• Was für eine Bausünde in dieser herrlichen geschlossenen Altstadt...

    Man muß aber auch exakt so gehen, nämlich über die Kleine Burg und die Schuhstraße zum Kohlmarkt, um überwiegend historische Bebauung zu sehen.

    Und selbst da kommt man noch am Galeria und einem schwarzen Neubau vorbei.

    Das Gebäude des Konrad-Koch-Quartiers war ja schon oben zu sehen:

    Und hier die Einmündung Kleine Burg - Schuhstraße etwas weiter südlich:

    Blick in Gegenrichtung:

    Hier geht die Burgpassage in Richtung Süden zum Damm:

    Das müßten die Stiftsherrenhäuser gleich daneben sein:

    Das Gebäude links wurde ja oben auch schon gezeigt, Blick zurück zum Dom:

    Und weiter zum Kohlmarkt, an der Ecke Stephanstraße und Schuhstraße dann dieses Gebäude:

    Und in der Stephanstraße dann der riesige Kaufhausklotz mit Parkhaus:

  • Die Bilder wecken durch die Verflechtung von Gründerzeit und Fachwerk einige Assoziationen zu Erfurt; und damit kommen auch solche Gedanken auf, wie Erfurt unter diversen anderen Umständen heute aussehen würde. Daß sich ein vorschnelles Urteil von außen über die Stadt verbietet, versteht sich von selbst; aber mit den Erfahrungen anderer Städte scheint man hier schneller mit der Stadt vertraut zu werden und eher bereit zu sein, auch Frieden mit ihr zu schließen.

  • Man muß aber auch exakt so gehen, nämlich über die Kleine Burg und die Schuhstraße zum Kohlmarkt, um überwiegend historische Bebauung zu sehen.

    Heast, des war doch ironisch gemeint. Natürlich ist bekannt, dass Braunschweig über keine herrliche geschlossene Altstadt verfügt, auch mir, der ich die Stadt immer als schwer unterschätzt empfunden habe. So ist dieser Neubau keineswegs eine "Bausünde", vielmehr wird die Altstadt von derartigen Kontrasten geprägt (wie auch deine Folgebilder zeigen). Man wird das aus unserer Sicht nicht gerade mögen, aber angesichts der gewaltigen Zerstörung muss man darüber froh sein, dass genug Altbestand, nämlich wirklicher, wertvoller Altbestand, zum Neuen einen kraftvollen Kontrast bilden darf. Wenn es eine wirksame Ästhetik dieser Art gibt, dann in Braunschweig. Aber allein, dass man meinen Satz missverstehen KANN, zeigt doch, wie relativ gut es um Braunschweig bestellt ist.

    Übrigens beachte froschls Bild "Hinter St. Ägidien". Die dortige Insel ist doch größer, als wir glauben (ich hab sie ja auch selber verpasst).

    Und weiter zum Kohlmarkt, an der Ecke Stephanstraße und Schuhstraße dann dieses Gebäude:

    Das war schon in den 80ern ein Glaspalast, allerdings weit schöner und ohne diese brutale Eckengestaltung.

  • "herrlich geschlossen" trifft es aber für diese Verbindung der "Traditionsinseln" schon weitgehend - bis auf Kaufhof und New Yorker. Was ich nicht besucht habe, aber auch noch viel erhaltenes bietet, ist das Areal südlich davon.

  • Für jemanden, der Braunschweig nicht kennt, müssen manche Bilder geradezu wie eine Offenbarung wirken.

    Das ist jetzt vielleicht auch etwas übertrieben. Ich versuche mich mal an einem Vergleich mit dem ähnlich großen Bonn. Braunschweig kenne ich schon mein halbes Leben und in Bonn studiert mein Sohn, ist mir also auch recht vertraut.
    Architektonisch zwar zwei sehr unterschiedliche Städte, aber die Relation alt zu neu hat zumindest auf den ersten Blick ähnliche Dimensionen. Wobei man doch recht schnell den Eindruck gewinnt, dass Bonn in Sachen Altbausubstanz noch mal eine ordentliche Schippe mehr zu bieten hat. Auch wenn Bonn natürlich nicht über all diese herrlichen Kirchen verfügt, wirkt es über weite Strecken großstädtischer und quirliger.

    Ansonsten war die Region Braunschweig traditionell sogar etwas solider aufgestellt als Hannover.

    Das ist interessant, womit begründest du diese Aussage? Wobei ich will das gar nicht in Abrede stellen will.

  • Heinzer
    Die Ähnlichkeit zu Göttingen ist mir auch aufgefallen, wobei die Gründerzeitler in Göttingen meist ein Krüppelwalmdach aufweisen, während es in Braunschweig hauptsächlich Walmdächer sind.

    Die Bebauung im Östlichen wird schon auch teils sehr dicht, ähnlich wie in Stuttgart.

  • Ich war vor drei Jahren zum ersten und einzigen Mal in Braunschweig. Ohne Frage hat die Stadt einige hässliche Ecken, aber insgesamt war ich von Braunschweig sehr angetan. Wir haben eine Bootstour auf der Oker gemacht. Anbei ein paar Fotos aus dem Süd-Osten der Stadt.









  • Ohne Zweifel - hier gibt es so viel schönes, so viel beeindruckendes und erfreuliches neu zu entdecken und kennenzulernen, als daß man seinen Platz im restlichen Leben im Chor der Klageweiber zu suchen hätte. Was ein Glück, daß einem diese Erfahrung in Braunschweig in der Zukunft doch noch bevorstehen kann und darf. Wer sich seinen Weg selbst mit Dornen pflastert, wird nie beruhigt vorwärts gehen können.

  • Ohne Zweifel - hier gibt es so viel schönes, so viel beeindruckendes und beglückendes neu zu entdecken und kennenzulernen, als daß man seinen Platz im restlichen Leben im Chor der Klageweiber zu suchen hätte. Was ein Glück, daß einem diese Erfahrung in Braunschweig in der Zukunft doch noch bevorstehen kann und darf. Wer sich seinen Weg selbst mit Dornen pflastert, wird nie beruhigt gehen können.

    Dann sattel dein Pferd und schwing die Hufe. Ab nach Braunschweig mit dir ...

    :applaus:

  • Torhäuser am Botanischen Garten

    Ein paar Fotos aus der nördlichen Innenstadt, die insgesamt weniger schön ist

    Torhäuser am Botanischen Garten

    St. Katharinen

    Alte Waage und St. Andreas

    Dahinter die Neustadtmühle an der Oker

    Weiter westlich, auch an der Oker

    Michaelisviertel, westliche Innenstadt

  • Drumherum schöne Villen:

    Man beachte das Eichhörnchen:

    und ein ganz ordentlicher Neubau

    Oker am Theaterpark - Beste Wohnlage in Braunschweig möchte ich meinen

    Eine Paddeltour auf der Oker ist wirklich ganz malerisch