Posts by frank1204

    Wie ich zu Potsdam schon schrieb: Diese bodentiefen vergitterten Fenster sind eine Seuche. Und wieso haben denn sogar die kleinen Fenster oben Gitter bekommen? Leben die Leute heute so gerne hinter Gittern oder was soll das?

    Und wo sind überhaupt die vielen Maueranker der alten Fassaden hingekommen? Etwa auf den Müll? Die hätte man ja nun wirklich auf dem Neubau wieder anbringen können!

    Update vom 12.07.2026

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    Abb.1: Zu Beginn ein Blick die Fischstraße hinunter auf deren Nordseite.


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    Abb.2: Auf dem Grundstück Fischstraße 15 wurde kürzlich mit dem Keller begonnen. Das ist die letzte Baulücke auf dieser Straßenseite gewesen.


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    Abb.3: Blick über Das Grundstück Fischstraße 15 auf die Braunstraße und St. Petri.


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    Abb.4: Fischstraße 26. Plakat am Bauzaun mit alter, ungenauer Visualisierung. Nachdem bekanntwurde, dass er Investor insolvent ist und die Webseite des Projekts abgeschaltet wurde, hatte ich schon das schlimmste befürchtet. Seit kurzem ist nur aber eine neue Webseite online, auf der der Verkauf der Wohnungen weitergeht. Die beiden Dachwohnungen sind offenbar bereits verkauft. Es geht hier also offensichtlich doch weiter.


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    Abb.5: Neues Plakat mit neuer Visualisierung am Bauzaun. Diese zeigt im Gegensatz zur alten die korrekte Lage der Traufkästen und ein detaillierteres Portal. Die Maueranker, die für eine exakte Rekonstruktion notwendig wären, fehlen aber auch hier. Ich habe irgendwo auf der Webseite gelesen, dass das leider eine WDV-Fassade werden soll - wird sich also beim Klopfen hohl anhören. Keine Ahnung, ob darauf überhaupt Maueranker möglich sind. Diese Info hat mich nicht gerade begeistert...


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    Abb.6: Das Hinterhaus von Alfstraße 31 in der Geraden Querstraße. Das Dach ist bereits drauf und hat einen seltsamen Zwerchgiebel bekommen - rund anstatt wie in Lübeck üblich dreieckig. Wie immer - Hauptsache anders, damit man sich profilieren kann. Wenn die runde Form die übliche wäre, hätte man ihn hier sicher eckig gemacht. Immerhin scheint es nur ein Halbkreis zu werden. Im Entwurf war ein riesiger Vollkreis als Bullauge eingezeichnet. Mit dem Halbkreis kann man ja noch leben, auch wenn die Größe übertrieben ist.


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    Abb.7: Erdgeschoss von Alfstraße 31, Traufseite an der Geraden Querstraße.


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    Abb.8: Blick in den neuen Teil der Gerade Querstraße, der die ehemalige Krumme Querstraße ersetzt.


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    Abb.9: Alfstraße 31, Ergeschoss der Giebelseite.


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    Abb.10: Alfstraße 29. Hier ist man bereits im 1. OG angekommen.


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    Abb.11: Noch einmal Alfstraße 29.


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    Abb.12: Alfstraße 20-24 (rechts) (wohl 1960er Jahre) wird gerade "eingepackt". Das wäre mir eigentlich egal, aber der Giebel ist ja doch ganz schön gemauert, hat sogar einen Maueranker als Schmuck und sieht zudem noch aus wie neu, siehe nächstes Bild.


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    Abb. 13: Alfstraße 20-24, Ostgiebel mit schräg gemauerten Abschnitten und Maueranker. Ob letzterer als Spolie aus dem Kriegsschutt gezogen wurde oder für dieses Haus extra neu angefertigt wurde, weiß ich leider nicht. Ich bin gespannt, ob der verschwindet oder hinterher wieder aufgebracht wird. Irgendwie schade, aber immerhin wird die Straße vor diesem zurückgesetzten Haus durch die Maßnahmewieder ein klein wenig schmaler, auch wenn man das wohl kaum wahrnehmen wird..

    Alle Fotos von mir

    Fotos vom 12.07.2026

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    Abb.1: Hinter der Burg 15. Die Haustür ist jetzt drin. Eigentlich hatte der Bauherr gesagt, er wolle versuchen, eine historische Tür zu bekommen. Das hat offenbar nicht geklappt. Ich kann aber auch mit der modernen Tür leben, Hauptsache der Giebel ist wieder da..


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    Abb.2: Die Haustür im Detail.


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    Abb.3: Bonusbild: Die Traufseite an der Kleinen Burgstraße. Das Licht war dort gerade so sensationell, dass die vielen historischen Befunde deutlich hervortraten.

    Alle Fotos von mir

    ^ Nein, die Durchfahrt durch das Haus muss angeblich für die Feuerwehr und zur Erschließung einiger Parkplätze bleiben. Sie wird nur von der rechten auf die linke Seite des Hauses verlegt, damit die Erdgeschossfläche nicht mehr durchschnitten wird. Dafür muss die Mengstraße aber extra angehoben werden. Ein Wahnsinn. :kopfschuetteln:

    Übrigens fing man damals mit 17 Millionen an zu planen, soweit ich mich erinnere. Ich hatte schon vor langer Zeit 50 Millionen prognostiziert, ist oben nachzulesen. Da wird man wohl in Kürze tatsächlich angelangt sein. Vermutlich wird auch das nicht reichen, könnte ich mir vorstellen. Das wird am Ende für die beiden Häuser wohl eine ähnliche Summe werden, wie alle 36 Häuser des neuen Gründungsviertels zusammen gekostet haben.

    Wenn es hinterher wenigstens gut aussehen würde, aber es wird ja hässlicher werden als jetzt...

    ^ Ja, und zwar so wenig, dass der moderne Neubau überhaupt keine Rücksicht auf die historischen Fassaden nehmen wird. Das Dach bei Nr.4 (das eigentliche Buddenbrookhaus) wird viel zu groß werden und die aus der Fischstraße falsch translozierte gotische Fassade Nr.6 wird zukünftig noch mehr frei in der Luft schweben als jetzt schon. Und die Rückansicht spottet ohnehin jeder Beschreibung.

    Ein durch und durch furchtbares Projekt. Von den explodieren Kosten mal ganz zu schweigen.

    Weißt du etwas darüber, was mit den "Rekonstruktionen" der "historischen" Innenräume im Obergeschoss geschehen wird? Ich fand die von den Bildern her immer ganz nett. Fliegen die jetzt auf den Müll ?

    Soweit ich weiß, soll die Diele in etwa in historischer Kubatur gebaur, aber modern gestaltet werden. Die Treppe nach oben wird aber offenbar ganz nett wie auf der Projektseite der Architekten zu sehen ist.

    Von einer Rekonstruktion der Innenräume ist mir nichts bekannt. Auf dieser Seite werden die bisherigen Innenräume des alten Hauses erwähnt, aber für den Neubau liest man nur das übliche Geschwafel.

    Überhaupt meine ich mitbekommen zu haben, dass dem Museum die beiden frei nachempfundenen kulissenhaften Räume immer eher peinlich und ein Dorn im Auge waren. Ich würde also eher nicht damit rechnen, dass die wiederkommen.

    Nach längerer Zeit mal wieder eine Information zum Umbau des Buddenbrookhauses. Es scheint jetzt doch loszugehen. Und offenbar sind auch die Zuschüsse nicht verfallen wie uns der Bürgermeister als ein Argument für die von ihm favorisierte Teilzerstörung des denkmalgeschützten gotischen Gewölbekellers immer weismachen wollte.

    Was jetzt aber in Hinsicht auf den letztlich von der Bürgerschaft beschlossenen Erhalt des Kellers genau umgeplant wurde, sagt der Artikel leider nicht...

    Groß-Baustelle Buddenbrook-Haus: Harte Zeiten für die Mengstraße
    Lübeck - Innenstadt: „Mit dem Beginn der Hauptbauarbeiten erreicht das Projekt „Das Neue Buddenbrookhaus“ nun einen weiteren wichtigen Meilenstein“, schr
    www.hl-live.de

    Danke für die Details, Maxileen . Also sind hier offenbar keine allzu alten/wertvollen Gebäude verlorengegangen (es sei denn, die Scheunen stammten noch aus dem 17. Jahrhundert?). Dennoch ist es erschreckend, dass einfach so denkmalgeschützte Gebäude abgerissen werden können. Die Sache wird zudem immer abenteuerlicher, wie LN-Online heute berichtet (Bezahlschranke).

    Zusammenfassung: Der Abriss wurde aus Versehen genehmigt. Zitat der Stadt: „Der Abriss erfolgt nach dem Denkmalschutzgesetz Schleswig-Holstein, Paragraf 13, Absatz 1 durch Fristablauf mit Genehmigungsfiktion“. Dieser Paragraph besagt, dass ein Abriss als genehmigt gilt, wenn die Denkmalschutzbehörde nicht innerhalb von 3 Monaten einen Bescheid erlassen hat. Der Antrag war im Dezember (natürlich kurz vor Weihnachten) eingegangen und wurde von der Stadt wegen Personalmangels "versehentlich" nicht bearbeitet, so dass der Abriss im März automatisch genehmigt war. Der Denkmalschutz wurde nicht aufgehoben, so dass geschützte Gebäude abgerissen wurden.

    Pikant an der Sache: Die Stadtverwaltung hat den Vorgang geheimgehalten, anstatt die Bürgerschaft über den bevorstehenden Abriss des Denkmals zu informieren. Zumindest wurden die Gebäude vor dem Abriss ausführlich dokumentiert.

    Also Ich frage mich langesam wo wir hier sind. Es wird doch alles immer verrückter in dieser Stadt. Und was ist das überhaupt für ein Gesetz, das den Abriss denkmalgeschützter Gebäude zulässt. Warum muss der Schutz nicht vor einem Abriss durch ein entsprechendes Verfahren aufgehoben werden? Dann könnte so ein Blödsinn gar nicht erst passieren.

    Außerdem - wieso musste das "Ensemble" überhaupt abgerissen werden. Es lag doch ganz am Rand des neuen Gewerbegebiets. Die kleine Ecke hätte man doch bei der riesigen zur Verfügung stehenden umgebenden Fläche nun wirklich aussparen können. Es ist alles nicht zu fassen.

    Edit: Nochmal genauer bei Google Street View geguckt. Es müsste das hier sein.

    Geschätzt 1890er und bauhistorisch nun nicht sooo herausragend. Was auf dem Grundstück noch war, kann man hier nicht sehen.

    Aber trotzdem: So geht es nicht!

    Wie ich hier schon öfter schrieb: Bürgermeister Lindenau als oberster Denkmalpfleger pfeift offensichtlich auf den Denkmalschutz, wenn es ums Geld geht (und sonst offenbar auch). Es ist zum Verrücktwerden mit dem Typen.

    Aus dem Dokument "Denkmalpflege in Lübeck 2023":

    "Die Anfänge des letzten bestehenden Obstgutes
    Semiramis gehen bis ins Jahr 1661 zurück. Die für
    ihre Produkte bekannte Familie Vollert war seit
    dem 17. Jahrhundert Eigentümerin mehrerer Betriebe, unter anderem auch jenes Obstgutes. Seine Blütezeit hatte es im frühen 20. Jahrhundert
    unter der Leitung Rudolf Vollerts. Zu jener Zeit
    gab es dort eine ganzjährig beheizte Schauhalle,
    die weithin bekannt war und 1907 vom Deutschen Pomologen-Verein besichtigt wurde.
    Abgesehen von jener Schauhalle sind die baulichen Anlagen weitestgehend erhalten und vermitteln in ihrer Gesamtheit einen anschaulichen
    Eindruck eines solchen Betriebes. Insbesondere die Nebengebäude – mitsamt den baulichen
    Veränderungen – lassen Rückschlüsse auf die
    Betriebsabläufe und historische Vorratshaltung
    zu. Als letztes Obstgut im Lübecker Stadtgebiet
    hat die Anlage zudem Seltenheitswert. Sie ist als
    gut überliefertes Dokument der Geschichte und
    langen Tradition des Obst- und Gartenbaues in
    Lübeck von Kulturlandschaft prägendem Wert
    sowie von besonderem geschichtlichem und
    wissenschaftlichem Wert."

    Ich kann nicht sagen, welche historischen Bauten da vorhanden waren. Auf dem Bild in dem HL-Live-Artikel sieht das nach 60er Jahre aus, was dort abgerissen wird. Im Internet sind keine Bilder irgendwelcher Bauten zu finden, und auch bei Google Maps sehe ich nur leere Flächen. Falls jemand mehr weiß, würde mich das interessieren.

    Update Entwurf Holstenstraße/Kolk/Pagönnienstraße

    Bereits am 12.06.2026 wurde in der öffenlichen Gestaltungsbeiratssitzung der überarbeitete Entwurf für das Grundstück Holstenstraße/Kolk/Pagönnienstraße (ehemals Karstadt Sport) vorgestellt.

    Mit etwas Verzögerung kommen hier also einige Bilder und Informationen. Auch diesmal bitte ich die nicht optimale Bildqualtität zu entschuldigen. Ich habe die Bilder so gut es geht nachbearbeitet, aber mehr ist aufgrund der Gegebenheiten leider nicht drin.

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    Abb.1: Draufsicht (Entwurf und alle Visualisierungen in diesem Beitrag: Hubschmitz Architekten Lübeck). Oben die Holstenstraße, rechts der Kolk und unten de Pagönnienstraße.


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    Abb.2: Ansicht Holstenstraße. Wie beim letzen Mal vom Gestaltungsbeirat gefordert, ist der lange Gebäudekörper nun - der stark abfallenden Topographie folgend - stärker in mehrere höhenversetzte Einzelfassadenabschnitte gegliedert. Der Architekt hat dabei meines Erachtens eine sehr clevere Lösung gefunden. Durch verschieden hoch angeordnete Gestaltungselemente wie Gesimse und Spiegelfelder hat er die durchlaufend gleiche Höhe der Fenster gekonnt kaschiert. Diese Lösung gefällt mir ausgesprochen gut und auch noch viel besser als der durchgehende lange Riegel, der in der letzen Sitzung vorgestellt wurde. Der Beirat hat aber auch hier wieder die Zwerchgiebel kritisiert und möchte stattdessen lieber Gauben sehen. Die Befensterung des oberen Dachteils fehlt noch. Ich würde hier Dachflächenfenster bevorzugen, da viele Gauben im Spitzboden meiner Meinung nach zu unruhig und auch zu mächtig wirken würden.


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    Abb.2: Variante mit Putzfassade. Welche Oberfläche letztlich kommen wird, steht wohl noch nicht genau fest, die Tendenz geht aber wohl zu Klinker.


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    Abb.3: Ansicht Kolk. Hier ist im rechten Bereich noch ein Giebel hinzugekommen. Der Grund ist, dass das Haupttreppenhaus jetzt hier liegt. Ohne den Giebel ließe sich nicht die notwendige Höhe zur Erschließeung des Dachgeschosses gewinnen. Der linke Teil an der Ecke zur Pagönnienstraße ist noch nicht endgültig fertig gestaltet. Die Liefereinfahrt wurde von der Pagönnienstraße in den Kolk verlegt und ist hier links der Mitte zu sehen. Der Architekt hat hier eine sehr schlaue Lösung entwickelt: Im Haus befindet sich eine Drehscheibe, mit denen die LKWs gewendet werden und dann komfortabel wieder vorwärts ausfahren können anstatt sich rückwärts aus der sehr engen Gasse zu "quälen". Damit kann im Anlieferbereich des Hauses viel Platz eingespart werden. Leider habe ich den Grundriss nicht fotografiert.


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    Abb.4: Blick in den Kolk. Hinten links ist das gerade renovierte Puppentheater zu sehen.


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    Abb.5: Der Treppenhausgiebel im Kolk. Mir sind die Fenster im 2. und 3. OG zu hoch. Diese sollten meiner Meinung nach an die Höhe derer im 1 OG angeglichen werden. So wie es jetzt ist, sieht es für mich trotz der zitierten Hochblenden zu sehr nach Rasterfassade aus.


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    Abb.6: Der Komplex aus der Vogelperspektive von Nordost.


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    Abb.7: Und noch einmal von Südost. Diese Ansicht würde man in etwa von der Aussichtsplattform der Petrikirchturms haben. Die vorne zu sehende Seite an der Pagönnienstraße ist noch nicht fertig ausgestaltet.


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    Abb.8: Dreidimensionale Ansicht Ecke Holstenstraße/Kolk. Die Klinkerversion habe ich leider nicht aufnehmen können, weil die Folien sehr schnell weitergeschaltet wurden.

    Der überarbeitete Entwurf gefällt mir noch sehr viel besser als der vorige, den ich ja auch schon sehr gut fand. Dennoch war der Beirat damit -u.a. auch wegen der Gesamthöhe - immer noch nicht so zufrieden, als dass er sich zu einer Freigabe durchringen konnte. Um die Sache zu beschleunigen, soll es demnächst einen außerturnusmäßigen Workshop geben, in dem die noch bestehenden Fragen mit Beirat, Investor und Architekt geklärt werden sollen.

    Ich hoffe, dass dieses sehr schöne Projekt nun möglichst schnell umgesetzt werden kann und nicht durch den Beirat ewig lange zerredet werden wird.

    Alle Fotos von mir

    Wenn ich die beiden Fotos genau betrachte, sehe ich, dass da zwei Zwischendecken eingezogen wurden. Die alte Decke zwischen Erd- und 1. Obergeschoss wird dann wohl abgebrochen. An der Vorderseite sieht man im Bereich der Veranda einige Verankerungen, und an der Rückseite die Schalungen für die obere Decke und ein fertig betoniertes Stück der unteren Decke im ehemaligen Oblicht des mittleren Erdgeschossfensters. Wegen dieser Decke sind alle Oblichter der Erdgeschossfenster mit Holzplatten verschlossen.

    Ja, es könnte sein, dass die alte EG-Decke abgerissen und tiefer eine neue erstellt wird. Hoffentlich war da nicht noch der alte Stuck vorhanden. Das zu sehende Betonstück mit den beiden seitlichen Löchern kann aber auch die Halterung für das ehemalige große Vordach der Tankstelle sein. Wie auch immer - was sollen das denn überhaupt für seltsame Räume in den umgebauten OGs werden? Es gibt dann jeweils ein kleines Fenster direkt über dem neuen Fußboden und eins direkt unter der neuen Decke. Und in der Mitte dazwischen ist dann geschlossene Wand oder wie? Und ich hoffe, dass durch die erheblichen Veränderungen von Decken und Wänden nicht die Statik des ganzen Hauses beeinträchtigt wird. Es sieht mir nicht so aus, als sei das ganze von einem Architekten/Statiker geplant und berechnet worden.

    Überhaupt stellt es sich für mich so dar - wenn ich sehe, was auf der Baustelle passiert und das richtig interpretiere, dass das Haus offenbar von - wie sage ich es neutral - "Personen aus einem fremden Kulturkreis" gekauft wurde, die es jetzt mit Freunden und Bekannten "frei Schnauze" zurechtbasteln und sich (natürlich) nicht für die historische einheimische Baukultur interessieren.

    Die BIRL (Bürgerinitiative Rettet Lübeck) hat inzwischen übrigens eine Anfrage bei der Stadt gestellt, ob das alles so rechtens und genehmigt ist. Vielleicht gibt es auf diesem Weg noch Hoffnung für das Haus, auch wenn der bereits angerichtete Schaden erheblich ist.

    Das glaube ich auch. Steht das Haus nicht Unter Denkmalschutz? Es wäre so repräsentativ, wenn es wieder in der historischen Form rekonstruiert werden würde.

    Nein, das Haus Mühlenstraße 30-32 steht nicht unter Denkmalschutz. Wie sollte es auch - es war ja bis vor kurzem gar nicht klar, was von der alten Fassade noch da ist. Und da das meiste des Bauschmucks abgeschlagen wurde, wird es wohl auch nicht auf die Denkmalliste kommen. Die Begründung ist in solchen Fällen ja meist: Nicht mehr genügen Originalsubstanz da/erheblich verändert. Ich war gestern nochmal da - bisher hat sich nichts weiter getan.


    Zur Renovierung vom Gründerzeitbau Moislinger Allee 28. Inzwischen ist der Vorbau vollständig entfernt, was den Erker wieder zum Vorschein bringt. Jetzt ist die ganze Fassade eingerüstet und ich bin sehr zuversichtlich, dass es wieder eine stattliche Vorstadtvilla wird

    Deine Zuversicht teile ich absolut nicht. Hier nochmal ein Bild vom 12.6. von mir:

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    Abb.1: Moilsinger Allee 28 am 12.06.2026. Ja, das entstellende Vordach ist endlich weg, so dass das Haus wieder in Gänze zur Geltung kommt. Aber man sieht doch die Verunstaltungen durch die vermauerten Seitenfenster und die Stürze in den Fensteröffnungen.

    Und noch ein Bild der Rückseite, das mir zur Verfügung gestellt wurde:

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    Abb.2: Moislinger Allee 28, Rückseite. Hier sieht man erst recht, was das für eine unsägliche und unfachmännische Bastelei ist. Sämtliche alten Fensteröffnungen wurden verändert. Es bestätigt sich meine Vermutung, dass hier eine Zwischendecke eingezogen wird. Selbst, wenn das zur Straße hin einigermaßen kaschiert werden sollte, wird es sehr seltsam aussehen, wenn der untere Teil der Fensteröffnungen abends beleuchtet ist und der obere dunkel oder umgekehrt. Nein, da ist wirklich absolut keine Zuversicht angebracht, dass das gutwerden wird. Das Haus wird vielmehr vollkommen verhunzt - das ist wie gesagt die Bastelei eines neuen Eigentümers, dem die Baugeschichte dieses einst sehr schönen Hauses offenbar am Allerwertesten vorbeigeht. Man kann wohl schon froh sein, wenn das Haus nicht auch noch entstuckt und eingepackt wird.


    Auch am Klingenberg tut sich etwas. Die Volksbank verklinkert die 80er-Jahre-Fassade, die dadurch kleinteiliger wird und sich an den historischen Fassaden orientiert. Hoffentlich wird bald die hässliche Fassade der Santanderbank auch umgestaltet oder abgerissen!!

    Auch hier kann ich die positive Stimmung nicht ganz verstehen. Bild von gestern von mir:

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    Abb.3: Volksbank am Klingenberg. Der Hauptbau ist noch mit bedruckten Planen zugehängt. Links sieht man die alte Fassade, rechts die neue. Ja, die neue Fassade wird einen Anklang an den Backsteinexpressionismus haben (wenn das im Zitat gemeint war), die Klinkergestaltung wird wohl ganz gut werden - mit Lisenen und geschichteten Steinreihen. Das große Aber: Durch die Zusammenfassung von jeweils zwei zu einem Fenster weren die Fensteröffnungen von hoch- auf querformatig geändert, was sehr unschön wirkt. Ich weiß nicht, warum man das durchgehen lassen hat, denn in der Gestaltungssatzung für die Altstadt sind ausdrücklich hochfomatige Fensteröffnungen vorgeschrieben.

    Der kleine Anbau links ist bereits zum größten Teil ausgerüstet und auf den nächsten Bildern besser zu sehen:

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    Abb.4: Beim kleineren Anbau wurden helle Klinker verbaut, deren geschichtete Gestaltung im EG und als Abschlussgesims oben ganz ordentlich ist. Allerdings auch hier querformatige Fenster, die zudem teilweise mit Streben zur Absturzsicherung unschön verdeckt sind. Rechts das klinkerexpressionistische Kaufhaus am Klingenberg, das für die neue Verklinkerung des Haupthauses als Vorbild diente.


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    Abb.5: Noch einmal aus einer etwas anderen Perspektive mit der mächtigen Marienkirche im Hintergrund.

    Fotos Abb.1, 3-5 von mir

    Mühlenstraße 30-32 - Details am 12.06.2026

    Ich war heute in der Mühlenstraße und habe versucht, mir die unter dem Netz noch vorhandene Details der Fassade von 1894 anzusehen. Hier kommen ein paar Fotos. Dass diese etwas düster wirken, liegt einerseits am schlechten Wetter und andererseits daran, dass ich den Kontrast der Bilder deutlich erhöht habe. Das bewirkt, dass das Netz, das auf der Fassade liegt, viel weniger sichtbar ist und die dahinterliegenden Details besser zu erkennen sind.

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    Abb.1: Fassade an der Kapitelstraße


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    Abb.2: Detail. Die Rundbögen und die Rustizierung im 1. OG sind noch da. Das Gesims über dem 1. OG wurde leider abgeschlagen. In den Stockwerken darüber sind die seitlichen Faschen neben den Fenstern noch da. Von den Verdachungen existieren noch die Umrisse/Ansätze. Die Fensteröffnungen sind im wesentlichen original erhalten.


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    Abb.3: Rechts ist zu sehen, dass das Gebäude eine "runde Ecke" hatte. Hier ist sogar das Gesims über dem 1.OG noch vorhanden, offenbar hat man nur die Teile abgeschlagen, die nicht unter die hässliche Verkleidung passten. Wie kann man so ein schönes Haus nur so zurichten? Das zu sehende Fenster scheint noch komplett original zu sein? Es wurde offenbar einfach von innen verschlossen, und außen verschwand es hinter der Verlattung.


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    Abb.4: Fassade an der Mühlenstraße. Oberhalb des 1. OGs war das Haus offenbar steinsichtig.


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    Abb.5: Oberer Teil an der Mühlenstraße. Die Balustrade scheint noch komplett vorhanden zu sein. Es sieht so aus, als ob darauf eine neue, dünne Dachhaut gepackt wurde, die Baluster hinter eine schwarzen Dichtungsfolie liegen und nur deren Füße unten herausstehen. Das darunterliegende Kranzgesims wurde leider abgeschlagen, da es zu auskragend für die Verkleidung war. Die Doppelbögen über den Fenstern im 3.OG sind auch weg. Das Gurtgesims über dem 3. OG ist jedoch noch da. An diesem lässt sich die runde Ecke gut erkennen. Die Fensterbreite scheint in den Obergeschossen auch auf dieser Seite original zu sein.


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    Abb.6: Mittlerer Teil an der Mühlenstraße. Über den Fenster des 2. OG sind bei den beiden äußeren Fenstern die "Abdrücke" der hier dreieckigen Verdachungen noch vorhanden. Das mittlere Dreieck weist sogar noch seine Profilierung auf. Über und unter dem mittleren Fenster wurden offenbar größere Öffnungen eingebrochen und wieder vermauert. Bei allen Fenstern sind die Faschen noch vorhanden. Und auch hier haben die Öffnungen noch die originale Breite. Über den Fenster im 1. OG sind die Rundbögen noch zu erkennen, die Rundungen aber vermauert. Auch hier ist die Rustizierung noch größtenteils vorhanden.


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    Abb.7: Noch einmal der obere Teil über Eck gesehen. Interessant die Balustrade und das Gurtgesims über dem 3. OG mit der runden Ecke.


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    Abb.8: Das Haus im Kontext. Rechts die zum Klingenberg führende Mühlenstraße, links die Kapitelstraße. Es wäre wirklich unheimlich wichtig, das Haus an dieser exponierten Stelle zu rehabilitieren. Bitte die alte Fassade wiederherstellen und keine neuen Platten davornageln!!! Falls die Fassade nicht rekonstruiert wird, habe ich den Zustand jetzt aber immerhin dokumentiert.


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    Abb.9: Die Kapitelstraße Richtung Mühlenstraße. Links am Ende der Straße ist das Haus Mühlenstraße 30-32 zu sehen. Hier wirkt die Rückwand leider etwas störend, aber das wäre mit historischer Fassade ja nicht anders. Trotz Bombardierung und Nachkriegs-Abrisswut haben sich hier noch ein paar wenige historische Häuser erhalten.

    Alle Fotos von mir

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    Abb. 4

    lch habe mir dieses Bild jetzt mal genauer angesehen. Gerade an der Seite links an der Kapitelstraße ist ja bis auf das EG noch komplett alles da: Die Rundbögen samt Rustizierung im 1. OG, sämtliche Fensteröffnungen darüber sind original - es fehlen nur die Verdachungen, deren Abdrücke man noch sieht und die sich leicht wiederherstellen ließen. Und ganz oben scheinen das Kranzgesims und sogar die Balustrade noch da zu sein. Unglaublich. Lediglich an der kleineren Seite zu Mühlenstraße müsste man wohl die Fensteröffnungen etwas anpassen und die drei Rundbögen im 1. OG wiederherstellen. Sooo riesig wie erst gedacht ist das Aufwand dann doch nicht. Also wenn man das nicht macht, weiß ich auch nicht. Mehr wird man sehen können, wenn die Netze abkommen.

    Sanierung Mühlenstraße 30-32

    Zur Zeit wird das Eckhaus an der Mühlenstraße/Kapitelstraße saniert. Dabei wurde jetzt die grauenhafte Fassadenverkleidung entfernt (Ich habe leider aktuell kein Bild vom Vorzustand).

    Super, vielen Dank für die Info und die Fotos. Ich hatte von der Maßnahme überhaupt noch nichts mitbekommen.

    Ein Bild des Vorzustandes sieht man hier (zumindest solange die Immobilienanzeige noch online ist).

    Das Gerüst wurde inzwischen wieder entfernt und die Fassade wurde neu "verpackt". Links angeschnitten das ehemalige C&A-Gebäude in der Mühlenstraße.

    Für das C&A-Gebäude wurden in den 1960ern übrigens 8 im Kern mittelalterliche Häuser abgerissen, obwohl direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine gleich große Bombenlücke klaffte. Ein Wahnsinn!

    Ich hatte dieses Bild irgendwann schon mal verlinkt, meine ich:

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    Mühlenstraße Lübeck um 1900 (Bild von Wikipedia eingebunden, dort als "vermutlich gemeinfrei" gekennzeichnet). Ganz rechts das Haus Nr. 30-32, um das es hier geht. Wie ich finde, ein Gründerzeitler der angenehmeren Sorte und nicht überladen oder überdimensioniert. Fertigstellung 1894. Links daneben die für das furchtbare C&A-Gebäude abgerissenen Häuser.

    Ich gehe nicht davon aus, dass die alte Fassade wiederhergestellt wird. Habe auch keine Infos im Netz zur Sanierung gefunden.

    Ich hoffe doch sehr, dass die Fassade von 1894 wiederhergestellt wird. Auf deren Freilegung warte ich schon seit Jahrzehnten und finde es sehr interessant jetzt endlich sehen, zu können, was davon noch da ist. Die jetzige Verlattung kann nur ein Provisorium sein - da wird nichts drauf halten. Die Herstellung der alten Fassade würde aber sicher aufwändig sein, weil die Fensteröffnungen ja auch zum größten Teil verändert wurden. Vom EG mal ganz abgesehen. Insofern bin ich mir auch nicht sicher, ob das passieren wird.

    Auf den zweiten Blick ja, auf den ersten Blick nein. Den Fehler wird man Der Kurfürst nachsehen müssen - "offizielle Stellen" haben ihn auch gemacht: offenbar war die Verdeckung so "gut gelungen", daß das Haus sogar von ihnen auf die "1990er" datiert wurde. Im Buch "Denkmalgeschützte Häuser" von Klaus Grothe ist es jedenfalls nicht enthalten.
    https://bekanntmachungen.luebeck.de/dokumente/d/778/inline

    Habe mir das Dokument angesehen. Das mit dem "wohl 1990er Jahre Neubau" ist schon seltsam. Das kann sich eigentlich nur auf die davor genannten Schaufenster beziehen. Einen solchen Fauxpas kann ich mir gerade bei Jan Zimmermann, der dort als Quelle genannt wird, nicht vorstellen. Zumal ja ein Blinder mit Krückstock sieht, dass Eternit-Platten von 1970 nicht auf einem Neubau von 1990 sein können.

    Du erinnerst Dich hoffentlich noch an meine Rekonstruktionsskizze von vor vier Jahren im Nachbarforum: :wink:

    Ja natürlich erinnere ich mich daran. Ich habe mein Foto auch aus genau diesem Beitrag geholt, weil ich es auf meinem PC auf die Schnelle nicht finden konnte.

    Ich denke schon, dass da eine Bauaufnahme erfolgt. Vielleicht - wenn wir Glück haben - kommt ja statt Putz auch nur eine Schlämme, so dass die Befunde sichtbar bleiben.