Posts by Majorhantines
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Ich bin gespannt, wie die Fassadensanierung aussehen wird. Die Gebäude dieser Zeit erhalten ganz besonders über ihren Putz und die Materialstruktur insgesamt an den Mauern ihren Charakter.
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Ich würde zustimmen, München hat da ein Thema. Der Mittlere Ring ist da eine ganz gute Richtschnur, um jede Menge dieser bauzeitlich und stilistisch geschlossenen und erhaltenen Viertel zu finden. Und bei allen hat sich in den letzten Jahrzehnten ein solcher Baudruck entwickelt, dass wirklich hässliche und unpassende Wohnklötze zunehmend aufploppen. Die vormals sehr grünen Grundstücke, werden bis aufs letzte ausgereizt, gerne auch mit Tiefgarage, weil man gleich mehrere Grundstücke zusammenlegt. Schon ein einzelnes solches Riesenteil, kann das weitere Umfeld empfindlich stören, weil die Viertel sehr grün und völlig anders strukturiert sind eigentlich.
Ich denke keiner hat etwas gegen eine schleichende Verdichtung und damit Entwicklung dünner besiedelter Stadträume zu urbaneren Räumen. Die Frage ist das Wie. Es braucht eine gestalterische Anpassung an die Umgebungsbebauung. Richtig eingesetzter Ensembleschutz kann da eventuell helfen. -
Formulierungen wie „soso“ oder „muss man jetzt wirklich erklären…“ sind ein Tonfall, mit dem man üblicherweise Kinder belehrt, nicht erwachsene Diskussionspartner.
Ich bin in meinem Beitrag sachlich, höflich und mit konkreten Argumenten geblieben – ich sehe daher nicht, warum mir in diesem herablassenden Ton geantwortet wird.Also bitte, wenn jemand belehrend rüber kommt, dann bist das Du. Ich lasse mich ja durchaus belehren, wenn dann aber leider dabei im überwiegenden Teil der Punkte falsches bis irreführendes herauskommt, dann kann ich so eine ,,Belehrung" tatsächlich nicht mehr ernst nehmen, tone policing hin oder her.
Sie schreiben, der unbegrünte Platz „referenziere eine Zeitschicht“.
Das Problem ist nur: welche Zeitschicht genau?Mindestens seit 1740 war der Platz mehr oder weniger befestigt. Aber ich meine auch schon gelesen zu haben, dass bereits beim Umbau Schlüters diese barocke Gesamtanlage so strukturiert wurde und auch Vorläufer hatte.
Es handelt sich um eine selektive Rekonstruktion in einem Umfeld, wo vieles modern ist.
Der Platz selbst ist modern gestaltet, nur das grundlegende Konzept wurde wiederbelebt, mit Stadtseite, und Gartenseite. Was nachvollziehbar ist, will man die Fassaden, die man gerade aufwendig hergestellt hat, nicht hinter unhistorischen Bäumen verstecken und vor allem die alten Stadtbeziehungen wiederherstellen - was eines der Kernanliegen war der Rekonstruktion. Das habe ich ausdrücken wollen mit meinem Verweis auf die Zeitschicht, die man mit dem Schloss an diesen Platz holt.
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Und nur zur Klarstellung: einen „Ministerhof“ gibt es in Versailles gar nicht – die Anlage ist völlig anders aufgebaut. Der offene Vorplatz gehört dort einfach zur historischen Komposition zwischen Schloss und Park.
Soso.
Beim Humboldt Forum hingegen liegt das Gebäude mitten in der Stadt
Muss man jetzt wirklich erklären, dass bei dem unbegrünten Platz natürlich auf eine Zeitschicht referenziert wurde, die nicht der heutigen entspricht? Sowas kann Sinn machen, wenn man 105 Millionen investiert, um eine an diesem Platz 175 Meter lange Barockfassade zu rekonstruieren. Ich finde, man könnte es auch aushalten, wenn ein Platz mal nicht dazu geeignet ist im Hochsommer mittendrin einen Kaffee zu trinken. Die gleiche Debatte haben wir ja in München auch. Muss tatsächlich jeder historisch geformte Stadtraum jetzt so umgebaut werden, dass man auch in größter Hitze sich dort gerne länger aufhält? Andere Städte geben der Historie und vor allem den Platzwänden hier den Vorzug, in Deutschland schwenkt man gerade um. Als Architekturfreund, kann ich das nicht gänzlich unkritisch sehen.
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Die Kernfrage bleibt ja, weshalb man das nicht gleich begrünt, sondern diese Steinwüste überhaupt erst hat entstehen lassen?
Würdest Du in Versailles dann auch den Ministerhof und Platz davor begrünen?
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Sie sind heute völlig vergessen.
Ehre, wem Ehre gebührt, warum dann nicht nennen?
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Dazu könnte einiges beitragen: das hervorragende Netzwerk von Jan Tröber (dem Architekten), die Popularität des Entwurfs und vielleicht auch ein bisschen der Trotz, der Initiative Carolabrücke nicht Recht geben zu wollen.
Aber das wäre doch dann gut? Oder gehst Du davon aus, dass dann die anderen Büros gegen so ein Ergebnis wegen der Pfeilerfrage klagen? Ich würde ins Blaue vermuten, dass diese ihre Entwürfe so oder so gut finden, und nicht sagen, unser Entwurf wäre auch besser, wenn wir den Pfeiler mehr haben könnten?
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Ach ja ich vergaß, man beißt nicht die Hand die einem nährt…
Bei der DW natürlich Fakt, da die Finanzierung durch die Regierung/Steuern erfolgt. Trotzdem wunderte mich Dein Bezug auf den Bauherrn. Der Bericht kritisiert die sehr hochwertige Ausstattung, die Exklusivität beim Zugang, sowie unauthentische Ergänzungen und vor allem die Gesamtkosten. Alles jetzt allgemeine Kritik, die ich genauso schon über das Kanzleramt gelesen habe und ja auch grundsätzlich zu kritisieren sind. Jeder möchte Transparenz bei Handlungen, möglichst offenen physischen Zugang, eingehaltene Kostenrahmen, und keine Prunksucht bei der Verwendung von Steuermitteln.
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Interessant zu sehen, wie der Wohlstand ansteigt (Bebauungsdichte/Höhe), während gleichzeitig der Anspruch an die Architektur sinkt. Im aktuellsten Bild ist die Architektur quasi überhaupt nicht mehr bildprägend, da weitgehend versteckt hinter Bäumen. Statt die Architektur zu reformieren, versteckt man sie.
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Oder eher einseitig weil es „der Falsche“ war der Bauherr.
Hast Du den Bericht überhaupt geschaut?
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DW titelt: Öffnung des Budapester Burgviertels
Ich weiß noch nicht, ob es schlechte Nachrichten sind, oder erstmal neutrale. Oberflächlich wirkt die Berichterstattung umfassend kritisch, im Einzelfall dann aber produktiv, wenn z.B. originalgetreue Rekonstruktion eingefordert wird.
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Sowas habe ich bei einem historischen Pfarrhof auch noch nicht gesehen.
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Blick Richtung Südosten:
Christopher Jung, 3D-ModellVielleicht könnte man ja mal mit diesem rosefarbenen neubarocken Gebäude anfangen, sowie einer Dachrekonstruktion des Gebäudes links davon, das glaube ich einen passenden schmucken Giebel hätte. Irgendwo muss man ja anknüpfen finde ich.
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Ein an Bedeutung gewinnendes Problem ist die Verlagerung der Verantwortlichkeit in Verwaltungshand. Ich habe schon wissenschaftliche Veröffentlichungen gelesen, wonach bis heute Regionen, in denen durch die Wirtschaftsstruktur sehr lange schon sämtliche Verantwortung außerhalb einer Bürgerschaft liegt, sehr besondere, und besonders nachteilige Strukturen vorliegen. Vernachlässigung, wenige Selbstständige, wenig bürgerliche Mitwirkung bis heute, politische Ränder stark, höhere Armut. Das gilt besonders für die Kohleregionen, in denen die Bergwerke ihren Mitarbeitern alles zur Verfügung stellten, vom Haus bis zur Versicherung.
Ich glaube es wäre als Vormaßnahme äußerst ratsam, systematisch Bürgern aktive Aufgaben fürs Stadtbild einzuräumen. Dann klappt das auch mit der Identifizierung mit seiner Stadt - auch für Neubürger. -
Als jemand der beruflich solche Zeichnungen erstellt, frag ich mich, wie man das dort rein interpretieren kann. Es handelt einfach nur um eine weitestgehend getreue Darstellung, wie der Dom tatsächlich ausgeführt wurde.
Dein geposteter Grundriss dokumentiert doch ganz anschaulich, was es heißt, dass dieser Bauteil zur Hälfte hinter der Frontfassade versteckt ist. Beim Fassadenaufriss wiederum ist die Lichtquelle m. E. links oben, ersichtlich an den scharfen Schlagschatten u.a. rechts des Doms und der Kuppel. Woher also der Schatten auf die Grabkirche? Sollte Dir ja dann gerade aus beruflichen Gründen aufgefallen sein...
? ... Man beachte: wurde nicht ausgeführt. Für den tatsächlich gebauten Dom ist der erste Entwurf irrelevant, abgesehen von der bereits erwähnten Tatsache, dass die Denkmalskirche ein wichtiger Bestandteil von Raschdorff's Entwurf war.
Wie praktisch, dass immer nur relevant ist, was eine Reko notwendig macht. Was bringt Dich denn dazu, nur das Raumkonzept als relevant anzuerkennen, nicht aber, dass der Dom so aussieht wie er heute aussieht, weil Raschdorff diese Räume eigentlich in einem Bau zusammenfassen wollte, und so die Dreigliedrigkeit entstanden ist? Weshalb möchtest Du den verworfenen Entwurf auf keinen Fall einbeziehen, obwohl doch die Parallelen zur umgesetzen Variante architektonisch offensichtlich sind, und damit ablesbar wird, was wohl durch Wilhelm II. erst in die Planung aufgenommen wurde und gegen die ursprüngliche Entwurfsidee wirkt. Man würde hier also sehr wahrscheinlich genau jenen Teil wieder ins Stadtbild rufen, der sich am ehesten mit dem Kaiserhaus direkt verknüpfen lässt gestalterisch. Das zeigt sich daran, dass, typisch, Repräsentation über Historie und Rücksicht steht, dass machtpolitisierter Motive (,,deutsche Ruhmeshalle", ,,preußische Westminster Abbey") besonders Raum gegeben wird, die eigentliche Kirchenfunktion in den Hintergrund rückt.
Da scheinbar so wenige hier der These der Entwurfsidee folgen können: Schaut euch andere bekannte Werke von Raschdorff an. Überprüft sie speziell auf Symmetrie und klassische Kirchenform. Daraus kann man m.E. klar erkennen, dass er selbst niemals der Zentralbau- und klassischen Kirchenform derart zugesetzt hätte. Nicht umsonst wird die Denkmalkirche in der kaiserzeitlichen Realisierung oft als Chor verwechselt. Sie verschiebt durch ihre eigenständige Ausformung die Orientierung des ganzen Baus.
Weshalb sollte man also so einen missglückten Kompromiss wiederholen? Nur um die damalige Entscheidungskette und Schwerpunktverschiebung wieder erlebbar zu machen? Ein hoher Preis dafür, dass man dafür gleichzeitig den Berliner Dom als eines der Wahrzeichen unserer Hauptstadt dafür architektonisch unleserlicher macht, weniger kirchlich, weniger Ort der Identifikation, denkt man bereits an die sich aufdrängende Polarisierung zum Wiederaufbau einer Gedenkkirche der Hohenzollern. -
Die Brücke von FHECOR ist etwa 2,5 Meter höher als die anderen.
Entsteht die größere Höhe durch eine Aufwölbung des Überbaus, wie ich meinte aus der Visualisierung zu erahnen?
Schöne Zeichnungen in Gegenüberstellung zum Wettbewerbsentwurf.
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Wer ruft den kopflos "Reko"?
Ich empfinde es kopflos, wenn man gegen die eigentliche Vision des Architekten, gegen die Symmetrie und gute Gestaltung, gegen die Vorbehalte einer Botschaft Richtung Hohenzollern, gegen den unheilvollen Geschichtsverlauf (v.a. die ideologische Tat der DDR, die so verdeckt wird), und gegen den Mangel eines wirklich ausgegorenen Neunutzungskonzeptes, unbedingt eine Reko will. Auch wirkt es insofern kopflos, weil wir hier im Forum eine ganze Kaskade an Reko Forderungen bereits tragen in diesem Umfeld, zufällig alle mit Ziel den kaiserzeitlichen Zustand herzustellen.
Wenn man sich auf Friedhöfen umschaut, sieht man, dass eigentlich so gut wie keine Begräbnisstätten als Gruft alleine existieren, sondern immer mit einer (Gedächtnis-)Kapelle oben drüber versehen ist.
Da können mich gerne Spezialisten korrigieren, jedoch würde ich eher hier Vergleiche mit Begräbnisstätten innerhalb bzw. unterhalb des Bodens einer Kirche ziehen. Der Zugang ist ja auch weiterhin innerhalb der Kirche und benötigt somit nicht einen extra Überbau, wie es auf einem Friedhof notwendig ist.
Sie fehlt in dem vom Architekten konzipierten Dreiklang als Pendant zur Tauf- und Traukirche.
Wie ich oben aufzeige, ist das Konzept bereits innerhalb der bestehenden Fassade realisiert. Der rechte Teil der Kirche braucht auch keinen architektonischen Anhängsel, um seine Funktion für Dich glaubhaft auszufüllen.
sie fehlt als repräsentativer Eingang/Überbau zu dieser bedeutenden Grablege
Was gibt es bedeutender/repräsentativer, als der Zugang über so einen gewaltigen Kuppelbau? Bei St. Denis ist dies m. E. nach vergleichbar gelöst.
Vor der jüngsten Sanierung war die hohe Luftfeuchtigkeit in der Gruft ein großes Problem.
Mein Kenntnisstand dazu war, dass die Feuchtigkeit durch die Besucher eingetragen wird, ein typisches Problem, z.B. auch in Neuschwanstein. Technisch sollte eine Abdichtung eigentlich keine Raketenwissenschaft darstellen, die einen Überbau bedingt.
Sie fehlt als Rahmung besonderer Kunstwerke.
Was bedingen würde, dass der Innenraum wiederherstellt würde. Das sehe ich als eher unwahrscheinlich, blickt man auf die angedachte Museumsnutzung, die bisherigen Rekonstruktionen mit ähnlichem Bezug, und die jetzt schon sich abzeichnenden Distanzierungsbemühungen.
Zum Vorwurf der Ignoranz sag ich jetzt besser mal nichts, nachdem du ja mit keinem einzigen Argument irgendwie auf die Seite der Befürworter eingehst.
Da Du das mit meinen Argumenten so gehandhabt hattest, ging ich davon aus, dass Du darauf keinen Wert legst, insofern, nehme ich den Gegenvorwurf der Ignoranz gerne an, und gehe diesmal gezielt auf jedes einzelne Argument ein.
aber vielleicht kommst du mal mit einem Argument, dessen Essenz über "ich mag die Hohenzollern nicht" und "überhaupt, ich mag das Anhängsel nicht" hinausgeht.
Schade, dass derart wenig meiner Argumentation zu Dir durchgedrungen ist, bzw. Deiner sehr eigenwilligen Interpretation unterliegt, z.B. dass ich hierbei eine persönliche Fehde mit den Hohenzollern auszutragen hätte.
Aha. Man kann sich also nicht kritisch mit der Geschichte auseinandersetzen, wenn die Gedächtniskirche wiedererstehen sollte.
Ja das sehe ich so. Ich sehe das durchaus als wohl validesten Punkt in der repetitiven Kritik an jeder Rekonstuktion. Mit der Neuschaffung eines bekannten Vorbilds, nimmt man sich - die Formulierung zeigt das bereits an - den Erbauer eben zum Vorbild. Da ist dann eine inhaltliche Distanzierung irgendwo stets ein wenig hohl. Insbesondere, wenn es die Diskrepanz dann gibt, zwischen einer faktischen Stadtbildveränderung, und einer Auseinandersetzung damit, die sich erst dann eröffnet, wenn man die Räumlichkeiten innen aufsucht, und begleitende Ausstellungen aufmerksam beschaut.
Ich bin ganz bei Dir, dass nicht jede Reko diesem Prinzip folgt, und oft argumentiere ich ja auch genau gegen diese Schiene, weil ein Gebäude, wie das Berliner Schloss sicher mehr Auseinandersetzung anregt, als die vormalige Wiese oder irgend ein Neubau. Im Falle des Domes sehe ich die Lage allerdings begründet anders, insbesondere weil es sich nur um eine Ergänzung handelt, die weit weniger Fragen aufwerfen dürfte.Du projizierst da deine persönlichen Empfindungen und Antipathien hinein, die so einem objektiven Standpunkt nicht standhalten.
Da ist sie wieder die ignorante Herablassung. Schön, dass Du die Objektivität für Uns gepachtet hast und mir auch noch ganz objektiv bescheinigen kannst, was meine ,,wahren" Motive sind und was ich da so tiefenpsychologisch hineinprojeziere in das Thema.

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Sie ist integraler Bestandteil von Raschdorff's besonderen Entwurf der Dom Nord-Süd-Achse (Traukirche→ Predigtkirche→ Denkmalskirche) des Domes.
Raschdorff hat dieses Anhängel in seinem eigenen Entwurf verschämt versteckt im Schatten hinter dem linken Turm:

In einem früheren Entwurf geht klar die eigentlich Idee des Doms hervor, die man immer noch auch dann im späteren obigen Entwurf wiedererkennen kann:

Man beachte, von einer verhungerten Totenkirche keine Spur. Der Dom selbst sollte die Dreieinigkeit aus Predigtkirche, Festkirche und Grabkirche beherbergen, ohne Anstückelungen.
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Seit wann sollten wir bei unseren Forderungen danach richten, was unsere Gegner sagen?
Tun wir das, indem wir uns irgendwo eine Grenze setzen? Im Gegenteil, ich sehe es als normal an, dass man nicht einfach kopflos stets ,,Reko" ruft, egal um was es geht.
Die Denkmalskirche war ein kunsthistorisch sehr bedeutender Teil der gesamten Kirche, ohne dem die Gruft ein Torso bleibt.
Von Torso kann überhaupt keine Rede sein, im Gegenteil, durch die Herstellung einer weitgehenden Achsensymmetrie ist der Dom heute in seiner Architektur viel eingängiger. Die Gruft im Untergrund ist davon vom Prinzip her unangetastet. Wenn man hier sagt, es fehlt etwas, was ist es denn? Die ,,Ruhmeshalle", die exklusiven Trauergottesdienste für die Hohenzollern dort, dass man die Toten direkt Ablassen konnte in die Gruft? Nichts davon ist notwendig, was die Gruft zum Torso degradiert oder gar den ganzen Dom unvollständig lässt.
falls die Schere im Kopf zu groß ist - zumindest mit einer gewissen "wohlwollenden Neutralität" so einem Vorhaben gegenüberstehen. Ich bin mir sicher, dass auch ein Majorhantines es schaffen wird - im hoffentlich nicht ganz hypothetischen Fall einer Komplettrekonstruktion - dort zu stehen, es für würdig und schön zu befinden
Da erhebst Du Dich weit, dafür, dass Du die eigene Ignoranz verkennst. Ein Gebäude ist nicht deshalb in seiner idealen Gestalt, weil das der historisch ausmaximierteste Zustand war, es gibt auch Beispiele, wo weniger mehr ist. Das meine ich auch mit kopflos. Man fordert munter alles mögliche wiederherzustellen, einfach nur weil es so eben mal da war, oder man noch ein paar Originale hat. Und wenn man das kritisch sieht, dann soll man doch besser die Klappe halten, weil das Historische gestalterisch ja sakrosankt ist, und man doch froh sein soll mehr Formenreichtum zu bekommen. Koste es was es wolle.
Und das ist noch die positive Interpretation. Die negative lautet, Reko ist dann besonders interessant und ,,kunsthistorisch bedeutsam", wenn man so möglichst unkritisch sich mit kritischen Teilen der Geschichte auseinandersetzen kann.
