Posts by SchortschiBähr

    Wäre das Tragwerk an den, dem Betrachter zugewendeten Seiten vielleicht noch etwas feingliedriger zu gestalten, evt. mit einem aufgelegten Dekor aus ebenfalls bronzefarbenen Metallelementen, oder statt glatten Kanten Ober- und Unterseite etwas vorkragen lassen, sodaß nicht so ein glatter quadratisch abgeschlossener Querschnitt entsteht. Das Tragwerk könnten dadurch etwas von seiner Massivität verlieren. Etwas leichter wirken. Ich lobte zwar oben die stabile Erdung, doch die Tendenz geht mir doch etwas zu sehr in Richutng Schwere. Eine Auflockerung der kahlen Tragwerksflächen könnte hier eine Erleichterung im wahrsten Sinne schaffen!

    Wir haben als Initiative einfach mal visualisiert, was man aus deren Entwurf schon mit minimalsten Verbesserungen herausholen kann. Mit Genehmigung von GRASSL und gmp zeige ich das hier:

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    Zum Vergleich hier deren aktuelle Visualisierung: Carolabrücke Dresden: Insights zum neuen Brückenentwurf

    Die Initiative Carolabrücke wird sich mit einer Pressemitteilung klar für GRASSL aussprechen und wir hoffen, dass ihr uns darin unterstützt.

    Eine Petition zur Integration historischer Gestaltungselemente in den folgenden Planungsphasen - egal, welcher Entwurf gewinnt - wird dieses Wochenende scharfgeschaltet. Eine richtig gute Brücke für die Dresdner Altstadt ist nach wie vor möglich!

    Top! Gefällt mir sehr gut! Dieser überarbeitete Brückenentwurf verbindet sich nunmehr über die klar definierte Materialität von Sandstein und Kupfer/Bronze mit den vorherrschenden Baustoffen der Altstadt, insbeondere mit der Kuppel der Frauenkirche deutet sich eine Synthese an. Die Pfeilerwände sind nun plastisch durchgestalteter und strahlen eine tragende Kraft und gute Geerdetheit aus (Erdung fehlt sämtlichen anderen Entwürfen). Die Brücke strahlt damit eine Stabilität aus. Ohne Gewalteinwirkung wird sie Jahrhunderte überdauern können. Die Gliederung der Pfeilerwände mit einer Art Gurtgesims verleiht die Wirkung harmonischer Proportionierung und läßt sie dadurch leichter erscheinen. Wobei die Länge der Pfeilerwände schon beachtlich bleibt und gegebenenfalls noch eine Überarbeitung herausfordern könnte. Die Reduzierung auf 2 Fahrbahnen würde hier mit kürzeren Pfeilerwänden Abbhilfe schaffen. Das bronzefarbene Tragwerk dürfte bei Sonnenaufgang und bei Sonnenuntergang herrlich aufleuchten, damit nicht nur einen aparten, edlen Eindruck vermitteln, sondern die romantischen Blicke auf die Altstadt bei einem Spaziergang am Elbufer veredeln. Diese Brücke hat das Potential auf Fotos nicht gemieden zu werden, sondern wieder als Vordergrund für Altstadtpostkarten zu dienen. Falls es dann noch postalische Ansichtskarten geben sollte ... :smile:

    In diesem Video von Grassl Ingenieurbüro wird eindeutig von der Verwendung von Elbsandstein gesprochen (Textur für die großen Elemente), und nicht von Sichtbeton, wie oben ein Nutzer annimmt, ebenso von Bronzeelementen für das Tragwerk, um so einen Farbklang von Naturfarben und metallischen Elementen zu schaffen. Klingt attraktiv!

    Wiederaufbau Carolabrücke: Entwurf Ingenieurgemeinschaft Grassl
    Die vier Planungsbüros haben am 26. Mai ihre Entwürfe für die neue Carolabrücke eingereicht und dem Begleitgremium erstmals vorgestellt. Leitmotiv Entwurf In...
    www.youtube.com

    Und, hat nun die neue Klais-Orgel einen süddeutsch-bayerischen Klangausdruck, oder doch eher einen schärferen Klaisduktus bekommen? Das wenige Klangliche, was im Filmchen zu hören ist, spricht eher für einen gewissen Restbestand alter Pfeifen süddeutscher Prägung, oder Klais hat den süddeutschen Klang mit neuem Pfeifenwerk gut getroffen!? Was meinen unsere Spezialisten?

    Nun, ich war am Wochenende in einem von Herzog&deMeuron sanierten, umgebauten und mit einem Erweiterungsbau versehenen Museum und kann die hier grundsätzlich geäußerte Erwartungskritik bestätigen, wenn auch nicht durchgängig. Das Museum, das ich besuchte ist das "Unterlinden Museum" im elsässischen Colmar. Der Hauptbau des Museums ist in einem mittelalterlichen Dominikannerinnenkloster untergebracht und die Erweiterung umfaßt das ehemailige Stadtbad im Jugendstil, einen unterirdischen Verbindungsgang und ein scheunenartiger, schmal rechteckiger Erweiterungsbau hinter dem alten Stadtbad. Im Erweiterungsbau fiel mir die schlechte Qualität des Bodens auf. Eine Art Terrazzo, wahrscheinlich hochpolierter Edelbeton mit Marmorzutaten. Alle paar Meter bereits mit Rissen durchzogen. Das Museum ist, glaube ich erst seit gut 16 Jahren wieder geöffnet nach der Sanierung. Am Übergang von Boden zu Wand fehlen die üblichen Fußleisten und da es das Putzpersonal natürlich gründlich machen will, gibt es nun dunkle Wischstreifen statt z.B. Marmorfußleisten. Besonders negativ auffällig an den Treppen! Überall eine siffige Bänderung. Die Übergänge der Türschwellen an den Außentüren sind aus Eiche und offen, ohne trittfeste Verkleidung, und vom Betreten und der Witterung bereits sehr gezeichnet. Die Türgriffe im Altbau auch aus Eiche, aber völlig abgegriffen und fettig. Der Neubau in typischer Ziegeloptik, gebrochene Ziegel in dunklem Farbton. Wirkt scharf, rauh, abweisend. Ortstypisch wäre ein gelbbrauner Sandstein (passend zum Altbau). Das Kupferdach an den Rändern ohne richtigen Trauf, billig die Falze, keine sauberen geraden Linien, irgendwie hingepfuscht. Das steile Dach auf dem lang gestreckten Saalbau soll an mittelalterliche Dächer erinnern, mit dem alten Kloster korrespondieren, doch nach Osten kein Giebel, sondern eine walmartige Dachfläche, sehr tief herunter gezogen, unverständlich!? An der Südfassade 2 verloren wirkende Spitzbogenfenster ohne irgendeine Teilung, schon gar kein Maßwerk! Und zu allem Überfluß wurde ein niedriges Gebäude mit überdimensioniertem Vollwalm zwischen Altbau und Erweiterung im Stadtraum platziert.

    ABER: die Wendeltreppen im Altbau und vor allem im Neubau fand ich sehr interessant. Einerseits über 3 Stockwerke mit Blick in die Schneckenspindel hoch mit Ooooh-Effekt, von der Lichtführung her sehr reizvoll und vom Wandverputz und dessen warmer Farbgebung angenehm attraktiv. Also die Berliner Scheune wird vielleicht bissel besser, aber nach 15 Jahren auch abgenutzt wirken ... !?


    Architecture - Musée Unterlinden
    The extension of the Musée Unterlinden by Jacques Herzog & Pierre de Meuron How […]
    www.musee-unterlinden.com

    Absoluten Respekt für diese ausgezeichnete Handwerkskunst, Holzbildhauerei bzw. Holzschnitzkunst. Unglaublich, was sie da schon geschaffen haben, dieser Aufsatz aus Blüten (Rosen!?) und vegetabilen Geranke, hinterschnitten, frei rankend, aus einem Stück Lindenholz!!! Anerkennung pur! Mit Sicherheit schweben die Bildhauer nicht völlig frei. Originale aristokratische Betten jener Zeit gibt es doch sicherlich, ebenso Musterbücher, Kupferstiche und andere Bildwerke wie Altarretabel jener Zeit wird auch die Revolution in Frankreich übrig gelassen haben. Der Pelikan mit Jungen, der sich sein eigenes Fleisch aus der Brust reißt, um seine Jungen zu nähren (ist das das Motiv?) ist eine gängige Allegorie der Zeit und die Bildhauer kennen wohl Vorbilder in barocker Formensprache. Hierin gibt es tatsächlich eine Paraelle zum Dresdner Schloß, der Pelikan, na wo isser ... !? :wink:

    Die Neubauten haben bei nochmal genauerem Hinsehen, von beiden etwas. Im EG und 1.OG Sprossenteilungen (Im EG sogar extrem mit den großen Schaufenstern), darüber zweiflügelige Fenster. Das meint wohl Nutzer PB. Gehört aber wohl zum Rest des alten Bauwerks. Also für jeden Geschmack etwas! Die Farbe kann auch einmal geändert werden. Freilich, "durchgesproßt" würde heimeliger wirken!

    In der Tat war das neulich auch mein erster Eindruck, daß mit der Kopfform etwas nicht stimmt und der Ausdruck nicht wirklich barock erscheint. So kann ich Seinsheim fachwissenschaftliche Einordnung und Expertise zustimmend unterstützen. Selbst hätte ich diese nicht vornehmen können. Es ist mein subjektiver Eindruck! Das Gesicht wirkt leer und KI-haft, unnahbar und abwesend. Keine Spur irgendeiner barocken Verzückung, eher eine Entrückung! Die Backenknochen treten zu sehr hervor, eine eher östlich-slawische Physiognomie ... !?

    Hier ein nach meinem bescheidenen Dafürhalten recht brauchbares Ergebnis von KI-Rekonstruktionen nach archäologischen Befunden römischer Kastelle und Ansiedlungen entlang des Hadrianswall in Nordengland:

    Hadrian's Wall AI Reconstruction | Inside Roman Britain's Greatest Fortress
    Auf YouTube findest du die angesagtesten Videos und Tracks. Außerdem kannst du eigene Inhalte hochladen und mit Freunden oder gleich der ganzen Welt teilen.
    www.youtube.com

    Also die KI muß noch einiges dazu lernen! Es strotzt auch dieses Video wie viele andere KI-Videos (z.B. auch das über Dresden) nur so von Fehlern. Die Kirchen werden wild in die Altstadt verstreut, egal in welche Himmelsrichtung z.B.. Aber sie sind tatsächlich alle geostet (die großen romanischen mit dem Dom). Als dann die Domtürme hinter der Fassade von irgendwoher aufragten habe ich abgeschaltet. Ist ja nicht auszuhalten! Auf der anderen Seite will die KI aber auch mit dem richtigen Prompt geführt sein und es obliegt dem Autor des Filmchens die Fehler zu erkennen und die KI dementsprechend zu erziehen! Oder, wie sind die Meinungen zu den beweglich gewordenen historischen Fotografien und die Vermischung mit willkürlichen KI-Phantasien!?