Ist diese Information hier einen Bericht bzw Beitrag wert?
Was kommt statt dessen???
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Was kommt statt dessen???
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Nicht drüber nachdenken !
Hier ein Artikel ohne Bezahlschranke. Es kommt ein neues Parkhaus. Die Ergebnisse eines Architekturwettbewerbs sollen ab dem 8.7. öffentlich vorgestellt werden.
Umbau Jugendstilvilla Moislinger Allee 28
Achtung: Nichts für schwache Nerven!
Die Villa Moislinger Allee 28 aus dem späten 19. Jhdt. wird nach einiger Zeit des Leerstands jetzt umgebaut. Die Villa gehört mit zu den ersten Häusern, die nach Aufgebung der Torsperre außerhalb der Altstadt entstanden. Ein ähnliches, etwas älteres, spätklassizistisches Gebäude wurde ja unweit am Lindenplatz vor einigen Jahren für ein modernistisches Ärztehaus abgerissen, siehe weiter oben in diesem Strang.
Zustand vor dem Umbau:
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Abb.1: Lübeck, Moislinger Allee 28 am 30.03.2021. Verlinkt von Wikimedia Commons, Fotograf: Jan Tappenbeck, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported
Die Villa wurde vor langer Zeit als Tankstelle genutzt. Das ist so lange her, dass ich mich selbst als Ur-Lübecker nicht mehr bewusst daran erinnern kann. Aus dieser Zeit stammen noch das große Vordach und wohl auch der Garagen-Anbau, die das Bild des an sich schönen Gebäudes, das wohl um 1900 entstand, beeinträchtigen.
Ich hatte immer gehofft, dass diese Anbauten durch einen neuen Eigentümer beseitigt werden würden und das vollkommen zugepflasterte Grundstück wieder zu einem Garten werden könnte.
Aber leider ist das Gebäude wohl an den Falschen geraten, der gerade weitere erheblicher Verunstaltungen/Umbauten durchführen lässt, hier Fotos von gestern von mir:

Abb.2: Südliche Stirnseite: Das Fenster wurde zugemauert.

Abb.3: Straßenseite. Extrem schlimm: In die Fensteröffnungen im 1. OG wurden unfassbarerweise ca. mittig Betonstürze eingesetzt und dabei das Originalmauerwerk beschädigt. Das Vordach wurde teilweise zurückgebaut, aber ob es ganz wegkommt, kann ich nciht sagen.

Abb.4: Auch auf der nördlichen Stirnseite (rechts) wurden die Fenster fast komplett vemauert. Ich hasse vermauerte Fenster übrigens!
Das ganze sieht für mich so aus, als würde man im Gebäude ein zusätzliches Stockwerk einziehen, also aus zwei Ebenen drei machen. Das mittlere Stockwerk wird wohl jeweils von der Mitte oder Oberkante der EG-Fenster bis zur Mitte der OG-Fenster gehen, wenn ich das ganze richtig interpretiere.
Einfach alles nur furchtbar - wie kann man sein so schönes Haus nur so verunstalten. Das Gebäude steht wohl nicht unter Denkmalschutz, sonst wäre das sicher nicht genehmigt worden.
Mich mach sowas wirklich fertig - zumal ich fast jeden Tag dort vorbeikomme und mir das Elend ständig ansehen muss. Fehlt nur noch, dass die Ornamente abgeschlagen und das Haus eingepackt wird. Aber das will ich nun wirklich nicht hoffen.
Fotos Abb. 2-4 von mir
Sanierung Böttcherstaße 18
Nach der Schockmeldung aus meinem vorigen Beitrag immerhin noch etwas Positives: die Sanierung des sehr heruntergekommenen Hauses Böttcherstraße 18 in der nordwestlichen Altstadt ist schon weit fortgeschritten.
Zustand vor der Sanierung:

Abb.1: Böttcherstraße 18, Zustand am 18.07.2022

Abb.2: Und Zustand am 07.06.2026. Die sehr schönen neuen Fenster oberhalb des EGs sind drin. Der gesamte Putz wurde abgeschlagen, wodurch sehr interessante Befunde zu Tage treten: Beim mittleren Fenster im 1. OG ist der Rundbogen des ehemaligen Eingangsportals zu sehen. Links und rechts daneben die Entlastungsbögen der ehemalige hohen Dornsenfenster. Solche Befunde gibt es unter den meisten Putzfassaden in Lübeck, da diese fast nie abgerissen, sondern einfach nach dem aktuellen Zeitgeist umgestaltet wurden - in den meisten Fällen im Klassizismus. Es wäre hier ein leichtes gewesen, die originale Renaissance-Fassade wiederherzustellen. Einfach die seitlichen Fenster des 1.OGs bis zum Sockel herunterziehen und in der Mitte das Portal wieder öffnen. Zudem die Abwalmung des Daches rückgängig machen und die beiden fehlenden oberen Giebelstaffeln ergänzen - fertig. Aber so etwas ist ja leider kaum möglich, da offenbar immer der letzte Zustand wiederhergestellt werden muss - und das ist hier die klassiszistische Umformung, obwohl die originale Renaissancefassade sehr viel typischer für Lübeck wäre. Ich vermute, dass die interessanten Befunde leider wieder unter Putz verschwinden werden. Damit wurde ja rund um die Fenster schon begonnen.

Abb.3: Das Haus zusammen mit seinen linken Nachbarn. Man könnte hier ein wirklich schönes Treppengiebel-Ensemble haben, wenn man nur wollte. Kleine Zusatzinfo: Das links zu sehende weiße Haus steht auf dem Grundstück der leider 1899 abgerissenen gotischen Kirche St. Clemens. Die Kirche reichte direkt an das linke Giebelhaus heran.Und: Das eingezäunte Grundstück im Vordergrund ist eine Bombenlücke. Daher ist am Haus ganz links am Bildrand auch diese rohe Brandmauer zu sehen.
Alle Fotos von mir
Es ist eine sehr unbedeutende Fassade aus dem Klassizismus eigentlich sollte man tatsächlich den Giebel wieder hochziehen !
Moinlinger Allee: Bist du dir sicher, dass das schon der beginnende Umbau ist? Mir erscheint es eher eine Notsicherung gegen Einbruch, Einsturz und Vandalismus zu sein. An der Vorderseitem das ist m. E. keine Vermauerung (seitlich schon), sondern das sind m.E. große Sperrholzplatten zur Abdichtug. Aber vielleicht täusche ich mich ja auch. Stay strong!
Beim rechten Fenster im OG ist doch deutlich zu sehen, dass da ein Betonsturz eingesetzt wurde.
Zur Zeit wird das Eckhaus an der Mühlenstraße/Kapitelstraße saniert. Dabei wurde jetzt die grauenhafte Fassadenverkleidung entfernt (Ich habe leider aktuell kein Bild vom Vorzustand).

Abb.1

Abb. 2
Das Gerüst wurde inzwischen wieder entfernt und die Fassade wurde neu "verpackt". Links angeschnitten das ehemalige C&A-Gebäude in der Mühlenstraße.

Abb. 3

Abb. 4
Ich gehe nicht davon aus, dass die alte Fassade wiederhergestellt wird. Habe auch keine Infos im Netz zur Sanierung gefunden.
Einzige Lösung für solche Ecken und Kanten auch bei dem Gebäude gegenüber ist Abriss ! Was soll überhaupt diese Fassade, eine totale Frechheit !
Erst heran zoomen, dann über den folgenden Kommentar nachdenken (und sich fragen, ob man mit dem folgenden Kommentar im richtigen Forum oder am Dorfstammtisch ist) und dann evtl. kommentieren
Unter der halben freigelegten Fassade ist gut ein Gründerzeitgebäude zu erkennen, dessen Fassade seit vielen Jahrzehnten verdeckt war. Warum sollte man diese abreißen? Geht's noch? War der Drang nach schneller Kommentierung einmal wieder schneller?
Eine erneute Verdeckung der alten Fassade ist allemal besser, als ein Abriss oder wie soll ich deinen vorschnellen Kommentar verstehen?
Auf den zweiten Blick ja, auf den ersten Blick nein. Den Fehler wird man Der Kurfürst nachsehen müssen - "offizielle Stellen" haben ihn auch gemacht: offenbar war die Verdeckung so "gut gelungen", daß das Haus sogar von ihnen auf die "1990er" datiert wurde. Im Buch "Denkmalgeschützte Häuser" von Klaus Grothe ist es jedenfalls nicht enthalten.
https://bekanntmachungen.luebeck.de/dokumente/d/778/inline
Auf den zweiten Blick ja, auf den ersten Blick nein. Und offenbar war die Verdeckung so "gut gelungen", daß das Haus sogar von offizieller Stelle auf die "1990er" datiert wurde.
https://bekanntmachungen.luebeck.de/dokumente/d/778/inline
Man erkennt im 1. OG sogar noch gut die halbrunden Fenster und deren Rahmen, welche für die Gründerzeit stehen. Darüber baut sich Backstein (typisch für die Region) auf. Auf der Frontansicht kann man gut die Reste des abgeschlagenen Stucks erkennen. Also dieses Gebäude ist weder ein Abrisskandidat, noch eine "Frechheit"......
Bitte lass doch deine ewigen, diffusen Zweizeiler-Empörungen weg. Dafür gibt es ja ein Traurig-Smiley. Oder man äußert seine Kritik etwas genauer.
Eine erneute Verdeckung der alten Fassade ist allemal besser, als ein Abriss oder wie soll ich deinen vorschnellen Kommentar verstehen?
Eine erneute Verdeckung ist nicht allemal besser. Im Stadtbild wirkt die Gründerzeitfassade, die ich auch beim Zoomen nicht wirklich erkennen kann, nicht stadtbildprägend. Der Effekt ist der eines störenden Neubaus. Demgegenüber wirken hier nur Kanten und Ecken !
Außerdem ist ein Gründerzeitler nicht von sich aus positiv. In vielen Städten wirken Gründerzeitler aufgrund Ihrer häufig anzutreffenden Protzigkeit destruktiv im Stadtgefüge. Mir fällt da spontan Potsdam ein.
Display MoreSanierung Mühlenstraße 30-32
Zur Zeit wird das Eckhaus an der Mühlenstraße/Kapitelstraße saniert. Dabei wurde jetzt die grauenhafte Fassadenverkleidung entfernt (Ich habe leider aktuell kein Bild vom Vorzustand).
Abb.1
Abb. 2
Das Gerüst wurde inzwischen wieder entfernt und die Fassade wurde neu "verpackt". Links angeschnitten das ehemalige C&A-Gebäude in der Mühlenstraße.
Abb. 3
Abb. 4
Ich gehe nicht davon aus, dass die alte Fassade wiederhergestellt wird. Habe auch keine Infos im Netz zur Sanierung gefunden.
Ich glaube nicht, dass das der Endzustand der Fassade ist. Wer setzt schon unbehandelte Holzlatten der rauhen norddeutschen Witterung aus? Da gehts bestimmt zu späterer Zeit weiter.
artagastas Es hat auch niemand behauptet, dass das der Endzustand sein soll. Lubeca hat doch deutlich geschrieben die Fassade wurde neu "verpackt" - verpackt in Anführungszeichen. Damit sollte doch klar sein, dass diese neuen Holzlatten lediglich provisorisch zur Befestigung eines Schutznetzes angebracht wurden.
Sanierung Böttcherstaße 18
Beim mittleren Fenster im 1. OG ist der Rundbogen des ehemaligen Eingangsportals zu sehen. Links und rechts daneben die Entlastungsbögen der ehemalige hohen Dornsenfenster.
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Es wäre hier ein leichtes gewesen, die originale Renaissance-Fassade wiederherzustellen. Einfach die seitlichen Fenster des 1.OGs bis zum Sockel herunterziehen und in der Mitte das Portal wieder öffnen. Zudem die Abwalmung des Daches rückgängig machen und die beiden fehlenden oberen Giebelstaffeln ergänzen - fertig.
frank1204 Du erinnerst Dich hoffentlich noch an meine Rekonstruktionsskizze von vor vier Jahren im Nachbarforum: ![]()
Böttcherstr. 18, Rekonstruktionsskizze. Bildgrundlage: Frank1204.
Demnach habe ich die mittlere Öffnung zu schmal und - wie Du damals schriebst - wohl auch zu niedrig gezeichnet. Ich hoffe einfach, dass die Denkmalpflege / Bauforschung wenigstens Aufnahmen der zutage getretenen Details anfertigt
Du erinnerst Dich hoffentlich noch an meine Rekonstruktionsskizze von vor vier Jahren im Nachbarforum:
Ja natürlich erinnere ich mich daran. Ich habe mein Foto auch aus genau diesem Beitrag geholt, weil ich es auf meinem PC auf die Schnelle nicht finden konnte.
Ich denke schon, dass da eine Bauaufnahme erfolgt. Vielleicht - wenn wir Glück haben - kommt ja statt Putz auch nur eine Schlämme, so dass die Befunde sichtbar bleiben.