Das Gebäude war abgebrannt im April, stand wohl unter Denkmalschutz - kann jemand herausfinden von wann es war?
Die Königsschlösser Neuschwanstein, Hohenschwangau, Linderhof und Herrenchiemsee
-
-
^
Aha. Jetzt weiß man auch, warum dieses Gebäude jetzt abgerissen wird. Hoffentlich erfolgt dann wenigstens ein angepasster Neubau. Es sieht jedenfalls nicht so aus, als würde man die Ruine wieder aufbauen.
https://www.brandwacht.bayern.de/mam/archiv/bei…enschwangau.pdf
Noch schlimmer als die Stangen finde ich diese Bauzäune und Bauzaun-Geländer in der Sichtachse. Stehen die dauerhaft dort?
Schloss und Park werden wohl Stück für Stück renoviert. Wahrscheinlich sind diese Bauzäune nur deswegen aufgestellt worden. Zumindest möchte ich das annehmen.
-
Schön, hier Bilder aus meiner Heimat zu sehen.
Die Gitter sind eine Folge der Hygienemaßnahmen.
-
Die Gitter sind eine Folge der Hygienemaßnahmen.
Das war mein zweiter Verdacht. Daß sie etwas mit Corona zu tun haben. Danke für die Aufklärung.
Übrigens herzlich willkommen im Forum, Pius XIII
-
Neptunbrunnen von Schloss Linderhof
Nachdem die Skulpturen des Neptunbrunnens für drei Jahre in Berlin-Köpenick restauriert wurden, sind sie nun zum Schloss Linderhof zurückgekehrt. Die Figuren sind 143 Jahre alt.
-
Ich habe kein besseres Thema gefunden, also packe ich es hier rein:
Das UNESCO Welterbe-Komitee wird vom 6. - 16. Juli in Paris tagen und über die Aufnahme von Neuschwanstein und anderen Schlössern von Ludwig II. entscheiden.
Lasst uns mal mächtig die Daumen drücken, dass nach Schwerin im letzten Jahr es auch Ludwigs Schlösser ins Welterbe schaffen. Meiner Meinung nach haben sie es allesamt mehr als verdient. Es ist ein kleiner Skandal, dass sie noch kein Welterbe sind.
-
Das sehe ich nicht so, aber gut.
-
Jetzt wurde ich wieder an das abgebrannte Haus am Schloss Neuschwanstein erinnert.
Das so genannte Baron-Gütl-Haus wurde 2020 durch ein Feuer zerstört. Mittlerweile ist es aber wieder aufgebaut.
-
Jetzt wurde ich wieder an das abgebrannte Haus am Schloss Neuschwanstein erinnert.
Das so genannte Baron-Gütl-Haus wurde 2020 durch ein Feuer zerstört. Mittlerweile ist es aber wieder aufgebaut.
Genau die Baustelle ist mir bereits aufgefallen. Ich hatte aber online gar nichts dazu gefunden. Also war hier vorher ein Haus abgebrannt...

Echt deprimierend. Ich hoffe doch, dass neue Haus wird möglichst genau rekonstruiert und da kommen keine modernen Experimente hin. Oder noch schöner wiederaufgebaut wär auch mal was. Aber auf so eine Idee kommen die gar nicht, nicht einmal in einer weltberühmten Touristengegend.Das sehe ich nicht so, aber gut.
Aha.
Magst du das vielleicht etwas weiter ausführen? -
Aha.
Magst du das vielleicht etwas weiter ausführen?Da gibt es gar nicht soviel weiter auszuführen. Soweit ich informiert bin sind Kulturerbestätten aus dem deutschsprachigen bzw. europäischen Raum mittlerweile überrepräsentiert auf der Tentativliste und ICOMOS und UNESCO geben jetzt auch erstmal anderen Stätten den Vorzug. Natürlich haben es die bayerischen Schlösser verdient, aber es ist eben nicht das einzig schützenswerte auf dieser Welt. Und bei Objekten aus dem Historismus ist es nun mal schwierig. Ich habe die UNESCO Gutachten zum Bewerbungsprozess von Wiesbaden gelesen. Der Historismus lässt sich international wohl nicht besonders gut erklären und es gibt eben eine Fülle an Einzelbauwerken, die alle ähnlich authentisch und einzigartig sind und es gibt Orte, wo diese Bauwerke sogar noch viel eher in ihrem ursprünglich erdachten Kontext zu erleben sind.
-
Da gibt es gar nicht soviel weiter auszuführen. Soweit ich informiert bin sind Kulturerbestätten aus dem deutschsprachigen bzw. europäischen Raum mittlerweile überrepräsentiert auf der Tentativliste und ICOMOS und UNESCO geben jetzt auch erstmal anderen Stätten den Vorzug. Natürlich haben es die bayerischen Schlösser verdient, aber es ist eben nicht das einzig schützenswerte auf dieser Welt. Und bei Objekten aus dem Historismus ist es nun mal schwierig. Ich habe die UNESCO Gutachten zum Bewerbungsprozess von Wiesbaden gelesen. Der Historismus lässt sich international wohl nicht besonders gut erklären und es gibt eben eine Fülle an Einzelbauwerken, die alle ähnlich authentisch und einzigartig sind und es gibt Orte, wo diese Bauwerke sogar noch viel eher in ihrem ursprünglich erdachten Kontext zu erleben sind.
Erstens, Kulturstätten, die es wert sind, eine Welterbestätte zu sein, sollten auch als Welterbestätten ausgezeichnet werden. Du kannst nicht einfach sagen: So, jetzt ist ein Land oder Kontinent überrepräsentiert, daher zeichnen wir jetzt keine Welterbestätten mehr aus, selbst wenn da noch viele sind. Dann wäre die Liste also ein wer zuerst kommt, malt zuerst, oder wie? Alle anderen Kulturstätten haben halt Pech gehabt?
Zweitens sträuben sich mir gerade die Haare, wie fantasielos und unreflektiert du die Königsschlösser auf „Historismus“ reduzierst.
Neuschwanstein und die anderen Schlösser Ludwigs II. so einzuordnen, wird ihrer Bedeutung in keiner Weise gerecht.
Ja, sie greifen historische Stile auf, aber sie sind keine bloßen Kopien (selbst Herrenchiemsee nicht), sondern Ausdruck einer ganz eigenen künstlerischen Vision.
Ludwig II. hat mit seinen Schlössern keine gewöhnlichen Residenzen geschaffen, sondern Traumwelten: „Gebaute Träume“, so lautet der Titel der Welterbe-Bewerbung. Alles ist durchdrungen von Mythos, Romantik, Musik und persönlicher Sehnsucht.
Die Schlösser sind weit mehr als Architektur. Sie sind begehbare Märchen, inspiriert von Wagner-Opern, von mittelalterlichen Legenden, technisch hochmodern für ihre Zeit und kunstvoll in die Landschaft eingebettet. Gerade diese Verbindung, zusammen mit der tragischen Biografie ihres Erbauers, macht sie weltweit einzigartig.
Sie stehen nicht nur für den Historismus, sondern für eine kulturelle Idee, die bis heute Menschen auf der ganzen Welt beeinflusst und berührt. Und genau das ist es doch, worum es beim Welterbe geht. -
Magst du das vielleicht etwas weiter ausführen?
Ganz einfach: Sie sind nicht welterbewürdig. Wieso auch?
Prachtvolle Bauten eines verträumten Königs als Theaterkulisse. Künstlerisch so la la. Linderhof ist wohl noch am besten. Sicherlich von großer Bedeutung für Bayern und fürs bayerische Selbstgefühl.
Aber doch keine WELTBEDEUTUNG. Worin sollte die bestehen? Wieso sollte z. B. eine verkleinerte Kopie von Versailles genauso von WELTBEDEUTUNG sein wie Versailles?
-
Kleine Ergänzung zum Aspekt der Überrepräsentation:
Schlösser sind in der Welterbeliste überrepräsentiert, das war auch der Hinweis der UNESCO auf den Antrag. Ebenso ist der Kontext, der sich nur auf Ludwig II. beschränkt zu klein und eng gefasst.
Als Kommentar zum Antrag wurde eine serielle Nominierung - etwa mit Schwerin - vorgeschlagen. Aber das wollte Bayern nicht. So hat immerhin Schwerin seinen Welterbestatus schon.
Ich bin echt gespannt, ob dann gleich drei Schlösser den Titel bekommen. -
Display More
Erstens, Kulturstätten, die es wert sind, eine Welterbestätte zu sein, sollten auch als Welterbestätten ausgezeichnet werden. Du kannst nicht einfach sagen: So, jetzt ist ein Land oder Kontinent überrepräsentiert, daher zeichnen wir jetzt keine Welterbestätten mehr aus, selbst wenn da noch viele sind. Dann wäre die Liste also ein wer zuerst kommt, malt zuerst, oder wie? Alle anderen Kulturstätten haben halt Pech gehabt?
Zweitens sträuben sich mir gerade die Haare, wie fantasielos und unreflektiert du die Königsschlösser auf „Historismus“ reduzierst.
Neuschwanstein und die anderen Schlösser Ludwigs II. so einzuordnen, wird ihrer Bedeutung in keiner Weise gerecht.
Ja, sie greifen historische Stile auf, aber sie sind keine bloßen Kopien (selbst Herrenchiemsee nicht), sondern Ausdruck einer ganz eigenen künstlerischen Vision.
Ludwig II. hat mit seinen Schlössern keine gewöhnlichen Residenzen geschaffen, sondern Traumwelten: „Gebaute Träume“, so lautet der Titel der Welterbe-Bewerbung. Alles ist durchdrungen von Mythos, Romantik, Musik und persönlicher Sehnsucht.
Die Schlösser sind weit mehr als Architektur. Sie sind begehbare Märchen, inspiriert von Wagner-Opern, von mittelalterlichen Legenden, technisch hochmodern für ihre Zeit und kunstvoll in die Landschaft eingebettet. Gerade diese Verbindung, zusammen mit der tragischen Biografie ihres Erbauers, macht sie weltweit einzigartig.
Sie stehen nicht nur für den Historismus, sondern für eine kulturelle Idee, die bis heute Menschen auf der ganzen Welt beeinflusst und berührt. Und genau das ist es doch, worum es beim Welterbe geht.Da brauchen sich dir nicht die Haare zu sträuben, ich gebe lediglich Fakten wieder. Ich muss mir da auch nichts erzählen lassen. Ich habe zwei verschiedene Gutachten die Wiesbadener UNESCO-Bewerbung betreffend ausgewertet und letztens im Wiesbadener Rathaus ein persönliches Gespräch mit dem ehemaligen Leiter der Stabsstelle Kulturerbe gehalten, bei dem er mir den Prozess in gekürzter Fassung noch einmal erläutert hat. Ich weiß nicht warum man sich da jetzt auf dem Schlips getreten fühlt, zumal ich niemals eine Verallgemeinerung vorgenommen habe, aber es kann nun mal nicht verleugnet werden, dass die Schlösser dem Historismus zuzuordnen sind. Und die UNESCO hat eben sehr hohe Maßstäbe, was Einzigartigkeit und Authentizität angeht. Wenn es wirklich so einfach zu beweisen oder zu rechtfertigen wäre, dann würden diese Prozesse (wie im Falle von Schwerin) nicht 20 Jahre dauern. Ich stimme dir natürlich zu, in dem was du sagst. Aber ich weiß durch meine Recherche, dass nach wie vor weiterhin Europa, christliche Stätten, historische Altstädte und Herrschaftsarchitektur wie Schlösser deutlich überrepräsentiert sind. Dementsprechend ist Deutschland auch gut repräsentiert und gehört mit 51 Welterbestätten zu den drei führenden Nationen weltweit – lediglich Italien und China verzeichnen derzeit mehr. Im Bereich des Kulturerbes liegt Deutschland mit 48 Stätten sogar direkt hinter Italien auf Platz zwei. Die UNESCO verfolgt nun mal eine globale Strategie und es ist folgerichtig, dass auch andere Länder die Möglichkeit bekommen, in die Liste aufgenommen zu werden.
-
Zuerst einmal: mir ist der Weltkulturerbe-Titel völlig egal, ich halte das vor allem für einen Marketinggag. Und wenn man das schon in Angriff nehmen möchte, sollte man es zunächst einmal mit der Residenz München versuchen, die hätte das tausend Mal mehr verdient. Aber es geht bei der Bewerbung der drei Ludwig-Schlösser sicher nicht in erster Linie um den Wert der Architektur an sich - der ist sicher nicht herausragend - sondern, wie Treverer richtig geschrieben hat, um den ideengeschichtlichen Wert der Schlösser als "gebaute Träume" - es dürften keine anderen Monumente existieren, die den romantischen Eskapismus des 19. Jhs dermaßen auf die Spitze treiben wie die Schlösser Ludwigs II. Ob das jetzt welterbewürdig ist, weiß ich nicht, es ist aber jedenfalls etwas völlig anderes als etwa die Residenz Würzburg: ein Schloss nicht als Monument der Repräsentation, sondern als weltabgeschiedener Traum; nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, sondern nach dem Tod zur Demolierung.
Sicherlich von großer Bedeutung für Bayern und fürs bayerische Selbstgefühl.
Jeder einigermaßen gebildete Bayer weiß, dass wir viel wertvollere Schlösser und andere Bauwerke in Bayern haben als die Ludwig-Schlösser, von daher braucht das sicher niemand fürs "Selbstgefühl".
-
Danke Leonhard
dem ist nichts hinzuzufügen.
Das mit der Residenz sehe ich haargenauso.
Sie ist Welterbe at its best: Ein Riesenkomplex mitten in der Stadt mit (irre ich mich?) 60 Stilräumen unterschiedlichster Epochen, darunter die Reichen Zimmer Cuvilliées einschl. eines der schönsten erhaltenen Rokoko-Theater (die vielleicht schon alleine für sich diesen Status beanspruchen könnten), in dem sich bayerische, deutsche und europäische Geschichte über Jhe. wiederspiegeln. Dazu ein hervorragender Wiederaufbau seit 1945.
DAS ist WELTERBE
-
auch hier hat Eugen Roth uns was zu sagen:
Wie müht der Münchner sich, den Gast -
Obwohl es Landsverrat schon fast -
Nach Schleißheim, Blutenburg zu kriegen,
Ihm Schönes weisend, mehr verschwiegen (...)
Amlienburg! Ganz unerhört!!
Jedoch, wie er ihn auch beschwört,
Er bringt ihn hin nicht mit zwölf Rössern:
Der fährt doch nach den Königsschlössern!
-
(...) Ich hoffe doch, dass neue Haus wird möglichst genau rekonstruiert und da kommen keine modernen Experimente hin. (...)
Nun ja. Hier befindet sich das Haus noch in Bau. Man erkennt aber 4 Fenster im oberen Stockwerk.
https://www.fuessenaktuell.de/wp-content/uploads/2023/11/Baron-Guetl-Haus-1.jpg
In nachstehendem Link ist das Endergebnis mit der eingezogenen Gastwirtschaft zu sehen. Ehrlich gesagt verstehe ich aber nicht so ganz, wieso man die obere Fensterreihe mit Holz verkleidet hat. Fällt das Licht jetzt nur durch die Spalten zwischen den Holzlatten? Zusammen mit der geöffneten Seitenwand des Hauses, ist es doch irgendwie ein modernes Experiment.
https://www.hohenschwangau.de/fileadmin/_processed_/a/0/csm_20250530_162231_1abc28259f.jpg
-
Ein Riesenkomplex mitten in der Stadt mit (irre ich mich?) 60 Stilräumen unterschiedlichster Epochen
Wenn ich alles durchzähle, komme ich auf knapp 110 Stilräume - mitgezählt sind dabei auch etliche Gänge und Treppen wie Theatinergang, Kapellentreppe, Breite Treppe, Schwarzer-Saal-Treppe etc., die vielleicht nicht sonderlich spektakulär, aber trotzdem historisch wertvoll sind. Nicht mitgezählt habe ich bloße Ausstellungsräume wie die rückwärtigen Kurfürstenzimmer, die rückwärtigen Königsbauzimmer oder den Hartschiersaal mit den angrenzenden Silberkammern, die keine oder kaum mehr historische Ausstattungen besitzen.
-
^
Fragt die Putzfrau. Sie weiß ganz sicher, wie viele Zimmer es sind.

-