• Auch hier ist das Haus nicht im Buch von Klaus Groth (Denkmalgeschützte Häuser) aufgeführt; ist jedoch als Abbildung mit dem Nachbarn zu erkennen. Die hinreißende Schönheit der Eternitverkleideten Fassade ist zumindest für die Nachwelt festgehalten; und man kann nur hoffen, daß es gelingen wird, diesen tiefgreifenden Verlust an Schönheit irgendwie zu kompensieren.

  • Ich hatte auch gerade in dem Buch nachgesehen. Ich würde das Bild von dort gerne hier zeigen, aber das ist vorne im Impressum explizit verboten. Seltsamerweise steht das Haus Nr. 43 links daneben mit der völlig verhunzten Fassade aber unter Denkmalschutz. U.a. - wie dort steht - wegen der bedeutensten Mönch-/Nonne-Deckung Lübecks.

    Bei Google Maps habe ich mir die Rückseite von Nr. 45 angesehen, um Rückschlüsse auf die Bauzeit schließen zu können, da die Rückfassaden in späteren Zeiten im Normalfall nicht mit umgebaut wurden und original blieben. Aber auch diese ist dort sehr entstellt, so dass eine Einordnung schwierig ist. Ebenso beim Seitenflügel. Lediglich das steile und zur Straße hin abgewalmte Dach lässt auf ein früheres Baudatum schließen, eventuell Renaissance würde ich sagen.

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • frank1204 mir wurde dieser Bericht aus der LN angezeigt:

    Lübeck in 2050 nach ChatGPT-Vorstellung: Keine Baustellen und ein ganz anderer Nahverkehr?
    Wird es in Lübeck eine Straßenbahn geben? Oder fällt die Hansestadt dem Klimawandel zum Opfer? Und woher weiß die KI das eigentlich alles? Fragen an ChatGPT…
    www.ln-online.de

    Über Instagram und Google finden sich noch weitere Bilder, u.a. ein KI - Bild vom Dom mit nur noch einem Turm. Gibt es eine Möglichkeit, die Bilder hier einzustellen?

    Oder bei Interesse über Stadtbild Deutschland via Instagram???

  • Die Zuschüttung der Trave, die Horizontverschmutzung durch Wolkenkratzer etc. werden uns wohl hoffentlich erspart bleiben. Die Einzigartigkeit der Altstadtsilhouette zu erhalten, ist im Interesse des Unesco-Titels eine globale Angelegenheit; und man ist in Lübeck hoffentlich so sensibel, sich nicht durch irgendwelche KI-Utopien verführen zu lassen.

  • In der Königstraße 19 wird unter der Bezeichnung "Kö 19" ein neues literarisches Zentrum eröffnet, in dem u.a. Th.M., Heinrich Mann und Erich Mühsam im Zenrum des Interesses stehen - in unmittelbarer Nähe zu Günter Grass und Willy Brandt.

    Die Hinweise im Artikel sind spärlich - vielleicht könnte ein Einheimischer näheres dazu berichten.

    Neue literarische Gedenkstätte in Lübeck
    Die Hansestadt hat neben Thomas Mann weitere bedeutende Literaten hervorgebracht. Sie alle sollen jetzt in einer gemeinsamen Literaturgedenkstätte erforscht…
    www.n-tv.de

    Lübeck.de – Offizielles Stadtportal für die Hansestadt Lübeck

  • frank1204 mir wurde dieser Bericht aus der LN angezeigt:

    https://www.ln-online.de/lokales/luebec…DGT5IVNPU4.html

    Über Instagram und Google finden sich noch weitere Bilder, u.a. ein KI - Bild vom Dom mit nur noch einem Turm. Gibt es eine Möglichkeit, die Bilder hier einzustellen?

    Oder bei Interesse über Stadtbild Deutschland via Instagram???

    Habe mir den Artikel angesehen. Die Bilder sind völliger Quatsch und haben mit Lübeck nichts zu tun. Ich wüsste nicht, warum man die hier zeigen sollte.


    Viel interessanter dagegen ist das Projekt "Digitales Kulturwerk", von dem HL-Live berichtet. Mit diesem Projekt sollen "das UNESCO-Welterbe und Lübecker Kulturgüter nachhaltig bewahrt und digital zugänglich gemacht werden"

    3D-Modell: Drohne fliegt Lübecker Wahrzeichen ab
    Lübeck: Voraussichtlich am Donnerstag, 3. April 2025, wird die erste Drohne über der Lübecker Altstadt aufsteigen, um bedeutende Wahrzeichen zu fi
    www.hl-live.de

    Das Projekt kannte ich noch gar nicht. Unter anderem wird da mittels Aufnahme durch Drohnen ein digitales 3D-Modell der Altstadt erstellt. Einen ersten Eindruck bekommt man in diesem Video:

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Für eine erste Version schon nicht schlecht. Man sieht auch das neue Gründungsviertel.

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Das berühmte Bild "Markt mit Rathaus und Marienkirche" von Cornelis Springer, das bereits zwischen 1940 bis 2004 im Behnhaus hing und restituiert wurde, kehrt wieder ins Behnhaus zurück. Es handelt sich nun um eine private Schenkung eines Mäzens und wird ab Ende Juli wieder ausgestellt.

    Berühmtes Bild von Lübeck ist zurück an der Trave
    Lübeck - Innenstadt: Ende März nahm die Lübecker Bürgerschaft das Schenkungsangebot an, nun ist es offiziell: Das Ölgemälde „Markt mit Rathaus und Marienk
    www.hl-live.de
  • Das Haus Fünfhausen 21-25 hat jetzt seine Hüllen fallenlassen:

    20250424_112415.jpg

    20250424_112422.jpg

    Die Fenster im Zwerchgiebel sehen mir durchaus final aus und nicht wie Provisorien, wie frank1204 weiter oben vermutete. Dennoch ein sehr schönes Ergebnis, dass die triste Straße deutlich aufwertet.

  • Natürlich würden hier traditionellere Fenster der Fassade zu mehr Geschlossenheit verhelfen; aber die Reko des Giebels ist ein beeindruckender Schritt, der den Straßenzug wesentlich bereichert und an diesem Standort tatsächlich auch zu einer optischen Genesung verhilft. Das Gesamtbild dürfte an diesem Standort insbesondere auch mit den Marientürmen wesentlich geschlossener wirken; die Harmonie der Fassade ist wiederhergestellt und es wird ein Beispiel gegeben, was mit etwas gutem Willen erreicht weden kann, wie sehr auch kleinere Reparaturmaßnahmen ein ganzes Milieu beeinflussen können. Im Hinblick auf die bisherige Tristesse des Fünfhausen ist das Resultat zumindest sehr beeindruckend.

  • Das Haus Fünfhausen 21-25 hat jetzt seine Hüllen fallenlassen:

    20250424_112415.jpg

    Bei meinem Besuch 2022 in Lübeck habe ich das Gebäude zufällig aus einer recht ähnlichen Position fotografiert. Ich habe mir daher mal erlaubt, mein Bild und das von Maxileen aneinander anzugleichen und nebeneinander zu setzen:

    Lubeck-Funfhausen-21-25-nebeneinander.jpg

    Selbst die unteren Fenster wurden auf richtige Sprossenfenster geändert. Umso erstaunlicher, dass man im Giebel diese kahlen Fenster gewählt hat. Vielleicht so eine dämliche Vorgabe vom Denkmalschutz, damit man sieht, was rekonstruiert wurde?

    Der neue alte Giebel sieht jedenfalls top aus, so kann es weitergehen :daumenhoch:

  • Hier noch einmal ein paar Bilder mit der Gesamtansicht der östlichen Straßenseite von unten (aus Richtung Beckergrube) und von oben (aus Richtung Mengstraße):

    20250426_124718.jpg

    20250426_124758.jpg

    20250426_125005.jpg

    20250426_125133.jpg

  • Mit der Reko eines Giebels wurde ein ganzes Quartier auf eindrucksvolle Weise aufgewertet. Die Gesamtwirkung des Quartiers spricht für sich; ein optisch problematischer Straßenzug hat wieder so etwas wie eine teilweise Heilung erfahren. Der Mai ist gekommen, die Giebel schlagen aus. Hoffentlich noch öfter.

  • Hier noch einmal ein paar Bilder mit der Gesamtansicht der östlichen Straßenseite von unten (aus Richtung Beckergrube) und von oben (aus Richtung Mengstraße):

    ...

    20250426_125005.jpg

    Danke für die Bilder. Ich hatte am Dienstag ähnliche gemacht, war aber noch nicht dazu gekommen, die hier einzustellen. Das spare ich mir dann aufgrund der Redundanz. Ja, die Straße Fünfhausen hat zumindest auf der Ostseite in Verbindung mit der Marienkirche deutlich gewonnen. Jetzt müsste noch das Haus mit den Vorstadt-Balkonen links neben der Reko verschwinden und der hässliche Klotz an der Ecke Beckergrube auf obigem Bild links.

    Es müsste nur noch der eckige Klotz hinten rechts weg.

    Ich vemute, Du meinst das Gebäude auf dem obigen Foto links an der Ecke Beckergrube? Ja, das macht wirklich alles Falsch, was man in der Altstadt falschmachen kann. Es gehört dringend beseitigt. Nur: Soweit ich weiß, steht es seit einiger Zeit unter Denkmalschutz. Als herausragendes Beispiel seiner Zeit... disgust:)

    Die Fenster im Zwerchgiebel sehen mir durchaus final aus und nicht wie Provisorien, wie frank1204 weiter oben vermutete. Dennoch ein sehr schönes Ergebnis, dass die triste Straße deutlich aufwertet.

    Das mit den Giebelfenstern ist ärgerlich, zumal auf dem Bauzaun die historischen Fenster abgebildet waren. Ja, das war sicher ein Zugeständnis an den Denkmalschutz, der überhaupt keine Reko wollte (es gab auch einen Entwurf mit einem modernen Treppengiebel). Es sollte erkennbar sein, dass dieser Teil neu aufgebaut wurde, da die originale Restfassade unter Denkmalschutz steht, soweit ich in Erfahrung bringen konnte. Aber lieber so, als ein ein moderner Giebel. Die Fenster kann man später immer noch durch passendere ersetzen.

    Störender finde ich die helle Blechrahmung der beiden seitlichen Fenster im Mansardgeschoss, das ja glücklicherweise auch wiedergekommen ist. Das hebt diese Fenster optisch auf die gleiche Präsenz wie die des unteren Giebelgeschosses und nimmt dem Giebel dadurch viel von seiner Wirkung. Vielleicht bin ich aber auch zu empfindlich.

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Ich habe mir jetzt doch noch die Mühe gemacht, meine Bilder vom 29.04.2025 zu bearbeiten - u.a. halbwegs geradezurichten - und zeige sie jetzt hier, damit die Arbeit nicht umsonst war:

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    Abb.1: Fünfhausen 21-25 mit seinem ähnlichen, zum Schmidt-Römhild-Haus an der Ecke zur Mengstraße gehörenden Nachbarn


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    Abb.2: Frontale Ansicht. Erwähnenswert finde ich, dass man die Steinfarbe des neuen Giebels so gut getroffen hat, auch wenn das Mauerwerk etwas unruhiger wirkt als beim alten Fassadenteil.


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    Abb.3: Fünfhausen 21-25, Portal im Detail.

    Wurde die Tür auch ausgewechselt? Sieht danach aus.

    Ja, die Tür wurde ausgewechselt, bleibt aber modern.


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    Abb. 4: Zusammen mit St. Marien ergibt sich eine schöne Ansicht. Fehlt nur noch die Rekonstruktion der gotischen Kapelle Maria am Stegel, die vor der Nordseite der Marienkirche stand (da, wo der Baum zu sehen ist und links davon). Ich hoffe, dass die irgendwann kommen wird. Der Bauplatz wäre frei und der um einige Meter verschobene Granitsockel in Teilen noch vorhanden.


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    Abb.5: Ansicht von etwas weiter nördlich mit gegenüberliegender Straßenseite. Das dort zu sehende Gebäude aus den 80er Jahren (?) gehört meines Wissens nach zum Polizeirevier an der Ecke Mengstraße.


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    Abb.6: Je weiter man in Richtung Beckergrube geht, desto ernüchternder wird die Ansicht leider. Der furchtbare Wohnblock rechts mit den gefühlt seit Jahrzehnten gammeligen geschlossenen Rolläden im Erdgeschoss (was verbirgt sich dahinter eigentlich?) dürfte auch gerne verschwinden.

    Alle Fotos von mir

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)