Ich drücke aktuell noch einmal die Schulbank (Masterstudium Philosophie) und habe gerade ein 20-minütiges Video über den Wiederaufbau des Dresdner Neumarkts veröffentlicht – als Prüfungsleistung für ein Seminar zum Thema »Vergangenheitsbewältigung«.
Einer der Schwerpunkte der Veranstaltung war die Frage, ob man zerstörte Baudenkmale wieder aufbauen sollte. Ich habe mir das zum Anlass genommen, Peter Kulkas »Disneyland«-Kritik noch einmal aus der Schublade zu holen und einer näheren Betrachtung zu unterziehen. ...
Über Feedback würde ich mich freuen. Vielleicht dient das Video ja auch als »Schützenhilfe« in der einen oder anderen Diskussion?
Das Disneyland-Argument ist voraussetzungsstark, nämlich in der Annahme, dass "Disneyland" eine Abwertung ist.
Das Grundproblem der Originalität wurde bereits in der Antike mit dem zwei Boote Beispiel ausgiebig philosophisch diskutiert.
Denn auch in der Antike mussten Tempel erneuert werden.
Zu beachten ist hier immer auch der öffentliche Raum und das Gesamtgefüge. Also, was genau ist zu erreichen.
Auf die Spitze getrieben kann man es am Beispiel des Gebißschadens verdeutlichen. Das Disneyland im Mund statt dass die Brüche und Gewalterfahrungen sichtbar gemacht werden....



