Nach unserem Streifzug durch die Josefstadt besuchen wir, weil s ja soviel schick und schön ist, den gleichfalls, dh noch mehr salonkommunistischen Bezirk Neubau.
er besteht, wie jeder andere Bezirk, aus verschiedenen alten Vorstädten, die sozusagen von der Größten, hier vom Neubau, geschluckt worden sind.
Hier mal eine Übersicht:
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Das Ganze historisch:

Das alles ist eben nicht sehr übersichtlich. Dazu kommen die vielen "Ausläufer", die sich heute in anderen Bezirken finden, bzw deren Kern überhaupt zu anderen Bezirken gehören. Ein Teil von St. Ulrich gehört zur Josefstadt, Mariahilf liegt eigentlich im Sechsen, ditto die Laimgrube...
Dazu kommt, dass, anders als im Achten, der namensgebende Teil, hier der Neubau keineswegs die überragende Stellung einnimmt, wie es in der Josefstadt der Fall ist. Der Neubau ist nicht der größte Teil, das ist das Schottenfeld, schon gar nicht der Schönste, das ist der Spittelberg, und auch nicht der historisch Bedeutsamste - das dürfte St. Ulrich sein. Der Neubau liegt halt in der Mitten, darin liegt der Grund, warum es heute nicht Wien-Schottenfeld oder Wien-St. Ulrich heißt...
Es gibt hier also keinen richtigen Zentralraum, wie die Josefstädter Straße im Achten, kein herausragendes geistliches Zentrum wie die Piaristenkirche und auch keine eigentliche "Bezirks-Altstadt" wie um die Lenaugasse. "Altstadt" gibt es allerdings genug, nur ist sie auf den gesamten Bezirk verstreut und gewährt diesem im Zusammenspiel mit der herrschenden Gründerzeitbebauung so etwas wie "Innenstadtcharakter". Wir wollen nicht übertreiben, aber manche Großstadt wäre froh, so einen "Altstadt" wie den heutigen Bezirk Neubau zu haben.
Hier wird versucht, die wichtigsten Partien anhand der historischen Vorstadtgrenzen zu zeigen. Zu diesem Behufe beginnen wir gleich ganz wild, nämlich einer wichtigen Straße, in der das ganz unmöglich ist: mit der Siebensterngasse, die gleich fünf verschiedene Vorstädte berührt (NB, MH, SU, LM und SB) und im Grund auf die alten Strukturen keine Rücksicht erkennen lässt - obwohl sie in alter Zeit angelegt worden ist, wie gesagt werden muss. Aber die Vorstädte selbst waren halt ihrerseits aneinandergereihte Bebauungsflächen und neigten nur im geringen Maße zur Zentrumsbildung.
Siebensterngasse, haben wir also gesagt.
Blick zum Siebensternplatz

am Anfang stehen einfache Biedermeierhäuser (Nr 3-7):

Nr 17-19:

Zur Grünen Säule, Nr 17

Gegenüber Haus zum Steinernen Lamm, Nr 26, spätbarock:

Hier mit der Nr 24 am Eingang zur Sigmundsgasse:

Die Situation aus der Sigmundsgasse:


Nr 31: (oben links im Bild):

Nr 44:
Blick zurück zum Siebensternplatz:














































































































