Anpassung an das Leben im Weltall kann letztlich auch einfach als bewusst beschleunigte Evolution verstanden werden. Wir haben ja mit dem Australopithecus auch nicht mehr viel gemeinsam, stehen aber dennoch in seiner Ahnenlinie. In Anbetracht unserer zivilisatorischen Entwicklung ist es wohl gar die logische Fortsetzung der menschlichen Reise. Wir haben immer neue Welten erkundet, expandiert und uns an neue Lebensräume angepasst. Diese sind auf der Erde nunmal weitgehend ausgeschöpft.
Ein an das Leben außerhalb der Erde angepasster Marsianer, der Shakespeare liest, über Kant debattiert und die Geschichte der Erde als seine eigene Ahnenlinie versteht, ist uns näher als ein Schimpanse, der 99 % unserer DNA teilt. Das Menschliche ist wenn man so will ja vor allem ein Software-Paket (Kultur, Wissen, Spirit), nicht nur die Hardware (Körper). Sonst müsste man ja jemandem wie Stephen Hawking z.B. auch das Menschsein absprechen.
Welches Interesse wir an einer Fortentwicklung haben? Nun, warum investieren Eltern Zeit und Geld in Kinder? In Kinder, die in einer Welt leben werden, die die Eltern nicht mehr verstehen, und die Ansichten haben werden, die den Eltern fremd sind. Die sich womöglich auch biologisch völlig anders entwickeln. Wir tun es, weil wir wollen, dass die Flamme des Bewusstseins nicht erlischt. Das ist ja kein "Esoterik-Projekt", sondern der tiefste menschliche Instinkt: Die Weitergabe des Staffelstabs. Die Sicherung der Art, des Überlebens. Wir bereiten den Weg für unsere Nachfahren, nicht weil sie exakte Kopien von uns sind, sondern weil sie unsere Träume, unsere Kultur und unsere Geschichte weitertragen. Menschen pflanzten Bäume, deren Schatten sie nie erlebten und sie bauten Kathedralen, unter deren Dächern sie selbst nie sitzen konnten.
In The Expanse sind die Belters physisch verändert (länger und dünner), aber sie sind absolut menschlich. Sie kämpfen für Gerechtigkeit, lieben ihre Familien und leiden unter denselben moralischen Dilemmata wie wir. Das Protomolekül hingegen ist ein Werkzeug ohne Bewusstsein. Der Vergleich hinkt da: Die Kolonisten bleiben Individuen mit menschlicher Psychologie, auch wenn ihre Wirbelsäule im All länger wird.
Raumstationen, Mond und Mars - Konzepte für den dauerhaften Aufenthalt außerhalb der Erde
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Welches Interesse wir an einer Fortentwicklung haben? Nun, warum investieren Eltern Zeit und Geld in Kinder? ... Wir tun es, weil wir wollen, dass die Flamme des Bewusstseins nicht erlischt. Das ist ja kein "Esoterik-Projekt", sondern der tiefste menschliche Instinkt: Die Weitergabe des Staffelstabs.
In The Expanse sind die Belters physisch verändert (länger und dünner), aber sie sind absolut menschlich. Sie kämpfen für Gerechtigkeit, lieben ihre Familien und leiden unter denselben moralischen Dilemmata wie wir. Das Protomolekül hingegen ist ein Werkzeug ohne Bewusstsein. Der Vergleich hinkt da: Die Kolonisten bleiben Individuen mit menschlicher Psychologie, auch wenn ihre Wirbelsäule im All länger wird.Du vertrittst einen zutiefst idealistischen Standpunkt. Menschen bekommen Kinder um sich selbst fortzupflanzen, um sich in ihren Kindern wiederzuerkennen und damit eine Form von Unsterblichkeit zu erlangen. Es geht dem Individuum dabei nicht um den Fortbestand der Spezies. Hätte der Mensch einen derartigen Instinkt, wäre die Welt nicht in dem Zustand in dem sie ist. Anstatt die Probleme gemeinsam zu lösen, wird um Ressourcen gekämpft und werden Populisten gewählt.
Bei der von dir genannten Fortentwicklung der Menschheit muss nicht nur einfach eine Frau ein Kind bekommen. Diese würde eine enorme gemeinsame Kraftanstrengung bedeuten. Hast du den Eindruck, dass der Mensch dazu fähig ist?
Und The Expanse habe ich nur zum groben Vergleich herangezogen, um zu verdeutlichen um welche Hausnummer es hier geht. Es ging mir nicht darum die Serie genau zu analysieren um daraus exakte Rückschlüsse für die Zukunft der Menschheit abzuleiten. Aber wenn du schon dabei bist: längere und dünnere Gliedmaßen werden sicher nicht reichen. Es würde erheblich tiefgreifendere Veränderungen der menschlichen Physis und Psyche brauchen, was für eine Fernsehserie aber vielleicht nicht so spannend wäre. Bei aller Liebe darf man nicht vergessen, dass es bei The Expanse vordringlich um Unterhaltung geht.
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Wenn also die Besiedelung privat erfolgt und nicht durch einen Zusammenschluss ALLER Staaten und gemeinnützig, dient eine Besiedlung nur dem Gewinn einzelner Personen.
Ein Zusammenschluss aller Staaten ist illusorisch - in der gegenwärtigen Lage noch viel mehr als vor 20 Jahren.
China will Mond und Mars ganz offen für sich selbst.
Wir Europäer sind noch im Dornröschenschlaf, für uns ist Raumfahrt ein Randthema für ein bisschen Industriepolitik und Grundlagenforschung, keine strategische Machtfrage.
Mit Indien gibt es in Punkto Raumfahrt einen „erwachenden Riesen“, von dem man bald deutlich mehr hören wird.
Die USA sind staatlicherseits nicht viel weiter als die Europäer. Wäre Raumfahrt in den USA von staatlichen Initiativen abhängig, bliebe es bei extrem teuren „Footprint and Flag“-Missionen ohne nachhaltige Veränderung.
Russland war mal ein relevanter Player, fokussiert sich aber nur noch auf seine militärische Ambitionen und ist damit raus.
Die USA und der Westen allgemein können froh sein, dass es private Initiativen wie die von Musk, Bezos, Beck (Rocket Lab) und einigen wenigen anderen gibt, denn ansonsten gäbe es faktisch NICHTS, was mit China mithalten könnte.
Ich traue Musk zu, dass er die Besiedlung des Mars erfolgreich anschieben kann. Einen Gewinn wird er damit nicht erzielen, aber darum geht es ihm auch nicht. Wenn es ihm um Geld und Luxus ginge, könnte er sich per sofort mit dem größten Privatvermögen der Welt zur Ruhe setzen. Seine Erfolg kommt beruht darauf, dass für ihn Geld Mittel zum Zweck der Weltraummission und eben nicht Selbstzweck ist.
Die Marsianer werden nicht „Sklaven“ von Musk sein, weil seine Motivation nicht in Machterwerb begründet ist. Aber natürlich ist es eine spannende und völlig ungeklärte Frage, wie sich eine Marskolonie politisch organisieren wird.
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Anpassung an das Leben im Weltall kann letztlich auch einfach als bewusst beschleunigte Evolution verstanden werden.
Strahlung, kein Sauerstoff, geringere Schwerkraft, kein Wasser, extreme Temperaturschwankungen, solche evolutionären Weiterentwicklungen sind wohl kaum möglich, daß da irgendein Wesen überleben kann. Wahrscheinlich dürfte schon aufgrund der geringeren Schwerkraft ein längerer Aufenthalt in einer geschützten Umgebung schwere Gesundheitsschäden nach sich ziehen.
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Ach, ist ja ein Ding, höre ich zum ersten Mal.

"Bewusst beschleunigte Evolution" bezieht sich auf das, was vorher gesagt wurde:
"Was sich ohnehin schon abzeichnet - KI, Robotik, biotechnische und genetische Veränderungen, Terraforming, usw... Da wird es die wildesten Technologien brauchen, die uns heute wohl oftmals ethisch fragwürdig erscheinen würden. Wie das in nur 30 oder gar 100 oder 300 Jahren aussieht, ist ja eine ganz andere Frage."
Ich will das gar nicht werten und auch nicht begrüßen, ich beobachte einfach, was gedacht und gemacht wird.
Wenn wir uns nur hinstellen mit einem eisernen "das ist alles nicht menschlich und wir müssen die Finger davon lassen" werden unbekümmertere Kulturen einfach damit voranpreschen, ohne dass solche ethischen Fragen überhaupt irgendeine Rolle spielen. Wie wir es gerade beim Thema KI schon sehen, das Europa wieder glorreich verpennt. -
Strahlung, kein Sauerstoff, geringere Schwerkraft, kein Wasser, extreme Temperaturschwankungen, solche evolutionären Weiterentwicklungen sind wohl kaum möglich, daß da irgendein Wesen überleben kann.
Da bin ich mir gar nicht so sicher. Es gibt z. B. radiotrophe Pilze, die Strahlung in Energie umwandeln. In beengten Habitaten bräuchte es zudem ein Schwarmbewusstsein, wie z. B. bei Bienen. Beine bräuchte es weniger. Will sagen: Es bräuchte ein Bienen, Pilz und sonstwas Mischwesen, welches mit dem Menschen quasi nix mehr gemeinsam und für das die menschliche Geschichte vermutlich keine Bedeutung mehr hätte. Deshalb habe ich auf das Protomolekül angespielt, denn dieses wäre uns auch völlig fremd.
In Serien wie The Expanse soll es ja um unseren Weg ins All gehen, schließlich soll sich der Zuschauer in der Handlung wiedererkennen können. Die kaum verständlichen Aktionen von Pilz-Bienen und sonstwas Mischwesen wären vermutlich weit weniger interessant und nicht gut für die Einschaltquote.
Nicht unvorstellbar, dass dann irgendwann auch Habitate nicht mehr völlig geschlossen sein müssen und ein zumindest kurzfristiges Überleben im Vakuum möglich sein wird. Auch denkbar, dass die Habitate dann selbst Teil der Lebensform sein werden.
Nur haben wir Interesse an solchen Nachkommen?
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Ich denke buarque hat da schon einen Punkt. Jegliches Leben stirbt früher oder später an den lebensfeindlichen Bedingungen im Weltraum. Das wird sich auch mit "Evolution" oder Manipulation von Lebewesen nicht großartig ändern. Viel einfacher ist es den Weltraum oder andere Planeten mit Maschinen zu besiedeln.
Wenn man schon derart weit in die Zukunft schaut, wäre es deshalb wahrscheinlicher entsprechende Roboter zu entwerfen. Eventuell ist es eines Tages dann auch möglich ein menschliches Gehirn in einen Computer/Roboter zu übertragen und die Menschheit gibt ihre Körper aus Fleisch auf. Dies hätte für die Besiedelung des Weltraums einige Vorteile und man könnte sogesehen als Bonus niemals sterben.
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IWenn man schon derart weit in die Zukunft schaut, wäre es deshalb wahrscheinlicher entsprechende Roboter zu entwerfen. Eventuell ist es eines Tages dann auch möglich ein menschliches Gehirn in einen Computer/Roboter zu übertragen und die Menschheit gibt ihre Körper aus Fleisch auf. Dies hätte für die Besiedelung des Weltraums einige Vorteile und man könnte sogesehen als Bonus niemals sterben.
Roboter werden im All eine wichtige Rolle übernehmen, keine Frage. Elon Musk weiß, weshalb er Tesla mit Hochdruck humanoide Roboter entwickeln lässt, und weshalb er Milliarden in KI steckt (- und in die Entwicklung von Mensch-Maschine Schnittstellen, siehe Neuralink).
Aber das alles nicht um Menschen durch Roboter zu ersetzen, sondern um Menschen den Sprung ins All (- auf den Mars) zu erleichtern.
Der Mars ist zweifellos lebenfeindlich, aber weitaus weniger lebensfeindlich, als der erdnahe Orbit, in dem sich seit Jahrzehnten die (ständig bewohnte) ISS herumtreibt.
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Jegliches Leben stirbt früher oder später
...sowieso.

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... sondern um Menschen den Sprung ins All (- auf den Mars) zu erleichtern.
Diese Faszination für den Mars ist schon eigenartig. Warum hat der Mars wohl eine Atmosphäre aus Kohlendioxid? Weil der Planet kein Magnetfeld besitzt und der Sonnenwind alle leichteren Elemente fortgeblasen hat. Dasselbe gilt für die Venus. Nur dass bei der Venus die Sonnennähe dafür verantwortlich ist, während der Mars einfach nichts halten kann. Man wird den Planeten also niemals nachhaltig terraformen können. Mal ganz abgesehen davon, dass im Boden des Planeten nicht einmal ansatzweise genug Material für ein Terraforming gebunden ist.
Es bleibt also nur ein Leben in Höhlen und unterirdischen Habitaten, wie in einem Ameisenhaufen. Ich finde es interessant, dass immer wieder schöne Habitate für den Mars erdacht werden, aber quasi nie thematisiert wird, was das permanente Eingeschlossensein aus dem Menschen machen würde. Eigentlich erstaunlich, denn über die psychologischen Auswirkungen des langen Fluges zum Mars wird ja auch viel diskutiert.
Vielleicht könnte man ja einen Kompromiss finden zwischen einem gewissen Grad an Terraforming auf der einen Seite und der Anpassung der menschlichen Physis an eine dünne Atmosphäre auf der anderen. Aber auch hier stellt man sich das dann so vor, dass dem Menschen dann eine besonders widerstandsfähige Haut angezüchtet wird (fast wie ein Raumanzug), er ansonsten aber bleibt wie man ihn so kennt. Das bei einer Besiedelung des Mars tiefgreifende Eingriffe in die menschliche Psyche erforderlich sein werden, scheint kaum ernsthaft relevant zu sein. Schwer vorstellbar, was das aus dem Menschen machen würde.
Aber der technischen Aspekt ist natürlich auch viel interessanter. Man meistert das schon mit KI, Robotern und cleveren Starships. Da hat man alle Probleme im Griff.
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Diese Faszination für den Mars ist schon eigenartig. Warum hat der Mars wohl eine Atmosphäre aus Kohlendioxid? Weil der Planet kein Magnetfeld besitzt und der Sonnenwind alle leichteren Elemente fortgeblasen hat. Dasselbe gilt für die Venus. Nur dass bei der Venus die Sonnennähe dafür verantwortlich ist, während der Mars einfach nichts halten kann. Man wird den Planeten also niemals nachhaltig terraformen können. Mal ganz abgesehen davon, dass im Boden des Planeten nicht einmal ansatzweise genug Material für ein Terraforming gebunden ist.
Es bleibt also nur ein Leben in Höhlen und unterirdischen Habitaten, wie in einem Ameisenhaufen ….
Der Mars ist einfach der - mit Abstand - erdähnlichste Planet im Sonnensystem, und gleichzeitig unser nächster Nachbar.
- Ein Tag auf dem Mars dauert etwa so lang wie auf der Erde.
Ein kaum zu unterschätzender Pluspunkt für die menschliche Gesundheit und Psyche!
- Der Mars hat eine Atmosphäre.
Die ist zwar dünn und besteht fast nur aus CO2, ist aber dennoch dicht genug um die kosmische Stahlung am Boden deutlich zu reduzieren. Weiterhin ermöglicht die Atmosphäre das Abbremsen beim Landeanflug, was Unmengen von Treibstoff spart, den man sonst mitschleppen müsste. Tatsächlich wäre die Marsoberfläche mit heutiger Technik kaum erreichbar, wenn es die Atmosphäre nicht gäbe. Deren Bremswirkung wird sehr schön anschaulich, wenn man sich das Video von der Landung des Marsrovers Perseverance anschaut - Youtube .
Last but not least kann aus der Atmosphäre Sauerstoff zum Atmen und als Treibstoff für Rakten gewonnen werden.
- Der Mars verfügt über reichlich Wasser:
Wasser ist essenziell für die Herstellung von Atemluft und Treibstoffen, aber auch für Landwirtschaft. Die Vorräte an Wasser in Form von Eis sind so riesig, dass sie theoretisch sogar für eine begrenzte Terraformung des Mars eingesetzt werden könnten. Also für die Schaffung eines Zustands, der zwar nicht erdgleich, aber doch sehr viel erdähnlicher wäre als heute.
- Die Strahlenbelastung auf dem Mars wird oft von Skeptikern übertrieben hoch dargestellt.
Tatsächlich entspricht sie an der Oberfläche etwa dem INNEREN der ISS. Sprich, Menschen könnten ein ganzes Jahr oder mehr vollkommen ungeschützt auf der Oberfläche herumlaufen, ohne gravierende Gesundheitsschäden befürchten zu müssen. Unter realistischen Bedingungen - also in druckgeschützen Habitaten und Raumanzügen - wäre die Strahlung ein gut handlebares Problem. Schlafen sollten Menschen bei maximalen Schutz, zum Beispiel unter der Erde oder unter massiven Abdeckungen. Tagsüber zum Leben und Arbeiten könnte dafür eine helle und freundliche Umgebung mit viel Sonnenlicht in oberirdischen Habitaten gewählt werden, und gelegentliche Ausflüge ins Freie wären überhaupt kein Problem.
- Die Gravitation beträgt etwa 1/3 der auf der Erde und könnte einen idealen Kompromiss darstellen.
Einerseits wird so Raumfahrt drastisch erleichtert, andererseits könnte die Gravitation noch hoch genug sein, um die menschliche Gesundheit nicht zu sehr zu beeinträchtigen. Letzteres ist aber Spekulation. Erst die Praxis wird es zeigen, welche langfristigen Effekte in welchem Ausmaß eintreten.
- Das Klima
Das Klima ist auf dem Mars nach irdischen Maßstäben extrem trocken und kalt. Aber dennoch ist Mars, auch was diesen Aspekt betrifft, der mit Abstand erdähnlichste Ort im Sonnensystem.
- Last but not least, die Psyche:
Auf der Marsoberfläche sieht‘s „sonnig und freundlich“ aus. Das Landschaftsbild ist kaum von trockenen Regionen auf der Erde zu unterscheiden. Menschen dürften sich in einer halbwegs vertrauten Umgebung wähnen.
Das eigentliche Problem einer Marsbesiedlung sehe ich in einem ganz anderen Aspekt, der seltsamerweise kaum diskutiert wird: Der Mars ist mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit bereits bewohnt - von Mikroben.
Hab heute keine Zeit mehr, aber ich werde mehr dazu schreiben.
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Die Strahlenbelastung auf dem Mars wird oft von Skeptikern übertrieben hoch dargestellt. Tatsächlich entspricht sie an der Oberfläche etwa dem INNEREN der ISS.
Wenn ich mich recht erinnere habe ich das hier mal kommuniziert. Von diesem Sachverhalt hattest du zuvor (glaube ich) keine Kenntnis. Allerdings ist ein Jahr Aufenthalt auf der ISS immer noch alles andere als gesund.
Wie auch immer, ich sehe den Mars zunächst als guten Ort für eine Forschungsstation, ähnlich wie in der Antarktis. Warum gibt es eigentlich keine ausgedehnten Siedlungen in der Antarktis? Die ist schließlich immer noch 1000 mal lebensfreundlicher als der Mars. Schon irgendwie komisch. An Schutzabkommen alleine kann es nicht liegen.
Ich will eine Kolonisierung des Mars ja nicht völlig ausschließen, aber deine Argunentationsweisen finde ich oft ziemlich naiv. Das soll keine Beleidigung sein.
Und falls du mit den Mikroben keine von der Erde eingeschleppten meinst, dann werde ich davon sicher bald in der Bildzeitung lesen. Ach und ich weiß, dass es nach neueren Erkenntnissen einst sehr starke Regenfälle auf dem Mars gab.
Auch wenn es langsam aus dem Blickfeld gerät: dies ist immer noch ein Architekturforum. Man sollte also irgendwann thematisch zur Architektur und Ausstattung von irgendwelchen Habitaten zurückkehren. Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass du darin Siedler siehst und ich eher Wissenschaftler.
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Wenn ich mich recht erinnere habe ich das hier mal kommuniziert. Von diesem Sachverhalt hattest du zuvor (glaube ich) keine Kenntnis. Allerdings ist ein Jahr Aufenthalt auf der ISS immer noch alles andere als gesund.
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Wie auch immer, ich sehe den Mars zunächst als guten Ort für eine Forschungsstation, ähnlich wie in der Antarktis. Warum gibt es eigentlich keine ausgedehnten Siedlungen in der Antarktis?
Ich will eine Kolonisierung des Mars ja nicht völlig ausschließen, aber deine Argunentationsweisen finde ich oft ziemlich naiv. Das soll keine Beleidigung sein.
Und falls du mit den Mikroben keine von der Erde eingeschleppten meinst, dann werde ich davon sicher bald in der Bildzeitung lesen. Ach und ich weiß, dass es nach neueren Erkenntnissen einst sehr starke Regenfälle auf dem Mars gab.
Auch wenn es langsam aus dem Blickfeld gerät: dies ist immer noch ein Architekturforum. Man sollte also irgendwann thematisch zur Architektur und Ausstattung von irgendwelchen Habitaten zurückkehren.
Ja, auf die - angesichts der drastischen öffentlichen Diskussion - erstaunlich moderate Strahlenbelastung hattest Du mich aufmerksam gemacht (8. Juni. 23) - Danke dafür!
Und ich hatte daraufhin den plastischen Vergleichswert „wie im Inneren der ISS“ ergoogelt. Ist doch super - dafür sind Dialoge da.
Der Wert bedeutet zweierlei : Einerseits gibt es keinen Anlass, sich auf dem Mars dauerhaft im Untergrund eingraben zu müssen. Andererseits sollte, gerade im Hinblick auf langfristige oder dauerhafte Aufenthalte die Bebauung und die Lebens- und Arbeitskonzepte radiologische und psychologische Aspekte zugleich berücksichtigt werden. Menschen brauchen Sonnenschein und Tageslicht, um sich wohlzufühlen, und gleichzeitig ausreichend Strahlenschutz, um nicht an Krebs zu erkranken. Erfreulicherweise scheint der notwendige Kompromiss auf dem Mars machbar. Der Mond ist in dieser Hinsicht die größere Herausforderung.
Was die potentiellen Marsmikroben angeht: Meine Quelle ist nicht B.-Zeitung, sondern die NASA höchstselbst. Wenn es gewünscht wird, erläutere ich das gerne näher. Hat aber wirklich nichts mit Habitaten zu tun. Die Arbeit einer Begründung möchte ich mir aber nur machen, wenn ich anschließend keine Haue bekomme, dass ich eine halbe Forenseite für reinen OT verwende. Sollten besagte Mikroben tatsächlich vorhanden sein, dürfte sich daraus eine weitaus größere praktische Hürde ergeben als aus jedem anderen hier aufgebrachten Aspekt.
Von moralischen Fragen (- Schutz einer fremden Biosphäre) und virologischen Aspekten (- Schutz der Erde) ganz abgesehen.
Zur Auflockerung ein paar Render, nicht betreffend Mars, sondern vom Mond!
Der Mond wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ja vor dem Mars (erneut) erreicht werden. Und anders als beim Apollo-Programm, wird es (fast) von Beginn an das Ziel sein, ein Habitat für den dauerhaften Aufenthalt zu errichten.
Demnächst mehr dazu, heute fehlt mir die Zeit.



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Der Mars ist mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit bereits bewohnt - von Mikroben.
Zu diesem Schlagwort gab es in der ZEIT neulich ein sehr interessantes Interview. Es behandelt u.a. mögliches Leben auf dem Mars, unseren Umgang damit und die Theorie, dass das Leben auch von dort auf die Erde gekommen ist.
Außerirdisches Leben: Werden wir jemals Aliens finden, Dirk Schulze-Makuch?Wir haben viele lebensfreundliche Exoplaneten entdeckt. Aber noch immer keine Aliens. Astrobiologe Dirk Schulze-Makuch glaubt, dass wir sie versehentlich…www.zeit.de -
Diese „Gibt-es-Leben-im-Universum“-Diskussionen gibt es tonnenweise. Sie haben nur mittelbar was mit Städten auf dem Mars zu tun. Die Feststellung, dass es hier so reichhaltiges Leben gibt, gibt keine Veranlassung dafür, es fürs gesamte Weltall anzunehmen... Nebenbei: wenn die „Samen“-Theorie irgendeine wissenschaftliche Grundlage hat, können Mikroorganismen durchaus überleben, wenn auch vielleicht nur im Kometeneis.
Der Mars ist deshalb so interessant, weil er das nächste Ziel ist. Fertig. Der Mond ist noch ungeeigneter zum Wohnen, die Venus sowieso. Beim Mars kann man aber noch was wuppen und irgendwie dort wohnen, auch wenn es extrem aufwändig und unbequem wird. Das brauchen wir für die Venus gar nicht erst versuchen (das hilft auch nicht wirklich beim Überleben der Menschheit, wenn es DAS hohe Ziel sein darf, denn die Venus muss eher dran glauben...). Also fliegen wir erstmal zum Mars, wir treten nämlich erst vor die Haustür. Alles andere in unserem Sonnensystem ist unrealistisch. Wenn der Mars nichts wird, war's das mit Emigration. Es mag auf Europa oder auf anderen Monden sogar Leben oder Lebensmöglichkeiten geben - aber wer möchte schon 5 Jahre in einer Stahlröhre dorthin fliegen..? Schön ist es da ja, aber wohnen möchte ich da nicht...PS Ich weiß, dass die „Staatengemeinschaft“ unrealistisch ist. Und gäbe es sie, wäre es auch nicht rosiger, denn ein Staat wie China mag Raumfahrt vorantreiben - aber wie geht es den Taikonauten? Es bleibt also nur die Investition durch reiche Oligarchen, jedenfalls so lange wir dieses kapitalistische System haben. Und damit bleibt die Frage, was dieser davon hat und wie er seine Mitarbeiter bzw. Siedler behandelt, durchaus immer noch aktuell. Ich ziehe meine Behauptung deshalb nicht zurück: Musk und andere Milliardäre sind keine Heiligen, die etwas aus Menschenliebe machen. Um so reich zu werden und zu bleiben, muss man ein Schwein sein. Auch wenn man viel spendet, viel gutredet und alles kaschiert.
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Diese „Gibt-es-Leben-im-Universum“-Diskussionen gibt es tonnenweise. Sie haben nur mittelbar was mit Städten auf dem Mars zu tun. Die Feststellung, dass es hier so reichhaltiges Leben gibt, gibt keine Veranlassung dafür, es fürs gesamte Weltall anzunehmen... Nebenbei: wenn die „Samen“-Theorie irgendeine wissenschaftliche Grundlage hat, können Mikroorganismen durchaus überleben, wenn auch vielleicht nur im Kometeneis.
Für mikrobielles Leben auf dem Mars gibt es konkrete Indizien. Für die frühe Vergangenheit des Mars ist es bereits mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.
Aber auch für die Gegenwart gibt es Hinweise. Diese Hinweise sind zwar keine 100%igen Beweise. Aber die Haltung “nur wenn ich einen 100%igen Beweis für Leben habe, existiert dort Leben” könnte zu einem Problem werden, wenn man Menschen in diese Umgebung schickt, ohne vorab zu wissen, was einen erwartet.
Bei den Apollo-Missionen auf dem Mond hatten die Astronauten trotz aller Vorsicht nach jedem Ausflug ins Freie beim Umziehen im Landemodul direkten Körperkontakt mit Mondstaub.
Der Mond ist absolut steril, also bestand keine Gefahr einer Infektion. Es blieb bei harmlosen Schleimhautreizungen. Aber es zeigte sich anschaulich, wie schwer es wäre einen direkten Kontakt mit Material aus der Umgebung zu vermeiden, wenn dies nötig wäre.
Was Musks Motivation angeht: Ich halte ihn 0,0 für einen Heiligen. Aber ich nehme ihm echte Begeisterung für die Sache und eine nicht-finanzielle Motivation bezüglich Marsbesiedlung ab. Beides ist kein Widerspruch.
Fakt ist, dass dies die Staaten der westlichen Hemisphäre nicht die nötige Motivation und das Durchhaltevermögen haben, um eine Marsbesiedlung staatlicherseits durchzuführen. Ohne private Initiativen würden bestenfalls Unsummen für minimale Erfolge in den Sand gesetzt werden.
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Für mikrobielles Leben auf dem Mars gibt es konkrete Indizien. Für die frühe Vergangenheit des Mars ist es bereits mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.
Aber auch für die Gegenwart gibt es Hinweise. Diese Hinweise sind zwar keine 100%igen Beweise. Aber die Haltung “nur wenn ich einen 100%igen Beweis für Leben habe, existiert dort Leben” könnte zu einem Problem werden, wenn man Menschen in diese Umgebung schickt, ohne vorab zu wissen, was einen erwartet
Bezüglich des Nachweis von Leben auf dem Mars - früher oder bis heute existierend - wäre ich zurückhaltender.
Gemini schreibt:
"Die Suche nach Leben auf dem Mars ist eines der spannendsten Kapitel der modernen Wissenschaft. Bisher gibt es zwar keinen definitiven Beweis (wie etwa ein Foto eines Organismus oder eine zweifelsfreie DNA-Probe), aber die Indizienkette ist in den letzten Jahren – besonders durch die Missionen der Rover Curiosity und Perseverance – immer dichter geworden.
Man unterscheidet dabei zwischen Hinweisen auf vergangenes Leben (vor Milliarden Jahren) und heutiges Leben.
1. Hinweise auf vergangenes Leben (Paläobiologie)
In der Frühzeit des Sonnensystems war der Mars der Erde sehr ähnlich. Forscher haben zahlreiche Anzeichen für eine lebensfreundliche Vergangenheit gefunden:
- Flüssiges Wasser an der Oberfläche: Satellitenbilder und Rover-Daten zeigen ausgetrocknete Flussdelta, Seebecken und Wellenrippel im Gestein. Der Jezero-Krater, in dem Perseverance derzeit forscht, war vor etwa 3,7 Milliarden Jahren ein riesiger See.
- Organische Moleküle: Curiosity und Perseverance haben komplexe organische Verbindungen (Kohlenstoffketten wie Alkan und Fettsäurereste) in altem Sedimentgestein entdeckt. Diese sind Bausteine des Lebens, können aber auch geologisch entstehen.
- Die "Leopardenflecken" (Cheyava Falls): Im Jahr 2024/2025 untersuchte Perseverance einen Stein mit hellen Flecken, die von dunklen Ringen umgeben sind. Auf der Erde entstehen solche Muster oft durch chemische Reaktionen, bei denen Mikroben Energie gewinnen. Dies gilt als einer der bisher stärksten Hinweise auf mikrobielles Leben in der Mars-Vergangenheit.
2. Hinweise auf heutiges Leben (Aktuelle Biosignaturen)
Die Frage, ob heute noch Mikroben unter der Oberfläche existieren, ist schwieriger zu beantworten:
- Methan-Rätsel: In der Marsatmosphäre wurden schwankende Methankonzentrationen gemessen. Da Methan durch UV-Strahlung schnell abgebaut wird, muss es eine aktive Quelle geben. Auf der Erde stammt der Großteil des Methans von Lebewesen, es könnte auf dem Mars aber auch durch hydrothermale Prozesse im Boden entstehen.
- Wasser im Untergrund: Daten der Sonde InSight deuten darauf hin, dass es tief unter der Marsoberfläche (in 10–20 km Tiefe) riesige Reservoirs an flüssigem Wasser geben könnte. Solche geschützten, wasserreichen Umgebungen gelten als potenzielle Refugien für Mikroben.
3. Historische Kontroversen
- Viking-Lander (1976): Eines der Experimente lieferte Ergebnisse, die wie Stoffwechselprozesse von Mikroben aussahen, wurde aber später aufgrund chemischer Reaktionen im Marsboden (Perchlorate) angezweifelt.
- Marsmeteorit ALH84001: 1996 glaubte man, mikroskopisch kleine Fossilien in einem Marsmeteoriten gefunden zu haben. Heute gehen die meisten Wissenschaftler jedoch von einer nicht-biologischen Entstehung aus.
Zusammenfassung der Indizien
Merkmal Status Bedeutung Flüssiges Wasser Bestätigt (Vergangenheit) Grundvoraussetzung für Leben Organische Materie Bestätigt "Baumaterial" für Leben vorhanden Methan-Variationen Beobachtet Möglicher Hinweis auf aktuellen Stoffwechsel Biosignaturen (Muster) In Prüfung Sehr starke Indizien für antike Mikroben Wie geht es weiter?
Die endgültige Antwort erhoffen sich Forscher von der Mars Sample Return Mission. Dabei sollen die von Perseverance gesammelten Gesteinsproben zur Erde gebracht und hier mit den weltweit präzisesten Labors untersucht werden."
Das Leben auf der Erde hat sich zwar als außerordentlich robust erwiesen und existiert auch an Orten, an denen man dies kaum für möglich halten würde. Das heißt aber nicht, dass nicht die Abiogenese selbst, also die Entstehung des ersten selbstreplikativen, zellulären Lebens, an ganz spezifische, quasi ideale Bedingungen geknüpft ist, die eben nur auf der Erde bestanden. Bis heute ist unklar, wie genau die mathematisch betrachtet extrem unwahrscheinliche Zusammenfügung der Grundmoleküle des Lebens zu selbstreplikativen, evolutionsfähigen Lebensformen zustande kommen konnte. Für die Möglichkeit einer Abiogenese auch auf anderen moderat temperierten, wasserreichen Himmelkörpern würde sprechen, dass diese anscheinend bereits relativ früh in der Erdgeschichte, in den ersten 500 Millionen Jahren nach Bildung einer festen Erdkruste, auf unserem Planeten geschehen ist. Dagegen sprechen würde die oben erwähnte, offenbar extreme Unwahrscheinlichkeit einer zufälligen molekularen Abiogenese.
Musk und andere Milliardäre sind keine Heiligen, die etwas aus Menschenliebe machen. Um so reich zu werden und zu bleiben, muss man ein Schwein sein.
Wieso "muss man ein Schwein" sein? Kann es nicht sein, dass visionäre Personen unternehmerisch richtige Entscheidungen treffen, bei denen eben die Entwicklung ihres Produktes im Vordergrund steht, so dass letztlich alle davon profitieren? "Schweine" müssen sie dafür nicht sein. Diesen Menschen kann man neidlos ihren Reichtum gönnen. Oft tun sie tatsächlich viel mehr Gutes damit, als sie müssten.
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Beim Mars kann man aber noch was wuppen und irgendwie dort wohnen, auch wenn es extrem aufwändig und unbequem wird. Das brauchen wir für die Venus gar nicht erst versuchen ...
Warum? Wenn wir hier schon Szenarien für die Besiedlung des Sonnensystems ersinnen, dann darf die Venus auch mit dabei ein.
Es gab mal die durchaus interessante Idee, eine Raumsonde zur Abschirmung der Sonneneinstrahlung zwischen Venus und Sonne zu parken. Der Schild müsste gar nicht mal so groß sein. Das würde die Oberflächentemperatur innerhalb weniger Jahrzehnte enorm absenken. Auch auf die Dichte der Atmosphäre hätte das starke Auswirkungen.
Was man nicht ändern könnte wäre die Tageslänge und das fehlende Magnetfeld. Aber vor einem Großteil der Strahlung würde allein die Atmosphäre schützen. Die Gravitation wäre für uns Menschen zudem geradezu ideal.
Scheitern würde ein solches Unterfangen vermutlich in erster Linie an dem fehlenden Wasser auf dem Planeten. Da müsste man schon unzählige wasserreiche Kometen umlenken und auf dem Planeten einschlagen lassen. Wenig praktikabel, aber nicht völlig unmöglich wie z. B. ein Terraforming des Mars.
Und man hätte eine bewohnbare Welt für immerhin 500 Millionen Jahre. Mit einem Schild vor dem Planeten vielleicht sogar noch für länger.
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Die Venus ist durchaus interessant als Kandidat. Zwar herrschen am Boden höllische 460 °C und ein Druck wie 900 Meter unter Wasser auf Erden, aber etwa 50 Kilometer über der Oberfläche sieht es ganz anders aus: Da gibt es nahezu erdähnliche Bedingungen, es herrschen ca. 0 bis 50 °C und der Luftdruck entspricht fast exakt dem der Erde auf Meereshöhe.
Zudem: Da unsere Atemluft (Stickstoff/Sauerstoff) leichter ist als die dichte Venus-Atmosphäre (CO2), würde eine riesige, luftgefüllte Kugel dort oben von ganz allein schweben; wie ein Heißluftballon, nur ohne Heizen. Man könnte auf diese Art quasi "Cloud Cities" erschaffen aus Luftschiffen und luftgefüllten Plattformsiedlungen. Die dicke Atmosphäre schützt dort oben auch viel besser vor kosmischer Strahlung als die ziemlich dünne Mars-Luft.
Klar, man braucht säureresistente Materialien für die Außenhülle, wegen der Schwefelsäure-Wolken, aber technisch gesehen wäre das Leben in riesigen "schwebenden Städten" wohl realistischer als das Eingraben in Mars-Höhlen. Und vermutlich auch attraktiver für die meisten. Die HAVOC-Studie der NASA hat das auch alles mal im Detail durchgerechnet. Das war zwar kein ernsthaftes Projekt für eine Durchführung, aber genaue Modelle wurden ermittelt.
Ich habe vor Jahren auch mal eine spannende Doku dazu gesehen. Bis ich die finde, hier ein neueres Video:External Content www.youtube.comContent embedded from external sources will not be displayed without your consent.Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.
Auch mit dem Terraforming der Venus haben sich diverse Kanäle beschäftigt, wie kurzgesagt:External Content www.youtube.comContent embedded from external sources will not be displayed without your consent.Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.Musk und andere Milliardäre sind keine Heiligen, die etwas aus Menschenliebe machen. Um so reich zu werden und zu bleiben, muss man ein Schwein sein. Auch wenn man viel spendet, viel gutredet und alles kaschiert.
Da sprechen deine -vermutlich im Alltag wenig hilfreichen- Glaubenssätze.
Davon ab: "Milliardäre" ist zu einem Mode-Unwort geworden. Aber gerade bei Musk ist es so, dass sehr wenig davon als liquide Mittel vorhanden sind. Das sind Werte auf dem Papier, Aktien- und Unternehmensanteile. Er hat sich ja selbst mehrfach bei Freunden einquartieren müssen, weil er kein Geld auf dem Konto hatte bzw. die Kosten und Verbindlichkeiten sehr hoch waren, das ist noch nicht mal so lange her. Wenn er mehr als 50 Millionen in Cash hat derzeit, würde mich das schon wundern. -
Wenn er mehr als 50 Millionen in Cash hat derzeit, würde mich das schon wundern.
Na, da kann einem der arme Mann ja fast leid tun.

Zur Venus:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Städte in den Wolken der Venus jemals Realität werden. Man müsste ja jedes Gramm Material aufwändig importieren und könnte quasi Null natürliche Ressourcen von vor Ort verwenden.
Was auch gerne vergessen wird, ist, dass eine Rückkehr in den Orbit nicht mit den Bedingungen auf dem Mars vergleichbar wäre. Bei einem Start von der höllischen Oberfläche bräuchte man gar eine Trägerrakete ähnlich wie auf der Erde, mit all der zugehörigen Infrastruktur.
Ich habe mal gelesen, dass ein Schutzschild vor der Sonnenstrahlung lediglich einige 100 Meter groß sein müsste, bei einer Dicke von wenigen Millimetern. Damit könnte man die Temperatur auf der Oberfläche binnen einiger Jahrzehnte angeblich von 460 Grad auf 0 Grad oder weniger absenken.
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