Posts by Belvedere


    Als Zeichen eines grundsätzlichen Respekts Wiesbaden gegenüber (das ich gestern zum ersten Mal nach 2015 wieder betreten habe), von Seiten des Erzfeinds anbei die älteste bekannte Ersterwähnung Wiesbadens aus dem Jahr 1790 (wegen offizieller Hintergründe in meinem Besitz).

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    In Bezug worauf / in welchem Zusammenhang war die Erwähnung Wiesbadens im Jahr 1790 die älteste?

    Ich habe nicht den gesamten Diskussionsstrang zurückverfolgt, aber auf eine schriftliche Erwähnung des Stadtnamens an sich kann sich das doch nicht beziehen.

    Ich vermute dass das an der geschichtlichen Herkunft liegt, je westlicher desto romanischer bzw. rrömischer.

    Einen Einfluß der überkommenen (keltisch/germanischen?) Bautradition vermute ich auch als Ursache dafür, daß in Deutschland in vielen Regionen einfachere Gebäude so lange in der Fachwerkbauweise errichtet wurden. Grundsätzlich billiger kann es nicht sein - das müßte sonst ja auch in anderen Ländern in Gebieten, wo sowohl Bauholz als auch Steine vor Ort gewonnen werden konnten, der Fall gewesen sein. Soweit mir bekannt, wurde die Fachwerkbauweise in den Regionen, in denen sie schon länger nicht mehr vorherrscht, meist infolge obrigkeitlicher Verbote/Brandschutzvorschriften aufgegeben.

    Die Herrschenden und die Kirche waren wohl generell eher am römischen Vorbild orientiert, und für manche Gebäude, wie Wehrbauten und größere Kirchen, eignet sich die Fachwerkbauweise auch nicht gut. Diese wurden daher aus Stein errichtet.

    Hallo zusammen.

    Ich wäre aus konkretem Anlass sehr interessiert an rekonstruierten Renaissancegärten bzw. Parkanlagen. Später kann dieser Strang aber sehr gerne dazu genutzt werden, um alle möglichen besonderen Parkanlagen zu posten, denn ich fürchte reine Renaissancegärten sind ein sehr nischiges Thema.

    Ich bin beteiligt an einer möglichen Rekonstruktion eines sehr großen Renaissancegartens im Anschluss an ein Schlossgelände.

    Inzwischen dürfte die Entscheidung ja gefallen sein. Um welches Projekt handelt es sich, wie ist es damit weitergegangen?

    Obwohl ich schon recht oft in Darmstadt gewesen bin, habe ich diesen Rolltreppe nie wahrgenommen, was wohl kein Verlust ist. Ich hoffe, die normale Treppe wird sich besser einpassen - wenn es sich um einen natürlichen Hang handelt, würde sich eine Konstruktion in (rotem Odenwälder) Sandstein gut machen.

    Wirkt auf mich wie ein äußerst praktisches Gefährt für den typischen Anwendungsbereich von Motorrollern. Große Überlandfahrten und regelmäßige Strecken jenseits von 50 km wird wohl kaum jemand mit dem Roller zurücklegen. Wenn es denn sein muss, auf der Arbeit laden, dann wieder zu Hause laden über Nacht, angesichts der Strommengen praktisch für lau - woaß net. Sieht doch gut aus.

    Die technischen Voraussetzungen bezüglich Kapazität/Reichweite für elektrische Antriebe im Vergleich zum Antrieb durch Verbrennungsmotoren müßten doch aber grundsätzlich die gleichen sein wie bei Personenwagen, auch wenn der Anteil des Gewichts der Antriebseinheit am Gesamtgewicht bei Motorrollern größer ist. Wenn also der Entwicklungsfortschritt bei den Batterien sich so schnell vollzieht, wie du beschrieben hast, sollten in einigen Jahren auch Motorroller zur Verfügung stehen, die eike weit höhere Reichweite bieten.

    In diesem recht aktuellen Artikel werden die derzeit und früher erhältlichen Wasserstoffautos vorgestellt sowie Ursachen für ihre äußerst niedrigen Zulassungszahlen, ihre Zukunftschancen und die bestehenden Herausforderungen erläutert.

    Dies bezieht sich, soweit ich erkennen kann, speziell auf Fahrzeuge mit Brennstoffzellen.

    Wie steht es mit Fahreugen mit "normalem" Wasserstoffmotor? Die Herausforderungen bezüglich Erzeugung und Speicherung des Treibstoffs und der Infrastruktur sind die gleichen. Der Gesamtwirkungsgrad ist wohl etwas geringer als bei einem durch Brennstoffzellen angetriebenen Elektrofahrzeug, dafür kann man wohl zum Teil auf erprobte Technik/Erkenntnisse des Motorenbaus zurückgreifen. Die Annahmebereitschaft seitens derer, die Verbrenner lieben (ein Faktor, den man nicht unterschätzen sollte), wäre vermutlich auch höher.

    Kann man die Listen filtern, z.Bsp, nach Baujahr oder Art des Baudenkmals- z.Bsp. Fachwerkhäuser? Oder muss man die bei Wiki geführten Listen durchfliegen?

    Es gibt vom saarländischen Landesdenkmalamt für das gesamte Saarland eine Denkmalliste, die nach Landkreisen, Gemeinden und Gemeindeteilen gegliedert ist. Es ist eine PDF, man kann sie also nicht sortieren, nur über die Textsuche bestimmte Begriffe anzeigen lassen.

    Das heutige Saarland und die angrenzende Pfalz wurden aber im späten 17. Jahrhundert von den Franzosen so nachhaltig verwüstet, dass davon praktisch nichts übrig geblieben ist (eine Ausnahme ist Ottweiler, das dementsprechend auch einen nicht unerheblichen Fachwerk-Anteil aufweist).

    Sofern die Angaben in der Denkmalliste des Saarlandes stimmen, gibt es zumindest noch einzelne Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. Abgesehen von Klöstern und Schlössern sind hier etwa das Haus auf dem Hahn Nr. 1 in Lebach, Arnulfstr. 21 in Saarbrücken-St. Arnual und St. Johanner Markt 8 in Saarbrücken-St. Johann verzeichnet.

    Auf dem Hahn 1 in Lebach kenne ich selbst, es handelt sich um ein Steingebäude. Bei Arnulfstr. 21 scheinen mir die Fensterrahmungen auch eher auf ein Steingebäude hinzudeuten.

    Die Kriegsezerstörungen des 17. Jh. sollte man meines Erachtens bezüglich der Auswirkungen auf das Vorkommen von Fachwerk nicht überschätzen. In der Pfalz gibt es in den Weinbauregionen sehr viele Fachwerkgebäude, die oft erst aus dem 18. Jh. stammen. Im Saarland und in der westliche Pfal gibt es aus dieser Zeit ganz überwiegend Sandsteinhäuser, die höchstens einen Fachwerkgiebel oder im Inneren Fachwerkwände aufweisen

    Was vielleicht auch noch zu definieren wäre, ist, unter welchen Bedingungen ein Bauwerk überhaupt ein Turm ist. Das ist meines Erachtens eine schwierige Frage. Das Verhältnis der Höhe zur Grundfläche oder zu der längsten horizontalen Ausdehnung allein kann es wohl nicht sein, denn diese freistehenden Kurchtürme in Ostfriesland etwa sind ja auch oft kaum höher als lang oder breit, aber es besteht hier offenbar Einigkeit darüber, daß es Türme sind. Dagegen widerstrebt es mir, Hochhäuser als Türme anzusehen, ohne daß ich aber meßbare Eigenschaften nennen könnte, die nach meiner Auffassung einen Turm ausmachen.

    Die FWH sehen nicht nur im Umland von Kassel so aus, die Dacheindeckungen und die Sprossenfenster sehen quer durch die Republik unpassend aus an Fachwerkgebäuden, da alles komplett neu und Industrieware ist wie z.Bsp. Floatglas mit niedrigem Brechungsindex und Dispersion....

    Nein, die Aussage bezieht sich auf meine Beobachtung, die ich hier mitgeteilt hatte, nämlich daß die Fachwerkhäuser dort oft erstaunlich gerade wirken, so als wären sie noch relativ neu oder nie der Schwerkraft oder Erderschütterungen ausgesetzt gewesen.

    Ich habe mich tatsächlich nicht entscheiden können - das englische Gebäude wird natürlich in größerem Umfang im ursprünglichen Zustand sein und sieht entsprechend authentisch aus. Ohne diesen Umstand in die Bewertung einzubeziehen, gefällt mir das deutsche aber besser, insbesondere wohnen wollte ich lieber in dem deutschen. Es wirkt wie ein Neubau nach historischer Art (einige der von mir erwähnten Fachwerkgebäude im Umland von Kassel kommen diesem Erscheinungsbild recht nahe). Nur das Dach sollte vielleicht anders eingedeckt werden.

    Kassel war im zweiten Weltkrieg eine der am schwersten zerstörten Stätte Deutschlands. Dabei fielen etliche Fachwerkhäuser den Flammen zum Opfer, da sie im Vergleich zu den Steinhäusern sehr schnell Feuer fingen. Einige der Fachwerkhäuser wurden wiederaufgebaut und aufgrund ihren junges Altes erscheinen sie heute noch als sehr gerade.

    Ja, das wäre natürlch eine Erklärung. Ich meinte aber nicht direkt Kassel, sondern die Umgebung, z. B. Trendelburg, Hofgeismar, Rengershausen. Dort dürften wohl sicher noch viele Fachwerkhäuser original aus dem 17./18. Jahrhundert oder sogar älter sein?

    Was genau verstehst du unter geraden Fachwerkhäusern?

    Ich meine damit solche, die sich (dem Eindruck nach) kaum gesenkt und verschoben haben. Tatsächlich haben die Häuser im Raum Kassel, auf die sich meine Beobachtung bezieht, keine auskragenden Stockwerke. Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß die "verschobenen" Fachwerkhäuser alle viel älter sind. Mir sind einige bekannt, die auch erst aus dem 18. Jahrhundert stammen und keine auskragenden Stockwerke haben.

    Neulich war ich wieder einmal in der Gegend um Kassel. Zu wiederholten Mal ist mir aufgefallen, daß die Fachwerkhäuser dort oft auffallend gerade erscheinen im Vergleich mit denen, wie man sie etwa in Franken, in der Pfalz oder in Südhessen oft findet. Wie erklärt sich das? Ich habe bemerkt, daß die Gefache in dieser Region oft ausgemauert sind. Wenn es das wäre, daß dadurch das Haus eine höhere Steifigkeit erlangt, müßten doch die üblichen, mit Lehm und Stroh ausgefüllten Gefache ausgebeult oder zerdrückt sein, was aber nicht der Fall ist.