Volle Zustimmung, Resurrectus. Etwas überraschend, wie oft und gnadenlos anscheinend in diesem Bereich der Altstadt (Neumarkt) die Bebauung ausgetauscht/erneuert wurde. Nennenswertere großflächige Altbausubstanz war dann wohl eher noch auf der Fischerinsel, im Nicolaiviertel, im Bereich Brüderstraße und Heilig-Geist-Viertel übrig..
Berlin - Marien- und Heiliggeistviertel - Rathausforum, Marx-Engels-Forum
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Wie heißt es doch immer: "Der stete Wandel IST die Berliner Tradition".
Na ja man hat doch das Nicolaiviertel, das ist doch gar nicht so schlecht. Und das Schloss ist Gottseidank wieder da. Das ist doch toll!!!
Berlin hatte keine Altstadt wie Prag (oder Dresden), auch Wien hat das seit dem 19. Jh. nicht mehr, Paris auch nicht. Es waren großstädtische Weltmetropolen, da erwarte ich keine malereische Altstadt und auf dem Niveau wie Prag. Alles hat an seiner Stelle seinen Platz und seine Berechtigung. Extrem gespannt bin ich auf den Molkenmarkt und hoffe sehr, dass man dort noch etwas feilt (Los 4 war glaube ich nicht so dolle). Sehr gespannt bin ich auch, was mit dem Grauen Kloster passiert. Aber jetzt lenke ich ab.
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Die Berliner Altstadt um die Marienkirche bot eigentlich keinerlei kunsthistorische Highlights, so dass hier auch niemals an ein "Leitbautenkonzept" wie in Potsdam oder Dresden zu denken wäre. Die Frage ist hier lediglich, ob es städtebaulich sinnvoller ist, die riesige Fläche zwischen Fernsehturm und Schloss kleinteilig wiederzubebauen, oder die große bisher ziemlich langweilige Grünanlage zu erhalten. Für die Grünanlage spricht m.E. die Existenz des gigantischen Fernsehturms, der mit einer kleinteiligen Bebauung zu seinen Füßen wenig kompatibel wäre. Das eigentliche städtebauliche Problem ist m.E. an dieser Stelle in erster Linie die grottenschlechte Sozialistische Architektur an der Liebknecht- und Rathausstraße; die klotzigen Rathauspassagen sind hier das augenfälligste Beispiel, Architektur, die genauso in Misnk oder Omsk stehen könnte. Und was nach der Wende gebaut wurde, das Radisson-Hotel, ist auch keine architektonische Glanzleistung.
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Es Problem. Zunächst müsste der Fernsehturm integriert werden. Dann sollten die DDR Riegel fallen, was auch schwierig ist, weil dort viele Menschen Wohnungseigentum haben, mit Blick ins Grüne, so makaber das ist. Zuguterletzt dann die Riegel an der Karl-Liebknecht- Straße und die Straße selbst, die den Neuen Markt beschneidet.
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Ich finde es immer wieder beachtlich, wieviele Foristen hier ganz offensichtlich Don Quichotte zu ihrem Banner gemacht haben. Monat für Monat laufen neue Nachrichten zum "Großen Freiraum" zwischen Spree und Fernsehturm ein und jedes Mal wieder machen hier Foristen Vorschläge zur Reurbanisierung der Berliner Mitte.
Wir wissen doch alle, dass dies niemand in der Berliner Politik will, wirklich niemand. Nicht einmal der Regierende Tennisspieler, der SPD-Bausenator und die architektonisch konservative Senatsbaudirektorin. Nicht einmal die CDU. SPD, Grüne und Linke gleich gar nicht. Die Denkmalpflege auch nicht. Der Bezirk Mitte auch nicht. Der Bund mit dem Bundeskulturminister ebenfalls nicht. Nur die AfD gibt ab und an Pressemitteilungen heraus, in die man etwas in die richtige Richtung hineininterpretieren könnte.
Konsens ist bei CDU, SPD, Grünen, Linken, FDP und Freien Wählern, dass dieser Raum ein Volkspark wird, in dem als Möblierung einige Relikte aus alten Zeiten stehen dürfen - zueinander beziehungslos. Und das wird der Berliner Senat auch umsetzen, nach der Wahl umso mehr. Dort gibt es dann Freizeit pur, Rauchschwaden von Grillgut und orientalische Musik wie vor dem Schloß Bellevue, vermischt mit Touristen, die Bier aus dem nahen Späti und Döner zu sich nehmen.
Das ist die Realität, die man in vielen dieser "Volksparks" besichtigen kann. Manche haben noch eine Ecke für Drogenverkauf oder ein Gebüsch für schnellen Sex. Mal schauen, ob wir das hier auch bekommen.
Aber irgendwelche Bezüge zum Vorkriegszentrum wird es nicht geben. Abrisse von Plattenbauten sowieso nicht. Eher noch weitere leerstehende Läden und irgendwann eine Fixerstube. Ich bin da heute zufällig durchgegangen. Irgendwann muss man, fürchte ich, einfach mit der Sache abschliessen.
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Nichts ist ewig alles ist im Fluß. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass irgendjemand dieses Areal bebauen wird. Gerade in dieser zentralen Lage.
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Gemach. Erst mal den Molkenmarkt manierlich bebauen. Das könnte ein Signal werden. Und: In 50 Jahren wollen die Leute auch noch etwas zum bebauen / rekonstruieren haben.
M.E. solten alle Anstrengungen der Berliner Vereine jetzt auf der weiteren Vervollständigung des Schlosses und der Bauakademie liegen.
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Nichts ist ewig alles ist im Fluß. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass irgendjemand dieses Areal bebauen wird. Gerade in dieser zentralen Lage.
Ja,das stimmt schon. Irgendwann in ferner Zukunft wird sicherlich dieses zentrale Areal bebaut (mit hoher warscheinlichkeit dann auch nur Modern) werden. Aber das werden die etwas Älteren von uns alles nicht mehr erleben.
Und wenn noch etwas historisch kommen könnte,dann ist es die seit 35 Jahren diskutierte Bauakademie, aber wer weiß wann. Wenn sie dann tatsächlich mal kommt (in welcher Form auch immer),dann sind viele nicht nur hier im Forum

Von den gegenwärtig politsch Verantwortlichen in Berlin, ist eine architektonisch schöne Mitte nach unseren Vorstellungen nicht zu erwarten. Berlin interessiert mich deshalb schon lange nicht mehr.
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Ich gebe Dir Recht. Berlin ist auch grässlich, habe ich mindestens 1000 Mal geschrieben. Aber, nie aufgeben !!
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Gemach. Erst mal den Molkenmarkt manierlich bebauen. Das könnte ein Signal werden. Und: In 50 Jahren wollen die Leute auch noch etwas zum bebauen / rekonstruieren haben.
M.E. solten alle Anstrengungen der Berliner Vereine jetzt auf der weiteren Vervollständigung des Schlosses und der Bauakademie liegen.
Wenn die WBM in der nächsten Legislatur unter einer neuen Senatsbaudirektorin die Entwürfe zum Molkenmarkt in ihr Budget gekürzt hat wirst du diese Entwürfe nicht mehr wieder erkennen. Ich weiss auch nicht, was für ein "Signal" davon ausgehen soll. Meinst du die 20jährige Planungs- und Baugeschichte der Brache? Der grausame Lederer-Entwurf für die "Molkenkurve" kann es nicht sein. Und die sechsspurige Brücke über die Spree ist ja im Bau. Einen Marktplatz gibt es dort ja schon lange nicht mehr.
Welche Nutzungen sollen denn in den neuen Block ziehen? Bei Rotrotgrün werden das fast ausnahmslos geförderter Wohnungsbau sein mit Ein-Euro-Läden im EG oder öffentliche Verwaltung.Beim Schloß haben Dorgerloh und Weimer den Riegel vorgeschoben. Da wird sich kaum noch etwas entwickeln. Natürlich werden der Schloßverein und die anderen weiter für das Gigantentreppenhaus kämpfen aber ich glaube kaum, dass sich Kultursstaatsminister Weimer umentscheidet. Bei der Bauakademie wissen wir auch alle, was unter Rotrotgrün passiert - eine äußerlich originalgetreue Rekonstruktion ganz sicher nicht. Das Zeitfenster mit einem CDU Kulturstaatsminister und einem Regierenden Bürgermeister von der CDU ist verpasst.
Dass die Welt in 50 oder 100 Jahren eine andere sein kann ist ja eine Binse. Für diese Erkenntnis brauche ich kein Architekturforum.
Man muss den Realitäten schon irgendwann mal in die Augen schauen. Die Revitalisierung müsste sich wenigstens eine der vier fast gleichgroßen Parteien auf die Fahnen schreiben. Das ist aber nicht der Fall, weil keine Partei glaubt damit Wähler zu gewinnen.
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Ehrlich gesagt, Berlin ist nicht grässlich sondern top.
Selbst im Vergleich mit Paris London Brüssel Amsterdam Mailand Wien Moskau. Gleiche Liga auch in der Ästhetik,
Paris steht visuell sicher etwas hervor aber ist in der Gesamtstruktur in Teilen wesentlich unangenehmer zu benutzen als Berlin.
Und Frau Kahlfeld hat Berlin wohl gerettet mit dem Molkemarkt. Hätte das nicht gedacht.
Jetzt noch träumen von der Karstadt Reko, TU-Reko, ein paar klassische Konversionen an entscheidenden Stellen. Top Stadt.
Mitte kann man vergessen für die Klassik, aber ich finde das sogar ok. Marx-Engels-Forum lassen wir so, warum sollte die Stadt keine weitere grosse Grünfläche haben, Rest der Mitte müsste man mit vernünftig designten Hochhäusern zubauen. Die DDR Bauten sind doch super Historie schon. Finde das so gut auch. Interessant alles. -
Berlin hat sehr hässliche aber auch sehr schöne Ecken, und alle Abstufungen dazwischen.
Ist also bei aller Kritik, die ich an der Stadt habe, nicht hoffnungslos, wie viele andere deutsche Großstädte.
Die nächste Regierung (sehr wahrscheinlich Rotrotgrün) macht mir allerdings gewaltige Sorgen, weil unter dieser jetzt eine ganze Menge von äußerst wichtigen Bauvorhaben ablaufen werden, und ich mir fast sicher bin, dass sie alles irgendwie hintertreiben werden. Am tragischsten ist das mit der Bauakademie. Man hat sich auf die äußere Rekonstruktion geeinigt, aber ich bin mir nicht sicher, ob man sich nach dem Regierungswechsel auch daran halten wird. Dieser verdammte ('tschuldigung!) Wettbewerb müsste endlich mal anlaufen. Was treiben Frau Kahlfeldt und der Bund gerade? Wenn der Wettbewerb noch vor der neuen Regierung laufen und entschieden würde, würde ich mir sehr viel weniger Sorgen machen.
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Ich sehe mit dem Lutherdenkmal in berlin nur ein bildhauerisches Problem. Die Höhe des aktuellen Sockels stimmt erkennbar nicht. Darum sind die Perspektiven verzerrt.
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Wen schon nicht der Wille oder weil es man nicht kann die Begleitfiguren des historischen Denkmal wieder herzustellen, so könnte man doch den erhöhten Standort mit Brüstung wieder herstellen.






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Wundervolle Figuren, sind die alle verloren ? Keine mehr in Spandau ?
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Soweit mir bekannt, außer Luther alle eingeschmolzen.
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Während der Kriegsjahre (1939–1945) wurden die Begleitfiguren am Sockel der Denkmalsanlage zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Kurz vor Kriegsende zerstörten Bomben den Neuen Markt vollständig. Die Luther-Figur blieb erhalten und wurde zunächst in der Stephanus-Stiftung in Berlin-Weißensee aufgestellt.
Zu Luthers Füßen hatten die Künstler Begleitfiguren in emsiger Unterhaltung modelliert, die damalige Mit-Reformatoren darstellen: Philipp Melanchthon, Johannes Bugenhagen, Georg Spalatin, Caspar Cruciger, Johannes Reuchlin, Justus Jonas. Das Plateau war von einer durchbrochenen Steinmauer eingefasst und nur über zehn Stufen von der Kaiser-Wilhelm-Straße aus erreichbar. Die Treppenwangen trugen die Skulpturen des Ulrich von Hutten und Franz von Sickingen.[1] Die gesamte Denkmalsanlage erreichte eine Höhe von rund acht Metern. Die Flächen um die Anlage herum wurden zu drei Seiten mit Grünanlagen geschmückt, auf Straßenniveau befand sich im Zugangsbereich ein Pflastermosaik.[2]
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Die erhöhte Brüstung mit Platzhaltern für die Figuren, die dann vielleicht nachgestaltet werden. Da war vor der Zerstörung richtig Action auf dem Sockel und das sollte wiederhergestellt werden.
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Philipp Melanchthon, Johannes Bugenhagen, Georg Spalatin, Caspar Cruciger, Johannes Reuchlin, Justus Jonas.
Zur Wettbewerbsauschreibung gab es hier zu diesem Denkmal bereits eine rege Diskussion darum. Blueketz schrieb von sechs Begleitfiguren und wurde von Rastrelli auf neun Begleitfiguren korrigiert.
Eiserner Pirat zählt hier wieder sechs Figuren auf...was stimmt denn nun und wenn doch neun, wer waren die noch nicht genannten weiteren drei Figuren?
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Es waren neun Begleitfiguren.
Die Quelle für die Neunzahl hatte ich in meinem Beitrag verlinkt: Bildhauerei in Berlin. Eiserner Pirat zitiert aus dem Wiki-Artikel zum Denkmal.
Zu Luthers Füßen hatten die Künstler Begleitfiguren in emsiger Unterhaltung modelliert, die damalige Mit-Reformatoren darstellen: Philipp Melanchthon, Johannes Bugenhagen, Georg Spalatin, Caspar Cruciger, Johannes Reuchlin, Justus Jonas. Das Plateau war von einer durchbrochenen Steinmauer eingefasst und nur über zehn Stufen von der Kaiser-Wilhelm-Straße aus erreichbar. Die Treppenwangen trugen die Skulpturen des Ulrich von Hutten und Franz von Sickingen
Da sind acht Personen genannt, und acht Begleitfiguren sind auf den Frontalansichten der Denkmalsanlage auszumachen (zum Beispiel hier). Vor Luther sehen wir vier Sitzfiguren, rechts und llinks von Luther je eine Standfigur und vorn an der Treppe zwei weitere Sitzfiguren. Weder auf "Bildhauerei in Berlin" noch im Wiki-Artikel entspricht die Reihenfolge der Namen der räumlichen Anordnung der Figuren. Diese waren jeweils am Sockel bezeichnet, sodass sie anhand von Fotos sicher identifiziert werden können.
Betrachten wir die Denkmalsanlage von vorn! Die Standfigur links ist Philipp Melanchthon, die Standfigur rechts Johannes Bugenhagen. Der herausgehobenen Stellung dieser beiden Weggefährten Luthers entspricht ihre Darstellung als Standfiguren zu seiner Rechten und seiner Linken. Die vier Sitzfiguren vor dem Luthersockel sind von links nach rechts Georg Spalatin, Johannes Reuchlin, Justus Jonas und Caspar Cruciger. Vorn an der Treppe sitzt links Franz von Sickingen, rechts Ulrich von Hutten. Die beiden Reichsritter wurden räumlich von den Gelehrten getrennt. Auf "Bildhauerei in Berlin" ist als neunte Figur Kurfürst Friedrich der Weise genannt. Einen Fotonachweis habe ich dafür bislang nicht. Ich vermute, dass er an der Rückseite des Denkmals stand. Friedrich der Weise würde konzeptionell zu der Denkmalsanlage passen. Die Platzierung einer Figur an der Rückseite des Luthersockels käme der Schmuckfreude jener Zeit entgegen. Auch entspräche es der besonderen Stellung des Kurfürsten, ihn innerhalb des Figurenensembles etwas zu separieren.
Hier noch zwei Fotos von Abraham Pisarek (1901-1983). Sie zeigen das Lutherdenkmal nach dem Krieg von der Seite und von vorn.
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