Johan Maurits und Resurrectus Erst einmal Danke für eure kurzen Ausführungen zur Begleitung des Wiederaufbaus einerseits durch die Denkmalpflege in Postdam und anderseits den wissenschaftlichen Beirat in Dresden. Schlussendlich sollten in beiden Gremien dieselben Fachleute sitzen, was offenbar auch der Fall ist. Für mich als weit Aussenstehender jedenfalls interessant. Die organisatorische Unterschied zwischen beiden Städten besteht wohl darin, dass in Potsdam am Alten Markt eben Originalgebäude - wenn auch wiederaufgebaut - noch bestanden und am Neumarkt mit Ausnahme der Ruine der Frauenkirche nicht.
Aber zurück zum Palast Barbaran da Porto:
Vollkommen irre, dass man diese künstlerisch wichtigen Teile, zumal sie eindeutig Originalbestand waren UNd auch noch fotografisch dokumentiert sind, nicht wdhgestellt hat.
Die Blumengehänge sind aber gerade fotografisch nicht dokumentiert. Von daher verstehe ich auch die folgende Aussage nicht ganz:
In der Plankammer des Landesdenkmalamtes liegt ein gutes Aufmaß des Hauses aus der Zeit um 1900, dass die Gehänge gut wiedergibt. Da der Schmuck schon vor dem Brand 1797 beseitigt wurde, wohl wegen Schadhaftigkeit, gibt es von dem Haus nur Gemäldeausschnitte bzw. Stiche.
Dann können im Aufmass um 1900 aber nicht die originalen Gehänge wiedergegeben worden sein, wenn man diese schon hundert Jahre vorher beseitigt hatte. Oder hat man bei einer Renovation um 1900 eventuell Reste oder Konturen davon gefunden und dokumentiert?
Jedenfalls wäre es aber möglich gewesen, mittels Analogien zu bestehenden originalen Blumengehängen an andern Bauten diese zu rekonstruieren und so eine grösstmögliche Angleichung an die verschwundenen Originale zu erreichen. Ich nehme an, dass es Vergleichsobjekte gibt; ich kenne mich mit den Einzelbauten in Potsdam nicht aus.
Interessant ist auch, dass gemäss dem Gemälde von F. K. Meyer um 1760 auch der Palast Barbaran da Porto ursprünglich 'amerikanische' Hebefenster besass, so wie sie beim Klingnerschen Haus am Alten Markt rekonstruiert wurden.



