Vergesst den Mars. Terraforming wäre hier sinnlos. Der Planet wird niemals eine Atmosphäre halten können, die für Menschen zum freien Atmen ausreicht
…
Zusammenfassung der Symptome
Um diese Effekte zu minimieren, müssen Astronauten auf der ISS täglich etwa zwei Stunden intensives Kraft- und Ausdauertraining absolvieren."
Der Mensch ist nun mal perfekt an irdische Bedingungen adaptiert.
Was die medizinischen Argumente betrifft:
Der Mars hat ja durchaus Schwerkraft. Immerhin 1/3 der der Erde. Wie der menschliche Körper damit klarkommen wird, wissen wir noch nicht. Dass es deutlich weniger Probleme als auf der ISS mit Null Schwerkraft geben wird, ist naheliegend, aber wieviel genau weniger, weiß derzeit niemand, weil es noch nie getestet worden ist. Wir werden es sehen, wenn es soweit ist. Uns bleibt mangels Testszenario nichts anderes übrig, als es im wirklichen Leben auszuprobieren.
Was das Terraformen des Mars angeht: Für den Aufbau einer Kolonie ist eine Terraforming nicht nötig. Das geht auch „unter Glas“. Eine Terraformung wäre langfristig natürlich schon wünschenswert. Aber selbst in einer Minimalversion ein Projekt für Jahrhunderte.
Grundsätzlich können so kleine Objekte wie der Mars eine dichte Atmosphäre halten. Wir haben ja ein Beispiel im Sonnensystem für einen Körper, der noch kleiner und leichter als der Mars ist, und dennoch über eine Atmosphäre verfügt, die dichter als die der Erde ist: Der Saturnmond Titan. Es geht also.
Dem Mars fehlt ein Magnetfeld, dass seine Atmosphäre vor dem langsamen Ausdünnen durch den Sonnenwind schützt. Aber wenn wir schon bei futuristischen Projekten mit vielhundertjähriger Laufzeit sind - das Problem wäre notfalls „technisch heilbar“.
