Dresden - Hotel Stadt Rom (in Planung)

  • Weingeist Entschuldigung, das ist Quatsch.

    Es werden on der Stadt Verträge mit dem Bauherren gemacht die alles regeln und die denkmalpflegerische Bauberatung bestimmt den Bildhauer.

    Das muss in einer Hand bleiben. Auf gar keinen Fall dürfen diese spolien einfach mal schnell irgendwohin ausgeliehen werden.

    Der NM wird seit 20 Jahren keinem Investor " in freiem Fall" überlassen. Da bist du schlichtweg nicht informiert.

  • Es werden on der Stadt Verträge mit dem Bauherren gemacht die alles regeln

    ... und die bei Dinglingers Oberlicht bekanntlich ja nu ooch gut funktioniert haben.
    Für die Zukunft gesehen ist es zumindest zu hinterfragen, ob durch den Wiedereinbau der wenigen originalen Spolien diese in Zukunft am neu / alten Ort so ganz einfach greifbar, verfügbar, erreichbar sein werden. Genannt seien AdF 16, Schütz/ Köhler und das Hoym. Fotografien mögen vieles abdecken, die Plastizität und die handwerkliche Handschrift eher nicht; und allein aus diesem Grund ergibt sich schon die Frage, was denn verwerflich daran sein soll, die Spolien auch als 3D zu haben.

    Hier reden wir offenbar etwas aneinander vorbei.

  • Wer sollte es zahlen? Wo kommen sie Sachen hin?

    Ich kann nicht ausschließen, daß bei der Enttrümmerung genau dieselben Fragen schon einmal gestellt wurden. Sich durch solch eine Aussage für das geringe Vorhandensein originaler Spolien abzufinden, fällt mir eher schwer; und den Lerm nehme ich in den nächsten drei Wochen besser nicht zur Hand.

  • Hä? Willst du jetzt künstlich historische Spolien produzieren damit der 13. Februar nicht mehr so weh tut? Ich verstehe dein ganzes Ansinnen hier nicht.

    Ich kann dir aber auch gerne die Ruinenfotos von HSR schicken, wo man in gestochen scharfen Nahaufnahmen sieht, was nach 1945 noch stand, und definitiv nicht geborgen wurde. Das Gleiche gilt fürs Hoym.

    Aber was soll das? Macht es dir Spaß darüber zu sinnieren, was alles unnötigerweise zugrundeging? Mir nicht. Mein Blick geht diesbezüglich nur nach vorne.

  • Meines Wissens ist die Jugendgruppe der JUGHND im Lapidarium unterwegs und nimmt Vermessungen der erhaltenen Fragmente vor. Ein Laserscan wurde auch erwogen, aber erstens ist so etwas teuer und dann sind manche Teile vielleicht auch groß und schwer und liegen auf irgendeinem Hochregal ganz hinten links. Wem es also wichtig ist, dass digitale Zwillinge der Spolien und in einem zweiten Schritt Abgüsse angefertigt werden (so verstehe ich die Idee), der muss Geld in die Hand nehmen. Die Vereins-Jugend steht dem vermutlich aufgeschlossen gegenüber.

    Damit wäre aber immer noch die Frage unbeantwortet, ob wirklich Bedarf an solchen Spolien für Bildungszwecke besteht und wer so etwas lagern würde.

    Was den Wiederaufbau des Stadt Rom betrifft, so haben die Fachleuchte schon Erfahrung und Kenntnis, wie man so etwas richtig macht. Problem ist auch hier das liebe Geld und damit die Herausforderung, jemanden zu finden, der das Projekt als Liebhaberstück, Flaggschiff oder Dienst an der guten Sache begreift. Gefragt ist also ein reicher Bildungsbürger, ein mit Dresden verbundenes Unternehmen oder eine Stiftung, die eine Rekonstruktion nach allen Regeln der Kunst durchziehen.

  • ...Und ob sich so jemand finden wird???

    Das Palais Hoym, das nun in die Endphase geht, verspricht wirklich sehr gut zu werden.

    Und es war ein seltener Glücksfalls, da hier viel zusammenkam (eine gute Dokumentation und fähige denkmalpflegerische Fachberater etc. setze ich mal voraus):

    Ein hochfähiger und über das Normale engagierter Architekt.

    Ein Bauherr, der es sich leisten konnte aufgrund der guten Vermarktungsfähigkeit des übrigen (notabene zeitgenössisch) gebauten Quartiers.

    Und drittens eine dort Verantwortliche, die von dem Projekt Hoym begeistert und überzeugt ist.

    Alles Dinge, die sehr vom Einzelfall und von einzelnen Personen abhängig sind.

    Gute Fotos und zahlreiche Fassadenfragmente machen leider noch keine gute Rekonstruktion ex nihilo

  • Bebauungsplan für das Hotel "Stadt Rom" beschlossen. Die GHND hat erreicht, dass das Dach mit grauem Schiefer gedeckt wird und dass die Anzahl der Parkplätze reduziert wird.

    Hotel Stadt Rom: Bauausschuss beschließt Bebauungsplan | Architektur klassisch: Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e. V.

    Wissen allein bringt nichts. Nur das angewandte Wissen verändert die Dinge.

  • Großartige Nachricht; der Bau erfodert es, vielen Dank.

    Könnten einige Mitglieder evtl. einige KI-Bilder des Stadt Rom generieren? Es würde den Blick schärfen, welche Ansprüche im Detail das Gebäude fordert, wo überall dier Anspruch auf höchste Genauigkeit liegen muß.

  • Na ja, ich will ja nichts sagen, aber euren riesigen Jubel kann ich überhaupt nicht verstehen. Es bleibt hier noch sehr viel Luft nach oben. Und mit dem Beschluss von grauem Schiefer aufm Dach fällt keinem im Stadtrat nen Zacken aus der Krone.

    Sehr wichtige Dinge fehlen m. E. hier immer noch und werden wohl auch nicht mehr kommen: Innenhof und Innenräume (EG-Wölbungen).

    Ok, mehr ist durch das Fehlen des daranhängenden Quartiers nicht zu erreichen.

  • Wer seinen Blick schärfen will, wer höchste Genauigkeit fordert, der schaut sich keine KI-Bilder an. Denn die sind völlig wertlos. Gebraucht werden historische Fotos, Baupläne, Entwurfszeichnungen, andere Bildquellen und Textquellen. KI-Bilder sind keine Quellen! Sie haben keinerlei Zeugniswert.

  • An Rastrelli: Für den genauen Wiederaufbau großartiger Gebäude braucht man genaue historische Belege; da gebe ich Dir recht.

    Der Sinn von KI-Bilder geht aber in eine andere Richtung: Denn KI-Bilder können uns zeigen, was man ungefähr erreichen kann und wie herrlich etwas wieder entstehen kann. Aus dieser Vorstellung heraus entsteht die Motivation, die die Tat hervorbringt und uns in eine bessere Zukunft bringt!

    Wissen allein bringt nichts. Nur das angewandte Wissen verändert die Dinge.

  • Wer seinen Blick schärfen will, wer höchste Genauigkeit fordert, der schaut sich keine KI-Bilder an. Denn die sind völlig wertlos.

    Genau das Gegenteil ist der Fall. Wer seinen Blick schärfen will, der schaut sich etwas immer und immer wieder neu an, vergleicht, studiert Quellen und Fakten, trennt die Spreu vom Weizen und lernt immer neues hinzu. Lernen, lernen, lernen - hat Frau Mahlzahn schon gesagt. Vieles erscheint dann von sich selbst aus als zu kostbar, als daß ein sorgloser, lauer, oberflächlicher Umgang mit dem Thema möglich ist; und ganz besonders trifft das auf das Hotel Stadt Rom zu.

  • Soll eigentlich die Fassade genauso wiederhergestellt werden, wie auf dem Bild des Zeitungsartikels?

    Das würde ja bedeuten, dass auch der Figurenschmuck im Dachbereich wieder entstehen soll.

  • Ich fürchte, das Visualisierungsbild von Andreas Hummel im DNN-Artikel zeigt nicht die jetzt aktuelle Verschiebung. Ich bin mittlerweile schon so angehärtet, dass ich sage: diese hier ginge ja noch. Ich fürchte, es kommt noch ein Stück weiter nach links/Osten.

  • Genau das Gegenteil ist der Fall. Wer seinen Blick schärfen will, der schaut sich etwas immer und immer wieder neu an, vergleicht, studiert Quellen und Fakten, trennt die Spreu vom Weizen und lernt immer neues hinzu.

    KI-Bilder sind doch künstliche Produkte, die auf historisch existierenden Quellen basieren. Auf sie ist aber - wie wir schon sehr oft gesehen haben - absolut kein Verlass. Offen gesagt sind doch KI-Bilder ein Abklatsch von irgend etwas, und das macht sie für die Wissenschaft wertlos.

    Die Weiterbearbeitung zur Rekonstruktion der Fassaden muss wissenschaftlich begleitet werden, und hierfür müssen historische Ansichten und Artefakte genau analysiert werden. Ein grosser Erfahrungsschatz an kunsthistorischen Wissen ist vonnöten, wenn bei unbekannten Details auf analoge Objekte zurückgegriffen werden muss. Ich wüsste beim bestem Willen nicht, wofür hier KI-Bilder hilfreich sind.

  • Könnten einige Mitglieder evtl. einige KI-Bilder des Stadt Rom generieren? Es würde den Blick schärfen, welche Ansprüche im Detail das Gebäude fordert, wo überall dier Anspruch auf höchste Genauigkeit liegen muß.

    Bitteschön:

    Gemini_Generated_Image_5hwbrq5hwbrq5hwb.png

  • Das war schon nach dem Siebenjährigen Krieg. Beim Wiederaufbau kamen damals normale Ziegel drauf, ursprünglich war es Schiefer.

    Aber das Dach hatte auch eine ganz andere Form wie auf dem KI Bild und soll diese auch wieder bekommen.