Update Entwurf Holstenstraße/Kolk/Pagönnienstraße
Bereits am 12.06.2026 wurde in der öffenlichen Gestaltungsbeiratssitzung der überarbeitete Entwurf für das Grundstück Holstenstraße/Kolk/Pagönnienstraße (ehemals Karstadt Sport) vorgestellt.
Mit etwas Verzögerung kommen hier also einige Bilder und Informationen. Auch diesmal bitte ich die nicht optimale Bildqualtität zu entschuldigen. Ich habe die Bilder so gut es geht nachbearbeitet, aber mehr ist aufgrund der Gegebenheiten leider nicht drin.

Abb.1: Draufsicht (Entwurf und alle Visualisierungen in diesem Beitrag: Hubschmitz Architekten Lübeck). Oben die Holstenstraße, rechts der Kolk und unten de Pagönnienstraße.

Abb.2: Ansicht Holstenstraße. Wie beim letzen Mal vom Gestaltungsbeirat gefordert, ist der lange Gebäudekörper nun - der stark abfallenden Topographie folgend - stärker in mehrere höhenversetzte Einzelfassadenabschnitte gegliedert. Der Architekt hat dabei meines Erachtens eine sehr clevere Lösung gefunden. Durch verschieden hoch angeordnete Gestaltungselemente wie Gesimse und Spiegelfelder hat er die durchlaufend gleiche Höhe der Fenster gekonnt kaschiert. Diese Lösung gefällt mir ausgesprochen gut und auch noch viel besser als der durchgehende lange Riegel, der in der letzen Sitzung vorgestellt wurde. Der Beirat hat aber auch hier wieder die Zwerchgiebel kritisiert und möchte stattdessen lieber Gauben sehen. Die Befensterung des oberen Dachteils fehlt noch. Ich würde hier Dachflächenfenster bevorzugen, da viele Gauben im Spitzboden meiner Meinung nach zu unruhig und auch zu mächtig wirken würden.

Abb.2: Variante mit Putzfassade. Welche Oberfläche letztlich kommen wird, steht wohl noch nicht genau fest, die Tendenz geht aber wohl zu Klinker.

Abb.3: Ansicht Kolk. Hier ist im rechten Bereich noch ein Giebel hinzugekommen. Der Grund ist, dass das Haupttreppenhaus jetzt hier liegt. Ohne den Giebel ließe sich nicht die notwendige Höhe zur Erschließeung des Dachgeschosses gewinnen. Der linke Teil an der Ecke zur Pagönnienstraße ist noch nicht endgültig fertig gestaltet. Die Liefereinfahrt wurde von der Pagönnienstraße in den Kolk verlegt und ist hier links der Mitte zu sehen. Der Architekt hat hier eine sehr schlaue Lösung entwickelt: Im Haus befindet sich eine Drehscheibe, mit denen die LKWs gewendet werden und dann komfortabel wieder vorwärts ausfahren können anstatt sich rückwärts aus der sehr engen Gasse zu "quälen". Damit kann im Anlieferbereich des Hauses viel Platz eingespart werden. Leider habe ich den Grundriss nicht fotografiert.

Abb.4: Blick in den Kolk. Hinten links ist das gerade renovierte Puppentheater zu sehen.

Abb.5: Der Treppenhausgiebel im Kolk. Mir sind die Fenster im 2. und 3. OG zu hoch. Diese sollten meiner Meinung nach an die Höhe derer im 1 OG angeglichen werden. So wie es jetzt ist, sieht es für mich trotz der zitierten Hochblenden zu sehr nach Rasterfassade aus.

Abb.6: Der Komplex aus der Vogelperspektive von Nordost.

Abb.7: Und noch einmal von Südost. Diese Ansicht würde man in etwa von der Aussichtsplattform der Petrikirchturms haben. Die vorne zu sehende Seite an der Pagönnienstraße ist noch nicht fertig ausgestaltet.

Abb.8: Dreidimensionale Ansicht Ecke Holstenstraße/Kolk. Die Klinkerversion habe ich leider nicht aufnehmen können, weil die Folien sehr schnell weitergeschaltet wurden.
Der überarbeitete Entwurf gefällt mir noch sehr viel besser als der vorige, den ich ja auch schon sehr gut fand. Dennoch war der Beirat damit -u.a. auch wegen der Gesamthöhe - immer noch nicht so zufrieden, als dass er sich zu einer Freigabe durchringen konnte. Um die Sache zu beschleunigen, soll es demnächst einen außerturnusmäßigen Workshop geben, in dem die noch bestehenden Fragen mit Beirat, Investor und Architekt geklärt werden sollen.
Ich hoffe, dass dieses sehr schöne Projekt nun möglichst schnell umgesetzt werden kann und nicht durch den Beirat ewig lange zerredet werden wird.
Alle Fotos von mir