Dresden - die Pirnaische Vorstadt

  • Mal ne blöde Frage: Was wäre, wenn dieses Ding vielleicht wirklich denkmalwürdig ist, weil eben nicht mehr viel Vergleichbares rumsteht in Dresden?

    Zeige mir mal ein Bild von etwas an der Kantine, was du für denkwürdig erachtest? Das Bild kann auch gern aus der Zeit stammen, wo es der Kantine noch besser ging.

    Wenn du nichts findest, kannst du davon ausgehen, dass es auch nicht erhaltungswürdig ist. Vertraue deine eigenen Augen. In der heutigen Zeit haben es viele zur Kunstform erhoben, selbst belanglose Sachen so wortreich hochzustilisieren, dass man denkt, man hätte dort eine Sehenswürdigkeit. Wenn man sich die Sache dann genauer anschaut, merkt man, dass da viel heiße Luft um nichts gemacht wurde.

  • Das beantwortet aber ja alles noch nicht meine blöde Frage.
    Das Ding ist ein Architekturzeuge seiner Zeit und vielleicht deswegen jetzt geschützt? Denn mir fällt eigentlich nur noch die Neue Mensa als besseres und größeres Objekt in Dresden ein.

    Wo hat man hier noch etwas ähnliches bis jetzt erhalten?

  • Das beantwortet aber ja alles noch nicht meine blöde Frage.
    Das Ding ist ein Architekturzeuge seiner Zeit und vielleicht deswegen jetzt geschützt? Denn mir fällt eigentlich nur noch die Neue Mensa als besseres und größeres Objekt in Dresden ein.

    Wo hat man hier noch etwas ähnliches bis jetzt erhalten?

    Kannst du ein Bild von der Kantine zeigen, wo etwas Erhaltungswürdiges zu sehen ist?

    Es ist egal, ob es ein Unikat ist oder nicht. Es muss nicht jede Zeitschicht im Stadtbild vertreten sein. Wenn du kein besonderes Architekturmerkmal nennen kannst und dort auch keine besonderen Ereignisse stattgefunden haben, warum sollte man das Gebäude dann erhalten?

    Der Kulturpalast und das Rundkino sind schon als Architekturzeugnisse der DDR geschützt.

  • ES IST NE KANTINE. Mitarbeiterverköstigung!

    Was kommt als nächstes? Der erste McDonalds, der in den 90ern eröffnet hat, wird auch zum Denkmal?

    Sachen gibt es:

    https://www.robotron-kantine.de/impressum/

    https://de.linkedin.com/in/marcodziallas

    Wer sich dafür einsetzt und wo dieser seit Januar arbeitet😉

    Ist ja nicht so, dass das verheimlicht würde. Nummer 3 in der Liste ist dann:

    Initative Neustädter Freiheit - Impressum
    www.xn--neustdter-freiheit-ptb.de

    für das hinterlistige Gemauschel am Neustädter Markt zuständig. Und man hat absolut nichts miteinander zu tun, was anrüchich, korrupt oder verfilzt wäre.

    robotron Kantine wird Denkmal

  • @pronto Die Neutralität der Behörde muss in diesen Fällen angezweifelt werden. Und es ist ein absolutes Versagen der Behördenführung diesen Eindruck nach Außen entstehen zu lassen.

    Wer bekommt eigentlichen Bescheid über den Denkmalschutz, bzw. wer kann hier Rechtsmittel einlegen?

    Schöne Städte werden letztlich auch glückliche Städte sein.

  • Selbst wenn er nur den Staub aus den Regalen wischt, reicht der Eindruck der hier hinterlassen wird um niedere Beweggründe anzunehmen. Und da ist der aktuelle Fall nur ein weiterer Baustein und eben kein zu vernachlässigender Einzelfall.

    Zufälle gibts halt, die gibts garnicht. Und sowieso hatte nie jemand je die Absicht eine Mauer zu errichten. Und mit diesen Geisteskindern haben wir es hier zu tun.

  • Selbst wenn er nur den Staub aus den Regalen wischt, reicht der Eindruck der hier hinterlassen wird um niedere Beweggründe anzunehmen. Und da ist der aktuelle Fall nur ein weiterer Baustein und eben kein zu vernachlässigender Einzelfall.

    Zufälle gibts halt, die gibts garnicht. Und sowieso hatte nie jemand je die Absicht eine Mauer zu errichten. Und mit diesen Geisteskindern haben wir es hier zu tun.

    Ich glaube RobBerg Du witterst hier eine Verschwörung, wo es keine solche gibt. Es ist doch kein "niederer Beweggrund" wenn man sich für eine Sache die einen interessiert auch beruflich einsetzt?? Und das ist ja hoffentlich auch kein Einzelfall, weil die meisten Leute sich eben auch ganz gerne im Job sinnstiftend verwirklichen. Sich für den Erhalt eines bestimmten Bauwerkes einzusetzen ist ja im übrigen auch in keinster Weise anrüchig.. Wer ist also mit "diesen Geisteskindern" gemeint? Davon mal ganz abgesehen, wäre es doch ganz einfach, die Begründung für eine Unterschutzstellung im Denkmalamt nachzufragen? Denkmäler werden ja schließlich weder grundlos zu solchen erklärt, noch geschieht das auf Veranlassung einzelner Mitarbeiter im Amt.

  • Gibt es einen bestimmten Grund, dass mein Beitrag von gestern Abend zu dem Thema gelöscht wurde oder liegt ein Fehler im System vor und der Beitrag wurde nie übermittelt?

  • Wenn wir eins in den letzten Jahren gelernt haben, dass das man mit akademischem Backround jeden noch so dussligen Kram mit ausreichend herbeifabulierten Phrasen oder Erklärungen begründen kann. Die Kantine ist dafür ein tolles Beispiel: Mal hü, mal hot, mal Denkmal, mal Schrott. Die Begründung kann man sich getrost sparen, denn wer will und sucht findet Gründe oder redet sie herbei.

    Nochmal: Mitarbeiterverköstigung! Mittlerweile die zweite DDR Kantine in Dresden. Ist das wirklich so ein besonders wertvolles bauhistorisches Denkmal? Und das wo gerade die DDR sich nichts aus solchen Dingen gemacht hat und sich wirklicher wertvoller Objekte im Handstreich entledigte.

    Und da wird jetzt kommen: Beurteilungen lassen sich ändern. - Ja natürlich lassen sie sich das und offenbar findet akut eine Änderung statt, die die künstlerisch unfreien Ergüsse einer DDR Diktatur als erhaltenswert ansehen. Hier wird die DDR posthum als erhaltenswertes Konstrukt herbeigeredet und ihre Verbrechernatur nivelliert. Besonders in der Architektur ist jedes gebaute Objekt ein Ausdruck der Staatspropaganda und keinesfalls widerständischer künstlerischer Rebellion, die viele dieser Ostmodernen aller Kunst aus der DDR gern andichten möchten.

    Und das ist in Dresden auffallend und besonders gern prominent und mit Einzelpersonen in Verbindung zu bringen. Und dort liegt der Hase im Pfeffer.

    Ich witter hier keine Verschwörung, ich sehe hier eine scharfe Abkehr vom Verständnis historischer Verantwortung und Demokratie.

  • Wenn wir eins in den letzten Jahren gelernt haben, dass das man mit akademischem Backround jeden noch so dussligen Kram mit ausreichend herbeifabulierten Phrasen oder Erklärungen begründen kann.

    Ich bemerke mit einigem Befremden, wie "Akademiker" hier mehr und mehr als Beleidigung benutzt wird. Dagegen verwehre ich mich aufs schärfste und hoffe, diese "Know-Nothing-Mentalität", die wissenschaftliche Bildung und Kenntnisse geringschätzt und sich selbst und seinen persönlichen Geschmack zu Maßstab macht, ist nicht das neue Leitbild dieses Forums.

  • #RobBerg Nachdem sich ja offenbar eine deutliche Mehrheit FÜR den Erhalt der Kantine ausspricht, mutet Dein Demokratieverständnis irgendwie etwas seltsam an finde ich..

    Hast Du denn die Begründung gelesen, weil Du Dich hier so vermeintlich sachkundig artikulierst oder zählen am Ende Deine Beiträge auch zu den "herbeifabulierten Phrasen oder Erklärungen"?

    Und das ist in Dresden auffallend und besonders gern prominent und mit Einzelpersonen in Verbindung zu bringen. Und dort liegt der Hase im Pfeffer.

    Ach ja? Wie schon gesagt, es ist niemandem verboten, sich für eine Sache die ihm oder ihr am Herzen liegt, zu engagieren. Auch Dir nicht.

  • Ich bemerke mit einigem Befremden, wie "Akademiker" hier mehr und mehr als Beleidigung benutzt wird.

    Das sollte DAS nicht heißen. Das heißt vielmehr, dass in diesen Diskussionsrunden oder hier auch in Formen, Akademiker in Form von Architekten, Amtsausführenden, etc. immer wieder dazu neigen, ihre Ansichten als allein gültig aufzufassen und Nichtakademiker per se aus der Diskussion ausschließen, aus Gründen des Vorurteils ihre Argumente sind aufgrund eines nicht hinterlegten Universitätsabschlusses minderwertig. Zuletzt am Beispiel Kulka und seines Anbaus am Landtag.

    Ebenso sind die prosaischen Einlassungen zu Begründungen von Neubauten oder eben auch Denkmälern allesamt aus der Feder akademischer Natur, die aufgrund ihrer Lehre sehr wohl der Meinung sind, der Weisheit letzter Schluss zu sein. Sonst gäb es nicht von verschiedenen personæ, verschieden lautende Urteile und Ergebnisse, wie hier am Beispiel Kantine. Gleichwohl wird Kritik, sofern sie erlaubt ist, eher von gleichem Bildungsgrad registriert als von einer Bürgerversammlung, wo Wortmeldungen zu Themen nicht unbedingt als Überzeugung in die Arbeit der Verantwortlichen einfließen. Auch dafür bietet Dresden viele Beispiele.

    Es ist also weniger eine Beleidigung als eine Tatsache, dass sich Akademiker für diese Themen und Schriften verantwortlich machen lassen. Und nicht selten fördert dieses ein gewisses Reibungspotential.

    Nachdem sich ja offenbar eine deutliche Mehrheit FÜR den Erhalt der Kantine

    ausspricht,

    Wie kommst du jetzt bitte dazu?

  • Wie kommst du jetzt bitte dazu?

    Vermutlich meint er die Umfrage der DNN, bei der die Teilnehmer mit überwältigender Mehrheit für den Erhalt der Kantine plädiert haben. Vielleicht ist es ja doch nicht so schwarz und weiß, wie es einige Mitforisten herbeireden?

    Die Robotronkantine zu erhalten ist demnach nicht das böse Kammerspielchen von einigen ominösen Schattenfiguren sondern eine legitime Meinung und ein nachvollziehbares Anliegen. Wie sich zeigt von nicht gerade wenigen. In Dresden gibt es so viel spannendere Betätigungsfelder für uns, als Menschen die sich für den Erhalt von Gebäude einsetzten im Netz zu denunzieren. Es gibt so viel Gutes zu tun.

    Ich selbst bin klar für den Abriss. allein in Berlin, Hamburg gibt es hunderte, vielleicht tausende, bessere Gebäude aus jener Zeit.

    Ich verstehe die Entscheidung nicht. Strukturell ist es uninteressant. Konzeptuell/ typologisch ist es auch nicht neu oder sonderlich gut umgesetzt. Kulturgeschichtlich und stadtgeschichtlich auch nur bedingt relevant. :“da waren die bereits abgängigen Robotron-Bauten wichtiger. Das Ensemble ist bereits zerstört. Lediglich Teile des Orginal Interieurs sind recht gut konserviert. Da wiederum nur das Immobile soweit ich weiß.

    Diese Einbauten könnten meiner Ansicht nach gut in das neue und soweit lieblose Bürgerforum umziehen. Translozierung also, wie es seinerzeit auch in Hamburg wegen des Spiegel-Neubaus mit der historischen Panton-Kantine geschehen ist. Diese ist nun im Kunstgewerbemuseum der Hansestadt. Wenn man aber ehrlich mit sich ist, zeigt gerade der Vergleich mit Hamburg und der Verner Panton-Kantine, dass die Dresdner Kantine eigentlich nicht im selben Maße schutzwürdig ist.

    Panton-Kantine vo. Wikicommons.de

    Mir scheint der Bau aus seinem historischen Programm heraus auch für die Nutzung als Ausstellungsort völlig ungeeignet. Die Künstler mühen sich am Glaspavillion der Berliner Neuen Nationalgalerie regelmäßig ab. Selten tut diese Zwangsheirat der Kunst und dem starken Raum von Mies dabei fruchtbar gut. Die Ostrale zeigt bereits jetzt das sich die Kantine ebensowenig eignet. Wenn jetzt auch noch das übliche Raumprogramm mit Verwaltung, Museumsshop, Veranstaltungsraum etc.pp. In das arme, offene Haus soll, wird der Denkmalschutz vor lauter Grundriss und Aufrissänderungen, dann richtig ins Schwitzen kommen. Die energetische Fassadensanierung wird das Haus dann restlos verändern.

    Die Entstellung das Café Minsk durch den „zeitgenössischen“ Umbau zum Museum ist in diesem Sinne bereits ein Blick in diese wunschüberlastete und von historischer Unmittelbarkeit und Authentizität befreiten Zukunft.

    Edit: Wieso „nicht einverstanden“ DarkVision

  • Diese Umfrage ist hochgradig manipulierbar gewesen (habe ich selber ausprobiert) und damit für die Füße. Die Umfrage stand einige Zeit genau andersherum und hatte sich innerhalb weniger Tage schlagartig gedreht gehabt. Da kann man jetzt das Spekulieren anfangen oder solche Umfragen einfach nicht ernst nehmen. Aus genau diesem Grund ist sie hier (zumindest von mir) nicht thematisiert worden.

  • Dem stimme ich zu. Der Werdegang der Umfrage war die längste Zeit gegen die Kantine, wurde immer mehr, nachdem ich hier aufgerufen hatte abzustimmen.

    Gleiches wurde Tage später als Reaktion darauf von der FB Seite der Kantine getan, wo dann innerhalb weniger Tage das Ergebnis komplett und verstärkt ins Gegenteil umschlug.

    Zu dem Zeitpunkt hab ich selbst mitbekommen, dass Mehrfachabstimmungen möglich waren und hab das ebenso in den Skat gedrückt wie CF.

    Gleiches gilt übrigens auch für die Abstimmung in der SäZ vom Mai, wo übrigens bis zuletzt die Stimmen für den Abriss oder "egal" die Mehrheit stellten. Auch diese wurde nirgends als Argument angeführt.