Donauwörth (Galerie)

  • Stadtmauer, Färbertor und kleine Wörnitz

    "Seine Welt zeige der Künstler - die niemals war noch jemals sein wird“

    - Hermann Bahr (Inschrift des Ateliergebäudes der Darmstädter Künstlerkolonie)

  • Kloster Heilig Kreuz

    "Seine Welt zeige der Künstler - die niemals war noch jemals sein wird“

    - Hermann Bahr (Inschrift des Ateliergebäudes der Darmstädter Künstlerkolonie)

  • Liebfrauenmünster

    "Seine Welt zeige der Künstler - die niemals war noch jemals sein wird“

    - Hermann Bahr (Inschrift des Ateliergebäudes der Darmstädter Künstlerkolonie)

  • In der Reichsstraße

    Blick zum Tanzhaus

    Blick zum Rathaus

    Altstadtinsel Ried

    "Seine Welt zeige der Künstler - die niemals war noch jemals sein wird“

    - Hermann Bahr (Inschrift des Ateliergebäudes der Darmstädter Künstlerkolonie)

  • An der Promenade

    Blick zum Öchsentörl

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    An der kleinen Wörnitz

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    Rieder Tor

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    Färbertörle

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    Ein letzter Blick zum Kloster Heilig Kreuz und Liebfrauenmünster an der Wörnitz

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    "Seine Welt zeige der Künstler - die niemals war noch jemals sein wird“

    - Hermann Bahr (Inschrift des Ateliergebäudes der Darmstädter Künstlerkolonie)

  • Ein toller Baum, der da fast horizontal am Ufer der Wörnitz steht. Gut platzierte Bäume sind auch ein ganz wichtiges Element des Stadtbildes, und können eine Szenerie entscheidend mitgestalten. Das fällt meistens dann auf, wenn ein raumbeherrschender Baum plötzlich abgehackt wird.

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    Schrecklich diese plumpen Neubauten im bislang intaktesten Teil Donauwörths, weit unter der Qualität der Wiederaufbauzeit gelegen. An dieser Stelle stand doch das abgebrochene älteste Haus der Stadt? Unfassbar und deprimierend. In Bayern gehen die Uhren einfach anders.

  • Die beiden Neubauten entstanden nach dem Abriss der Reichsstraße 10 (Café Engel) und der Reichsstraße 12/12a (Wagenknechthaus), dem bis dahin ältesten noch erhaltenen Bürgerhaus in Bayern.

    Der Bayerische Landesdenkmalrat sprach sich für den Erhalt aus und schloss sich in seiner Beurteilung dem Landesdenkmalamt an, hier im Wortlaut:

    Quote

    „Das Gebäude Reichsstraße 12/12a, Donauwörth, ist erwiesenermaßen eine der ältesten Profanbauten Bayerns. Der baugeschichtliche Rang und der historische Zeugniswert des Gebäudes verlangen höchste Anstrengungen zum Erhalt des Bauwerks. Dieser ist laut vorliegendem statisch-konstruktivem Gutachten und nach Beurteilung durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege möglich. Der Bayerische Landesdenkmalrat fordert aus diesem Grund die Stadt Donauwörth auf, die herausgehobene Bedeutung des Baudenkmals durch sorgfältige und rücksichtsvolle Behandlung im Rahmen eines erneuten, fachlich korrekten und rechtlich geordneten Verfahrens zu würdigen. Von der Stadt Donauwörth wird erwartet, die bislang unzureichend erscheinende Einbeziehung denkmalfachlicher Belange in den Entscheidungsprozess nunmehr auf gesicherter Grundlage und mit Rücksicht auf die in diesem Fall besonders bedeutenden öffentlichen Interessen nachzuholen und den Erhalt des Gebäudes sowie seine Instandsetzung als vorrangiges Ziel zu verfolgen.“

    Quelle

    Von Anfang Mai bis August 2017 wurden die Baudenkmäler schließlich abgerissen. Man kann nur hoffen, dass dieses Beispiel keine Schule macht.

    "Seine Welt zeige der Künstler - die niemals war noch jemals sein wird“

    - Hermann Bahr (Inschrift des Ateliergebäudes der Darmstädter Künstlerkolonie)

  • Nun, die Nachfolgebauten werden hier sicher Zustimmung finden. Schöne traditionelle Architektur mit roten Dächern, spitzen Giebeln, schön sauber und bunt...

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    Chronik zum Abbruch der Baudenkmäler “Café Engel” und “Wagenknechthaus” – Gustav Dinger

    Ist doch eh fast dasselbe...

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    Chronik zum Abbruch der Baudenkmäler “Café Engel” und “Wagenknechthaus” – Gustav Dinger

  • Wenn man sich die sehr detailliert zusammengestellte Chronik von Gustav Dinger durchliest, erfährt man aber zumindest, dass sich das Landesamt für Denkmalpflege inkl. Herrn Pfeil ungewohnt intensiv für den Erhalt der beiden Häuser eingesetzt und alles versucht hat, den Abriss zu verhindern. Anscheinend wollte aber die Stadt Donauwörth unbedingt einen Neubau und hat rechtswidrig den Abriss eines der ältesten Bürgerhäuser Bayerns durchgesetzt, das ist schon krass. Daran sieht man mal wieder, wie wenig wirkliche Macht der Denkmalschutz hat...

    Noch eine Bemerkung zum alten grünen Haus: was war das bitte für ein häßlicher Balkon?! Sowas hab ich an einem alten Haus selten gesehen.

    "Napoleon ist tot - aber Beethoven lebt."

    Bruno Walter

  • Die zwei neuen Häuser sind viel zu groß geraten und ragen über alle nachbarn hinaus. Allein schon deshalb sind sie total unpassend in der Straßenflucht. Man hätte sich wirklich an die Maße der Vorgänger halten sollen.

    Reichsstraße 12. Laut dendrochronologischer Untersuchung im Kern von 1317.

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    Foto: Tilman2007

  • Die Größe der Gebäude (von denen ich das grüne auch innen kenne) stört mich nicht, in Richtung Rathaus darf es ruhig etwas größer werden.

  • Die Häuser wirken umso massiver durch ihre lieblose Gestaltung. Gerade im Kontrast mit den umgebenden Altbauten macht sich dieser Eindruck breit (wobei der Eindruck umso schneller entsteht, umso größer die zu bearbeitende Fassadenfläche ist). Ich denke auch, dass eine höhere Bauintensität an sich kein Übel sein sollte, im Gegenteil, Ausdruck einer Entwicklung einer Stadt ist. Der Eindruck von Aufwuchs verfliegt an dem Punkt, an dem man sich den Einsatz des Gestaltungsniveaus des Umfelds spart (oder nach heutiger verbreiteter Lesart, sich mit dem Nötigsten einordnet). Dann zeigt die Intensität einen Abstieg an, man muss sparen, enger rücken, mehr unter ein Dach bringen.

  • Korrekt. Wobei man sich offenbar an der einfachen Giebelgestaltung der Vorgänger orientiert hat. Die zwei ersetzten Häuser waren ja nicht besonders schmuckvoll. Doch die Auskragung des Wagenknechthauses hätte zumindest nachgebildet werden können. Auch die Verwendung von weißen Sprossenfenstern, wie bei allen Nachbarn, hätte geholfen. Die zwei Neubauten fallen mit den dunkelgrauen Fenstern aus der Reihe. Die Farbe des linken Hauses ist zu aufdringlich. Hier war auch der Vorgänger etwas blasser und zurückhaltender.

    Das wären meine weiteren Kritikpunkte. Fenster und Farbe lassen sich ja zukünftig anpassen. :wink:

  • Absoluter Skandal. Ich kann mich der Kritik hier nur anschließen. Es ist eine Schande, dass ein Gebäude von solch nationalem Rang – mit einer Bausubstanz von 1317 – einfach abgerissen wurde. Dass man 700 Jahre Geschichte für ein Investorenprojekt und eine Kulissen-Architektur opfert, ist für mich völlig unbegreiflich. Ein massiver Verlust für das bayerische Kulturerbe, der durch keinen noch so schönen Neubau ersetzt werden kann. In Italien wäre so ein Abriss ein nationales Verbrechen, in Donauwörth ist es anscheinend nur lästiger Denkmalschutz. Kein Sinn für Baukultur. Ob der Neubau auch 700 Jahre stehen wird?