• In der Frontansicht stören die vielen Dachfenster etwas den Eindruck. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau.

    Mir fallen da bundesweit noch viele weitere Gebäude ein, deren Giebel noch rekonstruiert werden sollten. Diese Maßnahme ist ein riesiger Gewinn für das Erscheinungsbild der direkten Umgebung. Leider wird das nicht erkannt.

  • Ich erkenne durchaus die deutlich bessere Ensemblewirkung und größere Harmonie mit den Nachbarhäusern durch die Widerherstellung des Giebels von Fünfhausen 21-25, besonders gut zu erkennen auf dem oberen Foto von der Mengstraße aus. Eine gelungene Stadtreparatur an dieser Stelle! So sollte es weitergehen.

  • Das Haus Fünfhausen 21-25 hat jetzt seine Hüllen fallenlassen:

    20250424_112415.jpg

    20250424_112422.jpg

    Die Fenster im Zwerchgiebel sehen mir durchaus final aus und nicht wie Provisorien, wie frank1204 weiter oben vermutete. Dennoch ein sehr schönes Ergebnis, dass die triste Straße deutlich aufwertet.

    Dürften wir das Bild für unseren Instagram Auftritt nutzen? Ich schreibe hier öffentlich, weil du meine private Anfrage vielleicht nicht gesehen hast.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Waren diese grauslichen extrem unpassenden Giebelfenster wirklich von der Denkmalpflege vorgegeben? Der Giebel setzt sich ja durch die leicht dunklere Brennoberfläche des Ziegelmatrie ab. Wäre fein wenn es diesen Beleg schriftlich gäbe. Diese Behörde dürfte durchaus willkürlich nach subjektiven Vorstellungen agieren da solche Vorgaben nicht bundesweit zu finden sind.

  • Leider wurde der Giebel insgesamt deutlich vereinfacht. Eine Rekonstruktion ist er meiner Meinung nach nicht.

    Lübeck, mein Lübeck, an der Waterkant
    Königin der Hanse, Perle am Ostseestrand.

  • Mit der Reko eines Giebels wurde ein ganzes Quartier auf eindrucksvolle Weise aufgewertet. Die Gesamtwirkung des Quartiers spricht für sich; ein optisch problematischer Straßenzug hat wieder so etwas wie eine teilweise Heilung erfahren. Der Mai ist gekommen, die Giebel schlagen aus. Hoffentlich noch öfter.


    Hab ich mir ungefähr auch gedacht, nämlich dass in meiner Erinnerung dieses Umfeld doch völlig trostlos gewesen ist, während dieses Bild doch einiges hergibt.

  • Dürften wir das Bild für unseren Instagram Auftritt nutzen? Ich schreibe hier öffentlich, weil du meine private Anfrage vielleicht nicht gesehen hast.

    Ah, sorry, die hatte ich tatsächlich übersehen. Aber gerne dürft ihr das verwenden.

  • Vielleicht das beste, das die Lübecker selbst, aber auch ihre Freunde auswärts aus diesen jüngsten Bildern herauslesen können, ist das für sich selbst sprechende Resultat, wie sehr schon ein kleiner Schritt das große ganze verbessern und prägen kann. Die annähernd vollkommen zerstörte Einbindung der Marientürme mit der sie umgebenden Bebauung läßt sich wieder erahnen, die Raumwirkung fängt wieder an, lebendig zu werden, anstelle nur noch in Bildern zu bestehen. Lübeck hat durch diesen einen Giebel sehr viel hinzugewonnen. Es ist ein großer Glücksfall.

  • [...] Moderationshinweis: Entfernt. Bitte Angriffe auf andere Forenteilnehmer unterlassen.

    Dann recherchiere ich eben ein bisschen etwas aus 700 km Entfernung: Es handelt sich um das Haus Schützenstrasse 45a (Bild in Google maps). Es ist Teil eines sehr speziellen, beinahe eintönigen Strassenzuges mit durchgehend dreigeschossiger Zeilenbebauung mit meist erhaltenen Vorgärten. Denkmalpflegerisch ist die Strasse in einem bemerkenswerten Zustand, bis auf einzelne wenige Ausnahmen und die Einscheibenfenster an fast allen(!) Häusern. Die zahlreichen Vorgärten und die Farbgebung der Fassaden sind besonders positiv hervorzuheben.

    Es lohnt sich, die ganze Strasse abzuwandern, beginnend ab diesem Link.

    Ein Haus ist mir wegen seiner Fenster aufgefallen. Ob eine Sechser-Teilung hier korrekt ist, wage ich zwar zu bezweifeln. Vielmehr stelle ich mir eine T-förmige oder kreuzförmige Unterteilung vor. Jedenfalls sieht man an diesem Beispiel im Vergleich mit dem Nachbarhaus sehr gut, was eine Fenstersprossung ausmacht (auch wenn sie historisch und denkmalpflegerisch möglicherweise nicht korrekt ist): Google maps.

    [...] Moderationshinweis: Entfernt. Bezog sich auf entfernte Diskussion.

  • Schützenstraße

    Ich hatte ehrlich gesagt auch überlegt, die Artikel zu dem Brand hier zu posten, hatte es dann aber doch auch als zu unwichtig erachtet. Da es nun aber doch gemacht wurde, gehe ich darauf auch nochmal ein. Es handelt sich bei Schützenstraße 45a um ein Haus von - vermutlich - 1910. Zu lesen war in mehreren Artikeln bei LN und HL-Live, dass in diesem Haus seit langem ein - sagen wir mal - sozial fragwürdiges Klientel in Kleinstwohnungen wohnte und es in der Straße sehr verrufen war. Details ohne Bezahlschranke sind u.a. in diesem aktuellen Artikel zu lesen - ich verlinke aber jetzt nicht alle vorigen Artikel zu dem Thema:

    Nach Großbrand: THW unterstützt Brandermittler
    Lübeck - St. Lorenz Süd: Am frühen vergangenen Donnerstag brach in einem Mehrfamilienhaus in Lübeck St. Lorenz Süd ein Brand aus. Die Identität des Toten, der…
    www.hl-live.de

    Warum es doch hier Erwähnung finden sollte ist, dass die Straße noch relativ vollständig (sogar mit Stuck) im Urzustand vom Anfang des 20. Jahrhunderts erhalten ist - insbesondere diese südöstliche Straßenseite. Kaum ein Haus ist abgerissen oder in Dämmung verpackt worden. Auch in der Parallelstraße, der Hansestraße sieht es ähnlich aus. Was mich in diesen Straßen aber immer sehr ärgert ist, dass diese meist gut erhaltenen Häuser zu 95% diese unsäglichen leeren ungeteilten Glotzfenster haben. Die Straßen könnten so viel schöner sein, wenn die Häuser passende Fenster hätten. Zufällig hatte ich aus genau dem Grund nur ein paar Tage vor dem Brand genau das Nachbarhaus Nr. 45 fotografiert, da dieses als einziges in der Straße schöne, passende Fenster hat und ich einfach den großen Gegensatz zu der unpassenden Befensterung festhalten wollte. Hier das Foto:

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    Abb.1: Schützenstraße 45 mit den schönen Fenstern am 23.05.2025. Rechts daneben das noch unbeschädigte, ein paar Tage später ausgebrannte Haus Nr. 45a. Man sieht gut, wie vollständig erhalten das Viertel noch ist. Und wie gesagt, wenn alle Häuser solche Fenster hätten (man beachte auch die Kellerfenster!), hätten wir ein ganz anderes Stadtbild! Ich hoffe, das Brandhaus kann erhalten werden und wird nicht durch einen modernen Klotz ersetzt, der diese Straße enorm stören würde.


    Nur ein paar Häuser weiter steht das Haus Nr. 53, das untypischerweise für diese ursprünglich doch etwas ärmliche Gegend unweit des Hauptbahnhofes mit reicher, teils figürlicher Verzierung aufwartet:

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    Abb.2: Schützenstraße 53 (05.08.2022) mit relativ reichen Verzierungen, die ich dem Jugendstil zuordnen würde. Offenbar hatte man hier unglaublicherweise begonnen, den Stuck abzuschlagen. Für mich sieht das so aus, als ob das Haus hätte komplett entstuckt und eingepackt werden sollen und die Arbeiten gerade noch rechtzeitig gestoppt wurden. Vielleicht wurde es dann notfallmäßig unter Denkmalschutz gestellt? Wenn jemand zu dem Vorgang weitere Informationen hat, würde mich das sehr interessieren. Bis heute, also knapp 3 Jahre später, hat sich an dem Zustand nichts weiter geändert Ich hoffe, dass der abgeschlagene Putz/Stuck wiederhergestellt wird und das Haus passende Fenster bekommt. Ich wäre aber auch schon froh, wenn die restlichen Verzierungen nicht weiter abgeschlagen werden.


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    Abb.3: Detail aus Abb.2. Sorry, die Auflösung könnte etwas besser sein.

    Fotos Abb.1-3 von mir

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • ES ist natürlich zu hoffen, daß das Haus Schützenstraße 45a nicht abgerissen wird. Wenn bei dem Brand aber nur das obere Stockwerk betroffen ist und das Löschwasser nicht auch die unteren Wohnungen unbewohnbar gemacht hat, sollte das Haus wohl repariert werden.

    Die sprossenlosen Fenster sind uns sicher allen aufgefallen, weil sie so unpassend sind. Tatsächlich sieht man am direkten Nachbarn des Brandhauses, wie schön solche Fenster mit Sprossen wirken.

    (...) Offenbar hatte man hier unglaublicherweise begonnen, den Stuck abzuschlagen. (...)

    Es sieht ganz so aus. Wenigstens ist das linke Fenster noch erhalten, damit man sich bei der Wiederherstellung daran orientieren oder Abformungen nehmen kann. Wie so eine Entstuckung anschließend aussieht, kann man an Schützenstraße 57 und 57a bewundern.

    Bei der Schützenstraße 43a hat man auch die Treppe zum ursprünglichen Hauseingang entfernt und den Eingang an die Gebäudeseite verlegt. Die schwebende ehemalige Eingangstür sieht auch recht merkwürdig aus.

    Ein gut erhaltener aber ungepflegter Straßenzug.

  • Ich würde bei Nr. 43a davon ausgehen, dass der orginale Zugang - wie bei den andere Häusern auch - an der Seite war und der vordere Eingang nachträglich hinzugefügt wurde. Darauf deutet auch das zu sehende, für die Treppe zur Tür zugemauerte Kellerfenster hin. Insofern wäre der Rückbau auf den Ursprungszustand zu begrüßen. Vielleicht wird aber auch nur eine neue Treppe angelegt?

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • ES ist natürlich zu hoffen, daß das Haus Schützenstraße 45a nicht abgerissen wird. Wenn bei dem Brand aber nur das obere Stockwerk betroffen ist und das Löschwasser nicht auch die unteren Wohnungen unbewohnbar gemacht hat, sollte das Haus wohl repariert werden.

    Ich bin da leider nicht so optimistisch. In den ersten Artikeln nach dem Brand war zu lesen, dass es fast 12 Stunden gedauert hat, bis das Feuer komplett aus war. Da wird das Löschwasser bis zum Keller in alle Ritzen gekrochen sein. Zudem wurde das Haus als "einsturzfährdet" bezeichnet und muss jetzt erst einmal durch das THW abgestützt werden, damit die Brandermittler überhaupt für die Untersuchung reinkönnen. Wenn zumindest die Außenmauern erhalten werden könnten, wäre dass schon fast ein Wunder.

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Liebe Leute, lasst doch bitte die gegenseitigen Angriffe. Falls jemand der Meinung ist, dass ein Beitrag nicht in dieses Forum gehört, benutzt doch bitte die Meldefunktion. Die Moderation entscheidet dann, ob gehandelt werden muss.

    Zeitungsartikel, welche sich mit der Beschädigung oder Zerstörung historischer Bausubstanz beschäftigen, können hier gerne verlinkt werden. Wen das nicht interessiert, der braucht die Links ja nicht aufzurufen.

    Und falls man sich komplett an den Inhalten bestimmter Nutzer stört, kann man als Ultima Ratio auch die Blockier-Funktion benutzen.

    Aber das Letzte, was wir brauchen, ist, sich hier in aller Öffentlichkeit zu fetzen. Das bringt doch niemanden etwas.

  • Die Aegidien-Gemeinde schmeißt ihrem Geburtstagskind, dem 400 Jahre alten Gehäuse der Scherer-Orgel, einige interessante Partys:
    - heute, 12.06. Vortrag über die kunstgeschichtliche Bedeutung
    - 14.06. Konzert des Lübecker Bach-Chors
    - 15.06. Musik für (krummen) Zink, ach ja...
    - 21.06. Nachtkonzert
    - Karten und Poster als Gemälde

    400 Jahre Orgelprospekt in St. Aegidien zu Lübeck
    Lübeck - Innenstadt: Zum Thema 400 Jahre Orgelprospekt in St. Aegidien gibt es vom 12. bis 21. Juni 2025 einige Veranstaltungen. Denn die Kirchengemeinde will…
    www.hl-live.de
  • Nach über zweihundert Jahren kehren zwei Tafeln des Maria-Magdalenen-Altars nach Lübeck zurück. Ehemals Burgkirche, 1519, Erhart Altdorfer.

    Verschollene Kunst zurück in Lübeck
    Ein Kunstfund schließt eine historische Lücke im St. Annen-Museum. Das hat eine große Bedeutung für die Stadt Lübeck.
    www.ndr.de
    Zwei Tafeln des Maria-Magdalenen-Retabels wieder in Lübeck
    Lübeck - Innenstadt: Zwei bisher verschollen geglaubte Tafeln des Maria-Magdalenen-Retabels kehren durch einen Ankauf nach über 200 Jahren an ihren angestammten
    www.hl-live.de
    Zwei Tafeln des Maria-Magdalena-Retabels kehren nach Lübeck zurück
    Lange glaubte man sie verschollen, jetzt gehören sie wieder dem Lübecker St. Annen-Museum: Zwei Tafeln des Maria-Magdalena-Retabels, einst gestiftet von…
    www.ln-online.de
    Bilder des Maria Magdalenen-Altars sind wieder in Lübeck
    Lübeck (lno) - Nach fast 200 Jahren sind zwei verschollen geglaubte Bildtafeln des Maria-Magdalenen-Altars in das Lübecker St. Annen-Museum zurückgekehrt.
    www.stern.de
    Maria Magdalenen-Altar
    Um 1519 stifteten die Schneidergesellen zu Ehren der Maria Magdalena für ihre Bruderschaft einen Altar in der Burgkirche, der am zweiten Nordpfeiler des…
    www.museen-sh.de
  • Wunderbar! Die sehen ja aus wie neu. Hoffentlich kann man die beiden fehlenden Tafeln aus Ohio auch noch zurückbekommen...

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Archäologische Sensation: Reste des Mühlentores bei Bauarbeiten in Lübeck entdeckt
    Das Mühlentor aus dem 16. Jahrhundert war Teil der Lübecker Befestigungsanlagen, wurde aber 1808 abgebrochen. Nun stießen Bauarbeiter auf Fundamentreste des…
    www.ln-online.de

    Inhaltsangabe, da Bezahlschranke:

    Im Zuge der Arbeiten zur Sanierung der Mühlenbrücke wurden in nur 40cm Tiefe unter dem Gehweg kurz vor der Brücke Reste des ehemaligen äußeren Mühlentores entdeckt. Und das direkt neben dem Schaumodell desselben.

    Das Tor wurde in der Mitte des 16. Jahrhunderts gebaut (die jetzt gefundenen Fundamente datieren auf 1550-1553) und ähnelte in der Bauweise dem noch stehenden Holstentor. Bei einem Umbau der Wallanlagen wurde es aber schon 1662/63 wieder abgerissen und als Ersatz ein einfacheres Tor in einem neuen Wallstück angelegt, das wiederum 1808 beseitigt wurde.


    Maxileen : Bist Du an den Ausgrabungen beteiligt und hast eventuell mehr Details (z.B. einen Grundriss)?

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)