Auf den zweiten Blick ja, auf den ersten Blick nein. Den Fehler wird man Der Kurfürst nachsehen müssen - "offizielle Stellen" haben ihn auch gemacht: offenbar war die Verdeckung so "gut gelungen", daß das Haus sogar von ihnen auf die "1990er" datiert wurde. Im Buch "Denkmalgeschützte Häuser" von Klaus Grothe ist es jedenfalls nicht enthalten.
https://bekanntmachungen.luebeck.de/dokumente/d/778/inline
Posts by Weingeist
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Das Haus scheint in Kubatur und Geschichte einige Übereinstimmungen zu haben mit AdF 16. Die 16 könnte sicher einen realistischen Vergleich bieten; wegen der Ausgangs- und Überlieferungslage wird Mo5 aber niemals an dessen unvergleichliche Finesse heranreichen. Im Gegensatz dazu scheint hier die Dokumentation weitaus schlechter zu sein; besonders auch fotografisch. Es kann eine Option für die fernere Zukunft sein.
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Ja, erbse , auch ich liebe Italien; aber wir sind in Dresden; und weder in Bella Italia, noch in Warschau. Zur Erinnerung noch mal folgende Kleinigkeiten:
- das Faktum der gegenwärtigen Parzellenbebauung ist auch für einen Außenstehenden leicht nachvollziehbar
- die gegenwärtige Eigentümersituation auch
- außer diesem Haus Moritzstraße 5 sprechen wir in räumlicher Nähe auch von einem weiteren Gebäude namens Palais de Saxe, dessen Parzelle ähnliche Überbauungsprobleme hat
- "wie weit" die Reise gehen würde (die Ausdehnung des wiederaufgebauten Neumarkts), war schon vor 20 Jahren klar. Auch, wo die Grenzen liegen würden.
- die Beschäftigung mit Dresden insgesamt führt uns neben den heute bereits angesprochenen Gebäuden Schloßstraße 5, 5B über die Brüdergasse und den Altmarkt hinüber zur Großen Meißner und dem Neustädter Markt hin zur Hauptstraße etc. etc. Was dort stand und heute fehlt, hat / hätte für Dresden eine größere Tiefe als nun eine im Grund nicht nachvollziehbarer Hype um ein Häusel namens Moritzstraße 5.Italien, wo sehr viele Altstädte zu 90% aus simplen oder kuriosen Füllhäusern und 10% Grandiosem bestehen. Und jede/r liebts
Gewiß gibt es in Europa unzerstörte Städte; was uns italienische Prozentzahlen und diese Querverweise in Dresden weiterhelfen sollen, ist nicht so ganz klar.
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Leider falsch, ich sag´s nicht gerne.
- 1704, urspr. nur dreiachsig
- 1760 das Haus bis auf Fassadenreste zerstört
- Wiederaufbau unter Einbeziehung zweier bisheriger Gebäudeparzellen, darunter diejenige links, danach Tiefenausdehnung in die Friesengasse hinein.
- durch bzw. nach Wiederaufbau Schaffung der asymetrischen Fassadensituation
- die Überformung wird selbst demjenigen klar, der keine Ahnung von Bauforschung hat. -
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Es soll nichts abgewürgt werden; aber überbaute Parzellen sind ein Problem mit ähnlichen Folgewirkungen wie für das Palais de Saxe. Was an Fotografien noch weiter vorliegt, wäre eine Hausaufgabe für die Zukunft. Das Postkartenbild läßt zumindest für das einzig relevante Teil (den Erker) eine dicklich-teigige und etwas grobschlächtig derbe Ausführung vermuten. Das Haus in seinem umgebauten, rustikalen Zustand und der etwas unbeholfene Erker waren nicht die größten Meisterwerke, die das Revier einst besessen hat.
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Schloßstraße 3, 5, 5B. Letztere 1928 abgerissen. Einmal gesehen, unvergeßlich.
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Gedankenspiele über das, was auf der Parzelle Moritzstraße 5 et alteri sein könnte und sollte, stellen sich nicht und ergeben aktuell nicht den geringsten Sinn. Dem Neumarkt ist langfristig mit einem Stadt Rom mehr geholfen. Die bereits lange vor 1945 abgerissenen Haase-Bauten an der Schloßstraße wären nun wirklich weitaus rekowürdiger als diese Fassade, die nun wirklich unter "ferner liefen" gebucht werden kann.
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Die Aufhübschungsorgien des 19. Jhd. haben an dieser Fassade solch unbeschreibliche Ausmaße angenommen, daß man sich´s noch nicht einmal am Affenhaus des Dresdner Zoos vorstellen will. Der GHND im allgemeinen und mit einem öffentlichen Wiederaufbaugedanken im besonderen zu kommen, wird so manchen nun endgültig zum Schlaganfall verhelfen.
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Ein Leitbau kann das nie und nimmer werden. Dafür ist an einer Wiederaufbaufassade von nach 1760 im 19. zu sehr herumgedoktort worden. Der letzte Zustand nimmt es quasi vorweg, solch eine Fassadenverunstaltung in dieser Form nicht wieder aufbauen zu wollen; absurd. Von Interesse ist da wirklich nur der Erker, sonst gohr nüschd.
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Ob Dresdner oder nicht tut in diesem Fall nichts zur Sache; aber der Innenhof des Hoym wird der einzige Hof sein, dessen Dimensionen über den eines bürgerlichen Gebäudes hinausgehen, der öffentlich begeh- und erlebbar sein wird und der die höfischen Dimensionen des 18. Jhd. wieder erleb- und erfahrbar macht. Das Hoym wird auf dem Areal der ehemaligen Altstadt der einzige Gebäudekomplex sein, der (mit dem historischen Hintergrund eines Palais) wieder eine Vorstellung der Gesamtheit von Fassade und Binnenstrukturen der augusteischen Zeit ermöglicht; und in diesem Fall von niemand geringerem als von Knöffel höchstselbst. Die Wiedergewinnung dieses Spitzenensembles markiert nicht nur einen krönenden Höhepunkt am gesamten Neumarkt, sondern ist auch die Verwirklichung eines Traums, der in der Frühphase der GHND als absurd utopischer Traum erscheinen mußte. Und nun ist dieser Traum doch noch, spät zwar, aber was tut´s, zur Realität geworden. Es ist eine merkwürdige Sache in unserem Forum, daß es immer direkt nach mittlerweile zahlreichen Fassadenenthüllungen immer wieder diese Querschüsse geben muß. Nachdem das Hoym und die Innere Altstadt endlich, endlich wieder anfangen, miteinander zu leben, wäre etwas mehr Freude und Dankbarkeit hier sicher gerechtfertigt.
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Mit dem neuen Hoym findet der Neumarkt einen abschließenden Höhepunkt und die Innere Altstadt wieder eines ihrer epischsten Zentren. Allen, die daran beteiligt waren und es der Stadt mit so viel Herzblut wieder zurückerworben haben, ein herzliches Dankeschön.
Es istEine Wonne !
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Der Fall des durch eine Gasexplosion zerstörten Görlitzer Hauses nimmt eine substantielle Wende:
Es wurden zwei Männer festgenommen, bei denen es sich um Buntmetalldiebe handeln soll. Es ist nicht auszuschließen, daß die Gasexplosion durch Manipulation an den Rohren verursacht wurde. Man kann eigentlich nur hoffen, daß dem nicht so sein sollte; es ist ohnehin für Görlitz schon Tragödie genug.
Polizei nimmt zwei Männer nach Hauseinsturz in Görlitz festDie Polizei nimmt zwei Verdächtige im Falle des eingestürzten Hauses in Görlitz mit drei Toten fest. Es bestehe der Verdacht, dass sie die Tragödie durch…www.n-tv.de -
Ungewisse Zukunft für die Lutherkirche Krefeld von 1904: Seit 2024 ist die Kirche wegen gravierender Schäden geschlossen. Ein Gutachten nennt nun die Summe von 27 Mio. Sanierungskosten.
Dieses neue Gutachten ist ein Schock für KrefeldExperten-Gutachten zeigt, wie gravierend die Schäden sind. Die Gemeinde will und kann eine Sanierung nicht stemmen – und ein Käufer ist für das…www.wz.deDie Walcker-Orgel von 1904 soll vermutlich verkauft werden.
Orgeljuwel aus Krefeld zu verkaufen: Sanierung der Lutherkirche auf 27 Millionen Euro geschätztSeit August 2024 ist die Lutherkirche wegen gravierender Gebäudeschäden geschlossen. Jetzt liegt das Gutachten vor. 27 Millionen Euro soll die Sanierung…rp-online.de -
Die Art, wie diejenigen öffentlich abgekanzelt werden, die sich mit viel Engagement für eine Altstadt- und panoramaverträgliche neue Brücke einsetzen, stößt doch leider sehr vor den Kopf und ist mehr als brüskierend; gerade zu diesem Zeitpunkt, wo es das Fachwissen von innen zur Kommunikation nach außen so dringend benötigt. Diese speziell dreiste Art der Lächerlichmachung von Aktiven der Initiative in unserem Forum ist nicht tragbar.
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Dresden hat es schon einmal unter den Fingern gejuckt, den Titel zu bekommen. Das war 1990; und zwar im Zusammenhang mit dem Ruf aus Dresden. Auf ein anderweitiges Titel-Intermezzo muß man hier jetzt nicht weiter eingehen. Im Interesse der Einzigartigkeit der, drücken wir es aus als "Augusteische Kulturlandschaft", sollte der Focus fairerweise auf mehr ausgelegt sein als auf den Zwinger.
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Welche Altstadt?
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Man muß die Probleme nicht auf ein konstruiertes und an den Haaren beigezogenes "Problem" namens "Ausländer" schieben. Ein solches "Problem" gibt es nicht. Sich stattdessen an die eigene Nase fassen, in den Spiegel schauen und so etwas wie Selbstkritik zulassen, besser is das. Das Problem sind nicht irgendwelche "Ausländer", nöh; das Problem liegt in verkrusteten, hinterwäldlerischen und stockreaktionären, zu Tode tradierten Denk- und Verhaltensmustern bei der eigenen Bevölkerung; so zurückgeblieben sie auch immer sind. So, und jetzt macht mit mir, was ihr wollt.
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Das Problem liegt im Westen leider in den Details
Mentalität
und
Haltungsfrage
, so unbefriedigend die Gesamtsituation auch ist. Mentalität, Haltungsfrage(n), kulturelle Tiefe und regionale Identität tragen nun einmal ihren Teil zur Gesamtsituation bei. In ländlichen Regionen stellt sich der Handlungsbedarf zwangsläufig nicht so ausgeprägt dar als in den Städten. Aktuelle Finanzsituation und untergeordnete touristische Attraktivität tragen ihren Teil dazu bei. Sieht man von wenigen touristischen Ballungsbereichen ab, stellt sich leider für viele westliche Regionen die grundsätzliche Gretchenfrage. Und da es dort in den letzten 70 Jahren nicht gematched hat, steht solange wenig zu erhoffen, bis das Kernproblem vor Ort selbst eingesehen und angegangen wird.
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Danke, Resurrectus . Besser kann man´s auch wohl nicht zusammenfassen.