Einer "kompletten Neukonzipierung" bedarf es daher nicht.
Ich würde mir hier auch "Mehr Geschichte, weniger politische Erziehung" wünschen. Und das käme dann schon einer "kompletten Neukonzipierung" gleich.
Einer "kompletten Neukonzipierung" bedarf es daher nicht.
Ich würde mir hier auch "Mehr Geschichte, weniger politische Erziehung" wünschen. Und das käme dann schon einer "kompletten Neukonzipierung" gleich.
Mir ist schleierhaft, wie Experten überhaupt auf die Idee einer abweichenden Fassade Richtung Auswärtiges Amt kommen und noch Bezug nehmen konnten auf die moderne Fassade des Humboldt Forums (HF).
Das kennt man aus dem Möbelbau: Fast jeder Schrank hat genau eine hässliche Seite, nämlich die Rückseite.
Leider wenden manche dieses Designprinzip offenbar auch auf Gebäude an, bei denen diese Rückseite nicht verdeckt ist.
(...)Wenn ich das LDA richtig verstehe, vertritt das LDA folgende Position:
- Denkmalwürdig, erhaltenswert sind herausragende Beispiele der Zeitphasen einer Stilepoche oder einer politischen Phase (z. B. DDR).
- Denkmalwürdig sind nur erhaltene Original-Bestände mit Kunstwert oder historischer Bedeutung.
Speziell den zweiten Punkt halte ich für unfassbar verlogen. Alte Gebäude sind immer wieder renoviert worden, und bis 1950 war kaum etwas von der Außenfassade des Berliner Schlosses noch nicht im Verlaufe der Jahrhunderte wegen Verwitterung ersetzt worden.
Und wenn heute von einem anerkannten Baudenkmal ein Teil herabfällt, wird es selbstverständlich ebenfalls ersetzt.
Was also ist aus Denkmalschutz-Sicht verwerflich daran, einen Gebäudeschaden, wenn nicht nach 60 Tagen, dann wenigstens nach 60 Jahren zu beheben, und zwar durch Verwendung neuer Teile in originaler Form??
Wieso können diese Modernisten es eigentlich nicht lassen, in jegliche historische Architektur ihre eigene Vorstellung integrieren zu wollen?
Es kommt schließlich auch kein normaler Mensch auf die Idee, sagen wir mal, in das Springer-Gebäude ein paar korinthische Säulen (stilecht mit Akanthusblättern in den Kapitellen) integrieren zu wollen...
Mich erinnert so etwas immer an einen Hund, der fremde Bäume anpinkelt, um seine eigene Duftmarke zu hinterlassen.
Eine Kolumne zur Verschaukelungswippe in der BZ Berlin.
https://www.bz-berlin.de/meinung/kolumn…einheitsdenkmal
Begrabt endlich dieses Monstrum
"Im Juli 2024 meldete auch Milla & Partner Insolvenz an."
![]()
In Berlin ist beeindruckende Architektur ja wahrlich nicht nur im 2. Weltkrieg zerstört worden. Viele der vorhergehenden Epochen waren intolerant gegenüber ihren eigenen Vorgänger-Epochen, einschließlich deren Architektur. Und auch nach dem Krieg gab es bekanntlich die Bekämpfung der Architektur des Junkertums (im Osten) sowie den zum Dogma erhobenen Verzicht auf nur der Schönheit dienende architektonische Elemente (im Westen).
Von daher würde ich mich bei Rekonstruktions-Vorschlägen auf keinen Fall auf die Kriegszerstörungen beschränken, sondern ganzheitlich auf Schönheit von Architektur sowie auf städtebauliche Wirkung schauen.
Man kann nicht "ein bisschen" schweizerdeutsch sprechen, genausowenig, wie man "ein bisschen" Plattdeutsch sprechen kann
Ich denke schon. Erinnert euch an den herrlichen eidgenössischen Komiker Emil. Meine Freunde aus der Schweiz haben sich regelmäßig totgelacht, wenn ein Deutscher wieder mal behauptete, er könne Schwyzerdütsch verstehen, bloß weil er Emil im ZDF folgen konnte.
Regelmäßig wurden derartige Experten beim ersten Kontakt mit "zwei Schweizern im Gespräch" auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt ![]()
Für mich klingt das nach dem bisher dreistesten Vorwand, um historische Spuren vollständig auszulöschen. Als wenn es bisher ernsthaft Probleme mit dem Niederschlagswasser gegeben hätte...
Offenbar möchte man schon einmal für den Fall vorsorgen, dass sich eines Tages der geschichtliche Wind dreht und ein neu erwachendes Interesse an historischen Städtebaukonzepten zu neuen Diskussionen um die Brachfläche des Marx-Engels-Forums führen könnte. Da gilt dann: Was weg ist, ist weg!
Der Umgang mit dem "Gedenken" an dieser Stelle zeigt den Charakter der Protagonisten: Das schöne Heiliggeistviertel soll in Vergessenheit geraten, aber zweier der schlimmsten Verbrecher, die Deutschland je hervorgebracht hat (an den weltweiten Folgen gemessen), soll man weiterhin gedenken.
Ich als überzeugter Christ lehne den Bau auf jeden Fall nicht ab. Im Gegenteil!
Und ich glaube auch nicht, dass jemand Christ wird, bloß weil er sich in einer Kirche rumtreibt. Man wird ja auch nicht zum Auto, indem man in einer Tiefgarage herumläuft.
Auch wenn die Kolorierungen nicht die originalen Farben zurückholen, so geben sie diesen Bildern doch eine Plastizität und Dreidimensionalität, die den Schwarzweißoriginalen doch weitestgehend abgeht.
Daher: Vielen Dank, lieber Eiserner Pirat
Tja, so sind Internetforen.
Postest Du die Tatsachen bist du ein Pessimist. Postest Du die Wunschvorstellung bist du ein Träumer.
Poste bitte weiterhin Tatsachen, ergänzt durch Wunschvorstellungen!
"Visionäre sind die wahren Realisten" (Helmut Kohl)
(...) Also warum nicht das Ding abreißen, es bei einer Grünfläche belassen und künftige Generationen darüber entscheiden lassen, was auf der Fläche gebaut wird?
Genauso hatte man es mit dem Palast der Republik gemacht, und es hat sich in weniger als einer Generation gelohnt!
Es wird Zeit für eine Gesetzesänderung: Bei historischen Rekonstruktionen sollten nicht heutige Bauvorschriften gelten müssen, sondern lediglich die Vorschriften, die auch beim Fortbestand des Ursprungsgebäudes gelten würden.
Begründung 1: Wenn die Bevölkerung den Fortbestand des Ursprungsgebäudes gefahrlos überlebt hätte, würde sie auch ein entsprechend rekonstruiertes Gebäude schadlos überleben.
Begründung 2: Das Zerstören wertvoller Architektur darf niemals durch Einschränkungen bei der Wiederherstellung belohnt werden.
Die beste Nachricht seit langer Zeit:
"Am Montagmittag, unmittelbar nach dem Ende der Ausschusssitzung, versandte die Bundesstiftung Bauakademie eine Mitteilung, laut der Spars die Bundesstiftung Ende August verlassen wird. Er werde seinen Vertrag nicht verlängern und kehre an die Bergische Universität Wuppertal zurück, wo er auch vor seiner Berufung in die Bundesstiftung tätig war."
Quelle Tagesspiegel
Als Alumnus der Bergischen Universität Wuppertal muss ich an dieser Stelle betonen, dass diese Uni auch viele fähige und respektierte Wissenschaftler hervorgebracht hat.
Also ich kenne in Berlin jede Menge NOCH trostlosere Ecken ; )
Ich denke, man sollte diesen Bereich nicht mit noch trostloseren Ecken vergleichen, sondern die Höhe der getätigten Investitionen berücksichtigen:
Wenn man schon Millionen in die Hand nimmt, dann muss man sich auch messen lassen an dem, was mit diesem Geld architektonisch möglich gewesen wäre.
Und dies, ohne dass man den Wohnwert der entstandenen Edel-Wohnungen auch nur im geringsten hätte einschränken müssen.
Ein Weihnachtsmarkt vor historischer Kulisse! Was an den meister Orten ein wirklicher Genuss ist, wird hier wieder schlechtgeredet. So mancher scheint sich nicht wohl zu fühlen, wenn er nicht wieder eine Verschwörung gegen Schlüter wittern kann. Wie kann man die barocken Fasaden der Schlosses mt einem profanen Weihnachtsmarkt entwerten?
Schau dir mal die Reaktionen auf den Post von Treverer an. Mehr Zustimmung geht kaum.
Das ist doch alles genau wie von der damaligen Mehrheit in Berlin geplant: Wenn man als Stadt schon die Reko nicht hat verhindern können, da es sich nicht um ein kommunales Bauvorhaben handelte, so hat man doch erkannt, dass man über die Rechte an der Umfeldgestaltung den gewünschten Schaden auch indirekt anrichten kann.
Und die Stadt kann sich noch nicht einmal mit Geldmangel herausreden: Eine derart große Fläche mit Granitsteinen zu pflastern ist wirklich nicht die günstigste Variante.
Es bleibt meines Erachtens nur, angesichts sich immer wieder ändernder Mehrheiten im Senat stets aufs Neue den Verantwortlichen Bilder wie die von Grimminger (vielen Dank dafür!) zu zeigen, und dabei zu erläutern, wie mit relativ überschaubaren Investitionen die Aufenthaltsqualität eines der zentralen Plätze Berlins signifikant gesteigert werden könnte.
Ich könnte mir schon einen Weg zwischen vollständiger Bebauung einerseits und grüne Wildnis andererseits vorstellen.
Eine Altstadt mit rekonstruierten Gebäuden, bei der sich enge Gässchen und öffnende Plätze abwechseln, dazwischen immer wieder Grüninseln mit Bänken (genug Platz zum Verweilen, aber zu klein für eine Drogenszene), auf denen etliche der heutigen Bäume eine neue Bedeutung bekämen, dazu Kopfsteinpflaster und Brunnen, Straßencafés, Platz für ein paar "ausgefallene" Geschäfte, die vom Tourismus profitieren könnten, Anwohner-Autos nur in Tiefgaragen (wie bei der Reko in Frankfurt), irgendwo dazwischen ein Marx-Engels-Mahnmal, um an die Schrecken sozialistischer Herrschaft zu erinnern.
Zu schön, um Politiker und Investoren zu begeistern?
Ich bin hier auch ein Freund einer gewissen Gelassenheit im Umgang mit derartigen Gruppierungen.
Es hat mir vielmehr Vergnügen bereitet, mir einen mit "OFFSCREEN - Modern Media" beschrifteten Hund vorzustellen, der eine Ecke des Berliner Schlosses anpinkelt und daraufhin hoffnungsvoll darauf wartet, dass das Gebäude zusammenbricht...
Kann man nicht vielleicht nochmal die Bilder herauskramen, auf denen die Nazis ihre roten Banner am Schloss aufgehängt hatten? Damit könnte man argumentieren, Banner seien "rechts". Thema durch.