• Entweder ist eine frühere Galerie zu Greifswald verschwunden oder es gab hier noch keine. Wie dem auch sei - das ist ein Zustand der behoben werden muss, weshalb ich nachfolgend einige Bilder aus dem späten Frühjahr 2022 einstellen werde.

    Beginnen wir gleich mit einem Blick auf den Dom St. Nikolai. Im Vordergrund das Rubenow-Denkmal am entsprechend bezeichneten Platz.

    Am Platz (Domstraße) befindet sich das Hauptgebäude der Ernst-Moritz-Arndt-Universität, ein klassizistisch überformter Barockbau.

    Schräg hinter dem Hauptgebäude befindet sich die von Martin Gropius entworfene Alte Bibliothek. Im Hintergrund jenseits des Walls die neugotische St.-Josephs-Kirche.

    Ansichten der Gegenrichtung mit dem Dom im Hintergrund

    Auf der gegenüberliegenden Seite hinter dem Hauptgebäude das alte Audimax, hier rechts angeschnitten.

    Der Durchblick fällt auf den Sternwarten-Turm des Physikalischen Institut sowie die Jacobikirche, kleinste der mittelalterlichen Kirchen Greifswalds.

    Zurück an der Domstraße.

    Die Turmspitze der Domkirche St. Nikolai datiert - nach mehreren vorigen Einstürzen - auf das Jahr 1653. Eine welsche Haube ist das Resultat.

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    Einige Aufnahme von innen beschließen diesen Beitrag.

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    Die Orgel von 1831/32 nach dem Berliner Orgelbauer Carl-August-Buchholz.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Was soll denn das jetzt?

    Jahrelang gab es hier keine Galerie und, fängt man eine an, kommt unmittelbar ein Beitrag mit völlig willkürlichen alten Greifswald-Bildern aus der Google-Bildersuche. Ich wollte eigentlich fortführen, aber man kann ja auch im Netz zahlreich fündig werden.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Okay, Neußer - dann fahre ich fort mit weiteren Bildern aus der Gegenwart.

    Domstraße N°27/Martin-Luther-Straße. Man sieht es dem Bau nicht gleich an, aber das Haus ist im Kern über 500 Jahre alt.

    Die Domstraße führt weiter nach Osten in Richtung Pommersches Landesmuseum

    Ich biege jedoch in die Baderstraße Richtung Marktplatz ein. Um das Haus Baderstraße N°2 ist es immer noch nicht besser bestellt.

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    Blick zurück zum Dom durch die Lappstraße.

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    Das Alte Rathaus von Westen (Fischmarkt), rückseitig zum Marktplatz.

    Die Marktseite südlich des Rathauses, rechts das mächtige Haus Markt N°25 aus dem 16. Jhdt. wurde mehrfach umgestaltet.

    Blick auf die beeindruckende Westseite des Marktplatzes.

    An der Südseite befindet sich im weiteren Verlauf das alte Postgebäude, heute Stadtverwaltung.

    Blick auf die gegenüberliegende Nordseite, der Blick leicht schräg nach Nordosten mit der Marienkirche im Hintergrund.

    Schließlich die Ostseite mit den beiden herausstechenden backsteingotischen Giebelhäusern.

    Die jeweiligen Beschreibungen übernehme ich von den an den Häusern angebrachten Hinweistafeln.

    Markt N°13.

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    "Das bedeutende Kaufmannshaus entstand um 1290. Der marktseitige Schaugiebel zählt zu den ältesten Hausfassaden im südlichen Ostseeraum und wird durch Maßwerke und glasierte Backsteine belebt. Der ursprüngliche Schildgiebel wurde in der Frühen Neuzeit auf den Umriss des Dachdreiecks reduziert, 1959 die heutige Form rekustruiert. 1653 wurden Dachwerk und hofseitiges Giebeldreieck des Haupthauses, im 16. Jh. der ältere Teil der Seitenflügelfassade errichtet. 1734 gab es eine größere Reparatur, bei der das Kellergewölbe entstand. 1855 verlängerte man den Seitenflügel. Im Vorderhaus wurde 1886 durch die jüdische Kaufmannsfamilie Cohn das repräsentative Treppenhaus eingebaut sowie das Obergeschoss im Stil der Neugotik ausgestattet. Bis in die 1930er Jahre befand sich im Haus der Betsaal der jüdischen Gemeinde von Greifwald."

    Markt N°11

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    "Mit dem an der Marktostseite gelegenen Haus Markt 11 hat sich eine der schmuckreichsten, vermutlich kurz nach 1400 errichteten Bürgerhausfassaden Norddeutschlands erhalten. Die mit Maßwerk- und glasierten Formsteinen reich gegliederte Schaufront in Form eines Pfeiler-Stufengiebels gilt als eines der besten Beispiele mittelalterlicher und hansischer Backsteinbaukunst. Die flächige neugotische Gestaltung des Erdgeschosses erfolgte im Zuge eines Umbaus durch den Stadtbaumeister M. F. Becherer im Jahre 1856. Im Gebäude haben sich neben den im 13. Jahrhundert entstandenen Grenzmauern zu den Nachbarhäusern die Dachkonstruktion und der Fachwerkrückgiebel aus der Zeit um 1700 sowie eine monumentale und plastisch verzierte Treppenanlage von 1930 erhalten."

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Wundervoll, danke dir! Greifswald ist für sein Stadtbild mE immernoch unterschätzt, hat aber auch einfach viel Potenzial, das es zu heben gilt. Ein touristisches Selbstverständnis wie im benachbarten Stralsund gibt es kaum, obwohl viele Voraussetzungen ähnlich gut sind. Klar, es gibt längst nicht so viele wertvolle Ensembles und Einzelbauten, aber dennoch.

    Ich biege jedoch in die Baderstraße Richtung Marktplatz ein. Um das Haus Baderstraße N°2 ist es immer noch nicht besser bestellt.

    Immerhin hat der Sibylla-Schwarz-Haus-Verein offenbar einen entscheidenden Schritt nach vorn für das Haus kürzlich geschafft:

    "Der Sibylla Schwarz e.V. und der Eigentümer des Hauses haben ihre Absicht erklärt, mithilfe eines langfristigen Mietvertrages die Sanierung und Nutzung des Hauses gemeinsam voranzubringen. Nun sollen Gespräch mit Partnern geführt werden, um eine langfristig gesicherte und tragfähige Mietvereinbarung zu schließen.

    Auszug aus der Absichtserklärung: „Die Beteiligten schließen einen langfristigen Mietvertrag über das gesamte Haus. Geplant ist eine Laufzeit von 20 Jahren. Dieser soll eine langfristige Nutzung des Hauses durch den Sibylla Schwarz e.V. und geeignete Untermieter sowie die Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen ermöglichen. Die Sanierung und ggf. Umbauten erfolgen gem. dem Nutzungskonzept des Sibylla Schwarz e.V. unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Ziel ist der Erhalt und die nachhaltige Nutzbarkeit des Hauses. Der Sibylla Schwarz e.V. sucht einen geeigneten Bürgen für die Garantie der Mietzahlungen während der Mietdauer. Der Sibylla Schwarz e.V. sucht geeignete Partner für Untermietverhältnisse. Diesbezüglich werden zeitnah konkrete Gespräche … geführt.“ "

    Quelle: http://www.sibylla-schwarz.de/aktuelles/sibylla-schwarz-haus/

  • [...] was anstelle dieses Postgebäudes da mal gestanden ist....

    Das wird in den "Greifswalder Beiträgen", Nr. 10 aus dem Jahr 2016 behandelt.

    Ich springe jetzt mal wieder an den Wall. Rechts zu sehen ist der Hauptbau des Pommerschen Landesmuseums.

    Gegenüber führt die Domstraße zurück nach Westen.

    Es geht jedoch nordwärts wieder entlang der Ostseite des Marktplatzes.

    Die Sparkasse in zwei zusammengelegten barocken Bürgerhäusern, früher wohl mal Sitz der Kreisverwaltung.

    Richtung Norden schließt die Knopfstraße an, die noch einige Altbauten auf ihrer Ostseite hat.

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    Das Ensemble (N°20, 19, 18), welches die Stadtbibliothek "Hans Fallada"beherbergt, im Zusammenhang.

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    Das rote, linke Giebelhaus (N°20) in der Spätrenaissance auf gotischen Kellergewölben errichtet.

    Der Rest der früheren Bebauung der in Richtung Hafen führenden Knopfstraße existiert nicht mehr. ==>Ein interessantes Foto von 1974.

    Blick zurück Richtung Markt.

    Noch eine Parallelstraße nach Osten, wo in der Brüggstraße N°5 ein Haus steht, welches lt. Lupi (sh. Baustrang HGW) ein Wiederaufbau eines zuvor dort abgerissenen Giebelhauses ist.

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    Weiterführender Hinweis insbesondere zur (nord)östlichen Altstadt: http://altstadtinitiative-greifswald.de/die-geschichte/

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    (Immanuel Kant)

  • Danke, Mantikor, Ich hab natürlich das ehem. Haus Markt 16 gemeint, und nicht diesen entschärften Palazzo Prozzo Posto. Der Erhalt von Knopfstraße 20 entschädigt ein wenig dafür.

  • Sodann die wuchtige Marienkirche, älteste der mittelalterlichen Kirchen Greifswald, welche leider selbst an einem Sonntag verschlossen war; die verlinkte Wikiseite bietet schöne(re) weitere Ansichten.

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    Marienkirchplatz 1/2.

    Daneben, Brüggstraße N°35.

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    Bildquelle: Wikimedia, Urheber 'Moritz Cordes ', CC BY-SA 3.0

    Gegenüber, Brüggstraße N°11.

    Südwärts über die Brüggstraße.

    Noch kurz wieder am Marktplatz durch - die eigenen Wege kreuzen sich nunmal.

    Das ein wenig ungewöhnliche Haus Mühlentor N°2 hatte ich schon mal im Forum gezeigt.

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    Dies ist der Blick stadteinwärts am (nicht mehr existenten) Mühlentor, von wo aus es demnächst weitergeht.

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    Verweis: Bildarchiv der Kunstgeschichte: Die Stadttore von Greifswald - Universität Greifswald (uni-greifswald.de)

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  • Die zum Marktplatz zurückführende Mühlenstraße. Hier ein mittlerweile kulturell genutztes Fachwerk-Speicherhaus.

    Der Giebel zur Kuhstraße N°25.

    Mühlenstraße Richtung Marktplatz.

    Gegenrichtung.

    Wieder am Alten Rathaus.

    Von hier geht es südwärts in die Fleischerstraße.

    Fleischerstraße N°3/3a.

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    Außerhalb der Wallanlagen an der Martin-Luther-Straße dieses von der Kreisvolkshochschule genutzte Backsteinhaus.

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    Sehr schön am Wall (mit vorgelagertem August-Bebel-Platz) gelegen ist Haus II des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums.

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    (Immanuel Kant)

  • Sodann die letzten Bilder.

    Es geht in die Steinbeckerstraße im zentralen, nördlichen Altstadtbereich.

    N°31, 30.

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    Schiefes Bild vom Haus Steinbeckerstraße N°31.

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    Ich habe mal wieder die Informationstafel abgeschrieben:

    "Das Gebäude Steinbecker Straße 31 gehört zu den architekturgeschichtlich wertvollsten Bürgerhäusern der Greifswalder Altstadt. Die ältesten Teile der Grenzmauern (Brandmauern) zu den Nachbargrundstücken entstanden bereits um 1280/1300, um 1570 die noch fast vollständig erhaltene Dachkonstruktion und der straßenseitige Schaugiebel. Die Gestaltung des Backsteingiebels ist durch den horizontalen Schichtwechsel glasierter und unglasierter Backsteine geprägt und zählt zu den jüngsten (sic!) erhaltenen Beispielen dieser aus der mittelalterlichen Architektur des südlichen Ostseeraumes stammenden Bautradition. Aus der Zeit um 1585/1590 stammen Teile der Geschossdecken und vermutlich der Rückgiebel. Um 1800 wurden nach einem grundlegenden Umbau im Erd- und Obergeschoss auch Teile der Westfassade verputzt, die Putzgliederung am Obergeschoss blieb bis heute erhalten. Im Jahr 2006 erfolgte nach langem Leerstand die Grundinstandsetzung des Gebäudes und Restaurierung des Westgiebels. Im Erdgeschoss wurden anstelle großer Schaufenster kleinere Öffnungen geschaffen; darüber angelegte Befundfelder verweisen auf die älteste Fassadenfarbigkeit und die Lage des ursprünglichen, von Kreisblenden flankierten Portals."

    Blick zurück nach Süden in Richtung Dom.

    Universitätsgebäude am Nordrand der Altstadt rund um den Ernst-Lohmeyer-Platz.

    ==> Campus Loefflerstraße

    Der Speicher Hunnenstraße N°22 dient heute studentischen Wohnzwecken.

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    Das gleiche gilt für den Speicher Hunnenstraße N°19 in unmittelbarer Domnachbarschaft.

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    Dann noch dieses bemerkenswerte, schräg gegenüberliegende Haus in der Langen Straße N°56, bei welchem der gotische Ursprung nicht verborgen bleibt. Es ist das Geburtshaus eines gewissen Bartholomäus Sastrow (*1520).

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    Ich beende die Runde mit dem Greifswalder Bahnhof. Ich habe vieles ausgelassen, um noch genügend Raum für Erweiterungen und Ergänzungen zu lassen, denn in Greifswald war schließlich jeder schon einmal.

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    (Immanuel Kant)

  • denn in Greifswald war schließlich jeder schon einmal.

    Das noch nicht, aber was nicht ist, kann noch werden. Sicher wäre dieser Satz richtig: Es sollte jeder schon mal dort gewesen sein. Schöne, informative Galerie jedenfalls, danke.