunner Quietschgelb anzusprechen, hat seine Berechtigung. Die Hintergründe liegen teilweise in den grauslichen Sissi-Filmen der ´50er Jahre. Diese Farbgebung hat sich in dieser Frühphase des Farbfilms in ungezählten Köpfen festgesetzt und Meinungen gebildet - so z.B. beim Erthaler Hof in Mainz. Es wird berichtet, daß die Farbgebung der Fassade (die ich noch gekannt habe...
), unter genau diesen Strukturen ablief ("Schönbrunn ist so schön Gelb, dann nehmen wir das doch auch). Ob Nischwitz diese Farbe im Original hatte, wäre ganz interessant; aber wir sind hier in Dresden; und Knöffel müßte eigentlich weiß sein...alleredelsten Farbe Altösterreichs
... der alleredelsten Farbe (des neuen) Sachsens.
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Aber die pejorative Umschreibung der alleredelsten Farbe Altösterreichs entlarvt dich!
Ich gebe nur wieder, was hier im Forum kolportiert wurden.
Weingeist Nein, Knöffel ist nicht nur weiß-grau. Ich bin sehr froh, dass das Hoym so nicht gekommen ist. Es wäre nicht angegangen, wie man im Erzhaus und Kaisertum zu sagen pflegt. Aber ich gebe zu, dass ich bestimmte Wünsche beim HSR habe.......
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ja, aber Schönbrunner Gelb ist nicht "Quietsche", sondern nobel und warm. Es passt auch nicht zu allen Barockbauten, sondern für eine spezifisch zurückhaltenden imperialen und später dann biedermeierklassizistischen Stil.
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Es passt auch nicht zu allen Barockbauten
Ganz richtig. Über Kaiserschmarrn mit Zimtzucker-Guss und einer ordentlichen Portion Schlagobers kann man ja vernünftigerweise reden; aber über einem Sächsischen Mutzbraten möchte man sich´s dann doch nicht vorstellen.
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