• In Wittenberge (Prignitz) wird ein Plattenbau auf Gründerzeit getrimmt. Und zwar durch Illusionsmalerei.

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    Der Neubaublock in der Wittenberger Bahnstraße wird derzeit saniert. Während aktuell noch die alte Fassade abgeklopft wird und der sozialistische Zierrat anschließend unter den Hammer kommt, stehen bereits die Pläne für die Zukunft: Die neue Fassade wird mit einer Illusionsmalerei versehen.

    Wittenberge: Wohnblock in der Bahnstraße erhält neue Fassade - Illusion der Gründerzeit - Märkische Allgemeine

    Grafische Darstellung:

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    Illusionsmalerei macht aus dem Neubaublock gegenüber dem Kulturhaus ein gutbürgerliches Haus.

    Die Verwandlung eines Plattenbaus - Der Prignitzer

    Sicherlich nicht der Weisheit allerletzter Schluss bezüglich der Plattenbauten, jedoch eine m. E. ganz gute Sache bei Lückenbebauungen. Ich denke da gerade mal an die Rosenthaler Straße in Berlin u.v.a.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Das sieht doch grauenvoll aus! Im Falle eines solchen Plattenbaues ist eine derartige Bemalung nur hässlich und unnötig. Wie leider so oft werden hier zwanghaft unpassende Dekorationen an möglichst viele Stellen der Fassade gepatzt. Der Wohnbau ist doch auch völlig ungeeignet für eine solche Umgestaltung: niedrige Geschosse, breite Fenster und dann noch Aufzugschächte, die einfach munter mitbemalt werden - das soll doch bitte ein Scherz sein! Und wenn man schon die Fassade mit Bemalung "aufwerten" möchte, dann bitte in Gebieten, wo das üblich ist - sprich in manchen alpinen Regionen, etc...
    Wenn man die Fassade verzieren möchte, soll man sich doch etwas Besseres einfallen lassen. Es wird doch irgendeine befriedigende, moderne Lösung geben, vielleicht kann man sich ja auch am Stil der Zwischenkriegszeit oder der 50/60er orientieren...

  • Ein Abriss. Dafür gibt es wohl einen Glaskasten.

    Neubau in Wittenberge : Moderner Lückenschluss in der Bahnstraße 90
    https://www.svz.de/lokales/prigni…id19214361.html

    Bahnstraße 21 soll hingegen gerettet werden. Die Stadt sucht einen Investor.

    Bahnstraße 21 bleibt – irgendwie
    https://www.svz.de/lokales/prigni…id17762096.html

    Denkmalecke sucht nach Investor
    https://www.svz.de/lokales/prigni…id20138172.html

  • Ein ungewöhnliches Baudenkmal

    Wittenberge, Rathausstraße 13-15, ehemalige Neuapostolische Kirche (Foto: Yoursmile, 10. September 2016, CC0)

    Dieses 1933/34 errichtete Gebäude war früher eine Neuapostolische Kirche. Seit einigen Jahren gehört es einem Ehepaar, das beruflich mit Architektur und Kunstgeschichte zu tun hat. Die beiden kümmern sich vorbildlich um den Erhalt des Baudenkmals. Vieles machen sie in Eigenregie. Es gibt einen großen, relativ schlichten Betsaal, der für Veranstaltungen genutzt wird. Darüber befindet sich die Wohnung der neuen Besitzer. Alle Innenräume sind erstaunlich gut erhalten. Besonders bemerkenswert ist das durchdachte Farbkonzept. Die heutigen Besitzer wissen solche historischen Details zu schätzen. Für ihr Engagement wurden sie kürzlich ausgezeichnet. Es gab dazu einen Bericht in "Brandenburg aktuell", der aber nicht mehr verfügbar ist.

    Hier der zugehörige Eintrag in der Datenbank des Landesamtes für Denkmalpflege

  • Im märkischen Wittenberge wird das 1846 erbaute Empfangsgebäude des Bahnhofs auch mit finanzieller Unterstützung des Bundes saniert.


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    Daher soll das gesamte Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1846 denkmalgerecht saniert und umgebaut werden. Dort sollen unter anderem eine Bibliothek, ein Jobcenter, soziale Einrichtungen und ein Gründerzentrum untergebracht werden. Dafür stellen Bund und Land weitere 2,8 Millionen Euro Fördermittel bereit.

    Artikel


    Wittenberge Bahnhof 2009-07-27 094

    Niteshift (Diskussion), CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Wenn man beide Gebäude vergleicht, so sollte die Sanierung nur im Verbund erfolgen. Die Bauabläufe wären ja ähnlich. Dann hätte Wittenberge endlich 2 Perlen mehr. Das Bahnhofsgebäude wurde um 1873 erweitert, das andere 1876 erbaut. Könnte es sein, dass dabei diese sehr ähnlichen Gebäude entstanden sind?

  • Im Ortsteil Garsedow sanierte ein Ehepaar ein Speichergebäude von 1554 und erhält dafür den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege.

    „Bei dem Speicher war ich Einzelkämpfer, da wollte keiner Gelder hineinstecken. Der war eigentlich nur noch abrissreif. Doch das wollte ich nicht, dann wäre ein Zeitzeuge für immer weg gewesen“, sagt Horst Schönfeld. Schwierig ist auch alles gewesen, da man nicht wusste, aus welchem Jahr die Scheune stammt. Der Denkmalschutz des Landkreises Prignitz hat jedoch aus Interesse eine Altersbestimmung vorgenommen. Das Ergebnis: Es ist eine andere Bauart des Fachwerks, Holz geschlagen und verbaut. Der Speicher gehört zu einer seltenen Gruppe von Ständerbauten mit Ankerbalkenlage, aufgeblatteten Langstreben und Hochrähmverzimmerung. Die wissenschaftliche Untersuchung der Fachwerkhölzer hat ergeben, dass das kleine Bauwerk im Jahr 1554 erbaut und 1706 erweitert wurde. Damit ist es der älteste bekannte Speicher der Prignitz und des Landes Brandenburg, wie vom Landkreis zu erfahren ist."

    Brandenburgs älteste Scheune mit viel Aufwand saniert (Nordkurier)

  • Hallo zusammen,

    ich war im Juni auf einer Tour durch Mittel- und Ostdeutschland unterwegs und habe unter anderem den neu sanierten Bahnhof in Wittenberge besucht. Leider war dieser geschlossen, aber dennoch ein wirklich schönes und gelungenes Sanierungsprojekt! Hier sind ein paar Impressionen...

    Das Bahnhofsgebäude selbst ist wirklich toll geworden, aber im direkten Umfeld muss man ehrlicherweise sagen: Da müsste schon noch einiges getan werden. Momentan prägen dort eben noch Baustellen und Brachflächen das Bild. Auf den Schildern und Bannern wird aber immerhin angekündigt, dass in den nächsten Monaten und Jahren ein bisschen was passieren soll – wie etwa dieses Coworking-Projekt "Gleis 1" ab Sommer 2026. Mal schauen!




    Aber gerade diese Mischung aus den schönen, frisch sanierten Seiten (z.B. Schillerplatz) und den Ecken, die noch Arbeit vor sich haben (so manche Altstadtgassen), macht Wittenberge irgendwie ziemlich spannend. Mir hat die Stadt jedenfalls richtig gut gefallen. Es herrscht dort oben einfach eine sehr entspannte Atmosphäre – zumindest habe ich das für mich als Tourist so wahrgenommen. ;)


















  • Ich schiebe direkt noch vier Bilder vom Bahnhofsumfeld hinterher. Die Aufnahmen zeigen u.a. den Blick aus der Goethestraße in Richtung des Bahnhofsgebäudes.