In Klaus Groth / Denkmalgeschützte Häuser ist der Ellerbrook überhaupt nicht aufgeführt.
Das Haus wurde "im Vorfeld" der Sanierung unter Denkmalschutz gestellt. Das ist unter dem beigefügten Link nachzulesen.
In Klaus Groth / Denkmalgeschützte Häuser ist der Ellerbrook überhaupt nicht aufgeführt.
Das Haus wurde "im Vorfeld" der Sanierung unter Denkmalschutz gestellt. Das ist unter dem beigefügten Link nachzulesen.
Zum Ellerbrook 9 möchte ich gern eine Nachfrage stellen. Das Haus sieht aus wie ein monotoner Neubau. Was ist daran denkmalwürdig?
Das Denkmalamt wird sicherlich wissen was es tut. Eines ist jedoch sicher: Das äußere Erscheinungsbild eines Gebäudes lässt nur bedingt Rückschlüsse auf seine Denkmalwürdigkeit zu.
Grundsätzlich ist es natürlich zu begrüssen, dass es saniert wurde. Aber es wurde viel zu glatt saniert. Perfektionistisch ausgeführter Putz und diese nur einfach getrennten Fenster im Obergeschoss, ganz abgesehen von der Tür ergeben eine wenig historische Anmutung.
Rechts von Ellerbrook 9 wohl genauso und links ein Neubau, da mag - zumindest auf den Bildern - wenig Atmosphäre aufkommen.
(Das ist mir schon an anderer Stelle in Lübeck aufgefallen: bei der kleinen Burgstraße 1. vorne das hervorragend wieder hergerichtete Haus Hinter der Burg 15 und mit all seinen Narben und Zeitschichten und nebenan als Kontrast das aalglatt sanierte Nachbargebäude kleine Burgstraße.)
Links von Ellerbrook 9 steht der zweite Bauabschnitt der "Altstadthöfe", der 2019/20 gebaut wurden und nicht nur die Grundstücke Ellerbrook 1-7, sondern auch die Fischergrube 61-67 umfasst - und übrigens vom selben Architekturbüro stammt wie die Sanierung Ellerbrook 9. Die rechts anschließenden Häuser 11-17 sind aber allesamt Altbauten, die ins späte 18. Jahrhundert zurückdatieren, aber auch alle stark übersaniert wurden (insbesondere die Nr. 17 mit ihrem Garagentor und den teils asymmetrisch geteilten, teils ungeteilten Fenstern bräuchte dringend eine denkmalgerechte Instandsetzung).
Denkmalwürdig ist die Häuserreihe vor allem, weil es sich um den letzten Rest der historischen Bebauung der Straße handelt. Alle übrigen Häuser im Ellerbrook (bis auf die Nr. 19, die wurde glaube ich erst in den 80ern abgerissen) wurden im Krieg zerstört, darunter auch die Häuser 1-7, die ebenso wie Nr. 9-15 zu einem Reihenhaus mit durchlaufendem Dach gehörten und einen älteren Vorgängerbau des 16. Jahrhunderts besaßen, der ganghausartig vom Hof statt von der Straße erschlossen wurde, wie wir 2019 bei der Grabung im Bereich der "Altstadthöfe" feststellten.
Eine Zusammenfassung des Grabungsberichts mit zahlreichen Abbildungen gibt's im Jahresbericht der Lübecker Archäologie 2019 auf den Seiten 18-29: https://bekanntmachungen.luebeck.de/dokumente/d/1593/inline (PDF)
Eine neue, kurze Reportage des NDR zum anstehenden 150. Geburtstag von Thomas Mann; u.a. mit Luftaufnahmen der zerstörten Altstadt im Zustand der frühen ´50er, auf denen die provisorisch geschlossenen Türme von Marien, Petri und dem Dom zu sehen sind. Die zukünftige Ausstellung dürfte sicher sehr interessant werden. Ab 02:30 müßte wohl das Danziger Geläute zu hören sein.
Ein lesenswerter Artikel des Nordkurier mit Hintergründen zum Bauzustand des Doms und der Marienkirche und mit der bemerkenswerten Überschrift eines globalen Vermächtnisses:
Spannende Geschichte eines besonderen Bildes des Lübecker Marktplatzes:
Ansicht des Lübecker Marktes - Lot 16
Was wäre dabei gewesen, wenn man diese paar Giebeln (erstes Bild links) rekonstruiert hätte, ganz à la polonaise, und die erhaltene Post als solches belassen hätte? Nichts kann man dem BRD-Wiederaufbau so sehr zum Vorwurf machen, wie diese Stumpfsinnigkeiten. Um wie viel stünde Lübeck besser da, wenn es einen ordentlichen zentralen Marktplatz hätte.
Umbau Volksbank am Klingenberg
In der Sitzung des Gestaltungsbeirats am 07.03.2025 wurde auch der überarbeitete Entwurf für den Umbau der Volksbank am Klingenberg vorgestellt. Ich hatte nach der letzten Sitzung am 08.06.2024 auführlich in diesem Beitrag zu dem Thema berichtet.
Die Bildqualität ist leider nicht ganz so gut, da ich alles vom Bildschirm abfotografiert habe.

Abb.1: Volksbank am Klingenberg, überarbeiteter Entwurf im GBR vom 07.03.2025. Entwurf und Visualisierung aller Bilder in diesem Beitrag: peter + jan gröpper Architektur- und Planungs-GmbH.
Das Hauptgebäude hat nun ein Flugdach bekommen, das an den 60er-Jahre-Vorgänger (siehe oben verlinkter Beitrag) angelehnt ist. Das Haus läuft jetzt tatsächlich oben nicht mehr so ins Leere, und ein Vorteil ist, dass die Fahrstuhl-Überfahrt von unten wohl nicht mehr so stark zu sehen ist. Zudem wird die Höhe des Staffelgeschosses dadurch optisch reduziert.
Leider haben die Fenster aber ihre vertikalen Teilungen verloren, was den Eindruck des Querformats der Fensteröffnungen noch verstärkt. Ich verstehe nicht, wieso man das gemacht hat, denn in der Altstadt sind eigentlich hochformatige Fenster erwünscht Noch besser wäre es gewesen, wenn die breiten Fenster durch gemauerte Stege in jeweils zwei hochformatige Fenster unterteilt werden würden. Das Fensterformat ist beim momentan stehenden Bau deutlich angenehmer. Die vertikale Betonung der Fassade durch Lisenen ist angenehm. Das vierte OG wird jetzt durch ein Gesims abgeteilt. Eigentlich waren für dieses Stockwerk vom Beirat das letzte Mal - analog zum benachbarten klinkerexpressionistischen Eckhaus an der Schmiedestraße - kleinere Fenster gewünscht worden.
Beim linken, kleineren Haus wurden die beim Erstentwurf hochformatigen Fenster leider auf das jetzt bestehende querformatige Maß reduziert. Immerhin wurde oben ein kräftigeres Abschlussgesims hinzugefügt.

Abb.2: Schrägansicht von Südost. Links mündet die Marlesgrube ein, rechts die Schmiedestraße. Die Fensteröffnungen an der Marlesgrube werden im wesentlichen aus dem Bestand beibehalten.

Abb.3: Die Gegenrichtung von Nordost gesehen. Die Schmalseite zur Schmiedestraße wird im Vergleich zur jetzigen Situation deutlich geöffnet. Das soll die momentan hier bestehende "Schmuddelecke" beseitigen

Abb.4: Die Rückseite. Etwas seltsam finde ich, dass die Breite der beiden Fassadenarten hinten nicht mit der Vorderseite am Klingenberg korrespondiert. Aber egal, das wird man von den Straßen her so gut wie nicht sehen können. Sehr erfreuliches Detail: Die Technikaufbauten werden komplett vom Dach entfernt und wie auf dem Bild unten angedeutet im Innenhof platziert!

Abb.5: Fassadendetail des Haupthauses. Die Felder zwischen den Fenstern werden mit verspringenden Steinschichten gemauert. Eine Anlehnung an den Klinkerexpressionismus.

Abb.6: Auch im EG des Nebenhauses wird es Verzierungen durch verschieden tiefe Steinschichten geben.
Mein Fazit: Der Entwurf ist gegenüber dem jetzigen, sehr abweisenden Zustand aus den 80er Jahren deutlich angenehmer, eine deutliche Verbesserung. Ein großes Manko sind jedoch die querformatigen Fensteröffnungen, die so gar nicht an diesen Ort passen wollen und werden. Ich hoffe, man kann wenigstens die vertikalen Teilungen der Fenster aus dem Erstentwurf noch wieder einbauen. Das sollte doch kein großer Aufwand sein!
Alle Fotos von mir
Abb.4: Die Rückseite. Etwas seltsam finde ich, dass die Breite der beiden Fassadenarten hinten nicht mit der Vorderseite am Klingenberg korrespondiert
Diese an die Neue Sachlichkeit oder den Funktionalismus erinnernden dreiflügligen Sprossenfenster hätte man sich ruhig auch vorne trauen dürfen, vorallem der rechte Ziegelbau hätte dadurch extrem gewonnen und würde gegenüber seinem großartigen Nachbarn, dem ehemaligen Kaufhaus am Klingenberg, nicht ganz so stark abfallen.
Ein gestalterisch und auch in der Geschosshöhe und der Fensteraufteilung stärker variiertes Attikageschoss beim roten Haus hätte ich mir auch gewünscht, mit dem Flugdach werde ich auch irgendwie nicht recht warm, es wirkt zu steif und zu dicht an der Traufkante des Baukörpers darunter, irgendwie gequetscht. Vielleicht etwas ausladender, abgerundete Ecken auf einem höheren Geschossaufbau, ganz vielleicht auf dünnen, rundprofiligen Stahlsäulen getragen oder alternativ eine Hohlkehle ausbildend (vgl. Autohaus Kiffe Pavillon in Münster*). Es müsste vor allem dünner sein, so wirkt es, als habe man ein Brett auf das Gebäude abgelegt, vorallem auf Abbildung 3 kommt das am stärksten rüber. Ironischerweise im Bezug auf das Flugdach hier auch wieder die Rückseite am stärksten, fast ein Hauch von Frank Lloyd Wright, wobei das wirklich zu viel der Ehre wäre.
Es geht jetzt auch direkt los mit dem Umbau der Volksbank am Klingenberg - das Gerüst steht schon, und die lokale Presse berichtet.
HL-Live (ohne Bezahlschranke) zeigt ein Bild des aktuellen Zustands...
...und LN-Online den Entwurf:
In letzterem Artikel steht hinter der Bezahlschranke außer dem, was ich schon geschrieben hatte, u.a. dass die neue Fassade bis Mai 2026 fertig sein soll und dass das Gebäude hinterher 75% weniger Energie verbrauchen wird. Der Innenumbau soll anschließend passieren und 2027 fertig sein.
Vom Regen in die Traufe, widerlich beide Gebäude
Der Neubau verbessert die Situation doch merklich. Nicht nur, dass das gewählte Baumaterial den lokalen Traditionen entspricht, auch die Lisenengliederung und die vorspringenden Backsteinschichten lassen Anklänge an die Architektur der 1930er in Norddeutschland erkennen.
Puppentheater und -museum am Kolk am 21.03.2025
Nach knapp 8 Jahren seit der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse wird an diesem Wochenende das Puppentheater und -museum am Kolk eröffnet. Die Straße war bereits freigegeben, so dass ich ein paar Fotos machen konnte. Ich kam zufällig vorbei und hatte nicht viel Zeit, daher habe ich keine Fotos vom Kirchhof und der Kleinen Petersgrube aus machen können. Da die Straße Kolk extrem schmal ist, ist zudem das Fotografieren schwierig und die Bilder sind teilweise ziemlich schräge. Ich habe die aktuellen Bilder jeweils ähnlichen Perspektiven vom 23.11.2017 gegenübergestellt, die ich damals noch gemacht hatte.
Vorweg: Das Ergebnis ist ziemlich durchwachsen. Einigen gute Punkten stehen leider mehrere schlechte gegenüber.

Abb.1: Blick in den Kolk von der Großen Petersgrube aus. Hier ist die größte Veränderung zu sehen: Das hell verputzte Wohnhaus - wohl aus der Zwischenkriegszeit - wurde durch den ziegelsichtigen Neubau für das Puppentheater ersetzt. Im leider fast ganz geschlossenen OG befindet sich der Theatersaal, im DG die Probenbühne, in die man durch das halbrunde Fenster von Kirchhof aus blicken können soll.
Ich kann mich mit dieser Veränderung nach wie vor nicht so recht anfreunden, zumal das jetzt viel zu viel oder besser gesagt alles komplett steinern ist, auch die gegenüberliegende Kirchhofmauer. Die helle Putzfassade lockerte das ganze doch etwas auf und wäre auch für den Neubau die deutlich bessere Wahl gewesen.

Abb.2: Blick aus der Gegenrichtung, Ecke Pagönnienstraße. Von hier aus sieht man den leicht zurückspringenden Neubau nicht, dafür aber den zweiten Neubau ganz rechts. Das wohl aus dem späten 19. Jahrhundert stammende Kleinhaus Pagönnienstraße 1 wurde durch den auf dem unteren Bild zu sehenden Kasten ersetzt, der ein Treppenhaus zur Erschließung des Altbaus enthält. Nicht gerade eine Augenweide, typischer Form-Follows-Function-Müll.

Abb.3: Die Ecke noch einmal mit ganzem Haus. Hier wird die Ambivalenz des Projekts deutlich:
Positiv:
- Das nicht mehr vorhanden gewesene gotische Portal des Eckhauses Kolk 14 wurde rekonstruiert
- Die EG-Fensteröffnungen an der Traufseite bekamen ihre originale Höhe wieder.
- Das Mauerwerk wurde durchgehend sehr schön saniert.
- Die Straße wurde schön mit den alten Steinen neu gepflastert.
Negativ:
- Die modernen Neubauten stören das Bild sehr und bedrängen die historischen Häuser. Putz statt Stein hätte das schon etwas abgemildert.
- Die schönen und altstadttypsichen Schleppgauben wurden durch Zinkkästen samt moderner Fenster ersetzt. Was soll das und warum hat die Denkmalpflege das genehmigt?
- Das gotische Portal und die wieder auf Originalgröße erweiterten EG-Fenster bekamen leider moderne (Metall-?) Fensterrahmen. Diese sind immerhin ein wenig geteil, aber leider zu schmal. Zudem passen sie nicht so ganz zu den historischen Fenstern im OG und im Giebel. Es sieht irgendwie merkwürdig aus.
- Im hinten links zu sehenden Haus Nr. 20-22 wurden sogar sämtliche ehemals immerhin historisch anmutenden (waren sie nicht) Fenster durch moderne ersetzt

Abb.4: Die Fassaden Kolk 20-22 (links) und 14 nach dem Umbau im Detail.
Nr. 20-22: Der helle Teil oben ist eine freie "Rekonstruktion" aus den 70ern oder 80ern, genau weiß ich es gerade nicht. Der historische Giebel war bereits in früherer Zeit verlorengegangen und das Dach bis zur Traufe abgewalmt. Die modernen Fenster gefallen mir nicht so recht. Zumindest bei den höheren Fenstern hätten es abgeteilte Oberlichter sein dürfen. Die Fassade wirkt komplett anders als vorher. Im inneren wurde das Haus komplett entkernt (es war wohl keine historische Substanz mehr vorhanden) und hier das Puppenmuseum als Haus im Haus eingebaut. Von außen sieht man davon nichts.
Nr. 14: Das gotische Portal wurde rekonstruiert. Zuvor gab es hier eine völlig entstellte Eingangssituation aus dem 19. Jahrhundert. Leider wurden im EG moderne Fenster und im Portal eine moderne Tür eingebaut. Hätte man auch schöner und passender machen können.
Bei Gelegenheit folgen noch Fotos vom Kirchhof aus und aus den Rippenstraßen.
Alle Fotos von mir
Bedeutet das auch, dass endlich der Baukran verschwunden ist, der seit Jahren die Stadtsilhouette mit Holstentor und Petrikirche beeinträchtigt, verschwunden ist? Oder müssen wir da noch etwas ausharren? Das Stadtviertel um die Große Petersgrube unterhalb St. Petri gehört wohl zu den malerischsten Flecken der Lübecker Altstadt. Es wäre eine Wohltat, wenn dort endlich die Baustelle verschwunden wäre.
Ja, der Kran ist weg. Wie gesagt ist ja jetzt am Wochenende die Eröffnung. Am Sonntag Tag der offenen Tür, wenn ich richtig informiert bin. Ich werde mal sehen, ob ich es dahin schaffe.
Beweisfoto von heute ohne Kran:

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Ich finde es sehr bedauerlich, dass man hier 2 Vorkriegsbauten einfach abgerissen hat. Der Neubau ist leider sehr plump geworden.
Viel wichtiger wäre aber der Karstadt Sport abzureissen und dort wie geplant kleinteilig zu bauen. Leider scheint sich dort nichts zu bewegen.
Update vom 23.03.2025: Giebel-Rekonstruktion Fünfhausen 21-25
Habe heute mal wieder einen Altstadtrundgang gemacht und euch ein paar Bilder mitgebracht:

Abb.1: Blick auf die Blockecke Schüsselbuden/Mengstraße/Fünfhausen auf die Baustelle Fünfhausen 21-25, wo momentan der im Krieg teilzerstörte Zwerchgiebel rekonstruiert wird. In der Mitte das schöne Eckhaus des Schmidt-Römhild-Verlags (Heimatschutz), das zu Beginn des 20 Jhdts. ein ähnliches, aus alter Zeit überkommenes Haus ersetzte. Auch dies wurde im Krieg teilzerstört und schon viel früher (50er?) wiederaufgebaut, während im Gegenzug die zunächst erhaltenen historischen Giebel der drei Nachbarhäuser traurigerweise abgerissen wurden, damit stattdessen die hier zu sehenden Häuser mit einem zusätzlichen Stockwerk errichtet werden konnten. Ganz rechts in der oberen Mengstraße sind die beiden Fassaden des Buddenbrookhauses zu sehen. Die linke davon nach dem Krieg von Fischstraße 19 hierher transloziert. Auch dafür wurde die hier noch stehende historische Fassade beseitigt - wohl um die Parkhauszufahrt bauen zu können. Wie momentan der Stand bei dem Projekt "Neues Buddenbrookhaus" ist, kann ich nicht genau sagen.

Abb.2: Gleicher Blick im Detail

Abb.3: Der rekonstruierte mächtige dreigeschossige Zwerchgiebel im Halbprofil. Hier sind die sehr schön gemauerten Schweifungen und Voluten gut zu erkennen.

Abb.4: Etwas frontalere Ansicht. Rechts unten kann man erkennen, dass der seitlich neben dem unteren Giebelgschoss befindliche Balkon jetzt offenbar doch wieder in eine Mansarde umgewandelt wurde, da hier jetzt ebenfalls eine Ziegeleindeckung anstatt der bisherigen Wandfläche zu erkennen ist. Das war ja bisher nicht ganz klar, und nun ist es erfeulicherweise doch so gekommen.

Abb.5: Noch frontaler. Mich irritieren die Fenster im Giebel. Laut Grafik auf dem Bauzaun sollten eigentlich auch hier die historischen Fenster wiederkommen. Ich hoffe, dass es sich hier nur um Provisorien handelt und nicht etwa um eine moderne Zutat als Zugeständnis an den Denkmalschutz als Gegeleistung für die Erlaubnis zur Rekonstruktion...

Abb.6: Frontale Gesamtansicht. Rechts daneben Heimatschutz, links furchtbarer Nachkriegsblock, den man sich so nicht einmal in der Vorstand wünscht.

Abb.7: Ansicht mit St. Marien. Sehr positiv, dass der Giebel in dieser geschundenen Umgebung wiederkommt.
Alle Fotos von mir
Update vom 23.03.2025: Fassadenwiederherstellung Langer Lohberg 45
Die Wiederherstellung der seit Jahrzehnten mit Eternitplatten vernagelt gewesenen Fassade des Hauses Langer Lohberg 45 ist jetzt abgeschlossen. Innen wird - der Toilette nach zu urteilen - noch gearbeitet. Hier ein Foto von heute - leider teilverstellt mit Lieferwagen:

Abb.1: Langer Lohberg 45 am 23.03.2025. Sehr schön geworden!
Foto von mir
Ich wittere hier einen überformten Bau aus dem Mittelalter.