Posts by Westkreuz
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Meine Heimatstadt Oldenburg ist mit ganz wenigen Ausnahmen völlig ohne Kriegsschäden davongekommen. Einzig im Bahnhofsumfeld gab es schwere Zerstörungen. Ansonsten sind die Bombentreffer an einer Hand abzuzählen.
Aber dann kam ab den 1960er Jahren die großflächige Zerstörung historisch gewachsener Bebauung, besonders im Innenstadtbereich. Stichwort "autogerechte Stadt" (würg). Dazu kam das sich nach 1945 Oldenburgs Einwohnerzahl durch den Zuzug von rund 42.000 Vertriebenen fast verdoppelte. Die Stadt wuchs zur Großstadt heran und suchte nach Platz für modernen Wohnraum und Gewerbe. Stadtplaner und Politik sahen historische, verwinkelte Gassen als rückschrittlich an. Ziel war es, die City für den rasant zunehmenden Autoverkehr der Wirtschaftswunderjahre zu öffnen und Konsumtempel (Kaufhäuser) zu etablieren.
Äußerst markante Verluste waren zum einen das sogenannte "Mühlenviertel" am Rande der Innenstadt. Ein ganzes, historisch gewachsenes Viertel an der Mühlenstraße wurde flächendeckend abgerissen. Anstelle der alten Handwerker- und Wohnhäuser entstanden wuchtige Beton-Einkaufscenter (Horten) und Parkhäuser. Für das häßliche Horten-Haus mit der scheußlich-typischen Wabenfassade wurde das prächtige Gebäude des "Kaufhaus Hitzegrad" (später "Merkur") abgerissen.
So könnte es heute aussehen :
In den Jahren 1964/65 wurde die traditionsreiche Häuserzeile am Marktplatz (unter anderem das bekannte Restaurant Schnitker) komplett abgebrochen. Sie musste dem damaligen Warenhaus-Boom weichen.
Am Stautorkreisel wurde das geschichtsträchtige Gebäude des Handelshof von 1804 (ehemals Hotel de Russie), dass das Stadtbild am Stautor entscheidend prägte, welches nach dem Krieg verkam 1967 abgerissen.
Theoretisch heute :
Mehrere prachtvolle Gründerzeithäuser an zentralen Achsen (wie die historischen Bauten an der Theaterwall-Ecke) wurden Anfang der 1970er Jahre planmäßig für Neubauten geopfert sowie in den frühen 1980ern an der Amalienstraße eine ganze Zeile Gründerzeitler für den Neubau der Zufahrtsrampe zur neuen Amalienbrücke.
Diese Phase der Kahlschlag-Sanierung veränderte das Gesicht Oldenburgs nachhaltig. Erst der massive, spürbare Verlust von Identität führte in den 1970er-Jahren zu einem radikalen Umdenken: Bürgerinitiativen formierten sich (mein Vater war dabei) und der Denkmalschutz in Oldenburg wurde massiv gestärkt, um die verbliebenen Reste der historischen Innenstadt konsequent vor dem Bagger zu schützen.
Weitere historische Einblicke in diese Transformation dokumentieren die Archive des Stadtmuseum Oldenburg:
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Puh der verlinkte Artikel lässt mich erschauern. Ganz besonders die beiden vorher/nachher Fotos aus Detroit und San Diego. Das ist ja der totale ultimative Kahlschlag. Und das ohne Krieg, ohne eine einzige Bombe. Gruseligst.
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Ächz.
Welch ein Frevel.
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Der Abriss des ehemaligen Karstadt Gebäudes in Bremerhaven steht kurz vor der Vollendung nachdem es einige Verzögerungen gab weil das Gebäude voll mit Asbesthaltigem Putz war.
Bremerhaven: Warum dauert der Karstadt-Abriss so lange? - buten un binnenIn der Innenstadt laufen die Bagger wieder. Der Ex-Kaufhausbau weicht dem sogenannten "Novo" mit Bibliothek und Jugendherberge – fertig sein soll alles bis…www.butenunbinnen.deSo soll das nachfolgende Gebäude dann aussehen :
Nach Karstadt-Abriss in Bremerhaven: So soll der "Novo"-Bau aussehen - buten un binnenBremerhaven hat eine Wunde mitten in der Stadt: die Karstadt-Ruine. Nun hat die Stadt gezeigt, wie das Nachfolgegebäude aussehen soll.www.butenunbinnen.de -
Das unzerstörte Berlin 1930 - 1936
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Natürlich sind leider sehr viele Fledermausarten vom Aussterben bedroht.
Fledermäuse: Wichtig, bedroht - aber wenig beachtetFledermäuse spielen in der öffentlichen Wahrnehmung nur eine kleine Rolle. Dabei sind sie wichtig fürs Ökosystem und interessant für die medizinische…www.tagesschau.de
Fledermäuse: Alles was Sie über die bedrohten Tiere wissen müssenEs gibt 24 Fledermausarten in Deutschland, doch nur zwei davon gelten derzeit als nicht gefährdet. Was die Fledermäuse bedroht und wie wir sie schützen können,…www.bund.net -
Ein "paar" ist gut
!Vielen Dank für die vielen Eindrücke und Einblicke !

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Das ist ein Foto vom Januar 1919 vor dem Innenministerium. Das Auto mit dem charakteristischen Geländer, die Stellung des Mannes darauf und die Menschenmenge sowie das Mauerwerk passen auffällig gut zu dem Foto von Willy Römer aus diesem Artikel :
Karl Liebknecht Holds a Speech in Front of the Ministry of the Interior (January 1919)germanhistorydocs.org -
Immerhin ist das unsägliche "Haus der Räte" derweil auch von der Bildfläche verschwunden.
Alleine dieser Vorher-Nachher Vergleich ist einfach nur ernüchternd.
Schloss Königsberg um 1900 :
Kaliningrad heute :
Beide Bilder aus der mehr oder weniger identischen Perspektive. Man beachte jedoch das kleine Stück des originalen Straßenpflasters auf dem Screenshot. Das ist tatsächlich original aus der Vorkriegszeit.
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So schön und wünschenswert das auch ist bzw. wäre aber glaubt wirklich jemand ernsthaft dass das realistisch ist ?
Dafür ist kein Geld da, denn das Vorhandene wird für u.a. gelbe Striche auf dem Asphalt von Lima/Peru verwendet.
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Puh wie traurig. Meine Freundin hat viele Jahre im Freilichtmuseum Molfsee gearbeitet. Letztes Jahr noch waren wir in dieser Kate drin.
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Der kleine Kobold war, ist und bleibt ein unauslöschlicher Teil meines Lebens. Alle original Schallplatten der kompletten ersten Auflage von damals befinden sich auch heute, Jahrzehnte später immer noch in allerbestem Zustand und wohlbehütet bei mir.

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Ja absolut klasse und auf den Punkt. Knapp 14 Minuten die sich lohnen anzuschauen !
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Ich bin ganz sicher das die historischen Realitäten der betreffenden Klientel a) völlig unbekannt und vor allem b) absolut egal sind. Das interessiert die Null Komma Null. Denen geht es einzig und allein darum ihre verbaute und verquere Steinzeitideologie durchzusetzen und zu propagieren. Sonst nichts.
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Um Gottes Willen, das bei dem Haus an der Moislinger Straße sieht ja gruselig aus, sowohl vorne als auch hinten. Das kann doch (hoffentlich !) keine reguläre Baufirma so verzapft haben ?
Das würden eine Handvoll 15-jährige die gerade das BGJ Bau absolvieren deutlich besser hinbekommen.
Ob es dafür überhaupt eine Genehmigung der Baubehörde gibt ?
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Um deine zweite Frage zu beantworten :
Nein.
Das ist deren Lebenssinn- und Inhalt. Hetzen, diffamieren, die Realität auf den Kopf stellen. 1984 wie es "schöner" nicht geht.
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Das ist natürlich leider richtig. Aber wenn Täter erwischt werden muss es drastische Konsequenzen geben um Präzedenzfälle zur Abschreckung zu schaffen was dann natürlich auch bekannt gemacht werden muss.
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Drastische Sanktionen. Hohe Geldstrafen im hohen 4-stelligem Bereich auch beim ersten Mal. Und kein "Du du du" samt erhobenem Zeigefinger. Wenn es kein Geld zu holen gibt bzw. nach dem zweiten Mal mindestens ein Jahr schwedische Gardinen ohne Bewährung.
Dann wird das ganz schnell zurück gehen.
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Dieses ist nur ein vergleichsweise winziges Detail aber bezeichnend und beispielhaft für den Niedergang dieses Landes und des weitgehenden Kontrollverlustes der Politik und Behörden über fast alle Bereiche des täglichen Lebens. Das wird böse enden.





