Mal eine interessante Frage an diejenigen, die sich entweder auskennen, oder jemanden kennen, der von sich aus behaupten würde, dass er sich in diesem Gebiet auskenne, wobei er sich jetzt nicht einhundertprozentig auskennen müsste, weil das Gebiet ja, wegen der ausufernden Masse an potentiellen Möglichkeiten an Formensprache der Elemente und Profilen zur Dekorierung, auch für Kenner der Materie sicher inzwischen nicht mehr auf Anhieb überschaubar ist.
Unser direkter Nachbar hat das Haus verkauft, welches von 1905 ist u nd dessen Fassade zur Straße noch Stuck besitzt, auch wenn leider die Sprossenfenster durch sprossenlose Kunststofffenster ausgewechselt wurden. Aber darum geht es bei meiner Frage nicht.
Die Frage stellt sich nun am Hinterhaus zum Garten hin, was auch von unserem Garten gut zu sehen ist.
Laut Gesetztesgebung muss ein Altbau, wenn er den Besitzer wechselt, energetisch saniert werden. Da das Haus nicht unter Denkmalschutz steht, hofft er, dass er die schöne Stuckfassade nicht dämmen muß. Mal abwarten was passiert.
Aber das Hinterhaus hat einen ca 15 m langen Anbau, der ohne Stuck, aber dafür mit einer auf Glaswolldämmung und Lattung angebrachter Plastikklinkerfassade, die sich überall bereits löst, in den 70er Jahren verschönert wurde. Dieser Anbau soll und muss nun mit Wärmedämmverbundsystemplatten gedämmt weden. Um Kosten zu sparen, möchte er es ohne Energieberater machen, hat aber schon bedenken, ob es mit Energieberater vielleicht günstiger werden würde.
.Allerdings möchte er die lange zweigeschossige Hoffassade auch mit Dämmung verschönern. Es soll danach nicht wie ein moderner Neubau aussehen. Er dachte an ein Zierfachwerk im Obergeschoß, dass aus Brettern (15 cm mal 3 cm Dicke) besteht. Aber auch die Möglichkeit von Historisch aussehnden Fensterumrandungen, die wie Stuck aussehen, wären, statt des Fachwerks, denkbar.
Ich hatte ihm geantwortet, dass ich das Fachwerk auf jeden Fall vorziehen würde, es jedoch wegen des Holzes sicher in der Fuge zum Putz hin, im Laufe der Jahre zu Abplatzungen kommen würde, denn das Holz arbeitet ja und zieht sich im Sommer, in der Sonne etwas zusammen. Daraufhin habe ich ihm gesagt, dass ich die, wie echter Stuck aussehenden Fensterumrandungen und vielleicht auch noch einen schönen Fries unterhalb der Fenster vorziehen würde. Vielleicht auch über den Fenstern zum Dach hin einen simsähnlichen Abschluß. Wenn dann alles in Kreideweiß gestrichen wäre, würde es sicher sehr schön und wie ein gut erhaltener Altbau aussehen.
Nun weiß er immmer noch nicht was er machen soll: Fachwerk oder Styroporstuck.
Was meint Ihr wäre für die Optik und auch Haltbarkeit sinnvoller? Denn Styroporverzierungen sind ja auch nicht echt und Holzbretter sind ja wenigstens aus Holz.