Posts by Amroth2

    Weitere Bilder


    Steintor (wohl das älteste Bauwerk der Stadt?)

    Burgstraße 20


    Poststraße Ecke Bahnstraße


    Müllerstraße 1-4


    Nähmaschinenwerk


    Bad Wilsnacker Straße 34 und 30 (unten)


    Evangelische Stadtkirche


    ...und natürlich die wunderschöne Elbe! Perfekt für Radtouren!

    Hallo zusammen,

    ich war im Juni auf einer Tour durch Mittel- und Ostdeutschland unterwegs und habe dabei auch Wittenberge besucht. Da es hier im Forum zwar schon Beiträge gibt, in denen unter anderem über den neu sanierten Bahnhof diskutiert wird, aber soweit ich gesehen habe noch keine eigene Galerie für die Stadt existiert, dachte ich, ich eröffne hier mal ein neues Thema – analog zu den Galerien anderer Städte wie z. B. Luckau. So bleiben die reinen Stadtbilder schön beisammen.

    Wittenberge hat mir als Tourist richtig gut gefallen, es herrscht dort oben einfach eine sehr angenehme und entspannte Atmosphäre. Die Stadt hat natürlich ihre richtig schönen Seiten, aber eben auch Ecken, an denen in den nächsten Jahren sicherlich noch einiges getan werden muss. Genau das macht es städtebaulich aber auch irgendwie unheimlich spannend.

    Ich mache hier mal den Anfang mit Impressionen vom Schillerplatz, der Johannes-Runge-Straße und der Bürgermeister-Jahn-Straße sowie einigen Bildern aus der Altstadt rund um die evangelische Stadtkirche.

    Viel Spaß beim Anschauen!


    Staatliche Grundschule Friedrich Ludwig Jahn


    Schillerplatz - u.a "Haus Der Vier Jahreszeiten"


    Johannes-Runge-Str. 7


    Häuserzeile an der Bürgermeister-Jahn-Straße (gegenüber der Grundschule Friedrich Ludwig Jahn)



    Johannes-Runge-Straße 12 und 13 (rechts)

    Blick in die Goethestraße 1,2,3 etc

    Gegenüberliegende Seite (Goethestraße 6,7 etc.)

    Spannende Info, danke! Ich stand erst vor kurzem bei einer Kamera-Tour in Weimar vor dem Haus. Ein Glück, dass ich zumindest das Äußere noch unverhüllt erwischt habe. Drei Jahre Schließung für eine Sanierung und Neukonzeption sind allerdings eine Ansage, die fast schon an Großbauprojekt-Zeitpläne erinnert. 😁

    Hallo zusammen, ich stell meine Frage mal hier rein. Mir fällt bei den vielen altbayerischen Kleinstädten auf, dass die Bürgerhäuser trotz barocker Elemente (wie geschwungenen Giebeln oder Fensterfaschen) in ihrer Grundstruktur extrem schlicht, fast mittelalterlich-monumental wirken. Es wirkt oft wie ein barockes „Facelift“ auf einem älteren Kern. Warum hat sich der plastische, opulente Barock, den man aus dem benachbarten Böhmen oder den bayerischen Klöstern kennt, im profanen bayerischen Bürgerhaus so stark zurückgehalten?

    Lag das schlicht daran, dass das benachbarte Böhmen zu dieser Zeit wirtschaftlich wohlhabender war und sich die Bauherren mehr Prunk an bürgerlichen Fassaden leisten konnte?

    Hallo zusammen,

    ich war im Juni auf einer Tour durch Mittel- und Ostdeutschland unterwegs und habe unter anderem den neu sanierten Bahnhof in Wittenberge besucht. Leider war dieser geschlossen, aber dennoch ein wirklich schönes und gelungenes Sanierungsprojekt! Hier sind ein paar Impressionen...

    Das Bahnhofsgebäude selbst ist wirklich toll geworden, aber im direkten Umfeld muss man ehrlicherweise sagen: Da müsste schon noch einiges getan werden. Momentan prägen dort eben noch Baustellen und Brachflächen das Bild. Auf den Schildern und Bannern wird aber immerhin angekündigt, dass in den nächsten Monaten und Jahren ein bisschen was passieren soll – wie etwa dieses Coworking-Projekt "Gleis 1" ab Sommer 2026. Mal schauen!




    Aber gerade diese Mischung aus den schönen, frisch sanierten Seiten (z.B. Schillerplatz) und den Ecken, die noch Arbeit vor sich haben (so manche Altstadtgassen), macht Wittenberge irgendwie ziemlich spannend. Mir hat die Stadt jedenfalls richtig gut gefallen. Es herrscht dort oben einfach eine sehr entspannte Atmosphäre – zumindest habe ich das für mich als Tourist so wahrgenommen. ;)


















    Absolut faszinierende Bilder, die einen emotional echt packen. Es ist ein Spagat zwischen absolutem Staunen und tiefer Wehmut – schlichtweg grausam und schön zugleich, wenn man bedenkt, was für eine städtebauliche Pracht da verloren ging.

    Chapeau an die KI (und den Prompt-Ersteller!). Die Detailtiefe ist der Hammer. Vor allem die Perspektive in der Schusterstraße mit dem Dom im Hintergrund wirkt so real, als wäre das Foto gestern erst beim Spaziergang entstanden. Super!!

    Rettung des Hauptbahnhofs Gräfenroda (Thüringen)

    Hallo zusammen, ich bin neulich auf ein sehr schönes Sanierungsprojekt auf Instagram aufmerksam geworden, das perfekt in unser Forum passt: @hauptbahnhof.graefenroda

    Hier sanieren private Denkmalschützer in Eigenleistung das historische Bahnhofsgebäude in Gräfenroda (Thüringen). Die Macher nehmen die Community auf Social Media direkt mit auf die Baustelle – vom Entkernen der alten Räume bis hin zu den Arbeiten an der historischen Holzdecke.

    Gerade in Zeiten, in denen viele ländliche Bahnhöfe verfallen, ist das ein großartiges Beispiel für gelebte Baukultur und privaten Denkmalschutz. Schaut mal rein, die regelmäßigen Updates sind wirklich sehenswert!

    Hier geht es zum Account
    instagram.com

    Städtebaulich ist das Projekt durch die kleinteilige Giebelstruktur ein Gewinn für die Fernwirkung der Altstadt. Im Detail zeigt sich jedoch die typische, etwas sterile Neubau-Ästhetik: Durch das Fehlen von Dachüberständen und Gesimsen fehlt den Gebäuden die plastische Tiefe. Zudem brechen die Fenster mit den historischen Proportionen – es fehlen einfach die Sprossen. Aber ja, es schaut besser aus als zuvor…

    Gute Nachrichten für die Baukultur: Der MDR berichtet in einem aktuellen Beitrag über die millionenschwere Sanierung von Schloss Seeburg (Sachsen-Anhalt). Der historische Wirtschaftshof und das dazugehörige Dorf sollen bis 2033 komplett instand gesetzt werden.


    instagram.com

    (Hinweis: kann sein, dass der Instagram-Link wegen eines Bugs nicht direkt zum Beitrag führt und man zweimal draufklicken bzw. -tippen muss.)

    Wieder ein herber Schlag für unsere historische Baukultur... Es ist einfach unendlich bitter. Zum Glück gab es keine Verletzten, aber der Verlust für das Altstadt-Ensemble ist einfach nur traurig.

    Das linke Spektrum bekommt also mal wieder Schnappatmung, weil man Angst hat, im Vorbeigehen spontan mit „soldatischer Disziplin aus dem 18. Jahrhundert“ infiziert zu werden. Den Ungeist einer realen Diktatur konserviert man mit aller Macht, aber vor einer Statue wird das moralische Absperrband ausgerollt. Was stimmt mit denen nicht? Haben die nichts bessere zu tun? Es ist einfach nur lächerlich!

    Man kann gar nicht oft genug betonen, wie dankbar man sein muss, dass nach so einem verheerenden Brand überhaupt dieser Weg gewählt wird: Das Gebäude wird in seiner Kubatur und Fassadenabwicklung weitgehend so wiederaufgebaut, wie es das historische Stadtbild verlangt. Besonders positiv ist, dass auch Details wie die markanten Fensterläden zurückkommen – sie geben der Fassade erst ihr Gesicht. Als jemand aus dem Südwesten kann ich nur sagen: Ich wäre froh, wenn wir bei uns in der Region öfter solche Projekte im Sinne der traditionellen Baukultur sehen würden, statt der ewigen modernistischen Brüche

    Ich find das Ensemble sehr gelungen. Der mittlere Backsteinbau des Häuserzeile imitiert die Typologie eines alten Speichers, bei dem die Türen in den Obergeschossen schlichtweg als Ladeluken dienten, um Waren per Seilzug nach oben zu befördern. Das findet man im norddeutschen Raum zu Tausenden – ganz ohne Gruselfaktor. Ob man historisierende Neubauten mag, bleibt natürlich Geschmackssache. Aber dieses Ensemble nimmt die Kleinteiligkeit, die Materialität und die regionaltypische Bauweise Tangermündes hervorragend auf. Mir ist so eine detailverliebte Einfügung ins Stadtbild jedenfalls tausendmal lieber als der nächste seelenlose Betonklotz mit Flachdach. Man sollte die Kirche – oder das Hotel – also ruhig im Dorf lassen. 😉

    Parzellen, Eigentümerstrukturen und Bebauungspläne sind doch kein in Stein gemeißeltes Naturgesetz. Alles auf dieser Welt lässt sich ändern – Grundstücke werden verkauft, Verträge laufen aus und städtebauliche Rahmenbedingungen werden für die Zukunft neu verhandelt. Wenn man nach der Logik ginge, dürfte sich auf dieser Welt keine einzige Stadt jemals weiterentwickeln, weil ja im Hier und Jetzt „schon alles besetzt ist“. Wenn wir hier nur noch das diskutieren dürfen, was aktuell bequem im Grundbuch steht, können wir das Forum auch gleich dichtmachen. Ein bisschen weniger planerische Verbissenheit und mehr Mut zur Vision würde Elbflorenz echt gut tun. Yeees!!!

    Da kann ich erbse nur in jedem einzelnen Satz vollkommen zustimmen! Danke für diesen Beitrag, der den Kern der Sache perfekt trifft.

    Genau diese vermeintliche „Füllmasse“ und die historischen Kuriositäten machen doch überhaupt erst den Reiz und die Gemütlichkeit einer echten Altstadt aus. Wenn wir nur noch Gebäude rekonstruieren dürften, die nach heutigen Maßstäben als absolute, makellose „Meisterwerke“ durchgehen, dann wird das Ganze doch total steril. Eine Stadt darf und muss Ecken, Kanten und eine eigene Entwicklungsgeschichte haben – genau das strahlt doch Charakter aus. Das Auge sucht und liebt diese Abwechslung im Ensemble.

    Ich verstehe auch ehrlich gesagt diesen extrem engen Fokus nicht, dass alles, was nicht der reine, unberührte Barock ist oder vor 20 Jahren mal ad acta gelegt wurde, sofort indiskutabel sein soll. Warum müssen wir eigentlich immer so unfassbar engstirnig und in starren Verboten denken?

    Selbst wenn man nicht eins zu eins rekonstruiert: Warum nutzen wir solche Gedankenspiele nicht viel eher als kreativen Anstoß, um über angepasste Neubauten im Dresdner Stil nachzudenken? Ein Gebäude, das die klassischen Proportionen, Dachformen und Materialien der Region aufgreift, anstatt den nächsten austauschbaren Beton-Raster-Kasten hinzusetzen, der überall auf der Welt stehen könnte. Architektur darf sich doch weiterentwickeln, ohne gleich ihre regionale Identität zu verlieren. Ein bisschen mehr Mut zum Träumen und weniger planerische Verbissenheit würde uns allen hier im Austausch gutun!

    Danke für die Einordnung! Ich glaube, wir müssen uns auch gar nicht an der Frage aufreiben, ob dieser spezifische Erker nun ein architektonisches Meisterwerk oder „grobschlächtig“ war – das liegt ja immer im Auge des Betrachters und macht die Diskussion über Zeitschichten ja gerade so spannend.

    Aber spinnen wir den visionären Gedanken doch mal größer: Wenn wir über die Zukunft des Quartiers IV oder die Wilsdruffer Straße nachdenken - oder auch über die Grenzen des Neumarkts hinaus, muss es ja nicht immer die radikale Eins-zu-eins-Rekonstruktion auf Teufel komm raus sein.

    Warum denken wir bei zukünftigen Veränderungen nicht viel öfter an angepasste Neubauten im Dresdner Stil?

    Mich stört in der aktuellen Architekturdebatte oft dieses Schwarz-Weiß-Denken: Entweder man baut eine exakte historische Kopie oder man bekommt das typische, austauschbare Investoren-Raster-Einerlei aus Glas und grauem Beton, das überall auf der Welt stehen könnte. Warum nutzt man nicht den Spielraum dazwischen? Man könnte dort völlig neue Gebäude errichten, die aber die traditionelle Dresdner Identität aufgreifen – mit klassischen Dachformen, harmonischen Proportionen, Putzfassaden und Sandsteinelementen.

    Das wäre doch ein fantastischer, kreativer Weg: Ein modernes Gebäude, das sich aber respektvoll und elegant in das historische Stadtbild einfügt, anstatt wie ein Fremdkörper zu wirken. Warum wird so ein anpassungsfähiges, traditionelles Weiterbauen eigentlich so selten in Betracht gezogen?

    Ein wirklich schöner Überblick über die Baden-Badener Prachtbauten. Ich bin in dem Viertel – gerade rund um die Kaiser-Wilhelm-Straße – selbst öfters unterwegs und kenne die Villen daher sehr gut. Es ist immer wieder faszinierend, diese ganze architektonische Vielfalt direkt vor Ort zu sehen. Danke fürs Teilen!