Posts by Saxonia

    Solche Floskeln werden immer nur ausgepackt, wenn offensichtlich Müll gebaut werden soll. Bei gelungenen Entwürfen hat noch nie jemand gesagt, "erst mal wirken lassen, nicht zu früh urteilen" bla bla bla. Es gibt auch in der Architektur ganz objektive Kriterien für gute und schlechte Leistungen. Da brauch ich nicht auf die nächsten Generationen zu warten. Was ist das überhaupt für eine bescheuerte Aussage? In 30 Jahren dürfen sich Leute ein Urteil bilden aber heute nicht oder wie? Geht mir der Hut hoch, wenn ich sowas lese. In Freiberg ist schon so viel Schrott gebaut worden (Archiv!) langsam langt es mal.

    Danke!

    Die Stelle der Abteilungsleitung der Bauaufsicht wird nur mit einer EG 14 bezahlt. Diese gibt es hier bei uns in NRW bereits für Leitungsfunktionen in kleinen Kommunen. Ich denke in Sachsen wird dies ähnlich sein.

    Wieso sollte sich jemand so eine Stressstelle in einer Großstadt antun, wenn man für das selbe Geld auch in einer ruhigen Kleinstadt arbeiten kann. Da muß man seinen Job schon sehr mögen. Ich will damit nur sagen, daß diese Stelle relativ schlecht bezahlt wird. :)

    Naja, bei 15 ist Schluss. Ich arbeite in einer "kleineren Kommune" (ca. 30k). Da kriegt kein Fachdienstleiter die 14. Eher die 12, mit Hochschulabschluss ab Magister die 13. Bei Beamten siehts natürlich nochmal anders aus.

    Hierzu liegen mir viele Dinge auf der Zunge, die aber fast alle gegen die Netiquette verstoßen würden.

    Bleibt zu hoffen, dass man dort dereinst angemessen an die Opfer dieses russischen Massakers wird erinnern können.

    Also die Schmöllner würden natürlich widersprechen, dass Mutzbraten irgendwas mit Sachsen zu tun hat. Aber die sind eh komisch, sagen die Altenburger. Da ich klassischer Dauergrenzgänger bin, kann ich aber bestätigen, dass er den Sachsen auch schmeckt. Der im Wismut- Schacht 370 bei Ronneburg von meinem Vater im Rahmen der eigenmächtigen Konsumgüterproduktion gebaute Mutzbratenstand versieht noch heute seinen Dienst.

    Zurück zum Thema:

    Im Gegensatz zu anderen Neubauten am Neumarkt empfinde ich hier die Gauben als überhaupt nicht störend. Die Sache mit dem Fallrohr finde ich eigentlich auch ganz elegant gelöst. Da gab's schon merkwürdigere Lösungen.

    Diese Fundamentverstärkungen sind noch da. Sie sind aber unter falschen Voraussetzungen entstanden. Rüth nahm an, dass die Fudamentfläche der Innenpfeiler für die enorme Last zu klein wäre und dadurch auftretende Fundamentsetzungen der Innenpfeiler zu Rissbildungen führe. Heute weiß man, dass sich die Fundamente kaum abgesenkt haben und vielmehr die Stauchung der Pfeiler selbst die Risse verursacht haben.

    Kurzum, die Fundamentverstärkungen würden erst bei einem weiteren Absenken der Originalfundamente wirksam werden, die gibt es aber nicht. Also sind sie faktisch zwar da, erfüllen aber keine wirkliche Funktion.

    Bezüglich der Pfeiler umgürtete man diese in den 30er Jahren mit breiten Eisenbändern. Zusätzlich betonierte man im Boden neue Pfeilerfundamente ein, die heute noch existieren und auf denen auch die neue Frauenkirche ruht.

    Diese Fundamente, die Professor Rüth in den 30ern anlegen ließ, wurden beim Wiederaufbau nicht verwendet. Sie sind zwar noch da, aber die Pfeiler stehen auf den Originalfundamenten, die sich als absolut tragfähig herausgestellt haben.

    Neu ist, dass die Anker vorgespannt werden konnten. Die Bährschen Anker wären erst bei einem erheblichen Auseinandertreiben der Kuppel wirksam geworden. Das sollten sie aber ja eigentlich verhindern.

    Ansonsten habe ich es immer als großen Glücksfall empfunden, dass die Kuppel eben nicht den italienischen Vorstellungen entspricht und wie ein umgekippter Kelch daher kommt. Die schlanke hohe Form macht den Bau wirklich einzigartig.