Eben scheint Ruhe eingekehrt in unserem Forum-Strang. Mich würde eine andere Meinung interessieren:
Die von Franco Stella entworfene Ostfassade des HF steht nun, von Osten weithin sichtbar. Sie wird von vielen kritisiert. Dem kann ich nicht folgen, hoffe aber auf Argumente. Welche Optionen und Alternativen hat es gegeben? Der alte Renaissancebau, dessen Fassaden Ende 19. Jhd. historisierend verändert wurden, hatte einige respektable Wohnräume. Der Baukörper war aber kleinteilig, mit vielen Stufen und Ecken, für ein Museum ungeeignet und kein organisch-selbstverständlicher, zugehöriger Teil des angestrebten barocken Erscheinungsbildes Schlüters. Mir scheint plausibel, dass auf diesen Bau verzichtet wurde. Die Unterstellung, die Ostfassade modern zu gestalten, ausschließlich um den Hybridcharakter zu betonen und den rekonstruierten Schlossbau gegenüber dem verlorenen Original qualitativ zu relativieren, halte ich für falsch.
Die Ostfassade hat Stella in Höhe, Horizontalgliederung und Mezzaningeschoss klar an den Barockfassaden orientiert. Sie hat durchaus eine großzügige, ruhige, durchaus edle Ausstrahlung. Zur Unterbrechung der langen, in der Größe vielleicht monoton wirkenden Fassade hätte ich als Abwechslung und Akzent auch an der Ostseite ein erkennbares, modernes Portal gewünscht. Jedenfalls halte ich Schmährufe wie Sparkasse oder Hochgarage unberechtigt. Stella hat im Anschluss an die Ostseite, Park oder Neue Altstadt, das Richtige getan, oder nicht?
Nein Bauaesthet,
er hat nicht das Richtige getan. Ich sehe auch nicht die ruhige edle Ausstrahlung die Bezeichnung Sparkasse halte ich für treffend. Die Ostfassade wirkt nur billig. Sie steht im Kontext zu den Bauten am Schinkelplatz und zu der zur erwartenden Katastrophe, dass die Bauakademie nicht wieder aufgebaut wird. dann kommen noch die Staatsratsturnhalle hinzu und das AA und zack ist das Ghetto perfekt.
Ich hätte die Rekto des Renaissanceteils bevorzugt, schon des Ensembles an der Spree wegen,

