Posts by artagastas

    Welch herrliche Schnitzereien an dem Haus! man könnte in Versuchung geraten, die farblich zu gestalten. Aber das wäre wohl außerhalb des Rahmens des typisch Englischen.

    Vorschläge zur Umgestaltung des Hauses am Andreasplatz:

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    Irgendwie ganz niedlich. Aber auf Gefache wird keine Rücksicht genommen. Es wurde einfach "durchgemalt". Mein Vorschlag wäre: das Giebeldreieck ganz oben verschiefern und nur die Betongefache ausgestalten, dazu das Balkenwerk etwas mehr hervorheben. Warum nicht einen Schulwettbewerb initiieren über die Ausgestaltung der Gefache und die Nachkriegsfassade mit den Ergebnissen ( Gestaltungen auf Pappe) provisorisch behängen? Wäre ja mal ne schicke Action. Vielleicht lässt sich da ein Stein ins Rollen bringen bezüglich einer Fassadenverschönerung vielleicht bis zum Anstoss einer Reko des Pfeilerhauses?

    Das Portal ist zwar wichtiger. Doch die Maueranker würden dem Bau das geben, was nahezu dem ganzen Quartier bislang fehlt: Tiefe und Plastizität.

    Von der konstruktiven Seite betrachtet sind die Maueranker nicht nötig. Aber warum nicht auch einmal ein Auge zudrücken und dekorativer Schönheit den Vorrang geben? Schließlich sind auch am Hildesheimer Marktplatz die meisten Fachwerkwände vorgehängte Fassaden. Wir haben im letzten Krieg so viel verloren an alter Bausubstanz, dass wir uns ruhigen Gewissens auch mal Inkonsequenzen in Form von Rekos oder funktionslosem Dekor wie diese Maueranker-Attrappen leisten können.

    Der Neubau sieht ganz nett aus.

    So umgestaltet, wird aus banaler Nachkriegsarchitektur eigenlich etwas ganz Brauchbares. Der Vorschlag davor mit Sprossenfenstern bei gleichbleibender Lochblechfassade erweckt in mir den Eindruck Justizvollzugsanstalt.

    Ja man wertet mit ein paar Dingen - eigentlich Details - das großartige erreichte wieder etwas ab. Die Tür ist völlig unpassend. Die Fenster an sich nicht schlecht, allerdings sind die Scheiben stark spiegelnd und statt dem modischen Anthrazit hätte man sicher auch etwas Passenderes finden können - beides wirkt nicht sehr harmonisch, sondern eher ahistorisch. Den Nachbarbau hat man dermaßen glattgebügelt, mit einem aalglatten Putz, den weißen, nur einfach geteilten (PVC?-)Fenstern und bislang nicht ersichtlich - hat man dort die historische Tür wieder eingebaut? - dass man das Hauptgebäude damit kontrastiert. Nichtsdestotrotz muss man dem Bauherrn für die Leistung des Wiederaufbaus der Brandruine dankbar sein!

    Da sollten wir wirklich froh sein! Details kann man immer noch optimieren.

    Die Frauenkirche Dresden hatte das Glück, dass Reste des alten Bauwerks noch vorhanden waren und ständig nach Wiederaufbau schrien. Leider hatten die baulichen Reste der Ansgarikirche nicht dasselbe Glück. Insofern ist es natürlich in dieser Lage schwieriger, einen Wiederaufbau anzumahnen. Ich würde eine Reko befürworten, inklusive der an die Kirche angebauten Gebäude. Das war ein für Norddeutschland einmaliger Anblick. Ob es im Ausland einen Mäzen gibt, der sich wünscht, hier in Forn eines Bauensembles verewigt zu werden? Von der Bremer Seite dürfte jedenfalls kaum etwas zu erwarten sein.

    Lose 1 bis 3 sind richtig schicke gründerzeitartige, gut durchgeformte Bauten, die sehr akzeptabel sind. Los 4 hingegen ist jedoch der Kaninchenköttel in der Perlenkette, der versucht, einen kontrapunktischen Gegensatz hineinzubringen, aber auf völlig negative Weise. Wer möchte schon Torte von einer Platte essen, auf dessen anderer Seite sich Zigarettenkippen mit Asche befindet.

    Nordhausen hat trotz massiver Kriegszerstörungen noch tolle Altstadtecken, besonders im westnordwestlichen Teil sowie in Altendorf. ich bin erstaunt, wie toll sich dieser erhaltene Altstadtteil entwickelt hat. Bei meinem Besuch vor zwölf Jahren sah alles noch ziemlich düster aus. Könnte man den zerstörten Altstadtteil nicht peu a peu wieder kleinteilig rückbauen? Ich hoffe, die satanisch hässlichen Plattenbauten stehen nicht unter Denkmalschutz.