Lübeck - Allgemeines

  • Die KWL ist meiner Meinung nach sowieso eine absolut ruchlose Truppe. Die waren ja auch die treibende Kraft hinter dem geplanten Abriss der historischen Substanz auf der Nördlichen Wallhalbinsel. Als Tochtergesellschaft der Stadt ziehen sie ihre Existenzberechtigung aus dem stetigen „Entwickeln“ von neuen Gebieten. So wird meines Wissens nach sogar proaktiv historische Substanz in den Blick genommen (etwa alte Industrieareale), um diese im Namen der Wirtschaft abzuräumen und mit seelenlosen Neubauten zu versehen. Es zählt nur Geld, Wirtschaft und nochmals Geld, historische Substanz ist ihnen, wie man sieht, völlig egal. Das Geheimhalten des Abrisses aus Angst vor Protesten grenzt an DDR-Verhalten. Man bedenke die bis zum letzten Moment verschwiegenen Kirchensprengungen.

    Lübeck, mein Lübeck, an der Waterkant
    Königin der Hanse, Perle am Ostseestrand.

  • Zum 31. August wird die Löwenapotheke geschlossen. Nach über 200 Jahren und bei der Geschichte des Gebäudes selbst ist das eine Nachricht, die haften bleibt.

    Löwen-Apotheke schließt
    Lübeck - Innenstadt: Nach mehr als 200 Jahren endet zum 31. August 2026 die Geschichte der Löwen-Apotheke in der Lübecker Altstadt. Mit der Schließung endet d
    www.hl-live.de
    Löwen-Apotheke schließt Ende August
    Die Traditionsapotheke beendet am 31. August ihren Betrieb.
    luebeck-verliebt.de

    https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwjnnp3F65CWAxV3_7sIHVS-FT8QFnoECB4QAQ&url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FL%25C3%25B6wen-Apotheke_(L%25C3%25BCbeck)&usg=AOvVaw3RpZPHG1FjZWDzDAmojgZo&opi=89978449

  • Doch schlimm. Die Löwenapotheke gehört so selbstverständlich zu Lübeck dazu wie das Fischbrötchen an die Ostseeküste, der Tee nach Ostfriesland und das Hofbräuhaus nach München. Lübeck ohne seine Löwenapotheke - da muß man doch verrückt werden. Es sind die kleinen Wahrzeichen des Alltags, die eine Stadt so prägen, wie sie ist; und bei der Löwenapotheke, die ein so selbstverständlicher Teil der Stadt ist wie die Marzipantorte, geht das einfach nicht.

  • Es ist eben wie es ist ist. Der Kontakt unter den Menschen findet vor allem digital statt. Warnen werden digital geordert und Einkäufe getätigt.

    Ganz ohne geht es allerdings auch ( noch ) nicht, und es wird bestimmt ein Nachfolger gefunden werden. Der Name ist doch wohlklingend.

  • Da wird sich schon ein neuer Betreiber finden, der unter selbem Namen und alter Ausstattung weitermacht. Der Standort ist ja attraktiv genug.

    Da es hier auch erwähnt wurde: Das weltbekannte Hofbräuhaus am Platzl in München wird erst seit seit 1980 von derselben Pächterfamilie, der Familie Sperger, betrieben.

  • Die Kreuzkirche (Lübeck - St. Jürgen) wird am jetzigen Sonntag endwidmet und geschlossen. Andenken an die Kirche können gegen eine Spende mitgenommen werden. In Zukunft soll dort neue Wohnbebauung entstehen.

    Letzter Gottesdienst: Lübecks Kreuzkirche wird entwidmet - letzte Chance auf Andenken
    Nach dem Verkauf soll auf dem Grundstück in den kommenden Jahren neuer Wohnraum entstehen.
    www.google.com
    Abschied von der Kreuzkirche in Lübeck
    Lübeck - St. Jürgen: Die letzten Tage der Kreuzkirche in Lübeck-St. Jürgen sind angebrochen. Am Sonntag, 6. September, feiert die Kirchengemeinde hier den letzt
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    https://www.google.com/goto?url=CAESvwEB6zswFd6chtQFbresDB9q2DQ7KMHe8b-zfpfgZOWc9qKeXPQVXhwCq1PC0zYVcCZhl30ZFiw-AyAq8HD0vm2VeqwJgYedzjmN7MrqCBdCUeHVtWSZkp2nMtsY9OWmTNQtGARM78_Vgws8695T4KN_6sPDB-e1BQQLnI2NmXhH9bEpAnN8puaLvq-Y5_gduBgrVJ_d2hHxO-txw-qJz8Xmdu7FJb4wMn7G8phTZPsSVdHZHHzLudXurE2-vZUqzA

    Nachkriegskirchen: "Banalität des Neuen"
    Nachkriegskirchen droht oft der Abriss für lukrative Neubauten. Experte Hans-Achim Körber fordert im Interview ein Umdenken: Können wir diese Räume des…
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    Orgel (Klaus Becker) und Glocke (b1, F.W.Schilling) werden verkauft.

    Lübeck
    Bis zu 75 Wohneinheiten sollen ab 2028 auf dem Grundstück der Kreuzkirche in Lübeck entstehen. Hundert Gemeindemitglieder kamen zu einer Info-Veranstaltung.
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    Auf diese Formulierung bei Wikipedia sei besonders verwiesen:
    "Der Baustil dokumentiert architektonischen Mut im nachindustriellen Zeitalter. Der Innenraum wirkt nüchtern und die Gemeinde sitzt im Halbrund vor Kanzel und Altar. Hier entstand damals durch die damals moderne, aber in dieser Form ungewöhnliche Betonbauweise eines der modernsten Gemeindezentren Lübecks."

  • Joa, also vom ästhetischen Standpunkt her sieht das irgendwie aus wie so ein gerupftes Huhn. Oder wie eine Straßentaube, die schon einige Jahre und Kämpfe hinter sich hat.

  • Konturen und Turm mit dem Glockengeschoß erinnern mich irgendwie an das da:

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    Ist ja auch kein Wunder, daß der eine oder andere Betroffene von da wieder nach Hause will.

  • Wieso steht so etwas nicht unter Denkmalschutz ? Das ist zeittypisch und sogar substanzauthentisch. Es ist vor allem in Inneren beeindruckend. Die Antwort ist an sich klar! Ich verstehe die Kirche auch nicht ! Sie ist anscheinend keine mehr, dort wo es wenig Gläubige gibt, dort muss eine Kirche hin, dort besteht das Bedürfnis der Mission, dort ist Überzeugungsarbeit zu leisten.

  • Obwohl mich bei einem Kirchenabriss immer ein ungutes Gefühl beschleicht, finde es es um diesen verschrobenen Betonbunker nicht besonders schade.

    Seltsam finde ich nur, dass die Kirchenleute auf den Artikelfotos ob der eigenen Abwicklung einen so fröhlichen Eindruck machen...

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Umbau Breite Straße 71

    Das Geschäftshaus Breite Straße 71/Ecke Fleischhauerstraße von 1893 wurde jetzt umgebaut. Dabei wurden die großen, meiner Meinung nach bauzeitlichen Schaufenster im 1. OG zu normalen Fenstern verkleinert. Das Haus liegt sehr prominent genau gegenüber des Durchgangs zum Marienkirchhof zwischen dem Rathaus-Hauptbau und dem Kanzleigebäude. Hier ein paar Bilder von Vor- und Istzustand:


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    Abb.1: Breite Straße 71. Links Zustand August 2009, rechts September 2026. Die großen, wohl bauzeitlichen (?) Fensteröffnungen im 1. OG waren zuletzt mit bilig anmutenden Nachkriegsfensterkonstruktionen verschlossen und wurden jetzt zu normalen Fenstern umgebaut. Auch das riesige Schaufenster im EG wurde passend zum OG verkleinert.


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    Abb.2: Auch an der längeren Seite zur Fleischhauerstraße wurde mit den ehemals riesigen Fenteröffnungen in EG und 1.OG so verfahren. Das Fenster unter dem Erker wurde leider nicht verändert. Das hätte man gerne an die Höhe der neuen Fenster angleichen können.


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    Abb.3: Die großen, unschönen Fenster im 1.OG an der Fleischhauerstraße 2009.


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    Abb.4: Eingang an der Fleischhauerstraße zu den Wohnungen in den Obergeschossen (auf Abb.2 ganz rechts zu sehen). Hier hat es man bei dem ansonsten so vorbildlichen Umbau leider verpasst, eine passendere Lösung zu erstellen, die den noch vorhandenen Kopf des originalen Portals wieder nach unten ergänzt. Stattdessen wurde - unerklärlicherweise - einfach eine Kopie der Eingangstür aus den 1970ern (?) angefertigt, die die sonst so hohe Qualität des ganzen Projekts leider etwas schmälert. Vermulich hätte man bei einer zum Haus passenden Lösung die Briefkästen nicht unterbringen können.


    Außer diesem Haus fallen mir in der Altstadt noch zwei weitere ein, die im 1. OG große Schaufensterfronten aufweisen: Das Haus Königstraße 89 von ca. 1910 an der Ecke Wahmstraße und das Haus Große Burgstraße 40.

    Ich finde diese Riesenfenster im 1.OG furchtbar, sie zerstören die Proportionen der gesamten Fassade. Daher bin ich ganz froh über den Umbau in der Breiten Straße, der meiner Meinung nach sehr ordentlich geworden ist und das Haus enorm aufwertet - bis auf den Wermutstropfen des sehr unpassenden Eingangs in der Fleischhauerstraße.

    Alle Fotos von mir

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Im historischen Fischerdorf Gothmund wurde ein unter Denkmalschutz (als Teil einer Mehrheit baulicher Anlagen) stehender Bau aus der Gründerzeit abgerissen.

    Gothmund – Wikipedia

    Meines Wissens nach handelt es sich um das Gebäude Fischerweg 7. Es ist das zweite Gebäude von rechts

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    Ich war eben selbst vor Ort, konnte jedoch keine Bilder machen. Hier jedoch eine Impression der Baulücke von Facebook

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    Königin der Hanse, Perle am Ostseestrand.